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Organspende

Relireferat 07.01.2013
by

Jana Dahlhoff

on 6 January 2013

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Transcript of Organspende

Organspende und ihre Bedeutung Das Leben mit einem Spenderorgan 1. Dezember 1997 in Kraft getreten
regelt Spende, Entnahme und Übertragung von menschlichen Organen, Organteilen und Geweben
gilt nicht für embryonale Gewebe und Organe
Erweiterte Zustimmungslösung
§ 2: Einwilligung zur Organspende
§ 3: Voraussetzungen für die Organentnahme
§ 5: Feststellung des Todes
§ 6: Wahrung der Würde des Organspenders
§ 10: Wartelisten
§ 9: Transplantationsgesetz
§ 8: Lebendspenden
§ 17: Verbot des Organhandels Für transplantierte Patienten ist das Leben nach einer Transplantation wie ein neues, geschenktes
viel Dankbarkeit
aber auch Belastung
lebenslange Einnahme der Immunsuppressiva
--> lebenslang erhöhte Infektanfälligkeit
--> Nebenwirkungen
Angst vor Abstoßung: Depressionen, Ängste
Schuldgefühle gegenüber dem Spender
Anonymität behindert Demonstration der Dankbarkeit Übersicht Organspende und ihre Bedeutung
Das Transplantationsgesetz
Der Prozess:
Hirntod und Hirntoddiagnostik
Die Organentnahme und die Vermittlung durch Eurotransplant
Abstoßungsreaktion und Immunsuppression
Organspendeausweis

Ethische und religiöse Apekte Die Geschichte der Organtransplantation Wann ist eine Organspende erforderlich? Nieren (Harnbildung), diese bilden
durch Dialysemöglichkeiten aber
eine Ausnahme
Leber (zentrales Stoffwechselorgan)
Herz
Lunge
Bauchspeicheldrüse (Verdauungs-
enzyme und Hormone wie Insulin)
aber auch Gewebe (Haut) und andere
Organe möglich Arten der Organspende Lebendspende
Niere (Engpass wird gemindert)
Teile von Leber, Dünndarm, Lunge
(postmortale Spende vorgezogen)

künstliche Organe zur Überbrückung
bis zur Transplantation
meist extrakorporal, auch Kunstherz
(kann Transplantation nicht ersetzen) Einige Fakten Das Transplantationsgesetz Die Geschichte der Organtransplantation Hirntod und Hirntoddiagnostik Organentnahme 1883: erste Verpflanzung von menschlichem Schilddrüsengewebe unter die Haut und in die Bauchhöhle
1906: erste Nierentransplantationen an Tieren
1944: Entdeckung der Grundlagen der modernen Transplantationsimmunologie
1954: erste erfolgreiche Nierentransplantation bei genetisch gleichen Menschen (Lebendspende)
1958: Entdeckung der HLA-Antigene zur Erkennung von körperfremdem und körpereigenem Gewebe
1959: erste erfolgreiche Nierentransplantation zwischen genetisch verschiedenen Menschen (Lebenspende)
1962: erste erfolgreiche Transplantation der Niere eines Verstorbenen
1967: erste erfolgreiche Herztransplantation in Südafrika (Patient überlebte 18 Tage)
1968: erste erfolgreiche Lungentransplantation (Patient überlebte 10 Monate) Die Vermittlung der Spenderorgane DSO - Deutsche Stiftung Organtransplantation Vermittlung: Eurotransplant Ethische und religiöse Aspekte Abstoßungsreaktion auf den Leukozyten (weiße Blutkörperchen) gibt es Eiweißmoleküle (HLA-Antigene), anhand derer der Körper körperfremde Organe und Gewebe erkennt und bekämpft
die HLA-Antigene sind wie Blutgruppen erblich festgelegt, sie bilden auf der Zelloberfläche ein spezifisches Muster
Untergruppen bezeichnen die Lage auf Chromosom 6
es gibt so viele Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Untergruppen, dass es nahezu ausgeschlossen ist, zwei Menschen mit identischen HLA-Merkmalen zu finden (eineiige Zwillinge)
für Organtranplantation nur 6 Antigen-Gruppen relevant
nach Hirntod Gewebetypisierung und Abgleich mit Empfängergewebe
selbst die Übereinstimmung aller sechs HLA-Gruppen ist sehr selten ("full-house-Organ")
Folge: Abstoßungsreaktionen unterschiedlicher Ausprägung Immunsuppression Abstoßungsreaktion muss ausreichend und dauerhaft unterdrückt werden
Hemmung der Vermehrung von Immunzellen und Bildung von Antikörpern durch Immunzellen
T-Lymphozyten inaktivieren/zerstören
Nebenwirkungen:
Schwächung des Immunsystems
Hautveränderungen
Störungen der Leberfunktion
Erhöhung des Krebsrisikos
--> Meidung von Infektionsquellen!
Überlebensrate der Organe beschränkt 15499 Menschen auf den Transplantationslisten Anfang 2012
11432 Neuregistrierungen in 2011
6536 Organtransplantationen von verschiedenen Spendern 2011

"Derzeit warten in Deutschland etwa 12.000 Patientinnen und Patienten auf ein Spenderorgan, etwa 8.000 auf eine Niere. Es warten etwa dreimal so viele Menschen auf eine neue Niere, wie Transplantate vermittelt werden können. Für Herz und Leber gilt: Einige Patienten müssen wegen schlechten Allgemeinzustandes von der Warteliste genommen werden, andere sterben, weil kein Organ rechtzeitig zur Verfügung steht." (http://www.dso.de/organspende-und-transplantation)

Es werden viel mehr Organe benötigt, als es durch Organspende gibt. Deswegen wird seit dem 1. November 2012 jeder Bürger in der Eurotransplantzone ab 16 Jahren "regelmäßig aufgefordert, sich mit dem Thema Organ- und Gewebespende auseinanderzusetzen und eine persönliche Entscheidung zu treffen" (Quelle: http://www.organspende-info.de ) Immunbiologische Hintergründe der Abstoßung T-Lymphozyten des Empfängers erkennen die fremde HLA-Struktur des Spenderorgans
Botenstoffe werden ausgeschüttet
Vermehrung der T-Zellen, die sich zu zytotoxischen T-Zellen ("Killerzellen") differenzieren
--> Angriff auf das fremde Organ
B-Lymphozyten werden in Plasmazellen umgewandelt
diese bilden Antikörper, die mit den HLA-Antigenen einen Antigen-Antikörper-Komplex bilden
dieser aktiviert Phagozyten ("Fresszellen"), der die Zellen des "fremden" Organs zerstört Droudiani, Janneke / Dahlhoff, Jana 52066 Aachen Warmweiherstr. 4-8 05.06.2013 seit Juni 2000 bundesweite Koordinationsstelle für postmortale Organtransplantationen
bundesweit 7 Regionen, 50 Transplantationszentren
Ziel:
alle Patienten mit Hirnschädigung melden
Informations- und Aufklärungsarbeit vor allem an Krankenhäusern
bei Bedarf Bereitstellung von Fachpersonal für Organspendeprozess
Betreuung der Angehörigen
Beratung des Krankenhauspersonals
Weitergabe der Daten an Eurotransplant
regelmäßige Berichterstattung
Organisation des Prozesses Quelle der Diagramme: http://www.organspende-info.de/information/gesetz-und-studien/statistiken Untersuchung der Eignung der Spenderorgane:
auf Funktion, Infektionen (z.B. HIV) und immunologische Untersuchung
Dauer: bis zu 5 Stunden
Reihenfolge: Herz, Lunge, Leber, Niere, Pankreas, Dünndarm
keine Narkose erforderlich
Reflexe und Blutdruckänderungen möglich
Transport bei ca. 4°C
Es muss bis 4 (Herz), 6 (Lunge), 8-9 (Leber) bzw. 36 (Niere) Stunden nach Entnahme transplantiert sein
würdevoller Verschluss des Körpers zur Abschiednahme der Angehörigen Stellungnahme der christlichen Kirche Gemeinsame christliche Stellungnahme Leben und Tod im christlichen Verständnis nimmt die Organvermittlung nach Vorschriften des TPGs vor
Transplantationszentren der Länder Deutschland, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Slowenien und Kroatien -> Chancen für passende Organe erhöht
Aufgaben:
gerechte Vermittlung der Organe auf der Basis von objektiven medizinischen Kriterien
gesetzliche Vorgaben der beteiligten Länder berücksichtigen
Verwaltung der gemeinsamen Warteliste
Ermittlung der Empfänger per Computer nach festgelegten Kriterien der Bundesärztekammer ( nach Meldung eines Spenders durch die DSO)
Mitteilung an das Transplantationszentrum und das Spenderkrankenhaus leibliche Auferstehung = neue, durch den Geist Gottes verwandelte und verklärte Leiblichkeit ->nicht mit irdischem Leben vergleichbar
trotzdem: kein totaler Bruch zwischen irdischem Leben und himmlischer Vollendung, sondern Verwandlung des jetzigen Lebens und um eine wesenhafte Identität 1990 veröffentlicht
Organspende und -transplantation befürwortet
"Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod ein Zeichen der Nächstenliebe und Solidarisierung mit Kranken und Behinderten"
"sachgemäße Explantation von Gewebe und Organen verletzt weder die Würde des Verstorbenen noch die Ruhe des Toten"
"Angehörige, die die Einwilligung zur Organtransplantation geben, machen sich nicht eines Mangels an Pietät gegenüber dem Verstorbenen schuldig. Sie handeln ethisch verantwortlich [...]" Die Warteliste Hirntod ist zweifelsfreier Beweis der Unumkehrbarkeit des Todes
Organe verfallen ohnehin sonst
-> Auferstehung hängt nicht an der Unversehrtheit des Leibes, sondern am Glauben Judentum Islam Buddhismus Standpunkte anderer Religionen TPG mit dem islamischen Prinzip vereinbar
gottgefällige Handlung ein Menschenleben zu retten hat oberste Priorität
Herztod = Hirntod
Transplantation von Organen eines Toten keine Respektlosigkeit gegenüber dem Verstorbenen
Organspende = Mitgefühl
Organe dürfen nur aus Nächstenliebe gespendet werden -> keine Handelszwecke
Spender volljährig und bei klarem Verstand, muss Einverständnis gegeben haben
Eltern oder Betreuer dürfen für Kinder und entmündigte Menschen entscheiden
Lebendspende möglich, wenn Nutzen für Empfänger größer als möglicher Schaden für Spender menschlicher Körper gehört Gott allein, keine Schändung erlaubt
der Körper darf beim Menschenleben retten verletzt aber nicht das Leben gefährdet werden
-> Haut-, Blut-, Knochenmarksspende erlaubt, meist auch Nieren-Lebendspende
Tod erst bei Aufhören des Herzschlags: Hirntod kein Tod!
Organentnahme laut TPG nicht erlaubt, außer das Herz hat schon aufgehört zu schlagen Mensch: Einheit geistiger und physischer Faktoren
Tod: PROZESS der Auflösung des Funktionszusammenhangs dieser Faktoren; Bewusstsein schon in anderer Existenzebene sein
Mensch kann Erleuchtung auch im Sterbeprozess erlangen
Organentnahme wäre Eingriff in Sterbevorgang
Organspende möglich, wenn der potentielle Spender sich vorher intensiv mit dem Thema befasst hat; Motiv: Akt tätigen Mitgefühls -> gut für nächste Existenz (Karma) weniger Organe gespendet, als benötigt werden -> Warteliste
Führung der Liste ist Aufgabe des jeweiligen Transplantationszentrums
nicht jeder Patient wird unmittelbar in die Warteliste aufgenommen -> entscheidend ist der voraussichtliche Erfolg einer Transplantation (Überleben des Empfängers, längerfristig gesicherte Transplantatfunktion, verbesserte Lebensqualität)
individuelle Gesamtsituation des Patienten zu beachten
Patient muss über längerfristige psychische, medizinische und soziale Folgen einer Transplantation informiert werden -> Aufnahme in Warteliste kann nicht ohne Zustimmung des Patienten erfolgen
regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei den Patienten
Patienten müssen immer erreichbar sein Hirntod: Druck im Schädelinneren übersteigt den mittleren Blutdruck -> Gehirn wird nicht mehr durchblutet -> Hirnzellen sterben ab -> Hirntod
drei Anforderungen der Hirntodfeststellung:
Erfüllung der Voraussetzungen (Krankengeschichte)
Grundvoraussetzung: zweifelsfreier Nachweis einer primären oder sekundären Hirnschädigung
Ausschluss anderer Faktoren, die die Beurteilung des neurologischen Befundes einschränken (z. B. Vergiftung, Unterkühlung)
Nachweis der klinischen Symptome
tiefes Koma
Verlust der Hirnstammreflexe
Ausfall der Spontanatmung
Nachweis der Irreversibilität
durch festgelegte Beobachtungszeiträume, die je nach Art der vorliegenden Hirnschädigung variieren
oder durch apparative Zusatzuntersuchungen
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