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Was ist Fracking

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Christian Zowada

on 31 May 2017

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Transcript of Was ist Fracking

Die beim Fracking eingesetzte Flüssigkeit heißt Frack-Flüssigkeit. Wir wollen uns folgende Fragen anschauen:

Welche Aufgabe hat die Frack-Flüssigkeit?
Woraus besteht die Frack-Flüssigkeit?
Was kann an der Frack-Flüssigkeit gefährlich sein?
Wie entwickeln sich Frack-Flüssigkeiten weiter und wer entscheidet?


Was ist drin?
Was ist die Aufgabe der Frack-Flüssigkeit ?
Die Frack-Flüssigkeit wird für jede Bohrung speziell zusammengestellt. Die Frack-Flüssigkeit wird mit sehr hohem Druck durch das Bohrloch bis in die Gesteinsschicht gepumpt, wo Erdöl oder Erdgas vorhanden sind.
Dort erzeugt die Frack-Flüssigkeit Risse im Gestein, damit das Erdöl oder Erdgas entweichen kann.
Diese Risse würden sich schnell wieder schließen. Daher enthält die Frack-Flüssigkeit Stützmittel. Das Stützmittel besteht aus kleinen Kugeln, die sich in die Risse setzen.
Mehr Details?
Welche Stoffe werden genau verwendet?
Ein konkretes Beispiel
Guar
"Sauberes" Fracking?
Wie entwickeln sich Frack-Flüssigkeiten weiter und wer entscheidet?
Die Menge macht´s
Zusammenfassung
Damit sich die Stützmittel nicht während des Frackings absetzen, werden den Frack-Flüssigkeiten Gelbildner zugesetzt. Ein Gelbildner ist das Guar. Guar wird aus den Samen der Guar Pflanze gewonnen und wird leicht biologisch abgebaut.
Damit das Guar gut arbeiten kann, müssen die Moleküle des Guars miteinander verbunden werden. Das geschieht über Borverbindungen wie Borsäure. Borverbindungen sind jedoch sehr gefährlich. Borsäure kann die Entwicklung
von Babys schädigen. Allerdings ist Borsäure
auch in Kosmetika und Waschmitteln enthalten.
Das Unternehmen Exxon-Mobil hat eine Frack-Flüssigkeit für Schiefergestein entwickelt, die nicht als umweltgefährdend eingestuft ist. In einer Dokumentation des Fernsehsenders NDR wird diese Flüssigkeit von Forschern des Unternehmens getrunken.
Die Flüssigkeit besteht zu 99,8% aus Wasser und zu 0,2% aus Cholinchlorid und Buthoxyethoxyethanol. Hinzu kommen Stützmittel.
Cholinchlorid
findet sich in Nahrungsmitteln wie Getreide, Eiern oder Gemüse. Chemisch betrachtet ist es ein Alkohol. Es verhindert in der Frack-Flüssigkeit das Aufquellen von Tongestein und wird zu 0,14% benutzt. Cholinchlorid kann Haut- oder Augenreizungen verursachen und sollte nicht auf die Haut kommen.
Buthoxyethoxyethanol
dient als Lösungsmittel für Farben und Lacke. Man finde es auch in Haushaltsreinigern. Beim Fracking wird es als Reibungsminderer eingesetzt und ist zu 0,06% enthalten. Reibungsminderer sorgen dafür, dass die Flüssigkeit nicht so zähflüssig ist. Buthoxyethoxyethanol kann Augenreizungen verursachen.
Die Gefahren gelten aber nur für den Einsatz als Reinstoff. Beide Stoffe werden mit "reizend" gekennzeichnet.
Die Fracking-Unternehmen müssen die genaue Zusammensetzung der verwendeten Frack-Flüssigkeiten veröffentlichen. Hier findet sich auch folgende Zusammensetzung der Flüssigkeit für die Bohrung "Cappeln Z3a".
Das Gemisch ist insgesamt schwach wassergefährdend und nicht umweltgefährdend. Unter den gefährlichen Stoffen finden sich:
2864kg Methanol
176kg Biozide davon 18kg Chlormethylisothiazolinon
1036kg Natriumbromat
584kg Diammoniumperoxodisulfat
Frack-Flüssigkeiten werden für jede Bohrung speziell zusammengestellt. In Deutschland müssen die Unternehmen die Zusammensetzung der von ihnen verwendeten Frack-Flüssigkeiten veröffentlichen.
Auf der Homepage von Exxon-Mobil findest du zu vielen verschiedenen Bohrungen die genaue Zusammensetzung der verwendeten Frack-Flüssigkeit.
Bei Frack-Flüssigkeit handelt es sich immer um ein Gemisch von verschiedenen Stoffen. Manche der Stoffe sind gefährlich, andere nicht.
In Deutschland gibt es Richtlinien, wie solche Gemische eingestuft werden müssen. Die Richtlinien schafft die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Eine Frack-Flüssigkeit darf nur benutzt werden, wenn sie vorher eingestuft wurde. Einstufen bedeutet, dass ermittelt wird, wie gefährlich oder ungefährlich die Frack-Flüssigkeit ist. Verantwortlich ist der Hersteller.
Bohrung
Trinkwasserschutz
Die Geschichte
Rechtliche Rahmenbedingungen
Beim Fracking erzeugt man durch hohen Druck Risse im Gestein. Der Druck wird durch das Einpressen einer Flüssigkeit erzeugt, die sogenannte Frack-Flüssigkeit. Durch die entstandenen Risse kann Erdöl oder Erdgas entweichen. Da die Erdöl- und Erdgas-Lagerstätten sehr tief liegen, muss gebohrt werden. Bei der Bohrung wird ein Stahlrohr in den Boden gebracht. In dem Stahlrohr werden später Löcher erzeugt, durch die die Frack-Flüssigkeit in das Gestein gelangen kann.
Einleitung
Was ist Fracking?
Die Frack-Flüssigkeit
Risiken für die Umwelt
Hier erhältst du einen Überblick, was dich in dieser Lernumgebung erwartet. Es werden die verschiedenen Aspekte rund um das Thema Fracking angesprochen und erklärt.
Zum Erzeugen von Rissen wird eine Flüssigkeit in die Erde gepumpt, die sogenannte Frack-Flüssigkeit. Die Frack-Flüssigkeit besteht zum größten Teil aus Wasser. Neben Wasser enthält sie aber auch noch andere Stoffe. Die Stoffe sind teilweise giftig und können Krebs erzeugen.
Wie entsteht das Erdgas und Erdöl?
Wie findet man Erdöl und Erdgas?
Unkonventionelle Erdöl- und Erdgas-Lagerstätten
Erdöl und Erdgas kommen in der Natur in Lagerstätten vor. Die Lagerstätten werden unterschieden in konventionelle und unkonventionelle Lagerstätten. Aus konventionellen Lagerstätten können Erdöl und Erdgas austreten oder abgepumpt werden, da sehr große Mengen auf einmal vorkommen. Konventionelle Lagerstätten kommen meist in Sandstein vor.
Die Förderung aus unkonventionellen Lagerstätten ist schwieriger. Die Vorkommen sind kleiner und fein verteilter. Für unkonventionelle Lagerstätten wird das Fracking eingesetzt.
Förderung und Entsorgung
Gestein
Erdöl und Erdgas
Ein anderer Blickwinkel
Fracking - wirtschaftlich?
Profitabel in Deutschland?
Profitabel in den USA?
Erdbeben
Grundwasser
Anleitung
Fracking steht immer wieder in dem Verdacht Erdbeben auszulösen. Bisher gibt es aber keine Beweise, dass Erdbeben in Deutschland direkt mit Fracking in Verbindung stehen.
Erdbeben treten weltweit täglich auf. Sie sind völlig natürlich und in den allermeisten Fällen gar nicht spürbar. In Deutschland sind spürbare Erdbeben sehr selten.
Eine immer wieder genannte Befürchtung beim Fracking ist die Verunreinigung des Grundwassers. Eine Verunreinigung kann entstehen, wenn die Frack-Flüssigkeit oder Teile des Flowbacks mit dem Grundwasser in Kontakt kommen. Auch bei der Entsorgung können Verunreinigungen stattfinden.
Klima
Der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) ist schädlich für das Klima. Erdgas aus konventionellen Lagerstätten verursacht weniger CO2 in der Luft, als Kohle oder Erdöl.
Gilt das aber auch für das beim Fracking gewonnene Erdgas?
Befürchtet wird außerdem, dass durch die stärkere Nutzung von Schiefergas die Energiewende ausgebremst wird. Also die Umstellung auf erneuerbare Energien wie Wind oder Solar, könnte verzögert werden.
Lohnt sich Fracking und welche Meinungen gibt es zum Fracking?
Um diese Fragen zu beantworten schauen wir uns Erdöl und Erdgas an und betrachten den Erdölpreis.
Außerdem kannst du verschiedene Meinungen zum Fracking kennenlernen und sehen, wie Fracking in verschiedenen den Medien diskutiert wird.
Einleitung
In dieser Rubrik geht es um die Umwelt und welchen Einfluss Fracking auf die Umwelt hat.
Es geht um:
das Risiko von Erdbeben,
die Gefahren für das Trinkwassers
einen Bezug zum Klimawandel
Radioaktivität und Wasserverbrauch
Erst findest du eine Übersicht, worum es überhaupt geht. Dann werden dir verschiedene Meinungen gezeigt.
Hierbei wird vor allem Bezug zu einem Unternehmen genommen, welches in Deutschland Fracking einsetzen will: Exxon Mobil.
Exxon Mobil
Die Erdgasförderung ist ein Industriezweig, bei dem es zur Entstehung leichter Erbeben kommen kann. Das ist genauso bei Mineral- und Kohlebergbau.
Laut dem Unternehmen reicht die eingebrachte Energie in den Boden nicht für spürbare Erdbeben aus. Die Erschütterungen, die entstehen können, sind vergleichbar mit Mini-Erdbeben. Davon gibt es pro Tag ungefähr 8000 weltweit. Es gab bisher keine Bohrung in gefährdeten Gebieten. In Niedersachsen gibt es ein Überwachungssystem für Erdbeben. Das Unternehmen hält das Risiko des Erdbebens für beherrschbar.
Umweltbundesamt
Das Erdbebenrisiko kann vor der Bohrung gemessen und eingeschätzt werden. Kleinere, nicht spürbare Erdbeben werden als mögliche Folge genannt. Diese sind nicht gefährlich. Bei einer erneuten, nicht stärkeren zweiten Bohrung besteht kein zusätzliches Risiko. Spätfolgen werden ausgeschlossen.
Wichtig sind Kontrollen und das Meiden von gefährdeten Gebieten. Die Studie empfiehlt Probebohrungen und eine Überwachung.
Weitere potentielle Gefahren sind die hochgepumpten Nebenabfälle, die radioaktives Material enthalten. Ein Problem ist auch der hohe Wasserbedarf beim Fracking.
Exxon Mobil
Exxon Mobil bezeichnet beim Fracking den Trinkwasserschutz als oberste Priorität. Der Trinkwasserschutz sei wichtiger als die Energiegewinnung.
Exxon Mobil gibt dabei an, dass die trinkwasserführende Schichten in Niedersachen bei ca. 200m liegen. Das Erdgas liegt allerdings in 1000-5000m Tiefe. Das Bohren startet erst nach einer Versiegelung des Bodens.
Der Trinkwasserschutz wird als gegeben betrachtet. Der Trinkwasserschutz setzt sich zusammen aus Technik und den wasserundurchlässigen Schichten im Gestein zwischen Trinkwasser und Erdgas.
Radioaktivität und Wasserbedarf
Umweltbundesamt
Der Gesetzgeber verbietet generell das Bohren in Erdbeben gefährdeten Zonen wie Wasserschutzgebieten. Es gibt Richtlinien, wie der Bohrplatz ausgestattet sein muss.
Zudem legt eine Studie eine umfassende Überwachung der Wasserwerte nahe. Durch die Überwachung sollen Löcher in den Rohren sofort entdeckt werden. Die Studie hält das Risiko des Frackings für vertretbar.
Es gibt US-Studien bei denen Fracking mit Trinkwasserverunreinigung in Zusammenhang gebracht wird. Es gab bisher aber erst eine Strafe für den Gasproduzenten Chesapeake (1 Million Dollar). Studien des Geologischen Dienstes der USA zeigen keinen Zusammenhang von Fracking und Grundwasserverunreinigung.
Oftmals geschehen die Unfälle gar nicht beim Bohren selbst, sondern durch austretende Frack-Flüssigkeit aus Lagertanks oder durch gelagerte Abwässer. Deutsche Unternehmen weisen oft auf die schlechten Sicherheitsvorschriften in den USA hin.
Die Seiten www.gegen-gasbohren.de greift einen Vorfall von 2007 in Sölhingen auf. Aus Lagerstättenwasserleitungen sind umweltgefährdende Flüssigkeiten ausgetreten. Die Beseitigung dauerte bis 2011. Ein weiterer Vorfall trat 2011 in Völkeresen auf. Die Piratenpartei Schleswig Holstein
lehnt Fracking ab. Gründe dafür sind:
"Gefahren durch die eingesetzten Chemikalien und
deren Entsorgung
Vergiftung von Trinkwasser bei gleichzeitigem hohem
Trinkwasserverbrauch"*
Radioaktivität
Wasserbedarf
Das zum Fracken Wasser benötigt wird, ist kein Geheimnis. Wie viel ist es aber wirklich?
Exxon Mobil gibt an, dass bei der Schiefgasgewinnung durch Fracking mehr Wasser benötigt wird, als bei herkömmlicher Gasförderung. Es geht um ca. 10000-20000 Kubikmeter Wasser - das sind ungefähr 15 Schwimmbecken je Bohrung. Es soll in Zukunft Wasser eingespart werden, indem man es wiederverwendet. Das Unternehmen sucht den Vergleich zu anderen Energieträgern (siehe Grafik).
Eine Studie des BUND errechnete, dass durch das Wasser für ein einziges Bohrloch 10.000 Europäer für ein Jahr versorgt werden könnten. In den USA wurde im Sommer 2012 die Schiefergasaktivität eingestellt, da Wasser als Trinkwasser für die Bevölkerung benötigt wurde. Die Fracking Unternehmen versuchten sogar die Bauern beim Wasserpreis zu überbieten, um an Wasser zu gelangen
Radioaktive Stoffe werden beim Fracking an die Erdoberfläche gefördert. Sie befanden sich vorher im Erdinneren.
Exxon Mobil gibt an, dass die radioaktiven Stoffe bereits während des Aufbereitungsprozesses abgetrennt werden. Richtwerte zum Strahlenschutz würden deutlich unterschritten. Die Strahlendosis bei Transport und Umgang sei in etwa so hoch, wie auf einem Atlantikflug. Das verpresste Wasser sei nicht radioaktiv.
Manche Forscher wie Avner Vengosh sehen in den radioaktiven Abfällen die größte Gefahr des Frackings. In manchen Bohrgebieten in den USA fallen pro Woche ca. 2000 Tonnen Bohrschlämme an. Diese werden oberirdisch auf Deponien gelagert. Die Deponien sind nur durch eine Ton- und Kunststoffschicht abgedichtet.
www.smithsonianmag.com/science-nature/radioactive-wastewater-from-fracking-is-found-in-a-pennsylvania-stream-351641/?no-ist=

www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/was-ist-unkonventionelle-gasforderung/radioaktivitat-bei-gasbohrungen/
Fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas sind notwendig, solange die erneuerbaren Energien nicht genügend ausgebaut sind. Hierfür ist Erdgas die sauberste Option.
Durch Erdgas lässt sich ca. 40% Kohlenstoffdioxid (CO2) gegenüber Steinkohle und bis zu 60% CO2 gegenüber Braunkohle einsparen (siehe Grafik). Das Unternehmen zieht einen Vergleich zu den USA, wo das Einsparen von CO2 bereits zu beobachten sei. Das Unternehmen verweist auf eine EU Studie, die besagt, dass einheimisches Schiefergas klimafreundlicher als importiertes Erdgas sei.
Es darf kein Erdgas - hauptsächlich Methan - entweichen. Methan ist viel schädlicher für das Klima als CO2, jedoch sind andere Wirtschaftszweige problematischer (siehe Grafik).
Der Bohrplatz
Ein typischer Bohrplatz ist etwa so groß wie ein Fußballfeld. Der Bohrturm ist bis zu 60 Meter hoch. Nach der Bohrung kann dieser wieder abgebaut werden. Neben dem Bohrplatz müssen Zufahrtsstraßen gebaut und Leitungen verlegt werden. Es gibt Container für Büroräume, eine Gasschutzkammer und verschiedene Abfallbehälter. Der Bohrplatz muss abgedichtet werden, damit nichts in den Untergrund dringen kann.
Nach Abschluss der gesamten Arbeiten soll der Bohrplatz wieder versiegelt und die Fläche begrünt werden.
Erdgasvorkommen liegen meist in einer Tiefen von 1000m und mehr, während das Trinkwasser bei ca. 200m liegt. Im Normalfall liegen gut 2000m zwischen Erdgasvorkommen und Grundwasser.
Bei der Bohrung werden Stahlrohre in den Boden gebracht. Die Stahlrohre werden dann immer wieder einzementiert. Stahl und Zement sollen die Rohre dicht halten, um das Trinkwasser zu schützen.
Es gibt verschiedene Arten von Rohren, die genutzt werden. Zum Beispiel:
Verfahren
Das Fracking wurde 2013 ein wichtiges politisches Thema im Koalitionsvertrag der Bundesregierung zwischen SPD und CDU. Der Trinkwasserschutz und der Schutz der Gesundheit sollen an erster Stelle stehen. Der Beschluss (1.4.2015) erlaubt Fracking zu Forschungszwecken bei Schiefergas und Kohleflözgas ab einer Tiefe von 3000m.
Fracking in Sandstein soll erlaubt bleiben, aber nur bei erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Die Förderung in Wasserschutzgebieten und besonders gefährdeten Gebieten ist verboten. Die Bundesländer können Verbotszonen bestimmen.
Seit Sommer 2016 ist Fracking bis 2021 verboten worden. Ausnahme stellen vier Probebohrungen zu Forschungszwecken dar. Wird 2021 nicht neu entschieden, bleibt Fracking verboten.
Nachdem die Bohrung abgeschlossen ist, kann es zur eigentlichen Förderung von Erdöl und Erdgas kommen. Bis zu diesem Punkt unterscheidet sich Fracking nicht von herkömmlicher Erdöl- oder Erdgasförderung.
Beim Fracking werden nun Risse im Gestein erzeugt, damit das Erdöl oder Erdgas an die Oberfläche strömen kann. Die Frack-Flüssigkeit muss nach dem Frack entsorgt werden. Die Entsorgung ist wichtig, damit die Umwelt keinen Schaden nimmt.
Vor der Bohrung
Bevor gebohrt wird, wird durch die 3D-Seismik ein dreidimensionales Bild des Untergrundes erstellt. Danach werden Probebohrungen gemacht, um den Untergrund genauer zu untersuchen. Aus den Ergebnissen wird entschieden, wo gebohrt wird und wie die Frack-Flüssigkeit zusammengesetzt sein muss.
Neue Fracking-Anlagen können mehrere Bohrungen zugleich ausführen und sich dabei bewegen. Durch dieses Verfahren verringert sich die notwendige Zeit für das Bohren und es kann Material gespart werden.
Die Frack-Flüssigkeit, die an die Oberfläche kommt, bezeichnet man als Flowback. Der Flowback kann neben der Frack-Flüssigkeit Salze, radioaktive Stoffe oder Gifte enthalten. Diese werden aus der Tiefe mit nach oben gefördert. Der Flowback wird in Tanks gesammelt und dann entsorgt.
Eine weitere Möglichkeit ist das Verpressen des gereinigten Flowbacks im Gestein. Das Verpressen soll Abwässer günstig entsorgen und länger von der Umwelt trennen. Das Verpressen wird nicht nur beim Fracking eingesetzt.
Das verpresste Abwasser muss von Gesteinen umgeben sein, die das Abwasser nicht austreten lassen. Das Verpressen ist umstritten, da es zu Erdbeben führen kann. Es besteht auch die Gefahr, dass die Gesteinsschichten undicht sind oder werden.
Förderung
Nach der Bohrung wird ein Perforator in das Bohrloch gelassen. Der Perforator enthält kleine Sprengladungen und soll Löcher in das Rohr sprengen.
Durch die Löcher mit einem Durchmesser von 20-35mm kann die Frack-Flüssigkeit in das Gestein gepumpt werden und lässt so Risse entstehen. Der Druck beträgt 250-750bar. Der Druck ist damit ungefähr 250-750mal höher als der Druck, der uns umgibt. Durch die so geöffneten Fließwege strömt das Gas nach oben und reißt einen Teil der Frack-Flüssigkeit mit. Der Vorgang dauert ca. zwei Stunden.
Entsorgung
Beim Fracking in Deutschland ist ein sogenanntes Monitoring vorgeschrieben. Unter Monitoring versteht man das direkte Überwachen eines Prozesses, um jederzeit eingreifen zu können.
Zunächst werden Daten vor dem Fracking gemessen. Diese Daten dienen als Vergleich, damit Abweichungen und Fehler sofort festgestellt werden können. Zum Beispiel würde sofort auffallen,
wenn Erdgas in das Trinkwasser
gelangt.
Monitoring
Vergleich zu den USA
Unternehmen
In Deutschland ist Fracking nur unter sehr strengen Auflagen möglich. In den USA ist Fracking mittlerweile Alltag. Allerdings gibt es in den USA auch viel Kritik am Fracking.
Es kam zu vielen Unfällen. Das Verfahren wurde in zu geringen Tiefen angewendet oder es gab keine schützende Zementschicht. Andere Unfälle waren auf undichte Rohrleitungen zurückzuführen.
Ein Unterschied ist auch die Lagerung der Abwässer. Die Abwässer müssen in Deutschland in abgeschlossenen Tanks untergebracht werden. In den USA erfolgt die Lagerung in der Regel in offenen Becken an der Erdoberfläche.
Exxon Mobil und Halliburton sind zwei Unternehmen, die am Fracking beteiligt sind.
Exxon Mobil ist ein amerikanisches Unternehmen aus Texas, das 2013 einen Umsatz von 438 Millarden Dollar erwirtschaftete. Mit fast 80000 Mitarbeitern ist das Unternehmen spezialisiert auf die Förderung und Verarbeitung von Öl und Gas. Exxon Mobil ist einer der größten Anwender der Fracking-Technologie in den USA und betreibt das Fracking zunehmend auch in Europa.
Halliburton ist ebenfalls ein amerikanisches Unternehmen. Es wurde 1919 gegründet. Mit einem Umsatz von 13 Millarden Dollar ist es nicht so groß wie Exxon Mobil. Es handelt sich nicht um einen Mineralölkonzern. Halliburton stellt die Technik bereit, mit der Mineralölkonzerne das Fracking betreiben.
Zusammenfassung
Ausmaße in Deutschland
Ausmaße in den USA
Lagerstätten
Wie geht Fracking?
Hier lernst du, wie und wo Erdöl und Erdgas in der Natur vorkommen. Außerdem erfährst du das Gestein genauer kennen, in dem Erdöl und Erdgas für das Fracking vorkommen.
Dann schauen wir uns das Fracking Verfahren von der Bohrung über die Förderung bis zur Entsorgung an.

Durch technische Geräte können Wissenschaftler feststellen, wo sich Erdgas und Erdöl befindet. Um ein Bild des Untergrunds zu erstellen, wird die 3D Seismik benutzt. Durch 3D Seismik können dreidimensionale "Bilder" vom Untergrund bis in Tiefen von bis zu 6000m gemacht werden.
Die 3D-Seismik funktioniert durch das Aussenden von Schallwellen, die in den Untergrund eindringen. Die Schallwellen werden durch kleine Explosionen oder ein Spezialfahrzeug erzeugt. Die unterschiedlichen Gesteinsschichten werfen die Schallwellen unterschiedlich stark zurück. Über Erdtelefone (Geophone) können die Schallwellen wieder aufgefangen werden. Ein Computer berechnet aus den Schallwellen ein dreidimensionales Bild des Untergrunds.
Fracking in den Medien
Erdgas und Erdöl entstanden vor 20-200 Millionen Jahren. Zunächst starben Plankton, Algen oder Pflanzen. Diese Reste wurden von Ton oder Sand (sogenannten Sedimenten) abgedeckt und damit vom Sauerstoff der Luft abgeschlossen. Die Überreste konnten nicht vollständig verwesen und bildeten den sogenannten Faulschlamm.
Über Millionen von Jahren lagerten sich immer wieder Sedimente über dem Faulschlamm ab. Durch Druck und Temperatur entstanden dann aus dem Faulschlamm mithilfe von Bakterien Erdöl und Erdgas. Je höher die Temperatur bei der Entstehung ist, desto mehr Erdgas entsteht.
Was ist Erdöl und Erdgas?
Wenn Erdöl gefördert wird, wird es zunächst als Rohöl bezeichnet. Rohöl besteht aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen, wie Alkane und Alkene. Das Rohöl muss dann je nach Anwendung verarbeitet werden. Erdöl wird zur Erzeugung von Elektrizität, für die Herstellung von Treibstoffen und als Grundstoff in der chemischen Industrie verwendet. Viele Kunststoffe oder Kosmetikartikel werden aus Erdöl hergestellt.
Erdgas ist immer ein Gemisch verschiedener Gase, wobei die Zusammensetzung oft unterschiedlich ist. Erdgas besteht aus Kohlenwasserstoffen, wie Methan (CH4) mit 75-90%, dazu kommen Ethan, Propan, Butan und Ethen. Erdgas wird für die Strom- und Wärmeproduktion genutzt. In den letzten Jahren ist die Nutzung als Treibstoff für Fahrzeuge möglich.
Ressource vs. Reserve und die Einheiten
Häufig wird über Ressourcen und Reserven gesprochen. Beide Begriffe meinen aber nicht dasselbe.
Als Reserve werden alle Vorkommen bezeichnet, die nach dem heutigen Stand der Technik wirtschaftlich abbaubar sind. Der Begriff Ressource meint alle vorhandenen Rohstoffe, von denen man weiß. Das heißt, dass Reserven derjenige Anteil der Ressourcen sind, bei dem sich ein Abbau heute wirtschaftlich lohnt.
Wenn man über Erdöl und Erdgas spricht, werden in der Wirtschaft oftmals andere Einheiten benutzt, als in den Naturwissenschaften. Die Menge an Erdöl wird in Barrel gemessen. Ein Barrel (bbl) entspricht 159 Litern. International wird Erdgas in Fuß angegeben. Die Menge Erdgas wird dann in Mcf (Tausend Kubikfuß) angegeben. 1 Mcf sind ungefähr 28,3 Kubikmeter Gas. 5,5-6 Mcf entsprechen ungefähr der Energie eines Barrel.
Konventionelles Erdgas
Konventionelles Erdgas zu fördern ist einfach.
Da das Erdgas in großen Mengen vorhanden ist, muss man die Lagerstätte nur anbohren. Das Erdgas entweicht dann von ganz allein. Es werden keine Flüssigkeiten in den Boden gepumpt.
Selten wird Fracking auch hier eingesetzt, um die Erträge zu erhöhen.
In Deutschland schätzt man die Schiefergas Vorkommen auf 6,7-22,7 Billionen Kubikmeter. Von dieser Menge sind nach dem heutigen Stand der Technik nur etwa 2,3 Billionen Kubikmeter förderbar. Andere Schätzungen gehen von der Hälfte aus.
Um eine Vorstellung zu bekommen, was diese Menge bedeutet: Im Jahr benötigt Deutschland ca. 65-85 Millarden Kubikmeter Erdgas. Die förderbare Menge Schiefergas würde also ca. 30 Jahren ausreichen. Das kann mit Weiterentwicklung der Technik mehr werden. Die deutschen Schiefergasvorkommen liegen vor allem in Niedersachsen südlich von Bremen.
Es gibt verschiedene Arten unkonventioneller Erdgas Lagerstätten.
Tight Gas
befindet sich in Sand- und Kalkstein. Die Vorkommen liegen meist tiefer als 3500m.
Schiefergas
findet sich in Tongestein ab 500m Tiefe. Tongesteine sind aber kein Schiefer. Somit ist Schiefergas ein veralteter Begriff.
Kohleflözgas kommt in unterschiedlichen Tiefen vor. Es bildet sich bei der Kohleentstehung.
Beispiele für unkonventionelle Erdöl Lagerstätten sind Ölschiefer und Ölsande.
Gasland
Lohnt sich das?
Worum geht es hier?
In dieser Prezi findest du Informationen rund um das Thema Fracking - was Fracking ist, wofür Fracking gebraucht wird oder ob Fracking gefährlich ist..
Um darüber etwas zu erfahren, sind verschiedene Schwerpunkte vorhanden:
In der Mitte ein allgemeiner Überblick über das Thema und darum fünf verschiedene Schwerpunkte:
Das Verfahren und die Geologie
Die Chemikalien
Die Umwelt
Die Wirtschaftlichkeit und die Medien
Quellen
Wenn du wissen möchtest, woher die Informationen kommen, dann schaue dir doch die Quellen einfach an. Hier ist eine Auswahl:
Wie funktioniert Prezi?
Wenn du noch nie mit einer Prezi gearbeitet hast, dann kurz einige Informationen (am Computer):
Prezi ist in mehrere Ebenen aufgebaut und funktioniert über Heraus- und Hereinzoomen in verschiedene Ebenen
Wenn du auf einer Ebene bist, kannst du mit einem Doppelklick auf einen Rahmen eine Ebene tiefer gelangen und mit einem Doppelklick neben den Rahmen gelangst du wieder zurück. Das Mausrad kann auch verwendet werden.
Wenn du immer auf weiter drückst, gelangst du durch die gesamte PREZI. Du kannst aber selbstständig bestimmen, was du lesen möchtest.

Fracking in Nachrichten und im Fernsehen
Zusammenfassung
Manche Leute behaupten: Fracking verursacht Erdbeben, vergiftet Grundwasser und ist schädlich für das Klima. Diese Argumente finden sich in der Diskussion um Fracking immer wieder. Von wem stammen diese Argumente und sind sie zutreffend?
Gasland ist der Titel eines Films, der 2010 vom Filmemacher Josh Fox produziert wurde. Der Film erhielt eine Oscar-Nominierung als bester Dokumentarfilm. Er behandelt nur ein Thema: Fracking.
Eines der bekanntesten Bilder aus dem Film ist ein Wasserhahn, aus dem brennendes Wasser kommt.Fracking soll das Trinkwasser mit Erdgas verunreinigt haben, so dass man es anzünden kann.
Allerdings hat man später festgestellt, dass das gar nicht am Fracking lag. Das Erdgas ist auf natürliche Weise entstanden. Es hat sich durch Bakterien dicht unter der Erdoberfläche gebildet. Die Kritik an dem Film führte soweit, dass Gasland von Sendern wie ARD und ZDF nicht mehr gezeigt wird. Es gab sogar einen Gegenfilm, den die Erdölkonzerne produziert haben. Dieser heißt Truthland.
Meinungen zum Fracking
In den Medien wird immer wieder über Fracking berichtet und darüber geredet. Dabei werden verschiedene Sachverhalte behandelt. Es gibt viele Artikel in Zeitungen, Fachzeitschriften oder auf Internetseiten. Es gibt auch Dokumentationen oder ganze Filme. Viele dieser Medien kannst du ganz einfach finden.
Wenn du einfach nur Fracking in die Suchmaschine Google eingibst, erhältst du zahlreiche Ergebnisse. Kombiniere einmal den Suchbegriff Fracking mit anderen Begriffen, wie "Chance", "Angst" oder "Risiko".
Hier findest du verschiedene Stellungnahmen zum Fracking. Dieser stammen von Experten oder Verändern und Ämtern wie dem BUND oder dem Umweltbundesamt.
Die USA sind so etwas wie das Mutterland des Frackings. Das Verfahren wurde 1947 auf dem Hugoton Gasfeld zwischen Kansas, Oklahoma und Texas erstmals angewendet.
Die USA sind das Land mit den fünftgrößten Schiefergasvorkommen der Welt. Die Schätzungen über die förderbaren Mengen sind dabei sehr unterschiedlich. Eine Schätzung von 2012 lag bei ca. 15,4 Billionen Kubikmetern.
Wenn du noch nie mit einer Prezi gearbeitet hast, dann kurz einige Informationen (Tablet):
Prezi ist in mehrere Ebenen aufgebaut und funktioniert über Heraus- und Hereinzoomen in verschiedene Ebenen. Das funktioniert einfach mit zwei Fingern, wie das von andern Apps bestimmt auch kennst.
Wenn du auf einer Ebene bist, kannst du mit einem Doppelklick auf einen Rahmen eine Ebene tiefer gelangen und mit einem Doppelklick neben den Rahmen gelangst du wieder zurück.
Wenn du immer auf weiter drückst, gelangst du durch die gesamte PREZI. Du kannst aber selbstständig bestimmen, was du lesen möchtest.
Wie funktioniert Prezi?
Erdgas findet man meistens in Tongestein, Sandstein oder Kalkstein:
Tongestein
gehört zu den Sedimentgesteinen, die durch Ablagerungen entstehen. Tongestein besteht aus feinen Körnchen. Tongestein wird verwendet bei der Herstellung von Keramik oder beim Bau von Häusern. Tongestein kann Erdschichten wasserdicht trennen.
Sandstein
ist ein Sammelbegriff für verschiedene Arten von Sedimentgesteinen. Manche Sandsteinarten bröckeln sehr schnell und sind nicht stabil.
Kalkstein
entsteht, wenn sich über einen langen Zeitraum Muschelschalen auf dem Meeresgrund ablagern. Kalkstein besteht hauptsächlich aus Calciumcarbonat und ist sehr hart. Kalkstein ist ein Ausgangsstoff für Dünger.
Für die Förderung von Erdöl oder Erdgas ist eine Bohrung notwendig. Für die Bohrung wird ein Bohrturm errichtet, der bis zu 60 Meter hoch sein kann. An der Spitze des Bohrkopfs ist ein Bohrmeißel. Der Bohrmeißel dreht sich und schiebt sich so Stück für Stück in die Erde.
Das eingebrachte Stahlrohr wird meistens nicht gerade in Erde gebracht, sondern muss in der Tiefe abgelenkt werden. Durch das Ablenken kann das Stahlrohr waagerecht in dem Vorkommen liegen.
Mehr Details?
Durch das Stahlrohr wird der Bohrmeißel geführt. Durch das Drehen des Bohrmeißels bohrt er sich in die Erde. Das erste Stahlrohr nennt sich Standrohr. In das Standrohr werden weitere Rohre mit kleinerem Durchmesser gelassen. In den Zwischenraum wird Zement gegossen.
Nach Abschluss der senkrechten Bohrung wird der Bohrer oft gekippt. Durch das Kippen kann waagerecht gebohrt werden. So können größere Gebiete von nur einer Bohrung erschlossen werden.
Wie bleiben die Risse offen?
Auf der Abbildung ist zu erkennen, wie das Stützmittel (schwarze Punkte) die Risse offen hält. Es wird mit der Frack-Flüssigkeit in die erzeugten Risse gepresst und bleibt dort zurück. Das Stützmittel besteht aus Quarzsand oder Keramik Kügelchen.

Die Frack-Flüssigkeit wird auch als Frack-Fluid bezeichnet. Sie ist das sogenannte hydraulische Medium des Frackens. In der Hydraulik geht es darum, mit Flüssigkeiten Kraft auszuüben.
Die Frack-Flüssigkeit wird für jede Bohrung angepasst. In Sandstein kommen zähflüssigere Frack-Flüssigkeiten zum Einsatz. In Tonstein werden dünnflüssigere Mischungen benutzt.

Woraus besteht eine Frack-Flüssigkeit?
Heutzutage bestehen Frack-Flüssigkeiten zu 95-Prozent oder mehr aus Wasser. Früher wurden auch Kerosin oder Öl benutzt. Dazu kommen verschiedene Zusätze.
Die Zusätze haben verschiedene Aufgaben. Ein Zusatz hält die Risse offen, ein anderer Zusatz sorgt dafür, dass sich keine Bakterien ansiedeln können. Weitere Bestandteile unterstützen die Fließfähigkeit der Frack-Flüssigkeit.
Stützmittel
Stützmittel bestehen aus Sand oder Keramik-Kügelchen. Sie halten die Risse offen.
Man verwendet Kügelchen mit einer genau zur Bohrung passenden Größe.
Früher gab es weltweit nur 3 oder 4 Produzenten für Stützmittel. Heute gibt es über 50 Unternehmen, die 2009 einen Jahresumsatz von fast 26 Millarden Euro machten.
1947 - Erste Anwendung in Kansas (USA)
1949 - Patent der Technologie für Halliburton Oil Well Cementing Company
1953 - Der Hauptbestandteil der Frack-Flüssigkeit wird Wasser, zuvor waren es Öl oder Kerosin
1961 - Erstes Fracking in Deutschland
2007 - Weltweit wurde Fracking über 50000mal genutzt - in Deutschland etwa 300 mal
2011 - Vorläufiges Fracking Verbot in Deutschland
Erdöl und Erdgas sind notwendig, damit wir unseren Alltag so leben, wie wir ihn leben. Es ist aber strittig, ob das Fracking auch wirtschaftlich ist. Daher stellt sich die Frage: Welche Argumente aus Wirtschaft und Politik gibt es für oder gegen das Fracking?
Frack-Flüssigkeiten bestehen aus verschiedenen Stoffen. Dabei werden immer wieder Angaben gefunden wie "0,2% umweltgefährdende Chemikalien". Diese 0,2% sind bei der Bohrung Goldenstedt Z23 jedoch 1451kg, also über eine Tonne. Bei den 0,2% handelt es sich um die relative Menge. Bei den 1451kg um die absolute Menge. Beide Angaben sind korrekt.
Jedoch klingt 0,2% nach sehr wenig. 1451kg sind jedoch sehr viel.
Trends
Beim Fracking geht es immer darum, Gefahren zu minimieren und Kosten zu senken. In der Geschichte des Frackings wurden die Frack-Flüssigkeiten immer weiterentwickelt.
Ersetzen:
Gefährliche Stoffe sollen durch ungefährliche Stoffe ersetzt werden. Das Ersetzen von Öl und Kerosin durch Wasser ist ein Beispiel. Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass alle in der Studie geprüften Frack-Flüssigkeiten in Deutschland umweltgefährdend waren.
Selbst-suspendierenden Stützmittel:
Die Stützmittel können sich ohne Zugabe von Gelbildnern in der Flüssigkeit halten. Wenn diese Technik fertig ist, könnte komplett auf Gelbildner verzichtet werden.
Zur Zeit nimmt Erdgas ungefähr ein Fünftel des Energieverbrauchs ein. Deutschland fördert ca. 12% des verbrauchten Erdgases selbst. Mit einer stärkeren Förderung in Deutschland könnte CO2 durch den wegfallenden Erdgas-Transport eingespart werden.
Das Schiefergas könnte durch die Ersparnis beim Transport ungefähr den Verbrauch des deutschen LKW-Verkehrs von 8 Jahren entsprechen.
Was bringt Schiefergas?
BUND
Angst vor Erdbeben
Fracking im Internet
Prof. Mohammed Amro
Prof. Karsten Runge
Amro ist der Meinung, dass in Deutschland Fracking eingesetzt werden sollte. Die strengen Richtlinien für die Sicherheit und Entsorgung sind seiner Meinung nach ausreichend. Amro ist der aber auch der Meinung, dass die giftigen Bestandteile in der Frack-Flüssigkeit durch ungiftige Bestandteile ersetzt werden sollten.
seiner Meinung nach sind die Risiken beherrschbar, wenn sorgfältig gearbeitet wird.
Runge äußert starke Bedenken gegen Fracking. Das Risiko sei zu groß und die Folgen für die Umwelt nicht geklärt. Seiner Meinung nach gibt es zu viele Abfälle, die gefährlich sind. Außerdem sei der Wasserverbrauch zu hoch. In Deutschland wäre Fracking fatal.
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Die BGR beschreibt, dass in Wyoming (USA) nachgewiesen werden konnte, dass Trinkwasser durch Fracking vergiftet wurde. Die Tiefe in der gebohrt wurde, betrug aber nur 370m.
Diese Fehler müsste man in Deutschland vermeiden. Die Planung der Bohrung ist daher sehr wichtig. Das Risiko, dass im Untergrund etwas passiert, sei dann kleiner als ein Schaden an der Oberfläche.
Der BUND hält den Energieaufwand für Fracking für zu hoch. Und es gäbe ein zu hohes Risiko für Mensch und Umwelt. Fracking sei außerdem schlecht für das Klima und es könnte zu Erdbeben kommen. Der BUND hält Fracking für zu riskant und will es verbieten.
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
Exxon Mobil beschreibt, dass mit Fracking bis 2035 bis zu 35% des Erdgasbedarfs gedeckt werden könnten und dadurch der Gaspreis sinken würde. Durch Fracking könnten Arbeitsplätze entstehen und das zusätzliche Erdgas könnte zur Stromerzeugung beitragen.
Exxon Mobil will dabei höchste Umweltstandards einhalten und das Fracking immer weiter entwickeln. Am Ende sollen keine giftigen Chemikalien mehr genutzt werden.
Exxon Mobil
Umweltbundesamt (UBA)
Das UBA beschreibt, dass es das Fracking bereits lange gibt und es zu Verschmutzungen des Grundwassers kam. Fracking aus den USA kann aber nicht auf Deutschland übertragen werden. Die Gesetze sind unterschiedlich und die geographische Lage ist eine andere.
Fracking sollte in Deutschland nur unter strengen Auflagen erlaubt werden.
Erdölpreis
Was ist Erdöl und Erdgas und wie entsteht der Preis für Erdöl? Welche Faktoren beeinflussen den Erdölpreis?
Gelbildner
Damit das Stützmittel in der Frack-Flüssigkeit gut transportiert werden kann, verwendet man Gelbildner. Der Gelbildner hält die Stützmittel im Wasser. Der Gelbildner macht die Frack-Flüssigkeit zähflüssiger.
Brecher
Nach dem Fracking muss die Frack-Flüssigkeit wieder aus dem Gestein gepumpt werden.
Das ist mit einer sehr zähflüssigen Frack-Flüssigkeit schwierig. Der Brecher verflüssigt die Frack-Flüssigkeit wieder.
Damit die Brecher nicht sofort wirken, werden die Brecher eingekapselt. Das ist genauso wie bei Tabletten. Tabletten haben oft eine Hülle, damit sie erst später wirken.
Biozide
Biozide sind Chemikalien, die Schädlinge bekämpfen. Schädlinge können zum Beispiel Pilze oder Bakterien sein.
Biozide sind in größeren Mengen für den Menschen gefährlich. Beim Fracking werden Biozide eingesetzt, um das Wachstum von Algen oder Bakterien in der Bohrung zu verhindern.
Ammoniumperoxodisulfat
Ammoniumperoxodisulfat ist ein Salz und bildet weiße Kristalle. Es wird in der Frack-Flüssigkeit als Brecher eingesetzt.
Dadurch wird die Frack-Flüssigkeit dünnflüssiger und kann leichter abgepumpt werden.
In den Medien gibt es unterschiedliche Meinungen über Fracking. Überschriften verschiedener Artikel zeigen das:
Ohne Fracking verspielt Deutschland seine Zukunft
Fracking - eine Zeitbombe?
USA: Fracking verursacht Erdbeben in Ohio
Fracking Risiko reicht bis nach Bremen
Auch die Dokumentationen im Fernsehen legen sich nicht fest, was richtig oder falsch ist:
Die Fernsehsender arte ("Fracking der hohe Preis der Energie"), 3sat ("Risiko Fracking") und NDR ("Angst vor dem Fracking") gehen dabei unterschiedlich vor. Fracking wird in der einen Dokumentation als Problem dargestellt. In einer anderen wird gesagt, dass viele Kritikpunkte nicht auf Fakten beruhen.
Die Preise für Erdöl und Erdgas schwanken stark. In der Grafik kannst du sehen, wie sich der Erdölpreis von 1965 bis heute verändert hat.
Gründe für Preisänderungen sind zum Beispiel:
Die
Politik
in den Erdölförderländern beeinflusst den Preis, indem mal mehr und mal weniger Erdöl gefördert und auf dem Weltmarkt angeboten wird.
Kriege und Unruhen
in Erdölförderländern lassen den Preis steigen. Zum Beispiel stieg durch Unruhen in Libyen im Frühjahr 2011 der Preis, da die Erdölförderung eingestellt werden musste.
Technischer Fortschritt
macht es möglich neue Ressourcen zu erschließen oder zu finden. Fracking wird genau aus diesem Grund erst interessant.
Es gibt viele Internetseiten zum Fracking.
Exxon Mobil präsentiert auf der Seite Erdgassuche in Deutschland viele Fakten und versucht das Verfahren zu erklären. Dabei wird betont, dass es sicher ist.
Die Seite gegen-gasbohren macht genau das Gegenteil. Es wird aktiv zum Protest gegen Fracking aufgerufen.
Die Seite stoppt-Fracking ist von der Piraten Partei Schleswig Holstein erstellt worden. Die Piraten Partei betont, dass ihrer Meinung nach kein Fracking stattfinden sollte.
Die Meinungen zum Fracking sind halt sehr verschieden.
Auf youtube.com findest du viele Videos zum Thema Fracking. Suche doch einfach einmal selbst. Gebe einfach mal "Fracking" ein oder kombiniere "Fracking" mit dem Begriffen "Song" oder "Chance und Risiko".
Die USA betreiben in großem Maße das Fracking. Dadurch sanken die Rohstoffpreise in den letzten Jahren stark. Im April 2012 fiel der Erdgaspreis auf den tiefsten Stand seit 10 Jahren. Neben den großen Konzernen ist Barack Obama für Fracking. Die Politik in den USA sieht im Fracking den Schlüssel für die Energieunabhängigkeit von anderen Ländern. Umweltschützer warnen vor den Gefahren. Die Bevölkerung ist gespalten.
Die Erdöl- und Erdgasförderung in den USA nahmen zu. Als die arabischen Länder mehr Erdöl und Erdgas förderten, sanken die Preise. Viele Unternehmen in den USA machen seitdem Verluste mit dem Fracking.
Nach einer Studie des BUND sind die Daten über die Menge des verfügbaren Schiefergases in den letzten Jahren immer weiter nach unten korrigiert worden. Die Produktion nahm bei vielen Bohrlöchern nach kurzer Zeit unerwartet ab. Die Folge waren immer neue und teurere Bohrungen.
Viele Experten bezweifeln, dass Fracking in der nahen Zukunft wirtschaftlich sein wird. Trotzdem wird Fracking in den USA weiterhin intensiv genutzt. Donald Trump, aber auch Hillary Clinton, gelten als Befürworter der Technik.
Deutschland ist nicht vergleichbar mit den USA. Der Protest gegen Fracking ist größer, die technischen Anforderungen höher und die Gesetze strenger. Aktuell wird Fracking in Deutschland nicht angewendet, um Erdgas oder Erdöl zu fördern. Deutschland könnte sich mit dem Fracking unabhängiger von Gaslieferungen aus dem Ausland machen. Ob das Fracking in Deutschland wirtschaftlich wäre, ist umstritten.
Einige Experten gehen davon aus, dass Fracking nur mit finanzieller Unterstützung durch den Staat wirtschaftlich wäre. Auch ist in Deutschland die Meinung stark vertreten, dass ein Umstieg auf erneuerbare Energien und das Einsparen von Energie der bessere Weg wäre. So beschreiben einige Studien Wege zur Einsparungen beim Erdgasverbrauch:
«... 70 Milliarden Kilowattstunden Strom werden aus Erdgas erzeugt. Die Energieverluste durch die Abwärme von Großkraftwerken liegen hingegen bei über 1.000 Milliarden Kilowattstunden im Jahr.
Die Einsparmöglichkeiten durch Dämmung, Lüftungsanlagen und effizientere Heizungen summieren sich über 30 Jahre auf etwa 23.000 Milliarden Kilowattstunden. In gleicher Größenordnung […] liegt die Schätzung der technisch gewinnbaren Mengen von Fracking-Erdgas in Deutschland.»
Es gibt aber auch Gegenstimmen, die gerne sofort das Erdgas fördern wollen.
Zusammenfassung
In Deutschland?
*Piratenpartei Schleswig-Holstein (2016): Das Trinkwasser gehört uns allen. Online: www.stoppt-fracking.de/das-trinkwasser-gehoert-uns-allen/ (14.2.2016)
Urteil in den USA
Kein Gift in unsere Erde!
Exxon Mobil
Die Medien
Fracking findet sich nahezu in allen großen Tageszeitungen, auf youtube und in den Nachrichten. Welche Meinungen gibt es zum Fracking und wie vertrauenswürdig sind diese?
Die BUND-Studie: Ressourcenschwindel Schiefergas gibt an, dass Schiefergas nicht den Übergang zu erneuerbaren Energien überbrücken sollte. Schiefergas sei nach verschiedenen Studien sogar schädlicher als Kohle. Größere Möglichkeiten für Einsparungen sieht die Studie in Gebäudedämmung und Lüftungsanlagen.
Als größtes Problem sieht die Studie das Entweichen von Erdgas - hauptsächlich das klimaschädliche Methan.
Und die erneuerbaren Energien?
Die BUND Studie vergleicht verschiedene Studien. Sie sagt, dass bei einer gleichen Investition in Windkraft 18% mehr Energie erzeugt werden könnte, als bei der Nutzung von Schiefergas.
Der ehemalige Chef der Internationalen Energieagentur Nobuo Tanaka sagte: "Obwohl Erdgas der sauberste fossile Energieträger ist, ist es immer noch ein fossiler Energieträger. Eine Steigerung seiner Nutzung könnte CO2-arme Energieträger wie Erneuerbare verdrängen … eine Ausweitung allein der Erdgasnutzung ist kein Patentrezept gegen den Klimawandel."
theguardian.com (2011): Natural gas is no climate change 'panacea', warns IEA. Online: http://www.theguardian.com/environment/2011/jun/06/natural-gas-climate-change-no-panacea?intcmp=122 (15.2.2016)
Fracking ist ein Verfahren, um meist Erdöl oder Erdgas zu fördern, welches sonst schwer zugänglich wäre. Der Unterschied zur normalen Förderung liegt in der Technik.
Beim Fracking werden mit einer Flüssigkeit Risse im Gestein erzeugt, wodurch Erdgas und Erdöl austreten und gefördert werden können. Fracking wird in den Medien intensiv diskutiert, die Meinungen und Einschätzungen unterscheiden sich dabei stark.
Gas flaring, Creative Commons: Adam Cohn
Exxon Mobil (2016): Fracking-Maßnahmen bei ExxonMobil. Online: www.erdgassuche-in-deutschland.de/hydraulic_fracturing/frac_massnahmen.html (01.3.2016)
Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Dieter Schütz / pixelio.de
Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Joshua Doubek /Wikipedia (CC BY-SA 3.0)
Joshua Doubek /Wikipedia (CC BY-SA 3.0)
Brudersohn aus der deutschsprachigen Wikipedia(CC BY-SA 3.0)
Tim Reckmann / pixelio.de
nach: UBA – Umweltbundesamt: Einschätzung der Schiefergasförderung in Deutschland – Stand Dezember 2011. Berlin 2011, S. 23; gekürzt
nach: BGR – Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe: Stellungnahme zum Gutachten des Umweltbundesamtes „Umweltauswirkungen von Fracking“. Hannover 2012, S. 5–6, 34; gekürzt
nach: BUND: BUND fordert gesetzliches Verbot von Fracking in Deutschland. Berlin 2014; gekürzt
Klaus Tarp bzw. Heinrich Stapelberg, Pressesprecher bzw. Bereichsleiter Public & Government Affairs Quelle: ExxonMobil: Perspektive Erdgas. Hannover 2013
James St. John / Wikipedia (CC BY 2.0)
Literatur:
Exxon Mobil (2016): Erdgasssuche in Deutschland. Online: http://erdgassuche-in-deutschland.de/ (18.2.2016)

Simon, A., Aitken, G., Flues, F. und Mümmler, H. (2013): Ressourcenschwindel Schiefergas. Heinrich Böll Stiftung Schriften zur Ökologie Band 34. Reinheim. 64 S.

Bundesanstalt für Geowissenschaften udn Rohstoffe (BGR) (Hrsg.) (2012): Abschätzung des Erdgaspotenzials aus dichten Tongesteinen (Schiefergas) in Deutschland. Hannover. 57 S.

Dannwolf, U. und Heckelsmüller, A. (2014):Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas insbesondere aus . Schiefergaslagerstätten. im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 53/2014. Dessau-Roßlau. 634 S.
Online abrufbar unter: http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltauswirkungen-von-fracking-bei-der-aufsuchung (18.2.2016)

Bilder:

Unter Nennung des Autors aus: http://www.pixelio.de/ und https://www.wikipedia.de/ und https://www.flickr.com/


Exxon-Mobil beschreibt dies in einem Video auf ihrer Homepage:
www.erdgassuche-in-deutschland.de/hydraulic_fracturing/frac_fluessigkeiten/
Baitinger, Claudia; Neumann, Werner: Von Börsen-, Gas- und Giftblasen – Fracking, in: politische Ökologie, Juni 2003, S. 153f.
one.gaslandthemovie.com/home
Mohammed Amro, Professsor an der Technischen Universität Freiberg
Karsten Runge, Professor an der Leuphana Universität Lüneburg
Mehr findest du unter: http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=699322.html
Standrohr:
Sorgt für Stabilität
Ankerrohr:
Dient dem Abdichten.
Förderrohr:
Dient der Förderung des Erdgases.
Diskussion in den Medien
Mögliche Auswirkungen auf die Umwelt
Verwendete Chemikalien
Geologische Grundlagen und Technik
Warum wird Fracking so kontrovers diskutiert?
Durch Fracking können Erdgas und Erdöl vor allem aus unkonventionellen Vorkommen gefördert werden. Die Vorkommen werden über die 3D-Seismik gefunden. Die Vorkommen werden dann angebohrt. Die Frack-Flüssigkeit wird nach unten gepumpt und erzeugt durch Druck Risse im Gestein. Erdgas oder Erdöl können entweichen.
Ein Problem beim Fracking ist die Entsorgung des Flowbacks, also der zurückgepumpten Frack-Flüssigkeit und Stoffen aus dem Erdinneren. Der Flowback muss gereinigt und kann dann verpresst werden. Das Verpressen ist umstritten.
Beim gesamten Prozess ist der Trinkwasserschutz sehr wichtig. Dieser wird über den großen Abstand zwischen Grundwasser und Vorkommen erreicht. Zusätzlich werden die verwendeten Rohre einzementiert.
Eine Frack-Flüssigkeit soll Risse im Gestein erzeugen. Durch die Risse das Erdgas oder Erdöl gefördert werden. Dafür besitzen die Frack-Flüssigkeiten verschiedene Komponenten. Stützmittel verhindern das Schließen der Risse, Gelbildner sorgen für den Stützmitteltransport. Biozide verhindern Bakterienwachstum und Brecher verflüssigen die Frack Flüssigkeit nach dem eigentlichen Fracking.
Die verschiedenen Bestandteile sind unterschiedlich gefährlich. Einige Bestandteile sind giftig oder umweltgefährdend. Hierbei können 1-2 Tonnen giftige Chemikalien eingesetzt werden. Diese 1-2 Tonnen entsprechen aber nur einem sehr geringen Prozentsatz der eigentlichen Frack-Flüssigkeit. Es kommt ständig zu Weiterentwicklungen der Frack-Flüssigkeit.
Ist Fracking umweltgefährdend oder nicht? Löst es Erdbeben aus und vergiftet unser Trinkwasser? Diese Fragen können scheinbar noch nicht sicher beantwortet werden.
Einige Experten schätzen das Risiko gering ein, andere Experten groß. Am Ende bleibt immer ein gewisses Risiko. Das zeigen verschiedene Unfälle in der Vergangenheit.
Aber auch anderen Technologien sind nicht ohne Risiko. Zum Beispiel erzeugt auch die Nutzung von konventionellem Erdgas beim Verbrennen Kohlenstoffdixoid. Das ist schädlich für das Klima.
Die Erdöl- und Erdgaspreise schwanken ständig. Durch hohe Preise und den Fortschritt der Technik entstand erst der Trend, das Fracking einzusetzen. Durch sinkende Preise kann es aber auch unwirtschaftlich werden. Ob Fracking insgesamt profitabel ist oder in Zukunft wird, ist stark umstritten.
In den Medien findet sich ebenso keine einheitliche Meinung zum Fracking. Die einen sehen in Fracking die Zukunft. Die anderen lehnen Fracking ab. Nicht einmal Experten, Verbände oder die Politik sind sich einig.
Brennendes Erdgas aus einer Förderstelle
Caronna aus der deutschsprachigen -
(CC BY-SA 3.0)
Typisches Schiefergestein
Nasses Tongestein
Sandstein
Kalkstein
Siim Sepp (Wikipedia) (CC BY-SA 3.0)
Zeitan (Wikipedia)(CC BY-SA 2.0 DE)

Lysippos / Wikipedia(CC BY-SA 3.0
)
Ölsand
Bernd Kasper / pixelio.de
Bild eines Bohrmeißels
Schematische Darstellung der Ablenkung
Schematische Darstellung der Bohrung
Lagerung des Flowbacks in den USA
Schematische Darstellung der Förderung
Schematische Darstellung des Offenbleibens der Risse
Übersicht: Zusätze einer Frack-Flüssigkeit
Guar-Gel im Labor
Ammoniumperoxodisulfat
Schäden, die durch Fracking entstanden sein sollen
Häufige Slogan der Fracking-Gegner
Cover der BUND Studie Ressourcenschweindel Schiefergas
Thommy Weiss / pixelio.de
Warnschild für Radioaktivität
Erdöl ist ein Grundstoff für Kunststoff
Brennende Gasflamme eines Gasherdes
Eine Erdgastankstelle in Deutschland
Schematische Darstellung für Unterschied Reserve und Resource
Erdöl
nach: Arte (2014): Mit offenen Karten. Online: www.youtube.com/watch?v=GHXZT1s9Ji4 (12:45 min) (27.02.2016)
Übersicht der Schiefergas-Vorkommen in den USA
Zwei wichtige Fragen beim Fracking sind: Ist Fracking wirtschaftlich? Und: Um wie viel Erdgas geht es eigentlich?
In Deutschland wird Energie immer noch vor allem aus fossilen Energieträgern gewonnen. Erdgas nimmt rund ein Fünftel des gesamten Verbrauchs ein. Den größten Anteil mit rund einem Drittel macht das Erdöl aus.
Bezogen auf mögliches Fracking besitzt China die größten Schiefergasreserven mit 31,6 Billionen Kubikmeter. Darauf folgen Argentinien, Algerien, Kanada und die USA. Hierbei handelt es sich allerdings nur um Schätzungen und nicht um Tatsachen, die durch Bohrungen bewiesen sind. 2013 wurden die Gesamtreserven an Schiefergas mit 207 Billionen Kubikmeter geschätzt. Das ist fast ein Drittel des gesamten förderbaren Erdgases. Die Karte gibt dir einen Überblick über die Schiefergasvorkommen.
Fracking
Gas Naturally 2013, © ExxonMobil: newsroom.erdgassuche-in-deutschland.de/wp-content/uploads/broschuere-energieprognose-2013.pdf
Fossile Energieträger und ihre Klimabilanz (Stromerzeugung)
Methan-Emissionen in Deutschland
Copyright 2016 ExxonMobil Central Europe Holding GmbH. Online: www.erdgassuche-in-deutschland.de/erkundung_foerderung/wasserbedarf/
Wasserverbrauch verschiedener Energieträger im Vergleich - im Vergleich zu gewonnen Energie
Schematische Darstellung von konventioneller Gasförderung (links)
und unkonventioneller Gasförderung (rechts)
Schematische Darstellung der Entstehung von Erdgas und Erdöl
Ein Geophon
Spezialfahrzeug zur Erzeugung von Schallwellen
nach: Mormegil / Wikipedia GNU-Lizenz für freie Dokumentation (CC BY-SA 3.0)
Bohrturm aus den 1960ern
Schematische Darstellung konventioneller Gasförderung
Schematische Darstellung unkonventionelle Gasförderung
Rechenzentrum
Schematische Darstellung der Rohre (links) und ein Querschnitt eines Bohrrohres (rechts)
nach: Eingesetzte Materialien bei Frac-Behandlung CAPPELN Z3a (GESAMTMISCHUNG). Online: newsroom.erdgassuche-in-deutschland.de/wp-content/uploads/CAPPELN_Z3a-Materialverbrauch.pdf (22.2.2016)
Übersicht der oben genannten Stoffe
Zusammensetzung der Gesamtmischung der Frack-Flüssigkeit für Cappeln Z3a
nach: Zusammensetzung der Frack-Flüssigkeit Goldenstedt Z23: www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwiD3ffF8YvLAhXIuRQKHb6LAxcQFggdMAA&url=https%3A%2F%2Fwww.erdoel-erdgas.de%2Fcontent%2Fdownload%2F3040%2F27314%2Ffile%2FGoldenstedt%2520Z23.pdf&usg=AFQjCNFwupwBMFGOMncuGB3Ocjkigv4LNg&cad=rja (22.02.2016)
Zusammensetzung der Frack-Flüssigkeit Goldenstedt Z23
Schild eines Wasserschutzgebiets
Ein Fass Erdöl
Brennender Wasserhahn aus dem Film Gasland
Filmplakat Gasland
Übersicht Homepage stoppt-fracking.de
Übersicht Homepage Gassuche in Deutschland von Exxon Mobil
Energieverbrauch Deutschland 2013
Logo BUND
Logo BGR
Entwicklung des Rohölpreises 1965-2015
Bohrplatz der Bohrung Goldenstedt in Niedersachsen
Erdbeben in Deutschland von 2000-2013 unterteilt nach natürlicher oder künstlicher Ursache oder entstanden durch eine Sprengung
Maximilian Dörrbecker (Chumwa) / Wikipedia (CC BY-SA 2.5)
Gebiete mit Schiefergas in Deutschland ( orange). Besonders im Focus stehen derzeit jedoch nur Niedersachsen und Teile Bayerns
LittleGun / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)
Aushang in einem Coffeeshop in den USA
Gas-Bohrung durch Halliburton in North Dakota
Joshua Doubek / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)
Joshua Doubek / Wikipedia (CC BY-SA 3.0
Fracking Anlage im Betrieb (USA)
Planung vor der Bohrung
Nachrichten aus der Chemie| 63 | Januar 2015 | www.gdch.de/nachrichten
(aus: BGR Datenbank, Datenstand:2010)
Technisch gewinnbare Schiefergasressourcen für die größten Vorkommen
aus: www.stoppt-fracking.de/ (24.2.2016)
2012 gab es in Niedersachsen vier Erdbeben, die wahrscheinlich durch die Erdgasförderung entstanden sind.
Das ist "grob fahrlässig und gemeingefährlich" sagte dazu Herbert Behrens Bundestagsabgeordneter der Linken. Behrens sagte weiter: "Jetzt muss ein Fracking-Verbot im Bundesbergrecht verankert werden.“*
In der ZDF-Dokumentation "ZOOM" erklärt Prof. Thorsten Dahm wie durch Fracking Risse an Häusern entstehen können. Es berichten Anwohner, wie sie an ihren Häusern Risse nach dem Fracking gefunden haben. Die Anwohner erzählen weiter, dass tagelang Teller und Tassen in Schränken wackelten.
Geologen der Columbia University denken, dass das Verpressen von Frack-Abwässern zu Erdbeben geführt hat. In verschiedenen Bundesstaaten der USA sind außerdem vermehrt Erdbeben gemessen worden. Im Bundesstaat Oklahoma wurden 2015 deutlich mehr Erdbeben gemessen als bisher.
70023venus2009 / flickr (CC BY-ND 2.0)
*Veit (2015): Wackeliges Niedersachsen. Online: www.taz.de/!5236720/ (24.2.2016)
Anti-Fracking Demo in den USA
Owen Crowley / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

GuenterHH / Flickr (CC BY-ND 2.0)
nach: Andruleit, H., Babies, H.G., Cramer, B., Messner, J., Rempel, H., Schlömer, S. & Schmidt, S. (2010): Nicht-konventionelles Erdgas: Weltweite Ressourcen und Entwicklungen eines "Hoffnungsträgers" unter den fossilen Energierohstoffen. Erdöl, Erdgas, Kohle,126 /7/8(:277-282; Hamburg/Wien.
nach: Andruleit, H., Babies, H.G., Cramer, B., Messner, J., Rempel, H., Schlömer, S. & Schmidt, S. (2010): Nicht-konventionelles Erdgas: Weltweite Ressourcen und Entwicklungen eines "Hoffnungsträgers" unter den fossilen Energierohstoffen. Erdöl, Erdgas, Kohle,126 /7/8(:277-282; Hamburg/Wien.
nach: Andruleit, H., Babies, H.G., Cramer, B., Messner, J., Rempel, H., Schlömer, S. & Schmidt, S. (2010): Nicht-konventionelles Erdgas: Weltweite Ressourcen und Entwicklungen eines "Hoffnungsträgers" unter den fossilen Energierohstoffen. Erdöl, Erdgas, Kohle,126 /7/8(:277-282; Hamburg/Wien.
nach: Andruleit, H., Babies, H.G., Cramer, B., Messner, J., Rempel, H., Schlömer, S. & Schmidt, S. (2010): Nicht-konventionelles Erdgas: Weltweite Ressourcen und Entwicklungen eines "Hoffnungsträgers" unter den fossilen Energierohstoffen. Erdöl, Erdgas, Kohle,126 /7/8(:277-282; Hamburg/Wien.
nach: Bönnemann, 2013 pers. Kommunikation. Kartengrundlage:
www.seismologie.bgr.de/sdac/erdbeben/ger_db.htm, aktualisiert durch BGR, Online: 20.06.2014. In: Dannwolf, U. und Heckelsmüller, A. (2014):Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas insbesondere aus . Schiefergaslagerstätten. im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 53/2014. Dessau-Roßlau. 634 S.
Online abrufbar unter: www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltauswirkungen-von-fracking-bei-der-aufsuchung (18.2.2016)
Exxon Mobil (2016): Trinkwasserschutz. Online: erdgassuche-in-deutschland.de/erkundung_foerderung/trinkwasserschutz/ (27.2.2016)
HALLIBURTON
Methanol
Stützmittel
nach: Tescon (2015): Entwicklung der Erdölpreisehttp://www.tecson.de/historische-oelpreise.html. Online: 15.02.2016
Exxon Mobil
Exxon Mobil (2016): Erdgassuce in Deutschland. Online: erdgassuche-in-deutschland.de/ (11.3.2016)
Exxon Mobil (2016): Bohrplatz. persönliche Kommunikation
Übersicht 3D-Seismik
Exxon Mobil (2016). Online: www.erdgassuche-in-deutschland.de/erkundung_foerderung/erkundung_durch_seismik/ (13.3.2016)
Exxon Mobil (2016). Online: www.erdgassuche-in-deutschland.de/erkundung_foerderung/erkundung_durch_seismik/ (13.3.2016)
Exxon Mobil (2016). Online: www.erdgassuche-in-deutschland.de/erkundung_foerderung/erkundung_durch_seismik/ (13.3.2016)
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