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Schostakowitsch - Subversive Strategien

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by

Adrian Laugsch

on 26 November 2014

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Transcript of Schostakowitsch - Subversive Strategien

Sozialistischer Realismus
starke Realitätsnähe statt Abstraktion

propagandistische Inhalte / optimistische Grundstimmung
Musik: bildhafte Tonsprache; einfache Harmonik/Melodik;
Aufbau auf tradierten Formen; Folkloristische Elemente
Bsp.: S. Wassilenko, T. Chrennikow, R. Glière
Subversive Elemente bei Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 5
"heroische Sinfonie, unserem großen Sieg gewidmet"

erste mustergültige Sonatenhauptsatzform in Schostakowitschs Sinfonieschaffen stupid dialogische Anlage, kurzatmige Phrasen, humoristische Elemente der Zirkusmusik, kammermusikalische Wirkung, klassizistische Leichtigkeit
Sinfonie Nr. 7
"dem Kampf gegen den Faschismus und der Stadt Leningrad gewidmet"

Sonatenhauptsatzform: 1. & 2. Thema als 2 Aspekte der Vorkriegsidylle; 3.Thema (Durchführung) wird als "Invasionsthema" gedeutet

Motivischer Zusammenhang zwischen Thema 2 und 3 Idylle wird als trügerisch entlarvt

Satz 2 (Erinnerung) und 3 (Weite der Heimat) werden durch Zirkuselemente und fehelendes Pathos verfremdet

Satz 4 (Sieg) - erneuter Umdeutung eines Triumphmarsches
aus: R. Glière "Der rote Mohn"
Stalinismus (1927-1953)
zunächst widerwillige Anpassung

1936: Stalin verlässt eine Aufführung der "Lady Macbeth von Mzensk" (1934) vorzeitig Artikel "Chaos statt Musik"; Aufführungsverbot

"praktische Antwort eines Sowjetkünstlers auf gerechte Kritik"

4. Satz (Allegro non troppo) - Triumphmarsch als augenscheinliche Verherrlichung des Regimes
Umdeutung zum Todesmarsch
durch ein plakatives "Zuviel"
Sinfonie Nr. 9
1937
1941
1945
"Auch dort, wo Schostakowitsch explizit ästhetische Forderungen des sozialistischen Realismus erfüllt, ist er nicht affirmativ. Schostakowtisch setzt die Prinzipien in einer Weise um, dass trotz scheinbarer Erfüllung der Postulate kritische Gehalte zum Ausdruck gebracht werden. Schostakowitsch bildet kaum Themen, die den Typisierungen des sozialistischen Realismus entsprechen, [...] wo sie dennoch auftreten, verzerrt er sie [...], entlarvt sie oder bringt [...] Gebrochenheit zum Ausdruck."
- Karen Kopp -
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