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Die Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt

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by

Sarah Lena Berle

on 12 November 2013

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Transcript of Die Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt

Die Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt
Inhaltsverzeichnis


Leben und Sterben der Kindsmörderin
Gründe für die Tat
Der Strafprozess
Bestrafung Kindsmord im Allgemeinen
Goethe und der Strafprozess
Bezug Gretchentragödie
Fazit
Quellen
* 08.02.1746, Frankfurt am Main
Dienstmagd in der Herberge "Zum Einhorn"
verführt von fremdem Holländer
verheimlicht Schwangerschaft
Ärzte bemerkten Schwangerschaft nicht
Leben und Sterben der Kindsmörderin
Niederkunft am 01.08.1771 in der Waschküche
begeht Kindsmord und flieht im Morgengrauen
kehrt aus Reue und Pflichtbewusstsein zurück
wird verhaftet und gesteht Tat beim Anblick des toten Kindes
12.10.1771 Todesurteil
14.01.1772 gegen 10 Uhr Hinrichtung
Gründe für die Tat
Verzweiflung und Verwirrung angesichts der Umstände
Angst vor Bestrafung und Ausgrenzung
Beeinflussung durch Satan
Der Strafprozess
"Herr Jesus, das ist mein Kind, ich habe Hand daran gelegt."
Rekonstruktion der Schwangerschaft und der Tat
Gestandändnis:
keine Reue während der Tat, aber danach
Satan habe sie beeinflusst
Einwände Verteidiger:
Umstände
Mitschuld Verursacher
Infragestellung, ob das Kind bei der Tat überhaupt noch gelebt habe
07.01.1772 Urteil bestätigt
Hinrichtung
Akte (aufbewahrt im Institut für Stadtgeschichte) :
335 Seiten, Schere als Beweisstück
Bestrafung Kindsmord im Allgemeinen
1499 Tiroler Halsgerichtsordnung:
“Welche frau ein kind verthut, die sol lebendig in das erdtrich begraben und ain phal durch sy geschlagen werden.“
16 Jhd. Hals-Gerichts-Ordnung:
Frau wurde „mit einem Hunde, einem hane, einer slangen und katzen anstadt eines affen in einen sack voreinigt und im wasser ertrencket“
17 Jhd.:
Hinrichtung mit dem Schwert
bis zum 18 Jhd.:
Urteile immer zu Ungunsten der Mutter, von Vätern wurde nicht gesprochen, Frauen wussten sich nicht zu wehren
1765:
alle Schwangerschaften von ledigen Frauen sollen gemeldet und nicht mehr bestraft werden
Heutzutage:
Tötung von Kindern kurz nach Geburt seltener, mildernde Umstände, erste eineinhalb Stunden Grenzbereich zwischen Abtreibung und Tötung
Abschluss Studium der Rechte
1 Jahr Rechtsanwalt in Vaterstadt
mit vielen Prozessbeteiligten bekannt
Abschriften von Prozessakte
Goethe und der Strafprozess
zentrales Motiv Urfaust
prosaverfasste Szene "Im Kerker" ältester Teil Urfausts
entstand kurz nach Brandts Hinrichtung
Bezug Gretchentragödie
Auseinanderbrechen der "Liebe" zwischen Faust und Gretchen
schenkt Gretchen Schmuck, nach erster Begegnung auf der "Straße"
Verabredung Marthe und Mephisto, Faust und Gretchen
unterbrochene Liebsszene im Gartenhäuschen
Wendepunkt Szene "Wald und Höhle"
Mephisto schickt Faust zu Gretchen
Gretchenfrage (V.3415)
Mutter und Bruder Gretchens sterben
Faust findet Gretchen "im Kerker", versucht sie zum Fliehen zu überreden
Mephisto drängt Faust Gretchen
im Stich zu lassen
Fazit

beliebtes Literaturmotiv
durch Goethes Gretchenfigur Aufstieg in Weltliteratur
Nicht identisch mit unschuldiger, verführter Bürgerstochter in Faust
unterschiedliche soziale Herkunft
Quellen
http://home.arcor.de/timschwarzer/Pdf/Kind.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Gretchentrag%C3%B6die
http://de.wikipedia.org/wiki/Susanna_Margaretha_Brandt
Faust I, Einfach Deutsch, Anhang
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