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Das bifokale Behandlungskonzept

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by

Annika Hense

on 26 January 2015

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Transcript of Das bifokale Behandlungskonzept

Das bifokale Behandlungskonzept
Das Konzept

Psychoanalytischer Erklärungsansatz von Gewalt
nach Rauchfleisch
Was bedeutet ,,bifokal"?
Sozialarbeit
Funktionen des Behandelnden
Übernahme ganz verschiedener Funktionen
Augenmerk gleichermaßen auf Arbeit an sozialen Problemen und an psychischen Störungen gerichtet
Aktivität des Behandelnden an sozialem Leben der Klienten
Hoffnung und Zuversicht

große Belastungen
bessere Alternative?
Anwendung des Konzepts
Allgemein:
- Udo Rauchfleisch
Grundlage:
Dissoziale Persönlichkeiten
große soziale
Probleme
schwere psychische Störungen
großer wechselseitiger Einfluss
enge Legierung
und
zunehmende Eskalation
beider Störungsanteile
Psychotherapie
soziale Probleme
psychische Störungen
,,
bi
fokal
''
bi ,,zwei''
fokal ,,Fokus, Brennpunkt''
hier:
beide Störungsbereiche gleichermaßen betrachend
viele verschiedene Funktionen
kleine Erfolge, viel Arbeit und Geduld
zwei verschiedene Personen:
je Spezialausbildung in Sozialarbeit und Psychotherapie
Antwort nach Rauchfleisch:
Ziel: Integration der verschiedenen Persönlichkeitsanteile des Patienten
nur möglich
bei gut
ausgebildetem Team
, das
gleichem Behandlungskonzept
nachgeht;
in
Supervisionsprozess
Möglichkeit
divergierende Anteile zusammenzubringen

praktisch nie anzutreffen!
Gefahren:
Versuch Beteiligte gegeneinander auszuspielen
Erfahrung: Niemand fühlt sich voll verantwortlich
Verstärkung von Spaltungs- und Dissoziationsmechanismen
jeder Problembereich je ,,eigenen" Therapeuten
EINE therapeutische Beziehung
, die
beide Störungsanteile
gleichermaßen im Auge behält und
bearbeitet
je nach
Stand der Behandlung/ Zustand des Klienten/ aktuellen Zielen:
mal soziale Bereiche
verstärkt ansprechen
mal psychischen Problemen
besondere Aufmerksamkeit schenken
nie
anderen Bereich
vergessen!
immer mitdenken!
Arbeit an Psychodynamik
Klient macht von sozialen Angeboten keinen Gebrauch
kann erarbeitete
Strategien nicht umsetzen
Welche
psychodynamischen Gründe
machen ihm Umsetzung unmöglich?

Berücksichtigung
unbewusster Kräfte
: (Abwehr, Widerstand, Übertragungsmechanismen)
Vorrang der sozialen Probleme
Arbeit an sozialer Dimension - zu Beginn und immer wieder im Verlauf der Behandlung - im Vordergrung
Gründe:
Probleme
besonders drängend
zentraler Aspekt in Genese
enge Legierung
beider Störungsbereiche
psychische Schwierigkeiten durch soz. Situation verschärft
psychische Stabilität wird unterhöhlt
Eskalierung der psychischen Erkrankungen
Brisanz
würde unterschätzt
psychische UND soziale Stabilität
wichtig für Prognose
Veränderung der sozialen Kompetenzen:
Auswirkungen auf
Befinden
Änderungen im
psychischen Bereich
weitere psychische Gründe...
Klienten für traditionelle Psychotherapie oft nicht zugänglich:
Ambivalenz gegenüber intensiven Beziehungen
Ängste, dass in der Beziehung Wunden früherer traumatisch erlebter Beziehungserfahrungen aufgerissen werden
Behandlung als empfindliche narzisstische Kränkung aufgrund von Selbstwertproblemen
unter Berücksichtung der Psychodynamik!
Fokussierung auf soziale Probleme
Bedingungen bieten, unter denen sie sich auf Beziehung einlassen
geringste Beunruhigung
Lage derzeitiger
Hauptprobleme
Bewusste Wahrnehmung
der sozialen Probleme
Beziehungsdynamik
in Form von
Übertragung u. Gegenübertragung
Übertragungs- und Gegenübertragungphänomene entfalten sich in Interaktion zwischen Klient und Behandelndem
Übertragung
Gegenübertragung
Interaktion durch
bisherige Beziehungs-erfahrungen
geprägt
Hineintragen von unbewussten Quellen in Beziehung
Wahrnehmungsverzerrungen
Beispiel: Behandelnder wird per Übertragung als versagende Elternfigur empfunden
Verzerrte Wahrnehmung und Interpretation von Handlungen
störende Auswirkung auf Interaktionen
Gesamt der Reaktionen der Behandelnden auf die Klienten
emotionale u. im Handlungsbereich sich zeigende Reaktionen u. Phantasien
liefern Hinweise auf vorherrschende Psychodynamik der Klienten
Beispiel: Ärger und aggressive Impulse in Gegenübertragung, durch z.B. Entwertung der Aktivitäten des Behandelnden durch Klienten
Hinweis auf aggressiven Affekt der Klienten

besondere Beachtung der Beziehungsdynamik


wichtige Hinweise auf Psychodynamik/ unbewusste Impulse des Klienten
Arbeit an sozialen Problemen allein reicht nicht aus !
Struktur
das
Konzept

Funktionen des Behandelnden

Anwendung
des Konzepts
allgemein
Arbeit an psychischen Störungen
Vorrang der sozialen Probleme

Beziehungsdynamik
in Form von Übertragung und Gegenübertragung

Fazit
Anklammerndes Verhalten und unangemessene Erwartungen
Übertragungsdynamik:
Rolle unendlicher gebender, alle früheren Versagungen ausgleichende Elternfigur
anklammerndes Einverleiben, unangemessene Erwartungen und Wünsche
Ausdruck des oral-aggressiven Kernkonflikts
Bedeutung beide Dimensionen, die soziale und psychische, zu betrachten und zu behandeln
Fazit
soziale Dimension zwar von zentraler Bedeutung, Einbezug der psychischen Dynamik aber auch unabdingbar
Behandelnder:
Vertreter der sozialen Realität
Durch Arbeit an Ich-Funktionen Realitätswahrnehmung und Konfliktlösungsstrategien verbessern
seelische Dynamik deutlich machen
mit Trauer auseinandersetzen, dass Versagungen nicht ungeschehen o. wieder ,,gut" gemacht werden können
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