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Saprobienindex

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by

Tim Kerkmann

on 5 November 2013

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Saprobienindex
System zur Ermittlung des biologischen Verschmutzungsgrades
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeines zum Saprobiensystem (Abgrenzung, Nutzen)

2. Saprobienindex (Berechnungsformel)

3. Gewässergüteklasseneinteilung (I-V)
Saprobiensystem
Definition: "System zur Ermittlung des biologischen Verschmutzungsgrades (Saprobie) von Fließgewässern und Einordnung in Gewässergüteklassen anhand des Saprobienindex" (http://www.fliessgewaesserbewertung.de/)


Saprobie: Maß für den Gehalt von organischen, leicht unter Sauerstoffverbrauch abbaubaren Substanzen im Wasser
Abgrenzung
Messung: durch organischen, leicht abbaubaren, sauerstoffzehrenden Substanzen

-keine andere Gewässerbelastungen (Belastungen mit toxisch wirkenden Stoffen, Nährsalzen (Trophie), Gewässerversauerung, thermische Belastung, Belastung durch strukturelle Degradation etc.)

- nicht zur Bewertung stehender Gewässer (See, Teich, Sumpf) anwendbar
Nutzen
-Änderung der Lebensgemeinschaft eines Gewässers mit der organischen Belastung in vorhersagbarer Weise --> robuste Arten werden bei zunehmender Verschmutzung häufiger; sauerstoffbedürftige Arten werden hierbei seltener
- jede Art verschiedener Toleranzbereich
- Indikatorarten zeigen Verschmutzung als Messinstrumente an
-bei Kenntnis der Problematik --> präventive Maßnahmen
Indexberechnung
- jeder in einer Probe gefundenen Indikatorart wird eine Häufigkeitsstufe, die sog. Abundanz (A), zugeordnet
-Der Saprobienwert (s) ist eine Zahl zwischen 1 und 4, wobei z. B. s = 1,0 einen Indikatororganismus für Oligosaprobie, s = 4,0 einen Indikatororganismus für Polysaprobie kennzeichnet
FORMEL:

Gewässergüteklasseneinteilung
-es gibt verschiedene Klassifizierungen, hierbei erfolgt die 4-Stufen-Einteilung
Güteklasse I (unbelastet bis sehr gering belastet)
-reines, stets annähernd sauerstoffgesättigtes Wasser
-nährstoffarm
-geringer Bakteriengehalt
-Laichgewässer für Salmonidae

-Vorkommen: nur in Quellbächen und anthropogen unbeeinflussten Gebieten
-Saprobienindex: unter 1,5

Güteklasse II (mäßig belastet)
-mäßige Verunreinigung und noch gute Sauerstoffversorgung
- sehr große Artenvielfalt und Individuendichte (Algen, Schnecken, Krebse)
-ertragreiche Fischgewässer

-Vorkommen: Mittel- und Unterläufe großer Flüsse und sommerwarme Flachlandbäche
-Saprobienindex: 1,5-2,3
Güteklasse III (stark verschmutzt)
-starke sauerstoffzehrende organische Verschmutzung und dadurch niedriger Sauerstoffgehalt
- örtlich Faulschlammablagerungen und fadenförmige Abwasserbakterien
-Population von Egeln, Wasserasseln etc.
-geringe Fischereierträge, periodisches Fischsterben

-Vorkommen: in der Nähe von großen Industrieanlagen mit entsprechenden Abwässern
-Saprobeinindex: 2,3-3,2
Güteklasse IV (sehr stark verschmutzt bis ökologisch zerstört)
-weitgehend eingeschränkte Lebensbedingungen durch übermäßige Verschmutzung
-z.T. toxische Stoffe
- Fäulnisprozesse vorherrschend
-Sauerstoff nur in geringer konzentration oder sogar gar nicht vorhanden
-biologische Verödung
-deutlicher Abwassergeruch
-kaum bis gar keine Fischpopulation

-Vorkommen: mehrheitlich in Gesellschaften ohne großes Umweltbewusstsein, radioaktiv verseuchte Regionen
-Saprobienindex: 3,2-5,0
ENDE
DANKE FÜR EURE AUFMERKSAMKEIT!!! :-)
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