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Die Auswüchse des Tourismus am Beispiel von Gran Canaria

Seminarfacharbeit KGS Leeste 2013/14
by

Pia Guse

on 12 May 2016

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Transcript of Die Auswüchse des Tourismus am Beispiel von Gran Canaria

Die Auswüchse des Tourismus am Beispiel von Gran Canaria
Auswüchse...
„Kontinent in Miniaturformat“
Orte der Welt bezeichnet die auf Grund ihrer Vielfalt der Landschaft als auch dem Klima einem ganzen Kontinent ähneln, jedoch keinesfalls so groß sind
• Merkmale : ein sehr großes Naturpotential( versch. Vegetationszonen ), sehr facettenreiches geographisches Potential .. vulkanischen Landschaft im Landesinneren und den Überresten des Schichtvulkans, abwechslungsreichen und einzigartigen Flora und Fauna und der schönen Sandstrände

Individualtourismus
'Qualitätstourismus'
Individualitätsgrad des Urlaubes wird selbst bestimmt
Aktive Urlaube aufgrund von idealen Vorraussetzungen auf Gran Canaria
Individuelle Unterkünfte
" Massentourismus ist out- Gran Canaria setzt auf Luxus und Natur"

Massentourismus
'Pauschaltourismus'
Orientiert nach Zielgruppen (für bestimmte Touristenorte)
Massentourismus = Wachstumssegment
Dominierende Form des Tourismus
Besonders Deutsche, Engländer und Skandinavier (auf Gran Canaria)
Zweit größte Insel der Kanaren (nach Teneriffa)
Fläche von 1560 km²
Hauptstadt: Las Palmas
900.000 Einwohner
400.000 in Las Palmas
jährlich ca. 3,3 Mio. Touristen auf der Insel
Ein Kontinent in Minuaturform
Gran Canaria
Individualtourismus
vs. Massentourismus




Folgen der Monostrukturierten Wirtschaft
Das Wasserproblem
• enorme Wasserknappheit aufgrund hohem Grundwasserverbrauch:landwirtschaftlichen Sektor zur Bewässerung besonders von Bananenplantagen
durchschnittlicher Tourist verbraucht im Vergleich zum Einheimischen mehr als das Doppelte an Wasser ; Hotelanlagen sowie die großen Golfplätze im Süden Gran Canarias sehr viel Wasser zur Bewässerung der Grünanlagen ;
• Stauseen, wie beispielsweise Presa de Soria in der Nähe von Aguinigen im südlichen Teil Gran Canarias trockneten aus
• stärkeren Nutzung der knapp bemessenen Wasserressourcen aus dem Grundwasser


Dunas de Maspalomas
Natur und Umwelt
Das Müllproblem
Sozialer Strukturwandel
Akkulturation auf Gran Canaria
Historische Entwicklung des Tourismus
Fallbeispiel: Playa del Inglés



einst eine kahle Gegend besiedelt von Bauern und Fischern
heutzutage: beliebtester Touristenort Gran Canarias
60er Jahre: Beginn der Bebauung Playa del Inglés -> Attraktive Gestaltung für Touristen
Problem: Nur noch wenige Einheimische in dem Ort
Historische Entwicklung des Tourismus
• zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts steigende Bekanntheitsgrad
• 1890 das erste Hotel
• starken Beeinträchtigung im 20. Jahrhunderts auf Grund des zweiten Weltkrieges (1939-1945) und des Spanischen Bürgerkrieges
• Erst spät nach Ende des Zweiten Weltkriegs fing die Tourismus- und Dienstleistungsbranche an zu wachsen

Kontinent in Miniaturformat
Bananenanbau Ende des
19. Jahrhunderts
totale Abhängigkeit
Massentourismus
Dienstleistungssektor hat Anteil von ca. 80% am Bruttosozialprodukt
ca. 70% der Arbeitnehmer Gran Canarias in der Dienstleistungsbranche beschäftigt
Durchschnittseinkommen auf der Insel ist höher als in anderen spanischen Regionen, und erreicht 88% des durchschnittlichen Einkommens der Spanier
Anfänge des Tourismus und Zunehmende Abhängigkeit
"(...)Die Dominanz der Wirtschaft liegt hier nur auf einem Wirtschaftssektoren: Tourismus. (...)Diese Monostruktur stellt eine Gefahr für die Stabilität d. Wirtschaft dar:
Während in gesamt Spanien die Besucherzahlen in den Jahren 2000 bis 2010 um rund vier Millionen zugenommen haben, ist die Tourismusentwicklung auf den kanarischen Inseln im gleichen Zeitraum rückläufig (10,0 Mio.vs 8,6 Mio. (Index 86 )). Im Fall von Gran Canaria ist die Entwicklung des Tourismus extrem negativ: Im Vergleich der Kanarischen Inseln untereinander ist Gran Canaria zwar nach wie vor nach Teneriffa die zweitmeist frequentierte Insel des Archepils, hat aber gegenüber vor allem Fuerteventura einen überproportionalen Besucherrückgang zu verzeichnen. Dies habe ich den offiziellen Statistiken der kanarischen Regierung („Gobierno de Canarias“). Dennoch stieg die Einwohnerzahl der Insel im Vergleichszeitraum um 14% an (845.700 in 2010 vs. 741.000 in 2000). Unter anderem ist das Bevölkerungswachstum auf die im spanischen Vergleich extrem hohen Geburtenrate zurückzuführen (2012: 3,7% in Gran Canaria vs. 0,3% in Gesamtspanien"
Lösungsansätze :

Wasserentsalzungsanlagen "desoladoras"
129 Entsalzungsanlagen arbeiten aktuell
• 2000 wurden 77,1 hm3 an Trinkwasser aus dem Meer gewonnen, welches einen Anteil von 52% des gesamten konsumierten Wassers Gran Canarias machte
Nachteile: umweltunfreundliche Betreibung mit lediglich fossilen Energieträgern, also Erdöl ; höheren CO2-Ausstoß mit sich ; hohe Kosten da Preise der Rohstoffe auf Grund von Ressourcenknappheit weiterhin steigen
Mülltrennung ist für viele Spanier noch ein Fremdwort
Verletzung von EU-Umweltvorschriften im September 2012
Positive Entwicklung in Bezug auf Umwelt deutlich zu erkennen
Müllsammelpunkte, die „puntos limpios“
Im Fazit werden wir die zuvor geschilderten Auswüchse des Tourismus auf Gran Canaria noch einmal kurz darstellen und diese bewerten. Außerdem werden wir Lösungsvorschläge zur Verbesserung der aktuellen Situation für die Inselbewohner, die Wirtschaft, sowie für die Natur Gran Canarias vorstellen.
1) Die Wirtschaftliche Abhängigkeit der Monostruktur Tourismus
2) Die Zerstörung der Natur durch extreme Auswüchse des Massentourismus; starke Bebauung der Landschaft mit Hotels
3) Die extreme Wasserverschwendung knapp bemessenen Wassers durch touristische Anlagen (Hotelanlagen, Golfplätze, etc.)
4) Die durch die Touristen anfallenden Müllmengen und damit verbundene Problematik der Entsorgung
5) Die Akkulturation der kanarischen Kultur auf Grund von starken ausländischen Einflüssen
6) Der Wandel der kanarischen Gesellschaft

DAS Fazit
„Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Insel Gran Canaria komplett von dem Hauptsektor, der
Monostruktur Tourismus
abhängig ist. Auch wenn viele Auswüchse sehr negativ zu beurteilen sind ,behaupten wir, dass sich Gran Canaria voraussichtlich nicht vom Massentourismus trennen kann, da sich diese Ferienlandschaft schon seit Mitte der 60er Jahre zu einem renommierten Urlaubsziel entwickelt hat. Die positiven Auswüchse haben dabei zur Folge, dass die Wirtschaft weiterhin wachsen könnte da der Tourismus einen enormen Umsatz für die Wirtschaft erbringt. Diese 70% des Gesamtumsatzes können damit bestehen bleiben. Zudem würde auch in Zukunft die höhere Arbeitsplatzsicherung durch die Möglichkeiten der Erwerbstätigkeit im Tourismussektor vorhanden sein und folgend eine geringe Arbeitslosenquote auf Gran Canaria bestehen. Negative Folgen spiegeln sich jedoch in Bezug auf die Akkulturation wieder, da durch Überlagerung von anderen Kulturen, die kanarische Kultur ihre Identität verliert. Außerdem folgern aus dem
Massentourismus
drastische Veränderungen in der Struktur der Gesellschaft Gran Canarias da die jüngeren Generationen vom Lande immer häufiger in die Stadt wandern um dort die besseren Arbeitsmöglichkeiten zu nutzen. Eines der wohl bedeutensten Probleme auf Gran Canaria ist das Wasserproblem. Auffällig ist, dass die Agrarwirtschaft der Insel einen doppelt so hohen Wasserverbrauch wie der Tourismussektor hat. Hierbei fällt jedoch die Lösung nicht leicht, denn im Gegensatz zur Landwirtschaft mit 8% Anteil, hat der Tourismus einen Anteil von 70 % der wirtschaftlichen Leistung, welcher die Bedeutung dieses Sektors verdeutlicht. Unserer Meinung nach wäre die Reduzierung des Wasserverbrauchs der Landwirtschaft eine Chance, das Wasserproblem geregelt zu bekommen. Beispielsweise müsste sich die Landwirtschaft auf den Anbau anderer Agrarprodukte umstellen, welche weniger Wasser zum Wachsen benötigen. Außerdem können spezielle Produktionssysteme zur Bewässerung eingeführt werden, welche wassersparend arbeiten würden. Folglich dazu müsse die Regierung der Insel Förderungsprogramme für die Umstellung des Wasserverbrauchs in der Landwirtschaft entwickeln, wodurch die Bauern finanzielle Unterstützung durch beispielsweise zinsfreie Darlehen bekommen könnte.
Trotz der zuvor geschilderten Probleme, denken wir dass sich eine so im höchsten Maße touristisch geprägte geographische Zone nicht wieder zurück entwickeln kann, jedoch eine neue
Sanfte Tourismus
Form als Alternative zum Massentourismus gefördert werden sollte. Hierbei handelt es sich um den sanften Tourismus, wessen sind es ist, besonderen Wert auf die Naturverträglichkeit sowie Kulturanpassung während der Reise zu legen. Dabei stehen Förderungen von individuellen Unterkünften wie beispielsweise Landhotels im Landesinneren der Insel im Vordergrund.
Gran Canaria ist auf den Tourismus angewiesen
.“

Danke für eure Aufmerksamkeit!

Von Pia und Luisa Guse
Seminarfach Erdkunde:
Geographie und Entwicklung einer touristischen Ferienlandschaft
Lehrer:
Herr Hoffeld

"Eines unserer wichtigsten Ziele ist es, den Kanariern vielleicht ein bisschen bei der Suche nach ihrer Identität behilflich zu sein, denn die Kanarier selbst wissen oft gar nicht was es wirklich ausmacht, ein Kanarier zu sein." - Eduardo Grandios, (FEDAC)

"Gran Canaria ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Insel zwischen den Kulturen und überrannt von Touristen aus aller Welt." - Eduardo Grandios (FEDAC)
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