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Deutsch Die Stadt Gedichtsanalyse

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by

Niklas Momberg

on 3 June 2015

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Transcript of Deutsch Die Stadt Gedichtsanalyse

Deutsch Gedichtsanalyse
Das Sonett
Die Stadt von Georg Heym

Äußere Form
zeigen durchgehend männliche Kadenzen (entspricht der Sonett-Form)
ersten 3 Strophen = beschreiben Elemente
letzte Strophe = Fazit

1
01 Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein
02 Zerreißet vor des Mondes Untergang.
03 Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang
04 Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein.

2
05 Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt,
06 Unzählig Menschen schwemmen aus und ein.
07 Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein
08 Eintönig kommt heraus in Stille matt.

3
09 Gebären, Tod, gewirktes Einerlei,
10 Lallen der Wehen, langer Sterbeschrei,
11 Im blinden Wechsel geht es dumpf vorbei.

4
12 Und Schein und Feuer, Fackeln rot und Brand,
13 Die drohn im Weiten mit gezückter Hand
14 Und scheinen hoch von dunkler Wolkenwand.
Sonett-Form
In Deutschland gilt der jambische Fünfheber als Idealform mit männlicher (stumpfer) oder weiblicher (klingender) Kadenz und dem Reimschema:

abba – abba – cdc – dcd

oder

abba – cddc – eef – ggf
abba - cddc - eee - fff
Quartette
Terzette
Alle Verse besitzen 10 Silben und
aus 14 gegliederten Verszeilen
Vier Strophen
2 Quartette und zwei Terzette
der fünfhebige Jambus, dessen Kadenz weiblich (11 Silben) oder männlich (10 Silben) sein kann.


These im 1. Quartett
Antithese im 2. Quartett
Synthese in den Terzetten

alternativ:

These in den Quartetten
Antithese in den Terzetten
Ideale inhaltliche Strukturierungen sind im italienischen Sonett:
Sonett-Form
Inhaltliche Analyse
beginnt mit düsterer & geheimnisvoller Stimmung
so wirkt die Nacht :"weit ist die Nacht"(V.1) endlos &trostlos

Beschreibung der Fenster = Hyperbel
die Stadt wirkt monoton
:"tausend Fentser stehen die Nacht entlang" (V.3)
städtebauliche Gleichheit, missfällt Georg Heym
Inhaltliche Analyse
Strophe 2

Strophe zwei ist der Gegensatz zur ersten Strophe
-> unübersichtliche Straßen mit chaotischen Zuständen
Stadt lässt Menschen abstumpfen und zwängt sie in ein starres Kollektiv (V.7)
durch "schwemmen"(V.6) wirken Menschen unwichtig
= Menschen haben keine Ziele/Farblos
Inhaltsangabe
Thema: Erfahrung von Bedrohung, Vernichtung und Vergänglichkeit
Inhaltliche Analyse
Strophe 3
1. Strophe: Naturbeschreibung (Nacht, Wolken, Mond)

2. Strophe: Stadtbeschreibung (Straßen, Menschen, Geräusche)

3. Strophe: Wechsel von Tod und Geburt

4. Strophe: Blick in die Zukunft (Feuer, Ferne, Wolken)
Geburt & Tod = Ewiger Kreislauf
man hört Schreie der Frauen die gebären und dem Tod nahe sind (V.10)
sie werden nur wahrgenommen von denen, die es stört
-> das menschliche versagt in diesen Städten
Inhaltliche Analyse
Strophe 4
apokalyptischer Zustand

V.12 Feuer der Zerstörung
Biografie
Farbe rot taucht erneut auf -> Synthese zur ersten Strophe
eine Gefahr bewegt sich auf die Stadt
entweder erahnte er den 1 Weltkrieg oder er sah
ein rasches Ende der Stadt durch selbstzerstörung
- 30. Oktober 1887 in Hirschenberg (Schlesien) geboren

- 16. Januar 1912 in Berlin verstorben

- Sohn von Reichsmilitärstaatsanwalt Hermann Heym

- Mutter geborene Taistrzik und Schwester Gertrud

- religiöse, bürgerlich-konservative Familie




- häufige Ortswechsel durch Berufsversetzung des Vater

- 20 März 1907 Abitur in Berlin (Friedrich Wilhelm-Gymnasium)

- Ab 1907 Jura-Studium in Würzburg

- Anschluss der Studentenbewegung Corps

- 1908 Wechsel zur Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin


- 1910 erste juristische Staatsprüfung

- Gründung des ,,Neuen Club'' mit Hiller und von Hoddis
--> Auflehnung gegen den Blasphemien

- 1911 Scheitern an Vorbereitungsdienst im Amtsgericht Berlin

- Abkehr der Rechtswissenschaft --> sucht Weg zum Militär




„Der Lyriker und Novellist wäre vielleicht einer der größten Dichter Deutschlands geworden, jedenfalls des zwanzigsten Jahrhunderts. Seine Poesie, die Formstrenge mit verblüffendem Bilderreichtum und kühnen Visionen verbindet, zeichnet sich durch eine unvergleichliche, ekstatisch-dämonische Aura aus und hat in hohem Maße die Vorstellung vom deutschen Expressionismus geprägt, zumal vom Frühexpressionismus.“

– Marcel Reich-Ranicki, FAZ vom 18. Oktober 2003

Reich-Ranicki und Balke über Heym


„Vater Heym war sehr schwermütig, stark religiös eingestellt, aktiv in der Inneren Mission tätig. Frau Heym trat nie besonders hervor, seine Schwester Gertrud war ebenfalls sehr kirchlich und religiös eingestellt und allen weltlichen Dingen und Freuden ablehnend. Neigte ebenfalls zur Schwermut. In dieser Umgebung hat G. Heym, der das Leben und seine Freuden bejahte, sich nie wohl gefühlt […].“
Strophe 1
Bezug zum Titel
Titel :
Die Stadt

Handlung des Sonetts :
Georg Heym beschreibt das Stadtleben, den Aufbau der Stadt und beschreibt eine gewisse Problematik
Expressionismus
- Abkehr von konservativ, bürgerlichem Denken

- Industrialisierung

- Großstadtprobleme

- Spannungen zwischen Arbeitern und Unternehmern

- Wirtschaftskrise (Versailler Vertrag)

- Militarisierung der Großmächte
Klar ist, dass Titel mit dem Text übereinstimmt.
Themen der Lyrik
- Wahnsinn

- Bewusstseinsverlust

- Tod

- Krieg

- Gesellschaftsverfall

Die Stadt
Autor: Georg Heym
Titel: Die Stadt
aus: Dichtungen und Schriften. Band 1: Lyrik. S. 452
Entstehungsdatum: 1911
Erscheinungsdatum: 1964
Erster Eindruck:
Das Leben in der Stadt wird hier sehr düster und boshaft darfgestellt.
Trauriges Gedicht, was ein beklemmendes Gefühl beim Lesen vermittelt
Zusammenfassung
Erster Eindruck bestätigt sich
stellte das triste Leben der Stadt dar
viele Menschen sind mit dem der Umstellung vom Leben in der Stadt im Vergleich zum Land nicht klar gekommen
Georg Heym fing diese Stimmung bei vielen auf und schrieb sie als Gedicht nieder
Fragen?
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit
Gliederung
Einleitung
äußere Form
inhaltliche/sprachliche Form
Biographie
Expressionismus
Enjambement
Zusammenfassung Inhalt
von Strophe zu Strophe steigerung
Strophen beziehen sich aufeinander
Full transcript