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Willy Klawe: Arbeit mit Jugendlichen

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by

Tim Leilich

on 15 January 2015

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Transcript of Willy Klawe: Arbeit mit Jugendlichen

Die Lebenssituation Jugendlicher heute
- Integration in Erwachsenwelt durch Perspektivverlust und Arbeitslosigkeit erschwert
Pädagogische Ansätze in der Jugendarbeit
- Freizeitpädagogische Arbeit
- Spielpädagogische Arbeit
- Problembezogene Arbeit
- Produktorientierte Arbeit
- Erlebnispädagogik
Sozialformen in der Arbeit mit Jugendlichen
- Einzelgespräch
Willy Klawe: Arbeit mit Jugendlichen
Der Jungendhilfebegriff nach Klawe
"Jugendhilfe umfaßt alle gesellschaftlichen Bemühungen, die der Sicherung und Erfüllung des Rechts des jungen Menschen auf Erziehung und Bildung dienen, unabhängig davon, unter welcher Trägerschaft diese Bemühungen stattfinden.
Im Rahmen der Jugendhilfe hat sich die Jugendarbeit als eigenständiger Sozialisationsbereich neben Schule, Elternhaus und Betrieb etabliert."

Ziele pädagogischer Arbeit mit Jugendlichen
- "Jugendhilfe
ersetzt

die Erziehungsaufgaben der Eltern und der Familie, sofern diese nicht in der Lage ist, die leibliche, seelische und geistige Entwicklung des Kindes sicherzustellen."
Einführung in Bedingungen, Ziele, Methoden, und Sozialformen der Jugendarbeit
(Klawe 2000. S.7)
- Zukunfts- und Lebensplanung durch zunehmende Brüche in der "Normalbiographie" krisenanfällig und unsicher geworden
Konflikte aus Sicht der Jugendlichen
- In der Interaktion mit Eltern, bezogen auf das Verhalten der Jugendlichen
- Ausgangskontrolle der Eltern
-Behinderung der Freizeitgestaltung
-Konflikte durch Vorfälle in Schule und Betrieb
- Verwendung des verdienten Geldes
-Vorbild- und Orientierungsfunktion der Eltern durch bessere Schulbildung heute relativiert
- Flexiblere Arbeitszeiten führen zwar zu mehr Freizeit, die jedoch weniger gemeinsam verbracht wird
Habermas 1985: "Neue Unübersichtlichkeit"
Verweist auf die Erfahrung, dass unsere Gesellschaft zunehmend so komplex wird, dass sie vom einzelnen nicht mehr hinlänglich zu überblicken ist.
- "Sie
ergänzt
die Erziehungsaufgaben um Erfahrungsbereiche und Lernfelder, die die Familie nicht (mehr) zur Verfügung stellen kann."
-
Ziel
: Kinder und Jugendliche zu einer verantwortlichen Lebensführung zu befähigen
siehe: Klawe 2000. S. 64
Unterstützende Funktion bei allen Beratungsdiensten
Ersetzende Funktion im Rahmen der Erziehungshilfe durch Begründung eines Erziehungsverhältnisses (Pflege-, Adoptivfamilie,Heim)
Ergänzende Funktion v.a. in der Jugendarbeit, vorschulischen Erziehung, Angebot an Spielflächen, Bildungsmöglichkeiten
real-utopische Funktion als permanente Reflexion der Funktionsträger über gesellschaftliche Entwicklungen. Ziel: systembedingte Ungerechtigkeiten abbauen. Veränderung gesellschaftlicher Strukturen mit dem Ziel, sozialerzieherische Defizite auf ein Minimum zu beschränken
zunehmende Ganzheitlichkeit
Freizeitpädagogik
Bewertung der Methoden durch folgende Fragen:
- Welches ist die zu lösende Aufgabe?
- Wie wird sie in der einen oder anderen Methode aufgefasst?
- Wo liegen in der einen oder anderen Fassung die spezifischen Schwierigkeiten?
- Soll bei den Adressaten die Fähigkeit entwickeln, die für sie selbst angemessenen Lebens- und Freizeitbestimmungen ausfindig zu machen und sich damit auch auf weitere Ziele festzulegen.
Ist also mehr als bloße Beschäftigung
Diese Methode soll neben Regeneration auch emanzipatorische Lernprozesse ermöglichen.
"Es genügt [...] nicht mehr Programme [...] als offene Angebote für die [...] Gesamtheit der Jugend zu erklären; [...] sondern es sind vielmehr offensive Möglichkeiten ausfindig zu machen, um neue Programme durchzusetzen"
(Hentig 1977 in Klawe 2000. S. 106)
Spielpädagogik
- Erziehung zum Spielen (päd. Einflussnahme auf das Spielverhalten)
- Erziehung mit und durch Spiel, d.h. die Anwendung der Methode Spiel in organisierten Lernprozessen
Vorteile spielpädagogischer Maßnahmen kommen nur zur Geltung, wenn ihr Einsatz pädagogisch geplant wird.
Problembezogene Arbeit
- Möglichkeit gruppenbezogener Bearbeitung von gemeinsamen Problemlagen
- regt Jugendliche mit ähnlichen Problemen an, miteinander ins Gespräch zu kommen.
- statt nur reaktiver Aufnahme auch ein aktives Vorgehen des Erziehers möglich
Projektarbeit
- Ermöglicht ein Lernen an realen Handlungsabläufen und stellt einen unmittelbaren Bezug zur Umwelt der Jugendlichen her.
- Bietet Chancen zur Selbstorganisation
- Dient im hohen Maße der Selbstfindung, Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung von einzelnen und Gruppen
Erlebnispädagogik
- ganzheitliche Arbeitsformen finden, die den Jugendlichen als ganze Person fordern und ernstnehmen
- Lernen durch Handeln im Vordergrund, um damit auch den Jugendlichen gerecht zu werden, deren verbale Ausdrucksfähigkeit weniger ausgeprägt ist.
- Einer Umwelt entgegenwirken, in der unmittelbare Erfahrung zunehmend durch das Medienerlebnis ersetzt wird.
Anforderungen
1. die gestellten Anforderungen sind real
2. sie erfordern aufgrund der Situation Entscheidungshandeln und unmittelbares Umsetzen in Handlung
3. sie bieten relativ wenig Möglichkeiten zu Flucht oder Distanzierung
- Offene Arbeit
- Gruppenarbeit
Einzelgespräch
- Verhaltenssicherheit und Orientierung bieten
- ist eine Auseinandersetzung mit Vertretern der Erwachsenenwelt, die er als fordernd und sanktionierend erlebt hat
- Kommunikation auf einer Ebene, auf der er sich weniger sicher fühlt und deshalb gleich Unterlegenheitsgefühle entwickelt
Rolle des Erziehers in der offenen Arbeit
- Verwalter und Organisator
- Aufseher und Konflikregler
- Barkeeper
- Animateur
- "selektiver Ansprechpartner"
- Berater
Gruppenarbeit und ihre Problemstellungen
Gruppenziel: Wer legt es fest?
Sind alle einverstanden mit dem Ziel?
Gruppenstruktur: Welche Rollen gibt es?
Wie empfinden sie die Mitglieder? Was möchten sie verändern?
Welche Rollen ind förderlich, welche stören?
Wie lässt sich die Rollenstruktur gemeinsam verändern?
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