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St.Georgen im Dritten Reich

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by

Clemens Baier

on 21 January 2016

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Transcript of St.Georgen im Dritten Reich

St.Georgen im Dritten Reich
Inwiefern war St.Georgen eine Hochburg des Nationalsozialismus?
Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter
St.Georgen im 2.Weltkrieg
Widerstand und Verfolgung
Rolle der ev. Kirche
Bürgermeister
SS-Lager
Literaturverzeichnis
100 Jahre Stadterhebung St.georgen im Schwarzwald, Herausgegeben von der Stadt St.Georgen im Schwarzwald, 1991
Chronik der Pfarrei St.Georg, Geiger-Verlag, Herausgegeben von der katholischen Kirchengemeinde St.Georg St.Georgen im Schwarzwald, 2007
St.Georgen Chronik des Klosters und der Stadt, Herausgegeben von der Stadt St.George im Schwarzwald, 1972
900 Jahre Stadt St.Georgen im Schwarzwald, Herausgegeben Stadt St.Georgen im Schwarzwald, 1984
St.Georgen im Spiegel der Zeit, Geiger-Verlag ,Herausgegeben Verein für Heimatgeschichte St.Georgen, 2003
Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jarhunderts, Fischer Taschenbuch Verlag, 1997
Zeitzeugengespräch mit Ingeborg Jehle
Vaas, Dieter: "Es muss etwas schlimmes sein"(8.11.2010), http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.st-georgen-muss-etwas-ganz-schlimmes-sein.aa18207f-1b65-48ba-99e8-a8a62170b9ae.html 06.07.2015)
badischer Ministerpräsident Walter Köhler am 12.8.1933 in St.Georgen:
" [...]St.Georgen war und ist die Hochburg des Nationalsozialismus[...] "
Reichstagswahl
Reichstagswahl
Volksabstimmung
Alle Parteien zugelassen
ABER: Wahlkampf nicht nationaler Parteien wird behindert
Keine freie Wahl mehr
Reichstagswahlen verbunden mit Volksabstimmung über Austritt aus dem Völkerbund
Mögliche Ursache: willkürliche Verhaftungen und Bürgermeister wird aus dem Amt gejagt
Volksabstimmung
Volksabstimmung über Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers
Werbetrommel wird stark gerührt
Reichstagswahl
nach Besetzung des Rheinlands
nur eine Partei wählbar
Propaganda: Wahl für oder gegen Hitler
Volksabstimmung
Abstimmung über Wiedervereinigung Österreichs mit dem Großdeutschen Reich
Polizei- und Vollstreckungsmaßnahmen werden vom Badischen Innenministerium vor der Wahl untersagt
14.10.1944
8 britische Jagdflieger greifen an
sechs Sprengbomben
1 Toter, 2 Verletzte
22.2.1945
100 Sprengbomben am Bahnhof
1 Toter, Firmen erleiden schwere Sachschäden
3 französische Panzer
Deutsche Soldaten
Deutsche Soldaten
"Volkssturm" bereitet sich vor, unter Führung von Wilhelm Schmidt(SS-Sturmführer)
April 1945
Französische Panzer nähern sich aus Richtung Peterzell
Bürgermeister und Ortskommandant fliehen
Franz. Soldaten besetzen Rathaus
befreite Kriegsgefangene ziehen plündernd durch die Stadt
Franz. verlegen ihre Stellung nach Peterzell
20.4.1945
22.4.1945
Deutsche Soldaten rücken aus Westen vor, durch einzelne Panzer unterstützt
Kein Gegenangriff sonder Fluchtweg von West nach Ost
Franz. verlieren 2 Panzer, Deutsche 1 Sturmgeschütz
Deutsche Offiziere übernehmen Kontrolle über St.Georgen
Um 16:00: großer Gegenangriff der Franzosen aus Richtung Peterzell, Brogen und Rupertsberg
22 Volkssturmmänner und 13 Zivilisten sterben
Insgesamt:
267
Gefallene
84
Vermißte
27
getötete Zivilpersonen

Französischer Gegenangriff
Französischer Gegenangriff
Foto: Brigach-Bote 6.12.1937, Repro A.Ströble, St.Georgen
Ortsgruppenleiter Aichele
Ministerpräsident Köhler
Verleger des Brigach-Boten Joh. Huß
Bürgermeister Ettwein
SS-Hauptsturmführer Schmidt
Kreispropagandaleiter Hallwirth
Wahllokal 1938 Roßbergstraße
Foto: B. Schultheiß, St.Georgen
Bild: Google Earth St.Georgen
20%
40%
60%
80%
100%
Zustimmung Hitler/NSDAP
in Prozent
Datum
6.11.1932
5.3.1933
12.11.1933
19.8.1934
29.3.1936
10.4.1938
St.Georgen ?
Reich
Wahlergebnisse
Wahl zum 7.dt. Reichstag
Hindenburg hatte Reichstag aufgelöst
NSDAP verliert im Vergleich zur vorangegangen Wahl deutlich
49,2%
33,1%
51,5%
43,9%
85,0%
92,2%
90,0%
88,2%
99,3%
98,8%
99,7%
98,9%
Anfangs trieb die Note die Menschen in Hitlers Arme (Weltwirtschaftskrise setzt Uhrenindustrie schwer zu)
Überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit
willkürliche Verhaftungen entäuschen St.Georgener
SPD Bürgermeister Friedrich Stockinger blieb bis 20.3.1933 im Amt
Hermann Ettwein übernimmt vorläufig
10.8.1933: Dr. Foerster aus Ravensburg wird zum Bürgermeister gewählt
11.8.1933: Anonymes Schreiben aus Ravensburge macht Dr.Foerster schlecht
Ettwein erkundigt sich in Ravensburg: Dr. Foerster ist unfähig
Reichsstatthalter Wagner muss Dr.Foerster zum Verzicht zwingen
12.1.1934: "[...]dass Neuwahlen von Bürgermeistern bis auf weiteres nicht mehr stattfinden dürfen" -Badisches Innenministerium
30.1.1935: Hermann Ettwein wird offiziell zum Bürgermeister ernannt
Hermann Ettwein - Bürgermeister von St.Georgen
*29.05.1897 in Peterzell geboren
Uhrmacherlehre bei Firma Tobias Baeuerle
1922 heiratet er Mathilde Ludwig
1929 Eintritt in NSDAP
Rascher Aufstieg zum Kreisleiter
setzt sich rastlos für die Gemeinde ein
Wichtigste Ziele: Arbeitslosigkeit bekämpfen und Fremdenverkehr Ankurbeln
Flieht vor den Franzosen aus St.Georgen, wird aber erkannt und verhaftet
Wird zur Entnazifizierung nach Konstanz in Haft gebracht
†26.02.1975 in St.Georgen
Bürgermeister Ettwein mit Trachtengruppe
Repro A.Ströbele, St.Georgen
Bürgermeister Ettwein während eines Festumzugs
Foto B. Schultheiß, St.Georgen
St.Georgen ist 80% evangelisch
von Kirchen und Pfarrhäusern wehten Hackenkreuzfahnen
"Deutsche Christen" starke Bewegung innerhalb der evangelischen Kirche
Heftiger Kampf innerhalb der ev. Kirche zwischen "Bekennende Kirche" und "Deutsche Christen"
ev. Pfarrer Thieringer Mitglied der "Deutschen Christen"
Viktor Wörner, Kopf der St.Georgener "Bekenntnisfront" wird von zwei SA-Leuten schwer Verletzt
Kirchengemeinderat setzt Thieringer unter Druck -> gesundheitliche Probleme
"Bekenntnisfront " erhält auf Druck des Kirchengemeinderat eigenen Vikar Willy Ochs(Anti-NSDAP)
Tiefer Riss durch die Gemeinde
Vikar Ochs wird das Recht bald wieder entzogen, bekommt kein Gehalt mehr ->Anhänger sammeln Geld
Pfarrer Thieringer, Erntedankfest 1933
Repro A. Ströble
Anzeige im Brigach Boten, 1933
Judenverfolgung
fand in St.Georgen nicht statt
Besuch des Strandbads für Juden verboten: wird allerdings 1936 wieder aufgehoben
Krämermarkt: Besonders gekenzeichnete "Judenzeile"
Politische Verfolgung
:
SPD und KPD warnen 1933 vor der NSDAP
Mitglieder der SPD und KPD wurden in Schutzhaft genommen
2 Jahre Zuchthaus für einen Gastwirt der einen ausländischen Sender hörte
Juni 1933: Bücherverbrennung auf dem Rathausplatz
Widerstand
:
Georg Glenz, Adam Göbel und Erich Stockburger setzen Sozialdemokratische Arbeit im Untergrund fort
Werden von ehemaligen SPD Mitglied veraten
Urteil, 6 Monate bzw. 8 Monate Haft (Mindeststrafe)
20.Juli 1944: Eugen Baur, Mathias Blum, Georg, Glenz, Willi Heinzmann, Horst Hug, Oskar Laier, Karl Lauble, Karl Maier, Fritz Mayer, Hermann Müller, Erich Stockburger kommen in die KZs Natzweiler, Dachau und Mauthausen
Karl Maier erlag der unmenschlichen Behandlung (Karl Maier Straße)
ehemalige Uhrenfabrik Haas und Söhne
1935: SS- Hilfswerkslager: Umbauarbeiten soll Handwerker beschäftigen und Tourismus ankurbeln
Nur Mitglieder der Allgemeinen SS
Im Hilfswerkslager Möglichkeit Beruf zu erlernen
1937 Hilfswerkslager wird in eine SS-VT-Berufsschule umgewandelt
Während des Krieges wurden Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter dort untergebracht
Das SS-Lager
Foto B.Schultheiß
Kurz nach Polenfeldzug: 30 Kriegsgefangene
120-150 meist französiche Kriegsgefangene während des Krieges
Barakenlager für 300 Zwangsarbeiter
150 Zwangsarbeiter privat untergebracht
Häufig Vertrauensverhältnis zwischen Deutschen und Gefangenen, die beruflich miteinander zu tun hatten
Zwangsarbeiter werden viel für die St.Georgener Rüstungsindustrie benötigt
Kriegsgefangene werden von französichen Truppen befreit (20.4.1945)
400 Kriegsgefangene ziehen plündernd durch die Stadt
Deutsche Truppen kehren zurück, ca. 40 verbleibende Russen werden im Märtisbauernloch erschossen (22.4.1945)
35 Russen werden im Feuergefecht mit deutschen Soldaten getötet
9 Russen wurden samt Beute in Nußbach entdeckt und erschossen
Foto: Schwarzwälder Bote
Beantwortung der Leitfrage
St.Georgen war von Anfang an fest in den Händen der NSDAP. Dies ist allerdings hauptsächlich, auf die misserable Wirtschaftliche Situation zurückzuführen, in der sich St.Georgen befand. Die NSDAP bot durch ihren Wahlkampf einen willkommenen Rettungsanker. Einige St.Georgener haben allerdings die NSDAP abgelehnt und sich aktiv gegen sie gewährt. Viele St.Georgener fanden vor allem das radikalen Vorgehen der NSDAP abstoßend. Allerdings hatte die NSDAP viel Rückhalt in den Kirchen. Auch die Zeitung "Brigach Bote" stand klar zur NSDAP.
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