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Vergleich "Agnes" mit "Homo Faber"

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Vanessa Ariana

on 3 January 2016

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Transcript of Vergleich "Agnes" mit "Homo Faber"

Inhalt
Hauptfigur: Walter Faber
Liebesgeschichte zwischen Walter Faber und seiner ihm anfangs nicht bekannten Tochter Sabeth
Flug von NY nach Mexiko -> Notlandung
Im Dschungel Mittelamerikas -> Joachims Tod
Flug zurück nach NY, genervt von Ivy (seiner Geliebten) entscheidet er sich mit einem Schiff nach Europa zu fahren
Er trifft auf Sabeth und beginnt ein Liebesverhältnis
Er beschließt spontan mit ihr eine Europareise zu machen
Der Verdacht, Faber könnte Sabeths Tochter sein taucht auf, allerdings wird diese Vermutung nicht wirklich wahrgenommen
Griechenland -> Sabeth wird von einer Schlange gebissen und muss auf Grund einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus; Wiedertreffen mit Hanna (S. Mutter), will anschließend auch bei ihr bleiben und sie heiraten
Aufenthalte in NY, Guatemala und Havanna -> Faber hat sich verändert
Magenkrebs wird diagnostiziert, er verstirbt anschließend bei der Operation
Realität und Fiktion
• Faber verfälscht durch sein Denken die Realität, denn zur Realität gehören auch Fantasie, Faszination, Begeisterung und vor allem Gefühle
• Er will die Realität anders definieren, wodurch er sie verfälscht. Aber er manipuliert sich auch selbst, denn die Gefühle für Sabeth und die Möglichkeit, dass er ihr Vater ist, veranlassen ihn dazu seine Mathematik zu verändern, in dem er die Rechnung, ob Sabeth seine Tochter ist, manipuliert
• Durch seine Veränderung und durch seine Gefühle für Sabath lässt er Gefühle in sein Leben treten, doch er ist es nicht gewohnt Mathematik und Wahrscheinlichkeit mit Gefühlen zu verknüpfen, ohne dass ein falsches Ergebnis dabei herauskommt
• Gefühle gefährden die Sachlichkeit, welche bisher der Halt für Faber war
• Aufgrund von Fabers Ignoranz der vielen Zeichen, dass Sabeth seine Tochter sein könnte, stürzte er sie in den Tod

Leben und Tod
• Der Tod wird im ganzen Roman (überwiegend als Vorausdeutung) thematisiert
• Hanna unterstellt Faber, er habe kein Verhältnis zum Tod (S. 170), also auch, dass er kein Verhältnis zum Leben und zum Lebendigen hat
• Todessymbolik: Ohnmachtsanfall Fabers in Houston; Ohnmacht bei Notlandung; Joachims Selbstmord; Zopilote; Grabmal, auf dem Sabeth und Faber pausieren; Wolkenkratzer in New York; Professor O.; Tod Sabeths (und damit der Geliebten und Tochter Fabers)
• Tod als Endpunkt des Berechenbaren
• Der Tod von Joachim und von Sabeth begleiten Faber bis zu seinem eigenen vermutlichen Tod
• Professor O. konfrontiert Walter Faber immer wieder mit seiner Krankheit, doch seine eigene Krankheit will er nicht wahr haben

Inhalt
Hauptfigur: Agnes
Personale Perspektive des Erzählers
Liebesgeschichte zwischen namenlosem Ich-Erzähler und Agnes, einer jungen Physikerin
Beginn, Entwicklung und Ende der Beziehung wird beschrieben
Liebe und Tod, Nähe und Fremdheit, Freiheit und Verantwortung
Der schweizer Ich-Erzähler trifft Agnes erstmals in der Bibliothek, nach weiteren Treffen lässt sich A. auf eine Liebesbeziehung zum Schweizer ein
Dass er ihr Vater sein könnte hindert die beiden nicht daran zusammen zu ziehen
A. fordert ihn auf eine Geschichte über sie zu schreiben, damit sie weiß was er von ihr hält.
"Eine Geschichte wie ein Porträt"
A. passt sich der Geschichte an
Die Geschichte überholt die Gegenwart und stößt in die Zukunft, in die Fiktion
Agnes wird schwanger, daraufhin verliert sie das Kind
Die Erzählung wird zum Lebensersatz
Die Geschichte hat zwei Schlusssteile, im zweiten stirbt Agnes
Realität und Fiktion
Agnes bringt den Ich-Erzähler dazu, dass er ihre gemeinsame Geschichte schreibt
In der Folge wird die Geschichte doppelt, gegen Ende sogar dreifach, erzählt: einerseits die reale und gleichzeitig aber auch die beiden fiktiven Varianten
Mit der Zeit vermischen sich die Erzählebenen so, dass die fiktive die reale überlagert ,und selbst zur realen wird
Allmählich unterscheidet sich die fiktive Geschichte kaum von der realen
1. Schluss: hoffnungsvolle, warme, von Agnes inspirierte Variante, die aber in den Hintergrund rückt
Er konstruiert eine Geschichte, wo die beiden sogar heiraten und zwei Kinder haben. Zuerst findet Agnes diese Version positiv, aber sie erkennt sie schnell als eine Lüge
2. Schluss: das „wahre“ Ende, das ernst genommen wird. Agnes entdeckt den Text auf dem Computer, und ihre Ängste und ihr heimliches Begehren zu sterben scheinen gerechtfertigt
In der Geschichte stirbt sie also „den Kältetod“, wie man es vermuten kann. Was aber in der realen Geschichte passiert, erfährt weder der Erzähler noch der Leser
Leben und Tod
Gründe für Agnes Tod:
Verhalten des Partners: Mangelnde Sensibilität, scheinbare Gleichgültigkeit, gibt Agnes das Gefühl nicht geliebt zu werden
Kindstod
Fehlende Außenkontakte: In der Zeit vor ihrem Tod fehlt Agnes jemand dem sie sich anvertrauen kann
Lieblose Kindheit
Lust auf tiefe Gespräche: Es ist so, als wollte Agnes immer wieder untersuchen was es mit dem Tod auf sich hat
Macht des Geschriebenen: Die Figuren in den Büchern die Agnes liest beeinflussen ihr Verhalten
Zerstörungstrieb: „Ich stellte mich eine Stunde lang barfuß in den Garten, um meine Gefühle abzutöten“ (S. 119, Z. 25-27)

Ansicht von Agnes:
Glaubt nicht ,,an ein Leben nach dem Tod, wie es die Religionen verheißen
• „Ich habe Angst vor dem Tod-einfach weil dann alles zu Ende ist“ (S.24, Z.9-10)
• Agnes will Spuren hinterlassen, ihre Spuren sollen von Beständigkeit, Dauer und Unauslöschlichkeit sein

Peter Stamm "Agnes"
Max Frisch "Homo Faber"
Vergleich
Leben und Tod
• Durch die Vorausdeutung zu Beginn der Werke wird ein Teil der Geschichte schon aufgedeckt
• Bei beiden Romanen ist der Tod schon zu Beginn so zentral, dass dieser die ganze Spannung der Werke erzeugt

Realität und Fiktion
• Die Kontrolle durch Distanz zu erlangen, führt in beiden Werken zum Tod
• Faber lässt sich von seinen Gefühlen seine Sachlichkeit rauben, denn die Gefühle wollen Kontrolle beanspruchen, die Sachlichkeit hingegen die Wahrheit. Bei „Agnes“ entsteht eine Geschichte,die ungewollt Kontrolle erlangt, die Wahrheit aber ebenso verdrängt. Der Ich-Erzähler hätte die Macht darüber, seine wahren Gedanken und Gefühle zuoffenbaren, doch sein Gefühle, sein Liebe zu Agnes bremsen ihn ebenfalls aus.


Vergleich "Agnes" mit "Homo Faber"
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
Motive Realität-Fiktion und Leben-Tod
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