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Präsentationsleistung Robert Gernhardt

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by

Emily Rebiger

on 16 December 2015

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Transcript of Präsentationsleistung Robert Gernhardt

Präsentationsleistung Deutsch:
Robert Gernhardt

Emily Rebiger, S3
Günter Eich
Leitfrage
Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich hinsichtlich des Inhalts, der äußeren Form und der sprachlichen Gestaltung zwischen Günter Eichs Gedicht "Inventur" (1945) und Robert Gernhardts Gedicht "Inventur 96" (1997) feststellen

und

inwiefern wendet Robert Gernhardt in diesem Gedicht seine theoretischen Überlegungen aus den poetologischen Texten "Was das Gedicht alles kann: Alles" an?
Gliederung
1. Robert Gernhardt: "Inventur 96" (1997)
-Inhalt
-äußere Form
-sprachliche Gestaltung
-Interpretation

2. Günter Eich: "Inventur" (1945)
-Hintergrundinformationen
-Interpretation
Vergleich

3. theoretische Überlegungen Gernhardts
und Bezug zum Gedicht

4. Beantwortung der Leitfrage / Fazit

5. Quellen
Robert Gernhardt:
"Inventur 96"
Dies ist mein Schreibtisch,
dies ist mein Drehstuhl,
hier mein Computer,
darunter der Drucker.

Telefonanlage:
Mein Hörer, mein Sprecher.
After the beep
you can leave a message.

Sie können die Nachicht
natürlich auch faxen.
Ich ruf Sie so bald wie
möglich zurück.

Im Hängeschrank sind
die Korrespondenzen
und einiges, was ich
niemand verrate,

sonst kostet dies Wissen
noch mal meinen Kopf.
Der Kelim hier liegt
zwischen mir und den Dielen.

Das Kopiergerät dort
ist mir am liebsten.
Tags kopiert es die Texte,
die nachts ich getippt.

Dies ist mein Notizbuch,
dies sind meine Tagebücher,
dies ist meine Bibliothek,
dies ist mein Reich
äußere Form:
sieben Strophen à vier Verse
reimlos
sprachliche Gestaltung:
einziges Adjektiv: "liebsten" (V. 21)
=> schmucklos, nüchtern
englischer Satz (V.7-8)
Anapher "dies"
Wiederholung "mein/e"
Selbstverständlichkeit = Komik

Aufteilung Mitte des Gedichtes:
Strophe vier, Vers 14
unpersönlich // persönlich
Inhalt:
Präsentation des Arbeitszimmers
Notizbücher, Tagebücher, Bibliothek
sein "Reich" (V.28)
persönliche Sachen bleiben geheim (V.16)
Interpretation:
Dies ist meine Mütze,
dies ist mein Mantel,
hier mein Rasierzeug
im Beutel aus Leinen.

Konservenbüchse:
Mein Teller, mein Becher,
ich hab in das Weißblech
den Namen geritzt.

Geritzt hier mit diesem
kostbaren Nagel,
den vor begehrlichen
Augen ich berge.

Im Brotbeutel sind
ein paar wollene Socken
und einiges, was ich
niemand verrate,

so dient es als Kissen
nachts meinem Kopf.
Die Pappe hier liegt
zwischen mir und der Erde.

Die Bleistiftmine
lieb ich am meisten:
Tags schreibt sie mir Verse,
die nachts ich erdacht.

Dies ist mein Notizbuch,
dies meine Zeltbahn,
dies ist mein Handtuch,
dies ist mein Zwirn.
Günter Eich: "Inventur"
Quellen:
2. 1996 schwere Herzoperation
was bleibt, wenn er geht?
Aufregung/Ungewissheit
=> lyrisches Ich und Gernhardt ähneln sich
Arbeitplatz = Zimmer eines Dichters
1.2.1907: in Lebus geboren

1927: Veröffentlichung erster Gedichte

1932: Entschluss Schriftsteller zu werden

1939-1945: Soldat im Zweiten Weltkrieg
amerikanische Gefangenschaft
("Inventur")



leidet unter einer Herzkrankheit





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Dies ist mein Schreibtisch,
dies ist mein Drehstuhl,
hier mein Computer,
darunter der Drucker.

Telefonanlage:
Mein Hörer, mein Sprecher.
After the beep
you can leave a message.

Sie können die Nachicht
natürlich auch faxen.
Ich ruf Sie so bald wie
möglich zurück.

Im Hängeschrank sind
die Korrespondenzen
und einiges, was ich
niemand verrate,

sonst kostet dies Wissen
noch mal meinen Kopf.
Der Kelim hier liegt
zwischen mir und den Dielen.

Das Kopiergerät dort
ist mir am liebsten.
Tags kopiert es die Texte,
die nachts ich getippt.

Dies ist mein Notizbuch,
dies sind meine Tagebücher,
dies ist meine Bibliothek,
dies ist mein Reich
Robert Gernhart: "Inventur 96"





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Bezug
zu Gernhardts Überlegungen

"Künstler, die Regeln verwerfen, gleichen Jongleuren, die sich von ihren Kugeln befreien" (S.210, Reim und Zeit)
Reim an sich ist nicht komisch (vgl. S.124 ff.)
Reimverweigerung

erzwungene Reime

Neologismen
Buchquellen:

Robert Gernhardt: "Was das Gedicht alles kann: Alles" Texte zur Poetik; Fischer Verlag; 2012

Robert Gernhardt: "Reim und Zeit" Gedichte; Reclam Verlag; Stuttgart, 1990



Internetquellen:

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=15214

https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Gernhardt#Leben

http://www.lerntippsammlung.de/-g-Inventur-g---k1-Eich-k2--Gedichteanalyse.html

https://www.hdg.de/lemo/biografie/guenter-eich.html#jpto-top
Überschrift
"Ich zeige Eich
mein Reich"
jedes Gedicht ist komisch (S.204, Reim und Zeit)
Interpretation:
Regeleinhaltung ist wichtig (vgl. S. 108)
Thema Tod:
erste Hälfte aus sechstem Kapitel:
"Schmerz lass nach"


"Das, was dichtet, ist manchmal klüger als das, was lebt" (S.218)
bessere Diagnose als die der Herzspezialisten
viele belustigende Gedichte über Tod
Ablenkung



Überschrift
Reim: Möglichkeit
Schmerz mitzuteilen
1. Kritik an dem standardmäßigen Wohlstand der Gesellschaft:
-großer Besitz
-nüchterner Umgang
nichts Besonderes
-Flucht/Gefangenschaft
- in Zeiten der Armut: Kreativität
Freude über kleine Dinge
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
kaum Freude über wertolle Dinge
Form genau gleich
Enjambement
Beschreibung des Hab und Guts
Anaphern
"Ich zeige Eich
mein Reich"
keine Reime
=> je schlechter es Einem geht, desto weniger reimt man
Beantwortung der Leitfrage
Gernhardt bezieht sich bewusst auf Günter Eich
daher: viele Gemeinsamkeiten
Parodie, nicht über Eich wertend
Gesellschaftskritik
=>Vergleich
(neuer Titel notwendig)
jedes Gedicht ist komisch
Wichtigkeit der Regeleinhaltung
=> Schreiben
=> Vervielfältigung
Gedicht als Diagnose
Inhalt:
äußere Form:
sprachliche Gestaltung:
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