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Effi Briest

Abitur- Vorbereitung des Romans "Effi Briest", von Theodor Fontane 1895 veröffentlicht.
by

Leonie Weiß

on 11 December 2013

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Transcript of Effi Briest

Gliederung
1. Inhalt

2. Die Ardenne- Affäre

3. Personenkonstellation

4. Handlungsorte

5. Leitmotive

6. Charakterisierung Effis

7. Ehevorstellung des 19. Jahrhunderts

8. Behandlung des Ehe- Bruchs
8.1 Die Duelldiskussion

9. Die Bismarck- Zeit und dessen Rolle im Roman
... diente für Fontane als Grundlage zu seinem Roman "Effi Briest" (veröffentlicht 1895)
exemplarische Auswahl der wichtigsten Leitmotive in "Effi Briest":

Wasser

Untreue

Chinese

Kirchhof
Handlungsorte

... Analyse der Handlungsorte

Hohen- Cremmen
Kessin (landrätliche Wohnung)
Kessin (Schloon)
Berlin Keithstraße
Berlin Königgrätzerstraße
Die Ardenne- Affäre
Image by Tom Mooring
Leitmotive

Charakterisierung
Effis
Inhalt des Romans
1. Leben in Hohen- Cremmen
Personenkonstellation
Die Behandlung des
Ehebruchs
Die Duelldiskussion
Die Bismarck- Zeit
Effi Briest
Theodor Fontane
Herr von Briest
Frau

von

Briest
Effi
Instetten
Crampas
Ehe auf intelektueller Augenhöhe
- geht Konflikten aus dem Weg
- stichelt gerne seine Frau
- nimmt alles sehr ernst
- einsames Leben trotz hoher Erwartungen, da Innstetten sich häufig auf geschäftlichen Reisen befindet
2. Dasein in Kessin
- Major Crampas wird für Effi immer attraktiver, da Innstetten sie immer mehr vernachlässigt
- Beginn der Affäre zwischen Crampas und Effi
- verbringt eine glückliche Jugend
- heiratet Baron von Innstetten aufgrund des Drucks ihrer Eltern
3. Leben in Berlin
- durch Zufall wird die Affäre zwischen Effi und Crampas entdeckt: Briefe!
- Innstetten tötet Crampas im Duell und verstößt Effi
- Verlust der Tochter, da diese bei Innstetten aufwächst
Ausgang des Romans
Effi stirbt aufgrund der Einsamkeit und des Verlustes der Tochter
1. Was passierte?
2. Vergleich zum Roman
3. Gemeinsamkeiten
Der historische Kontext
- Elisabeth sträubt sich zunächst gegen die Ehe (hat dennoch keine Wahl oder Alternative)

- Altersunterschied nur 5 Jahre (17 und 22)

- tiefgehende Beziehung zu der Affäre: Wunsch nach Scheidung und gemeinsamer Ehe

- Elisabeths Ehemann schöpft Verdacht

- die Affäre ist noch nicht beendet, als der Ehemann diese entdeckt

- große Ähnlichkeit zwischen dem Geliebten und dem Ehemann

- Elisabeth stirbt 1952 ( fast 100 Jahre alt, über 50 Jahre nach der Affäre)

Der Roman
Gemeinsamkeiten
- Effi stimmt mütterlichem Druck direkt zu und heiratet Innstetten

- Altersunterschied von 21 Jahre (17 und 38)

- rein körperliche Beziehung zwischen Crampas und Effi (ohne Zukunftsperspektive)

- Crampas ist das genaue Gegenteil zu Innstetten

- Affäre wird zufällig entdeckt, obwohl diese schon seit 6 Jahren beendet ist

- Effi geht an der Scheidung und der Situation zugrunde
- ähnliches Wesen von Effi und Elisabeth

- Geliebter stirbt im Duell mit dem Ehemann

- Scheidung, Trennung von Kindern bzw. Tochter
- respektiert ihre Eltern
- wohlerzogen und gehorsam
- richtet sich nach der Meinung der Eltern
- repräsentative Ehefrau
- großer Respekt
- achtet ihn aufgrund seines Wesens und seiner hohen Stellung
- Furcht aufgrund der Prinzipientreue
- findet Zerstreuung
keine wirkliche Liebe
Verhältnis
- Lehrer
- zieht seine Karriere Effi vor
- verhält sich egoistisch
- behandelt Effi wie ein Kind
- geht nicht auf Effis Ängste/ Bedürfnisse ein
- verführt Effi
- Abwechslung
- hat für ihre Ängste Verständnis
- spricht anzüglich
- lockere Freundschaft
- Kriegskameraden

- Gegensätze -
Hohen- Cremmen
Kessin
landrätliche Wohnung
Kessin - Schloon
Berlin - Keithstraße
Berlin Königgrätzerstraße
Merkmale
Symbolische Bedeutung
Merkmale
Merkmale
Merkmale
Merkmale
Symbolische Bedeutung
Symbolische Bedeutung
Symbolische Bedeutung
Symbolische Bedeutung
Wohnort Familie Briest
-- Kindheit --


- großes Haus

- Offenheit, Licht, Weite

- kehrt immer wieder zurück
ihr wahres Zuhause
- unbeschwerte Kindheit -


- Abenteuer, Aufregung

- Sicherheit, Geborgenheit

- Zufluchtsort
- neue, fremdartige Dinge
- altmodisch

- baufällige Treppe

- Krokodil, Haifisch

- wenig Möbel
- Garteneinsicht
- neues Leben, neue Situation
- Brüchigkeit der Beziehung

- anfängliche Exotik
- Spannung

- Mangel an Gefühlen
- Schutzlosigkeit gegenüber der Gesellschaft
- Rinnsal durch die Dünen im Sommer

- wird im Winter zum gefährlichen Sog

- unterirdisch
- trennt Effi und Innstetten
- verbindet Effi und Crampas

- Auslöser für das Verhältnis
- unaufhaltsames Versinken
- Neubau

- feucht und unfertig

- Tiergarten

- wohnlich
- Neuanfang

- Effi denkt anfangs immernoch an ihr Verhältnis (Wassersymbolik)

- Ungewissheit
- kleine Wohnung

- „durchnittsmäßig und alltäglich wie nur möglich“

- Kirchhof

- lebt zusammen mit Roswitha
- Eintönigkeit

- Erinnerungen an Hohen-Cremmen

- Zuneigung

- Sehnsucht nach Annie
Wasser
Untreue
Chinese
Kirchhof
zieht sich durch den Roman:

"so vom Boot aus sollen früher auch arme unglückliche Frauen versenkt worden sein, natürlich wegen Untreue" (S. 11, Z. 21- 24)

verbunden mit Trauer (Versenken der Schalen)

Schloon als Höhepunkt der Wassersymbolik führt zum Ehebruch
negative Bedeutung
führt zum Verlust des gesellschaftlichen Ansehens (Entlassung des Gärtners der Briests aufgrund einer Affäre (vgl. S. 20 16-20))

"hier kommt so was nicht vor. […] Aber so was vergisst man doch wieder. Ich nicht. Ich behalte so was" (S. 11, Z. 26ff)

Effi entflieht dem Zusammenleben mit Innstetten (Unglück) durch die Affäre

Entdeckung der Affäre führt zum Ruin und schließlich zum Tod
Lehrmittel Innstettens:

"jedenfalls haben wir einen gehabt; jetzt ist er tot und auf einem kleinen eingegitterten Stück Erde begraben, dicht neben dem Kirchhof" (S. 37, Z. 42f)

Effi fürchtet sich vor der Vorstellung des Chinesens

Innstetten beeinflusst sie, indem er ihr die Angst nicht nimmt, sondern weiterhin schürt
während der Zeit in Kessin
Anbahnung des Unausweichlichen: Effis Tod

immer wieder Verweise auf die Nähe zum Kirchhof (Herrenhaus neben dem Friedhof (S. 5, Z. 13), Kennenlernen Roswithas (S. 94f))

möglicherweise anhaltende und geplante Vorbereitung auf das Ende Effis
- kindlich
- lebhaft, unbestimmt
- leidenschaftlich, wild

- Hang zur Gefahr

- wohlerzogen -> versucht, den Anforderungen gerecht zu werden

- lebt in ihren Vorstellungen und Träumen
- sucht Zerstreuung

befindet sich im Zwiespalt zwischen ihrer kindlichen Natürlichkeit und den gesellschaftlichen Normen
Ehevorstellung im 19. Jahrhundert
Unterstützung des Gatten
Fehlende Bildung/ Aufklärung
Frauen gehen unvorbereitet in die Ehe
Langeweile, Monotonie
kurze Verlobungszeit
arrangierte Ehen
öffentlicher Charakter
Unterordnung der Frau
die drei K: Kinder, Küche, Kirche
eine typische Ehe des 19. Jahrhunderts
Der Ehebruch wird im Roman nahezu ausgeklammert, Fontane verzichtet auf nähere Ausführungen der Szene.
nicht die Leidenschaft, sondern die psychologischen Beweggründe zählen
gesellschaftliche Folgen rücken in den Vordergrund
Geschmacklosigkeit: Schildern sexueller Vorgänge
Fantasie des Lesers
„Um die Menschen vergangener Jahrhunderte richtig zu beurteilen, muss man sich in die allgemeine Denk- und Empfindungsweise ihrer Zeit versetzen und ihren Wert danach bemessen, wobei es uns dann noch immer freisteht, jene Anschauungen selbst zu prüfen und sie von unserem Standpunkt aus zu billigen oder zu verwerfen.“

(Ferdinand Lotheissen, 1833-1887)
damals
heute
- Frage der Ehre: Die Gesellschaft erwartet ein Duell!

- Innstetten will der Beherrscher der Situation sein - er ist kein Schwächling der betrogen wird

- Verjährung macht Töten/Kampf überflüssig - Innstetten empfindet auch keine Rache-/ Hassgefühle

- Bedeutung des Betrugs hat abgenommen - keiner würde dafür in Europa töten

- Angst vor Strafe ist größer als Ehrerhaltung

pro
contra
- Innstetten ist ohne jegliches Gefühl von Rache oder Hass

- Verjährung

- Innstetten liebt seine Frau

- Zerstörung des eigenen Lebensglücks

- zu alt für ein Duell
- „ unendlich unglücklich […]; […] gekränkt, schändlich hintergangen“ (S.198, Z. 36f)

- Fleck auf der Ehre - Mitwisser der gekränkten Ehre

- Vertrauensbruch

- tyrannisierendes Gesellschafts-Etwas

- Druck der Gesellschaft/ Selbstschutz

- Ehrenkultus/Götzendienst

- Paragraphen der Gesellschaft

- Rücksicht auf das „Ganze“
FAZIT: Innstetten muss sein Glück den gesellschaftlichen Zwängen unterordnen
Ende des 19. Jahrhunderts, also auch zu der Zeit, zu welcher der Roman spielt, war Bismarck im Deutschen Reich Reichskanzler. Er beeinflusste nicht nur politische Sachverhalte, sondern auch das alltägliche Leben der Bevölkerung.
Ständegesellschaft
: „Natürlich muss er von Adel sein und eine Stellung haben und gut aussehen“ (S. 16, Z. 22f).
soziale Gegensätze
: „aber sie [die Kessiner] sind doch anders als die anderen; ja, sie haben gar keine Ähnlichkeit mit der Landbevölkerung [Kaschuben, slavische Leute] hier“ (S. 37, Z. 16f)
Militarisierung
: „und wenn dann die Rathenower herüberkommen, setze ich mich auf Oberst Goetzes Schoß“ (S. 6, Z. 31f)
"Sedantag" (S. 23, Z. 16)
Unmündigkeit der Frau
: „Jeder quält seine Frau“ (S. 31, Z. 3).
"Aber meine liebe Effi, wir müssen vorsichtig im Leben sein, und zumal wir Frauen" (S. 25, Z. 1f).
Bismarcks Rolle im Roman
Dreiecksbeziehung zwischen Innstetten, Effi und Bismarck
- tritt nicht in persona im Roman auf
- Vorbild für Innstetten: beeinflusst dessen Gedanken und Gespräche
- Effi fühlt sich vernachlässigt (Crampas Annäherungsversuche gelingen auch deshalb)
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