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Inklusion in der Suchthilfe

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by

Konstantin Loukas

on 14 November 2013

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Transcript of Inklusion in der Suchthilfe

Praktische Implikationen
1. Inklusive Kulturen schaffen
2. Inklusive Strukturen etablieren
3. Inklusive Praktiken entwickeln

Ebenen:
1. Trägerebene
2. Einrichtungsebene
3. Mitarbeiter-/Klientenebene

Hemmnisse
Verharren in einem antiquierten, d.h. überkommenen Menschenbild von Menschen mit Behinderung als Hemmnis
Hemmnisse auf der behindertenpolitischen Ebene
Nicht-Beachtung der UN BRK bei Maßnahmen auf Grundlage der gültigen Sozialgesetzgebung
Hemmnisse bei der beruflichen Eingliederung (Mensch mit Behinderung als „ökonomisches Defizitwesen“)
Hemmnisse im Bereich des Wohnens
Ressourcenvorbehalt z.B. im Bereich Bildung
Wachstums- und Wettbewerbshysterie in einer globalisierten Welt

Inklusion in der Suchthilfe
Ziel:
Inklusive Gesellschaft
Auswirkungen auf die aktuelle Suchthilfelandschaft in den aktuell noch vorhandenen "Bereichen" ambulant, stationär und Eingliederungshilfe/Betreutes Wohnen
design by Dóri Sirály for Prezi
Inklusion
Konstantin Loukas
Jugendberatung und Jugendhilfe e.V.
www.jj-ev.de
11.07.2013
Ein paar Begrifflichkeiten...
Inklusion: Nicht der behinderte Mensch muss sich anpassen, damit er in der Gesellschaft dabei sein kann, sondern die Gesellschaft muss entsprechende Strukturen bieten, Menschen mit Behinderung von Anfang an mit einzubeziehen.

Exkurs: Aktionsplan
Entwicklung der personenzentrierten Teilhabeleistungen, durchlässig, flexibel mit Beschäftigungsalternativen, ganzheitlich, lebensweltbezogen, zielorientiert ... (Bekenntnis zu PerSEH).
Teilhabekompetenzen, „umfassendes Case- und Care-Management“
„Aus Sicht der Landesregierung leben zu viele Menschen mit Behinderung in staatlichen Einrichtungen und es arbeiten zu viele in Werkstätten, obwohl es Alternativen gibt.“
„Auch die Diskussion über einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der sich ganzheitlich an den Bedarfen insgesamt orientiert, wird Auswirkungen auf die Lebenswelt haben."

Ausflug in die Historie
1948: Erklärung der Menschenrechte
1966: Int. Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte
1989: UN Kinderrechtskonvention
1990: Reform des Vormundschaftsrechts
1994: Antidiskriminierungsgesetz im GG
2002: Allgemeines Gleichstellungsgesetz
2006: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
2009: Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (inkl. sog. „Schattenübersetzung“)
2012: „Aktionsplan“ des Hess. Landesreg.

Historie
Weltausstellung 1889 in Paris: Der deutsche Pavillon stellt das „Modell der großen Heil- und Pflegeanstalt“ vor: „Der Idiot gehört in die Anstalt“.
Entstehung von „Sonderformen“ (Heime, Werkstätten, Anstalten) für Behinderte
Die UN BRK als Bewältigungsstrategie eines Technologiefolgenproblems
Hinzu kommen über Jahrzehnte/ Jahrhunderte tradierte Finanzierungssysteme („Plätze“, „Pauschalen“ etc.)

Sozialraumorientierung: Jedes Individuum schafft durch seine Aktivitäten, Vorlieben und Beziehungen Sozialräume und lebt in diesen. Inklusive Sozialräume sind gleichermaßen individuelle Lebensräume und strategische Handlungsräume mit einer inklusiven Zielrichtung.

Teilhabe: Teilhabe richtet den Blick auf das Individuum, die Persönlichkeits- und Grundrechte von Menschen mit Handicaps. Selbstbestimmte Teilhabe meint, durch die Vielfalt des Menschseins mitgestalten zu können, sich mit seinen je eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten einzubringen oder auch nicht.

Behinderungsbegriff
Das medizinische Modell: WHO 1980: ICIDH („international classification of impairments, disabilities and handicaps“) – Krankheitsfolgemodell von Behinderung

Das soziale Modell (60er bis etwa 80er Jahre): Behinderung als soziales Konstrukt – Behindert-sein und Behindert-werden durch gesellschaftliche Exklusion

Das Fähigkeiten-Modell: ICIDH-2, WHO 1992: Berücksichtigung von Einschränkungen und Fähigkeiten auf Grundlage eines Normalitätsmodells

Das Bio-Psycho-Soziale Modell: WHO 2001 (ICF: International classification of functioning, disability and health) – enge Verschränkung von Körper, Psyche sowie physischer und sozialer Umwelt, dynamisches Geschehen.
Inklusive Kulturen zu schaffen bedeutet,
die Wertschätzung gegenüber den unterschiedlichen Ausdrucksformen menschlicher Vielfalt als Normalität in allen Bereichen zu etablieren.

Inklusive Strukturen beinhalten die strukturellen
Rahmenbedingungen zur Umsetzung von Inklusion einschließlich des Abbaus von Barrieren und der Etablierung von individuellen Angeboten.

Inklusive Praktiken müssen in der Gestaltung von Strukturen, Angeboten und Maßnahmen zum Tragen kommen: Fähigkeiten und Kompetenzen werden im gegenseitigen Austausch erworben, Ziele und Maßnahmen partizipativ festgelegt und von allen getragen.

Exkurs: Aktionsplan der Hessischen Landesregierung
1. Weiterentwicklung ambulanter Angebote für psychisch Kranke vor Ort
2. Weiterentwicklung der gemeindepsychatrischen Versorgungsstruktur
3. Fachliche Schwerpunkte:
Installation von aufsuchenden Hilfen
Installation von SGB übergreifenden Hilfen
Gleichzeitigkeit von Maßnahmen
Sozialraumbezogenes Budgetmodell
Entwicklung der personenzentrierten Teilhabeleistungen u. Teilhabekompetenzen

Ambulante Suchthilfe
Vielen Dank
für Ihre
Aufmerksamkeit!
Stationäre Suchthilfe
Eingliederungshilfe
Ausbau ambulanter Hilfen
Verzahnung von verschiedenen Leistungsmodulen
Berücksichtigung von Krankenkassen- und Pflegekassenleistungen
Individualisierung, Personenzentrierung
Sozialraumorientierung
Überwindung des tradierten Behinderungsbegriffs /Zielgruppenbegriffs
Vom gemeindepsychiatrischen Verbund zum Teilhabeverbund
"Wir haben es gelernt, von den Diagnosen und möglichen Zielgruppen her zu denken aber nicht von den Ressourcen und Zielen. Es bleibt damit ein Verharren in einem antiquierten defizit- und defekt-orientierten Menschenbild der Medizin vom Menschen mit Behinderung. Partizipation ist damit ausgeschlossen Dieses Verharren findet seine Entsprechung in der verzögerten Anpassung der deutschen Sozialgesetzgebung an diese Situation. (...) Gefordert ist eine Inklusion der Diagnosen. Die Ziele der Hilfe dürfen nicht zur Voraussetzung der Behandlung gemacht werden."

Transparenz, Durchlässigkeit
Keine Medizinalisierung, Pathologisierung von Behinderung
Abkehr von Diagosen als Türöffner für Hilfesysteme und Finanzierungsströme
Öffnung der Sozialgesetzbücher
Abkehr von der Fürsorgementhalität hin zu Rehabilitation zur Förderung der Sebstbestimmung (kein Diktat der Schaffung von Arbeitsfähigkeit sondern Teilhabefähigkeit im Bereich der Rehabilitation).

Seit Jahren ist die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe
für behinderte Menschen überfällig und wird in
verschiedenen Gremien diskutiert. Im Sommer 2012 haben
sich Bund, Länder und Kommunen im Rahmen der
Fiskalpakt-Vereinbarung darauf verständigt, in der
nächsten Legislaturperiode ein neues Bundesleistungsgesetz
für Menschen mit Behinderung zu schaffen, das die
rechtlichen Vorschriften der Eingliederungshilfe in der
bisherigen Form ablösen soll.
Personenzentrierung
Offener Leistungskatalog
altersunabhängige individuelle Bedarfsdeckung
partizipative Bedarfsfeststellung und einheitliche Hilfeplanung
Leistungen aus einer Hand
transparente Beratung
Teilhabe an Bildung und Arbeitsleben
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