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Trainingswissenschaften - Lerntheorien zwischen motor- und action- approach

Stellen Sie ausgewählte lerntheoretische Standpunkte dar und diskutieren Sie ihre praktische!
by

Jannik Schröder

on 15 January 2013

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Transcript of Trainingswissenschaften - Lerntheorien zwischen motor- und action- approach

Definitionen Motorik - Bewegung von innen betrachtet Biologische Grundlagen
Motorik als Regelkreis
Motorik als Programm Gliederung Lerntheorien
Definitionen
Motorik - Bewegung von innen betrachtet
Informationsverarbeitungsansätze - Motor approach
Closed-Loop-Modell, Adams (1971)
Schematheorien, Schmidt (1975/1976)
Systemdynamische Ansätze - Action approach
Differenzielles Lernen, Schöllhorn (2003) Anthropologische Lerntheorien Systemdynamische Ansätze - Action approach Differenzielles Lernen Motor,- und action approach Theorien Lerntheoretische Ansätze und ihre praktische Relevanz Lernen... Motorisches Lernen... ...bezeichnet den Prozess des Neuerwerbes und der Vervollkommnung zweckmäßiger Verhaltensweisen durch aktive Auseinandersetzung des Individuums mit seiner Umwelt.
(Meinel/Schnabel 2007) ... ist eine umweltbedingte, erfahrungsabhängige und relativ überdauernde Initiierung bzw. Modifikation motorischer Bewegungsabläufe auf der Grundlage von Informationsaufnahme,- und verarbeitungsprozesse.
(Hartmann, 2011) Stimilus und Response Theorie Kognitiv - theoretisches Modell Kybernetik Modelle der Regelung und Steuerung komplexer Systeme (Schneid/Prohl, 2007) Informationsverarbeitendes Modell:
Effektor (Muskel)
Führungsgröße (Soll - Wert)
Sensoren (Ist - Wert)
Vergleichsvorrichtung
Korrekturimpuls (Reafferenz)
Regler (Steuerung des Muskels) Folgerung:
Motorik ist ein Informationsaufnahme,- und - verarbeitungsprozess
Soll - Ist - Wert Vergleich - Bewusste Steuerung der Bewegung
Voraussetzung: Reafferenz - rückgekoppelte Information aus dem eigenen Körper und der Umgebung Motorik als Programm "Durch motorische Programme wird eine direkte Verbindung zwischen einem Bewegungsziel und den muskulären Prozessen hergestellt, die eine Zielerreichung realisieren. Daher werden beim Ausführen einer Bewegung zunächst keine afferenten Informationen benötigt."
(Schneid/Prohl, 2007) Wertung:
Bewegungsbeginn kann strukturiert werden
Automatisierungen im Bewegungsablauf können erklärt werden
Probleme:
Speicherproblem
Neuigkeitsproblem - neue Bewegungen können auch ausgeführt werden
Voraussetzung:
motorische Programme - angeborene und erlernte Gedächnisstruckturen ...auf einen bestimmten Reiz (Stimulus) folgt ein bestimmtes Verhalten (Response)! Klassisches
Instrumentelles
Operantes Konditionieren Folgerung:
Motorisches Lernen Bedarf nicht des menschlichen Bewusstseins! "Unter Kognitionen versteht man jene Vorgänge, durch die ein Organismus Kenntnis von seiner Umwelt erlangt. Im menschlichen Bereich sind dies besonders: Wahrnehmung, Vorstellung, Denken, Urteilen, Sprache. Durch Kognition wird Wissen erworben" (Edelmann, 1995) Folgerung:
Handeln wird von Denkvorgängen bestimmt und damit nicht nur von den äußeren Gegebenheiten

Bewegungen können aber nicht nur auf Basis von Denkvorgängen erlernt werden. Biologische Grundlagen Das ZNS:
Großhirn
Zwischenhirn
Mittelhirn
Brückenhirn
Kleinhirn
verlängerte Rückenmark
Rückenmark Reiz Rezeptoren am Muskel Großhirn (Reafferenz) (Efferenz) Folgerung:
Es gibt eine Zweigleisigkeit der Erregungsweiterleitung, Efferenz und Reafferenz
Bewegung ist bewusst und spürbar
Bewegungen sind erlernt und werden programmiert bzw. automatisiert.
Bewegung sind schnell abrufbar Motor approach - Informationsverarbeitende Prozesse Kybernetik Closed - Loop - Theorie (Adam, 1971)

:.. betrachtet Lernen als die Festigung eines Antwortverhaltens durch einen Verstärkungsprozess." (Schöllhorn, 1998)

Das Bewegungsergebniss gibt Aufschluss - Antwort über die Richtigkeit des Ergebnisses Adams Kritik Open Loop... Closed - Loop " Die Vernachlässigung jeglichen Einflusses sensorischer Rückmeldung (feedback) während des eigentlichen Bewegungsablaufes durch die Open - Loop Theorien führte Adams zur Formulierung einer Closed - Loop Theorie." (Schöllhorn, 1998) Perceptual Trace (Wahrnehmungsspur) Memory Trace (Gedächtnisspur) Während der Bewegung bekommt der Sportler Feedback (akkustisch, sonsorisch etc.).
Vergleich mit der Wahrnehmungsspur, ermöglicht eine Bewegungskorrektur.

motorisches Lernen:
Führt der Sportler eine Bewegung aus, erhält er Feedback über die Bewegungsausführung.
Diese Informationen (Knowledge of Results) speichert der Sportler, um diese KR für die nächste Bewegungsausführung zu nutzen.
Mit zunehmenden Wiederholungen verfeinert sich somit die Bewegungsvorstellung, Wahrnehmungsspur der Bewegungsausführung = Automatismen entstehen.
Problem:
Diese Instanz der Bewegungskontrolle kann die Bewegungsinitiierung nicht erklären. Diese Gedächtnisinstanz speichert die Wahrnehmungsspuren und schafft somit die Voraussetzungen für eine Bewegungsinitiierung. Folgerung:

Bewegungen sind ohne Feedback nicht möglich.
Bewegungen sind immer bewusst.
Bewegungsfehler führen zur Abschwächung des Prectural Trace und somit zu einem rückläufigem lernen.
Jede Bewegung wird getrennt erzeugt
Frage: Warum können manche Menschen schneller Bewegungen erlernen? Schematheorie (Schmidt, 1975) vereint Open - Loop und Closed Loop Systeme 1) Recall Memory (Recallschema) 2) Recognition Memory (Recognitionschema) Inhalt der Schemata zum Aufbau der Schemata werden kurz nach der Bewegung vier Informationen gespeichert = motorische Programme entstehen
Motorische Programme müssen nicht sämtliche Merkmale einer Bewegung enthalten.
Programme haben generalisierte Merkmale einzelner Bewegungsklassen, die situationsbezogen angepasst werden. Ausgangsbedingung vor Bewegungsbeginn
Parameter der generalisierten motorischen Bewegungen
1) Sequencing - muskuläre Einzelimpulse
2) relative Timing - Kontraktionszeit der einzelnen Muskeln
3) relative Krafteinsätze - Kraftimpulse zu einander
Das Ergebnis der Bewegung
Die sensorische Konsequenz ("... wie hat es sich angefühlt, wie klang es, wie sah es aus?") "Das Recallschema ermöglicht schnell, ballistische Bewegungen mittels motorischer Programme und Parameter, die im Voraus strukturiert werden und die Bewegung bei minimalem Einfluss des peripheren Feedbacks produzieren." (Birklbauer, 2006) "Das Recognitionschema zeichnet sich als sensorisches System aus, das das durch die Bewegung erzeugte Feedback nach Bewegungsende evaluiert; dadurch wird der Lernende über die Größe und Richtung der Fehler informiert." (Birklbauer, 2006) Voraussetzung: Das Bewegungsergebnis wird festgelegt.
Durch dieses Schema erhält der Sportler Kenntnis, wie er eine Bewegung ausführen sollte, um ein gewünschtes Ergebnis zu erhalten.
Einzelne Bewegungsausführungen, also die einzelnen Parameter, schaffen ein Gesamtbild einer Bewegung.
Dabei wird nur das Gesamtbild - Schema - gespeichert und die Empfindungen, Kenntnisse über die einzelnen Bewegungsausführungen gelöscht.

Jede Bewegungsausführung führt somit zu einer genaueren Definition des Schemas - Recall Memory
Sukzessive Aneignung einer Bewegung - "Übung macht den Meister!" Das motorische Lernen - Das Produzieren der Bewegung Das motorische Lernen - Das Evaluieren der Bewegung Voraussetzung: Ein Bewegungsergebnis wird festgelegt.
Durch dieses Schema kennt der Sportler die sensorischen Konsequenzen während einer Bewegung. Folglich kann er ein Bewegungsgefühl entwickeln und eventuelle Fehler nach der Bewegung bezeichnen oder während langsamen Bewegungen in die Bewegungsspezifikation,- realisierung eingreifen.
Diese Kenntnis bildet sich auch als Schema, so wie das Recall Memory. Folgerung "Bei zuhnehmender Übungsvariabilität einer Bewegungsklasse kann ein Transfer zu einer neuen Bewegung leichter erfolgen." (Birklbauer, 2006)
Kann man durch Zugucken lernen? - Passives Lernen?
was ist eine Bewegungsklasse?
Wie wird ein Programm zum ersten Mal gebildet?
Neuigkeitsproblem
Speicherproblem Modifizierung Kritik an den Klassischen Lerntheorien Differenzielles Lernen Lernen ist kein linearer Prozess
hypothetische Konstrukte
Wodurch entsteht der Lernerfolg? - Durch die Anzahl der Wiederholungen oder durch die Größe der Streuung?
Leitbilder lassen kein Raum für Streuungen, die aber jede Bewegung charakterisiert.
Leitbilder implizieren Fehler, die aber eine "beträchtlichen Toleranzbreite" für jedes Individuum innehaben Den Lernprozess und das Individuum in den Vordergrund stellen
Erkennung der nichtlinear Dynamik eines motorischen Lernprozesses "..., bei dem die Offenheit, Dynamik und Komplexität des System Mensch für das Erlernen von Bewegungsmustern (Ordnungszuständen) genutzt wird, um durch eine Vielzahl an Übungsdifferenzen einen selbstoranisierenden Prozess auszulösen und das Finden des eigenen Bewegungsoptimums zu ermöglichen (ohne ein fremdes Vorbild kopieren zu müssen)." (Birkelbauer, 2006) Lernrelevante Phänomene Individualität - Bewegungsmuster sind immer einzigartig
Fluktuationen - Schwankungen sind systemimmanent und eine Notwendigkeit für Lernende
Kritische Geschwindigkeit - Bewegungslernen muss in einer angemessen Geschwindigkeit erfolgen
Invarianz - Leitbilder sind nicht a priori festgelegt, sondern bilden sich während des Lernprozesses. Das motorische Lernen -Differenzielle Selbstoranisation Fehler sind verantwortlich für den Lernfortschritt
Annahme: Großteil an Informationen liegt in der Differenz zweier Reize
D.h. für Schöllhorn, dass die Entwicklung und Förderung eines ausgeprägten und detaillierten Bewegungsgefühls im Wesentlichen durch die variable Gestaltung des motorischen Lernprozesses erzielt wird. (Schöllhorn, 2003)
Anders als bei Schmidt:
Leitbild noch nicht festgelegt
Reize bilden kein motorisches Programm / Schema Periphere Selbstorganisation Erklärungsansatz für Reaktionen auf Stör, - und Einflussgrößen Annahme: Keine gleiche Reihenfolge von Kräften bei nacheinander folgenden Wiederholungen verschiedener Bewegungen möglich. So findet eine Bewegung statt, wenn sich ein zentraler Impuls mit den äußerer Kräften abstimmt.
Diese Abstimmung ist laut Schöllhorn selbstorganisiert. Literatur Hartmann, C. , Minow, H. - J. , Senf, G. (2011). Sport verstehen - Sport erleben. Berlin: lehmann media
Birklbauer, J. (2006). Modelle der Motorik. Aachen: Meyer & Meyer Verlag
Schöllhorn, W. (1998). Systemdynamische Betrachtung komplexer Bewegungsmuster im Lernprozeß. Frankfurt am Main: Europäischer Verlag der Wissenschaft
Scheid, V. , Prohl, R. (2007). Bewegungslehre (8. Auflage). Wiebelsheim: Limpert Verlag
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