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Nordkorea und sein Gesundheitssystem

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by

Max Drexler

on 15 October 2014

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Transcript of Nordkorea und sein Gesundheitssystem

Nordkorea und sein Gesundheitssystem
Gleiches Recht für Alle?
Finanzierung?
keine Steuern seit 1980
zur Zeiten der UDSSR sog. "Barter": Gütertausch zwischen beiden Ländern
Umstellung auf Devisenhandel warf Nordkorea wirtschaftlich stark zurück
Pharma Sektor und Medizintechnik
1000
500
100
10
50
5
1
Nordkorea
0,5 USD/capita
53,28 USD/Capita
Nordkorea (berechnet)
Infrastruktur
Autobahnnetze
Nordkorea
100 km
Deutschland vs.
100 km
Eisenbahn als meistgenutztes Transportmittel
200 Distrikte mit je einem Krankenhaus
je ein größeres Krankenhaus in jeder Provinz
6 spezialisierte Kliniken in der Hauptstadt
aber nicht ausreichend Ressourcen!
"Private Zuzahlungen"
unterbezahlte Ärzte sind auf Bestechung angewiesen
Sachgüter: Lebensmittel, Alkohol, Zigaretten
kaum wettbewerbsfähige Güter
fehlende Einnahmequellen für Devisen
fehlende Devisen für Investitionsgüter
vereinzelte Touristen als weitere Devisenquelle
Sonderwirtschaftszonen!
Ansiedlung ausländischer Firmen
das Beste: mit Steuern!
Deviseneinkünfte in Höhe von mehreren 100 Millionen $
auch Lohn nordkoreanischer Arbeiter geht direkt an Nordkorea, nach Abzügen ausgezahlt
Die Folgen:
Selbstdiagnosen
Großer Medikamentenschwarzmarkt
Landesgröße: 120.540 km²
Einwohner: ca. 24 000 000

ewiger Präsident Kim Il- sung († 1994)
Oberster Führer, Regierungschef, Staatsoberhaupt, Vorsitzender d. nationalen Verteidigungskommission = Kim Jong-un
Chuch‘e-Ideologie basierend auf marxistisch Leninistischen System
Einparteiensystem (Partei der Arbeit Nordkoreas)
Oberste Volksversammlung = höchstes Machtorgan; Vorsitz: Kim Yong-nam -> ?
Stalinistische Diktatur? Absolutistische Monarchie?Nationalsozialismus?
Selbstbezeichnung laut Verfassung: Volksdemokratische Diktatur
„Der Schutz der revolutionären Führung um jeden Preis ist der höchste Patriotismus und die erste Priorität unseres Militärs und des Volkes“
(Songun-Politik nach Kim Jong-Il)


Straff zentralisierte, auf Autarkie ausgerichtete Planwirtschaft
Hauptaugenmerk auf militärisch wichtiger Schwerindustrie -> Konsumgüter und Landwirtschaft werden vernachlässigt
BIP 26,7 Mrd. USD (1150/Einwohner)
Hungerjahre 1995 fördern markwirtschaftliche Reformen so wie Auslandsimporte (besonders Heizöl & Energie)
Sonderwirtschaftszonen: Industrieregion Kaesong, Touristenregion Kumgang-san
Wirtschaft
Politik
Gesundheitsspezifische Daten

Bevölkerung
Gut zu wissen...
Basisversorgung findet durch die Hausärzte statt (1 Hausarzt ist für 130-150 Familien zuständig)

Neben der schulmedizinischen Betreuung haben alternative Behandlungsmethoden mit Kräutern und Akupunktur in Nordkorea einen hohen Stellenwert.

Krankenhäuser oder ambulante Kliniken werden nur bei schwerwiegenderen Erkrankungen oder Verletzungen aufgesucht.

Organisation der gesundheitlichen Versorgung

Geographie
Amnesty International „The crumbling state of health care in North Korea“ (2010):

Heruntergekommene Einrichtungen, ausfallende Stromversorgung, keine Heizung; verschlimmert durch die Hungersnot in den 90ern

Keine Bezahlung der Beschäftigten im Gesundheitssystem (inoffizielle Bezahlung mit Geld oder Waren )
mehrmalige Benutzung steriler Geräte, fehlende Anästhesie bei OPs

Fehlende Gesundheitsaufklärung in der Bevölkerung (wenig Bereitschaft für Arztbesuche, Krankheitssuche, Hygieneeinhaltungen)

Verhältnisse in Krankenhäusern und Unterstützung durch den Staat

6-jähriges Medizinstudium an 14 medizinischen Fakultäten (1992)

Laut USIP (United States Institute of Peace) zeigt die Lehre Mängel durch fehlende Literatur
Überläufer nach Südkorea bestehen zum größten Teil das erforderte Examen nicht.

Zusätzliche Arbeitsmaßnahmen in der Landwirtschaft (4-5 Stunden täglich) verlangt


Ausbildung im Gesundheitssektor

Quellen: http://pyongsu.com/
https://nordkoreainfo.wordpress.com/2012/04/04/da-helfen-wo-es-notig-ist-ifrc-will-sich-aus-der-medikamentenverteilung-in-nordkorea-zuruckziehen/

Shareholder Pyongyang Pharmaceutical Company Ministry of Public Health of the DPRK
Northern Development Pharmaceutical Consortium Ltd. (Parazelsus Group - Hong Kong)

Produktqualität Good Manufacturing Practice (GMP) Standart nach WHO Kriterien

Produktpalette 51 verschiedene Generika aus Eigenproduktion
westliche Medizin und traditionelle chinesische Medizin
Import von weiteren Medikamenten

Kunden IFRC und WHO als größte Abnehmer von PyongSu Pharmaprodukten
PyongSu Joint Venture Company

Pharma Unternehmen
In Folge der Hungesnot 1994-1999 wurden von der WHO country cooperation strategies (CCS) für die weitere Entwicklung der Gesundheit der nordkoreanischen Bürger und Gesundheitsrichtlinien entwickelt.

1.CCS (2004-2008):
erste Zusammenarbeit mit der nordkoreanischen Regierung, Unterstützung mit Nahrungsmitteln, Unterstützung mit medizinischem Material

2.CCS (2009-2013):
Unterstützung in der Stärkung des Gesundheitssystems, Entwicklung von weiteren Gesundheitsrichtlinien

Geplante 3. CCS (2014-2019)

Zusammenarbeit mit der WHO

Durchimpfungsgrad (2013) in %:

Diphtherie, Tetanus, Pertussis (DTP3):
Nordkorea: 93
Deutschland: 96

Masern:
Nordkorea: 99,1
Deutschland: 96




Prävention

52% der männlichen Nordkoreaner, 0% der weiblichen Nordkoreaner rauchen.

30,5% der männlichen Deutschen und 21,2 der weiblichen Deutschen rauchen

Tabakgenuss

Tuberkulose: geschätzt 5% (1.189.500) sind infiziert, Mortalität 15.000 (2007), Inzidenz 344/100.000
(Deutschland: 4200 infiziert, Mortalität 189 (2012), Inzidenz 5,2/100.000)

Anämie als Folge von Eisenmangel: Frauen stärker betroffen, 35% der untersuchten nicht-schwangeren Frauen hatten Hämoglobin-Konzentration unter dem Normwert (120 g/L (2004)

HIV: Bisher keine bekannten Fälle, die nordkoreanische Regierung hat ein Programm entwickelt, um HIV-frei zu bleiben



Gesundheit

Bevölkerung, die verbessertes Trinkwasser nutzt in %:
Nordkorea: 98 (2012)
Deutschland:100 (2012)

Bevölkerung, die verbesserte Sanitäreinrichtungen benutzt in %:
Nordkorea 80,5
Deutschland 100

Verschmutzung der Außenluft (Annual PM10 - ug/m³)
Nordkorea 88
Deutschland 29

Bevölkerung, die in Städten > 100.000 Einwohner lebt (in%):
Nordkorea 31 Deutschland 32

Hygienische Verhältnisse

Quellen:
Central intelligance Agency Factbook,
GBD Report North Korea - Institute for Health Metrics and Evaluation
Zugang zu Medikamenten

Steuerung unterliegt dem Staat
offiziell sollen alle Nordkoreaner Medizin über Rezepte, die vom Arzt ausgestellt werden, gratis beziehen

50% der Medikamente werden auf dem freien Markt durch Händler verkauft

Patienten müssen Medikamente im Krankenhaus selbst bezahlen

Missbrauch von Medikamenten
Verkauf von Medikamenten durch Ärzte auf dem freien Markt
Missbrauch von Medikamenten, z.B. Opiaten

Ryongji Kapsel gegen Diabetes
„ Ab 1 Woche nach der Einnahme dieser Arznei beginnt der Blutzuckergehalt sich
herabzusetzen und wird nach 1 Monat normal. Ihre Wirkungsrate beträgt 87%.“

Jiryong-Nährstofftablette - Reanimationsmittel der Leberfunktion
wurde im Institut für Umwelt und Hygiene bei der Pyongyanger Akademie der Medizinwissenschaft entwickelt, ist ein wirksames Reanimationsmittel der Leberfunktion. Sie wurde durch die Autolyse der wirksamen Bestandteile des Regenwurms hergestellt.

Cerebrolysin - Ein Mittel für Wiederbelebung des universalen Gehirnkreislaufs
"In der letzten Zeit bestimmte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Injektion Cerebrolysin als stärkste Mittel für Wiederbelebung des Gehirnkreislaufs und registrierte als pharmazeutische Ware"



Forschung im Bereich Pharma

Quellen: http://jpmph.org/journal/view.php?number=708
http://www.huffingtonpost.com/2013/06/24/north-korea-health-care_n_3491380.html

kaum Informationen über medizinische Technik

Versuch von Informationssammlung durch Analyse der gängigen medizinischen Literatur in DPRK
hohe Bedeutung von traditioneller Koryo Medizin (kostengünstig)
Diagnostik anhand von einfachen Untersuchungstechniken (Auskultation, Palpation, Perkussion)
Mangel an moderner Diagnostik (bildgebende Verfahren, Labormedizin)

Ausstattung von Krankenhäusern mit Technik aus UdSSR (älter als 1990)

Kontrast zwischen Außendarstellung und tatsächlichen Zuständen

"One hundred and sixty-five tons of rare stones were used on the floor,"

„The hospital is so cold during this February visit, patients remain bundled in thick coats,
gloves and scarves during exams“

„They describe beer bottles used as IV drips and broken legs splinted with sticks instead of
plaster. Amputations performed without anesthesia. Dirty needles reused. A husband holding
up a candle while a doctor removes a fetus from his hemorrhaging wife. Surgeons operating
with Soviet-era instruments with no heat or running water.“

Medizintechnik

Öffentliches Gesundheitswesen

Leistungserbringer

http://www.nordkorea-info.de/Gesundheitswesen/Medikamenteundgesundheitsf%C3%B6rderneNahrungsmittel
Feinde (1/4)

schwankend

loyal

24 mio. Einwohner (+0,53% /Jahr) 60% urban
Lebenserwartung M: 67 W: 73
Mittleres Alter: 33 Jahre
Säuglingssterberate 2008: 25/1000 (U5: 33)
Aber: 32% davon wegen Unterernährung (afrik. Niveau: 36%) Müttersterbichkeit: 81/100 000
Burden of Disease (CVD 3x höher als Südkorea)
Politische Einteilung der Bevölkerung in




Flüchtlingsstrom 1990: 9 vs. 2010: 2500
Quellen
Amnesty International: https://www.amnesty.de/2010/7/14/nordkorea-krankes-gesundheitssystem-braucht-dringend-hilfe
CIA Factbook: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/kn.html
Maierbrugger, Arno: Nordkorea. Geschichte, Kultur, Sehenswürdigkeiten. Berlin 2014, Treschner Verlag, 3. Auflage.
Dr. med. Pohlmeier: Nordkorea. Die Zeit steht still. Deutsches Ärzteblatt, 2006. Online verfügbar unter: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/22772/Nordkorea-Die-Zeit-steht-still
WHO: Democratic People's Republic of Korea. Online verfügbar unter: http://www.who.int/countries/prk/en/
GBD Profile North Korea, Institute for Health Metrics and Evaluation
http://www.unicef.org/dprk/har09_DPRK_countrychapter.pdf
http://www.nordkorea-info.de/grosze-erfolge-koreas-im-gesundheitswesen-im-jahr-2013.html
http://www.dprk.searo.who.int/EN/Index.htm
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