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Eckard Sinzig, Alte Fotos (1997)

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by

Selsebil Magouri

on 8 September 2015

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Transcript of Eckard Sinzig, Alte Fotos (1997)

Eckard Sinzig, Alte Fotos (1997)
Eckard Sinzig: Alte Fotos (1997)
Interpretation
Kritik an:
Vergänglichkeit (V.24)
Veränderung der Menschen (vom feisten Kind zum Büromenschen)
Erwachsenwerden -> Glanzlosigkeit (V.23)
Verlust der Lebensfreude (Urlauber -> Büromensch)
Bedeutungslosigkeit einiger Ereignisse
Gegenwart
Eventuell negativer Rückblick auf sein Leben
Erinnerungen stimmen nicht mit der auf den Fotos abgebildeten Realität überein -> Ständig rhetorische Fragen
Eckard Sinzing
Quellen
Fragen
Gliederung
•*14. September 1939 in Krefeld
•Pseudonym: Dirk Zaesing
•deutscher Schriftsteller und Maler
•1960-1964 Germanistik-, Romanistik-, Kunstgeschichts- und Philosophiestudium
•1965-1971 Englandaufenthalt und Tätigkeit als freier Schriftsteller
•1976, 1978 und 1981 Weltreisen
Informationen zum Autor
Gedicht
Gedichtangaben
Inhalt
Stilistische Mittel
Menschenbild
Interpretation
Fragen
Quellen
Diese
mondgesichtige

Walküre
mit den
zwei
Stirnlocken, die aussehen wie Bullenhörner
-ist das meine Mutter?
Dieser bartlose
Rasputin
,
der
s
torchbeinig
durch die
S
umpflandschaft
s
telzt
-ist das mein Vater?
Diese
Zwingburg
vor kahlem Wintergeäst
-ist das mein Elternhaus?
Dieses Provinznest, das aus lauter Dentallaboren
und Hygiene-Instituten besteht
-ist das meine Heimatstadt?
Dieses feiste Kind, das auf allen Bildern so
erschrocken dreinschaut,
als wäre die Welt die Ausgeburt des Teufels
-bin das ich?
Dieser junge Mann, der hochmütig beiseiteblickt
und sich zu ekeln scheint vor der Kamera
-bin das ich?
Dieser Urlauber, der zwei Blondinen im Arm hält, die
aussehen,
als hätten sie vier Ballen Stroh gegessen
,
-bin das ich?
Dieser von Alkohol aufgeschwemmte
Büromensch
mit den
Zuhälter-Locken
und dem glanzlosen Blick
-bin das ich, das feiste Kind,
das früher immer so erschrocken dreinschaute,
als wäre die Welt die Ausgeburt eines Teufels
?
•Eine Strophe à 26 Versen
•Kein Reimschema --> unregelmäßiges Metrum
•Variierende Kadenz
•Aufbau erinnert an einen (inneren) Monolog
•Keine zeitliche Einordnung möglich
Gedichtangaben
Leben und Umgebung (V.1-11)
•Klimax: Vom Kleinen ins Große
Lyrisches Ich (V.12-26)
•Entwicklung des Charakters
•Zunehmende Ignoranz
Inhalt
Monolog
Junger Mann(=lyrisches Ich) betrachtet alte Familienfotos
Fotos zeigen ihn in unterschiedliche Lebensstadien
Entwicklung
Beobachtet oberflächlich und stets kritisch, teilweise beleidigend
Stellt Unterschiede zwischen seiner eigenen Wahrnehmung/Erinnerung und (auf den Fotos abgebildeten) Realität fest
Eigene Wahrnehmung vs. Realität
Ekel vor den Eltern, der Heimat und sich selbst/ regt sich darüber auf
Menschenbild
Legende:
Vergleiche
rhetorische Fragen
-> teilweise Anaphern
Wiederholungen
Neologismen
Symbole
Alliteration
Metaphern
Mutter:
"Walküre": große stattliche (blondhaarige) Frau Nach germanischer Mythologie: "Wählerin der Toten auf dem Kampfplatz"
"mondgesichtig": dick
Vater:
"Rasputin" (=liederlich): russischer Eigenname
nachlässig; moralisch verwerflich, ausschweifend
Bezugnahme zu Grigori Jefimowitsch Rasputin (russischer Wanderprediger)
"storchbeinig": dünn
Lyrisches Ich:
"feist": fett, dick (unangenehm, widerlich)
hochmütig
von Alkohol aufgeschwemmt

negatives Menschenbild:
schrecklich, hässlich, kühl, streng, verschwenderisch, unmoralisch
Texte, Themen und Strukturen Deutschbuch für die Oberstufe Ausgabe N (S.146)
http://www.duden.de/rechtschreibung/Walkuere#Bedeutung1
Habt ihr es auch schon erlebt, das Fotos mit euren Erinnerungen nicht übereinstimmten?
Habt ihr bemerkt, dass ihr euch anders entwickelt habt, als gehofft?
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