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Mediengeschichte von den Anfängen bis zum Buchdruck

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by

Michail Kutschka

on 5 June 2014

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Transcript of Mediengeschichte von den Anfängen bis zum Buchdruck

Mediengeschichte von den Anfängen bis zum Buchdruck
... - 2 500 v. Chr.
Die Archaische Periode
2 500 v. Chr. - 800 n. Chr.
Multiple hochkulturelle Periode
Das christliche Mittelalter
800 n. Chr. - 1 400 n. Chr.
Exkurs: Geschichte der Kommunikation
Rauchzeichen
Erstmals bei Pekingmensch (350.000 v. Chr.)
Bekanntheit durch Indianerstämme
-> Mittel der Fernkommunikation
(visuell)

Beispiele:
Sieg über Troja 1184 v. Chr.
Herr der Ringe


Gegenwart:
Papstwahl (schwarzer&weißer Rauch)
Waldbrände (Menschen wechseln intuitiv den Standort)
Trommeltelegraf
Stammt aus Afrika
Vorläufer des Morsens

Große Abhängigkeit vom Wetter
-> Wind führt zur Verzerrung
auditives Signal
Anlehnung an Rhythmus und Silbentonhöhe natürlicher Sprachen
Erster Brief
Babylonier ritzen Nachrichten in Tontafeln
Keilschrift



So wie man ihn heute kennt:

Ägypten (auf Papyrus)
enthielt Adresse, Absender & Name des Boten
Öffentlicher Charakter (ausgehangen o. vorgelesen)
Brieftaube
Ursprung in Ägypten und Nachbarländern

Erste Möglichkeit Informationen über eine lange Distanz zu kommunizieren (120 km/h-1000km)
Krönung des Pharaos Ramses 2
Entsendung von 4 Tauben

Briefpost dann erst mit römischen Reich

Reuters begann Pressedienst mit Brieftauben (1850)
Der Kurier

Begriff aus dem franz. - schneller Läufer
courrier - Eilbote


Berühmtester Bote aus dieser Zeit
-> Pheidippides

rannte in 2 Tagen 240km (Athen - Sparta)
bat um Hilfe bei der Schlacht bei Marathon
Rufpost
Gallier besaßen vor ca. 2000 Jahren die Idee vom Telefon

Schrien sich mit Hilfe von Rohren zu

Schirmte sie vor Störgeräuschen ab


Post
Kaiser Augustus
organisierter Versand von schriftlichen Nachrichten

Verkehrswege zwischen römischen Provinzen
Boten konnten in dafür errichteten Raststädten übernachten und Pferde wechseln


Fadentelefon (ca. 970 n. Chr.)
Erfindung des chinesischen Philosophen Kung-Foo Whing
Verband zwei Zylinder aus Bambusrohr mit einem straff gespannten Faden
Ein Zylinder -> Mikrofon
Der Andere -> Lautsprecher


Verwendung heute noch in Kindergärten

Anstelle des Bambus
-> Joghurtbecher
Heute: Popmusikstile
z.B. Senegal und Gambia -> Mbalax.
Quelle:http://schottenblog.files.wordpress.com/2010/06/kommunikation1.pdf
http://www.zeit.de/2008/36/Ode-Komm-Stichw
Quelle:http://schottenblog.files.wordpress.com/2010/06/kommunikation1.pdf
http://www.zeit.de/2008/36/Ode-Komm-Stichw
Quelle:http://schottenblog.files.wordpress.com/2010/06/kommunikation1.pdf
http://www.zeit.de/2008/36/Ode-Komm-Stichw
Quelle:http://schottenblog.files.wordpress.com/2010/06/kommunikation1.pdf
http://www.zeit.de/2008/36/Ode-Komm-Stichw
Quelle:http://schottenblog.files.wordpress.com/2010/06/kommunikation1.pdf
http://www.zeit.de/2008/36/Ode-Komm-Stichw
Quelle:http://schottenblog.files.wordpress.com/2010/06/kommunikation1.pdf
http://www.zeit.de/2008/36/Ode-Komm-Stichw
Quelle:http://schottenblog.files.wordpress.com/2010/06/kommunikation1.pdf
http://www.zeit.de/2008/36/Ode-Komm-Stichw
Quelle:http://schottenblog.files.wordpress.com/2010/06/kommunikation1.pdf
http://www.zeit.de/2008/36/Ode-Komm-Stichw
Die Frau
Matriarchat
1. Frau gemäß dem biologischen Prinzip der Mutterschaft als zentrales Steuerungsmedium

Oberste Priorität: Fortpflanzung und Reproduktion der Gattung Mensch im Rahmen einer überschaubaren Gemeinschaft
2. Frau in Gestalt der Großen Göttin als zentrales Medium der Kommunikation der Menschen mit der Natur, dem Kosmos und miteinander


Zentrale Begriffe: Archetyp des Weiblichen, Heilige Hochzeit, Fruchtbarkeitskult
soziales Organisationsprinzip
sakrales Kommunikationsprinzip
Frau als lebensspendende, lebenserhaltende, lebenserneuernde Mutter -deshalb ihre Verehrung als Göttin
Venus von Willendorf
Göttin Isis
Später wurde die Relation zwischen dem Zyklus der Frau und dem der Natur vom Jahreszeitenzyklus bestimmt
Initiation (Frühling)

Heiligen Hochzeit (Sommer)
Elemente des Archetyps der Großen Mutter wurden zu kultischen Ritualen und gemeinsamen, öffentlichen Festen sozial verdichtet
Vgl.: Faulstich (2006), S. 19ff
Vgl.: Faulstich (2006), S. 18
Vgl.: Faulstich (2006), S. 21 ff.
regulierten den Übergang zum Erwachsenenstatus
Gestalt von Mitternachtsfesten
Vermählung der Mondgöttin mit der männlich gedachten Sonne
Innerhalb der Sippe vereinigten sich Frauen mit Männern in den Feldern, als Vereinigung von Himmel und Erde, um die Regenerationsfähigkeit der Natur zu stimulieren
Der Umschlag von der Frau (Matriarchat) zum Opferritual der Jäger (Patriarchat)
Im Umschlag vom Matriarchat zum Patriarchat entstand die erste Medienrevolution der Geschichte
Darin äußerte sich eine fundamentale Veränderung der gesellschaftlichen Ordnung
Menstruationsblut
Befruchtung und Ernte
Frühling und Sommer
Enstehung des Lebens
Egalitär
Wir - Bezug
Opferblut
Absterben und Tod
Herbst und Winter
Überwindung des Todes
Hierarchisch
Ich - Bezug
Vgl.: Faulstich (2006), S. 52ff.
Dionysoskult Dionysosfest antikes Theater
Vgl.: Faulstich (2006), S. 24ff
Der Priester
Vom Niedergang des Mediums Frau zur Bedeutung des Mediums Priester

Ablösung der Priesterin im Opferritual durch den männlichen Priester
Rückte den männlichen Gott ins Zentrum
Mit Opferritual kommunizierten Menschen zunächst mit Göttinnen und Göttern
Dann mit dem Gott -> Priester als Vermittlungsinstanz
Nicht ein einzelner Priester darf als Medium verstanden werden, sondern die kultische Rolle, die er repräsentierte
Waren organisiert und institutionalisiert als Priesterschaft mit hierarchischer Struktur
Priester sprachen Recht und hatten politischen Einfluss
Bildeten aus und pflegten die Wissenschaften
Priester hatte kultisch-religiöse Bedeutung
Außerdem noch politische und sozialstabilisierende Steuerungsfunktionen
Die erste Medienrevolution, mit ihrem Wandel vom seinsfundierten zum handlungsfundierten Medium, hatte weitreichende Auswirkungen
federführender dominierender „Opferherrn“

Zum einen
Priester
(neues, eigenständiges Medium)
Zum anderen
Opferritual als Zeremonienspiel
Ausbildung einer Vielzahl
sakraler Feste
(Weiterentwicklung zur profanen Form des Theaters)
Vgl.: Faulstich (2006), S. 25 ff.
Der Priester
Varianten des archaischen Menschmediums Priester
Der Medizinmann
Der Schamane
Der Zauberer
Die Seherin
Durch die Ausdifferenzierungen in Form des Medizinmanns, Schamane, Zauberers, Seherin oder Propheten spezifizierte und relativierte sich das Medium Priester

Bis hin zum ausnahmslosen Verlust seines Mediencharakters!
Vgl.: Faulstich (2006), S. 30 ff.
Medium Frau
Medium Opferritual
Medium Priester
Medium Wand
lebensspendende
Funktionen
seinsfundiert
handlungsfundiert
todesüberwindende
Funktion
personal- oder
rollenmäßig fundiert
Gatekeeper
Funktion
produktfundiert
Vgl.: Faulstich (2006), S. 32 ff.
Interpretation der Höhlenmalerei
Jagttotem
Stammes-geschichte
Wertespiegel
farbige Tierbilder
Tiere symbolisch erlegt
Interpretation der Wand als Tagebuch
Selbstvergewisserung des jeweiligen Clans mit den primär gejagten Tieren
Verständnis als Wertespiegel des jeweiligen Stammes
Unterscheidung in Jäger-, Wildtier-, Rinder-, Pferde- und Kamelperiode
Wachsender wirtschaftlicher Reichtum als zentraler Wert
Bedeutung als Schreibmedium
Speicherfunktion
Individualmedium
Siehe; Faulstich (2006), S. 36
"Die Schrift ist kein Medium, sondern stellt ein allgemeines Instrument, ein übergreifendes Zeichensymbol dar, das die abstrakte Speicherung nur ermöglicht; diese selbst als Vermittlung wird tatsächlich erst geleistet durch das Medium. Es gibt Medien ohne Schrift, aber keine Schrift ohne Medien."
Siehe; Faulstich (2006), S. 66 ff.
Vgl.: Faulstich (2006), S. 35
Drei übergreifende Momente
des kulturellen Wandels
Veränderung der Auffassung von Zeit - Von zyklischer Zeit zu linearer Geschichte
Von der Gemeinschaftlichkeit zum Individuum
Von der Oralkultur über die Monumentalkultur zu Literarkultur
Vgl.: Faulstich (2006), S. 37
Gestaltungsmedien bezeugen ein „monumentales Schreiben“, mit einer Kombination aus Speicher- und Repräsentationsfunktion
Grabstätten der Pharaonen als Kontaktstelle zwischen Diesseits und Jenseits

Sollten diesem helfen, die Gefahren des Totenreichs zu bestehen

War Kultzentrum & Machtzentrum
http://www.aegypteninfo.de/pyramiden.htm
Obelisk
Hohe vierkantige Monumente aus Stein

Zeichen aus Hieroglyphen eingraviert

Vor dem Tempel des Sonnengottes Re
repräsentatives Medium
Relief
Ist als plastische Darstellung an ein Hintergrund gebunden

Grenzerfahrung zwischen Diesseits und Jenseits, von Menschlichem und Göttlichem
religiös-sakrale Motive
Skulptur
Verkörperung eines Gottes, Menschen oder Gegenstands durch Bildhauerarbeit oder Schnitzwerk

War geprägt von Sichtbarkeit und Öffentlichkeit für die kultische Verehrung
Vergegenwärtigung des Göttlichen-Transzendenten
Stele
Beschriftete, meist rechteckige Steinplatte, oft oben mit Rundbogen

Regelte die Kommunikation mit dem Gott, aber auch mit Verstorbenen

Gedenkstein, ein Grabstein, einen Urkundenstein
Kultmedium
Vgl.: Faulstich (2006), S. 49ff
Gesang
Aoiden
Sänger verkörperten in der Hochkultur jene Instanz, welche die heiligen Mythen und Weisheiten außerhalb des sakralen Bereichs präsent hielten und verbreiteten

Fahrende Sänger die selbst komponierte Götter- und Heldenlieder vortrugen
Gelegentlich auch alte Sagen, Tanzlieder und Trauergesänge

Nur Live-Medium, kein Autor
Funktion: Speicherung und Reproduktion von Weisheiten und Epen
Rhapsoden
Führende Epen-Sänger, auch als Wanderdichter tituliert, die auf Festen jeglicher Art auftraten (Wettkämpfe, Hochzeiten, Siegesfeiern)

Im Unterschied zum Aoiden hatte der Rhapsode seine Anonymität aber aufgegeben und sang das Lied des Auftraggebers (Unterhaltungsfunktion)

Wurde zum bloßen Sprecher schriftlich fixierter und tradierter Texte

Vgl.: Faulstich (2006), S. 44ff
Der heilige Tanz
Der Tanz war das erste Medium reiner Mensch-zu-Mensch-Kommunikation der Kulturgeschichte
Medium kollektiver Erfahrungswerte
nonverbale Körpersprache
Kommunikation unter den Menschen
Der reine Frauentanz
Fruchtbarkeitsrituale
Erntetänze
Geburtsrituale
Mondverehrung
Der reine Männertanz
Jagttänze
Kriegstänze
totenbezogene Tiertänze
Paartänze/Gruppentänze
Der religiöse Tanz
Hochzeitszeremonien
Geschlechtsübergreifende Gruppentänze (Kreistänze, Klage- und Totentänze)
Als Begegnung mit dem Göttlichen
Im sakralen Raum
Vgl.: Faulstich (2006), S. 46f
Schautanz & Chortanz
Schautanz
Tanz verlor seinen Mediencharakter
In der späteren altägyptischen Kultur
Z.B. bei Gastmählern -> Tanz wurde vorgeführt

Von der Bewegungskultur zur Unterhaltung

Wenig bekleidete Tänzerinnen erfreuten die Gäste im „erotischen“ oder im „akrobatischen“ Tanz
Chortanz
Bei Platon galt der Tanz als Instrument für die Einführung in die dichterische Sprache

Tanz wird der Musik und dem Gesang untergeordnet

Der heutige „Gesellschaftstanz“ dient vollends nur noch dem subjektiven Vergnügen an der körperlichen Bewegung

Dionysoskult
In der griechischen Kultur zielte der "bacchantische" Tanz im Kontext profan-festlicher Zeremonien auf den Gott des Weines und des Rausches ab

Eher weltliche Praktiken – Tanz auf Ekstase und Befreiung ausgelegt
Dionysos nahm unter den griechischen Göttinnen und Göttern eine Sonderstellung ein:

Gott des Weines, der Frauen und der Ekstase
Gott des Wahnsinns und der grenzenlosen Gewalt

Aber auch als Gott des Festes
Vom sakralen Kult zum weltlichen Fest
Verlagerung vom Tempel in die Öffentlichkeit der Stadt
Vgl.: Faulstich (2006), S. 53
Dionysosfest
Dionysosfeste waren ekstatisch
Wurden nicht nur in den Tempeln des Gottes, sondern auch in der Öffentlichkeit (v.A. Städten) gefeiert
534 v. Chr. wurde das Fest zu offiziellen jährlichen Volks- und Staatsfeierlichkeit
Erhielt dadurch politische Bedeutung
Psycho- und soziohygienischen Funktion zur Sicherung der sozialen Ordnung
Grenzen und Ausnahmefall
Gesetz, Chaos und Ordnung, Trieb und Verbot gehörte zum Charakter des ekstatischen Festes
Vgl.: Faulstich (2006), S. 54ff.
Die fünf Schritte zum antiken Theater
Die Zuschauer begriffen die dargestellte Wirklichkeit als ästhetische, fiktionale Realität

Das Theater wurde professionalisiert
Wechsel der Reglementierung
Musik, Tanz und Wort wurden einander zugeordnet und machten aus dem kultischen ein dramatisches Spiel
Tempel wurde abgelöst und durch eine kreisrunde Orchestra ersetzt
http://www.antikefan.de/themen/tempel/tempel.html
Schauspieler wurden eingeführt: „Vermenschlichung der Götter“

Maske, Kostüm und Requisiten sowie Publikum als konstituierendem Faktor von Öffentlichkeit
Beginn der Unterscheidung:
Dargestellte Wirklichkeit <-----> Fitktionale Wirklichkeit
"Special-Effects"
Priester
Institutionalisierung
Professionalisierung
Dichter & Schauspieler
Aristoteles
Homer
Zwei Grundformen bildeten sich heraus:
Die Tragödie und die Komödie
Die Tragödie

Leitet sich aus der dionysischen Opferzeremonie ab
Ästhetische Gestaltung von Schuld zielte über die Identifikation der Zuschauer auf deren Reinigung
Tragödie zielt auf die Entlastung von Schuld und zur Überwindung von Leid hinaus
Die Komödie

Entwickelte sich aus den phallischen Tänzen und Gesängen des Dionysoskults
Gelächter, Spott und Entlarvung waren Abbilder der dionysischen Zügellosigkeit
Komödie negiert Vernunft völlig
Dionysostheater
Vgl.: Faulstich (2006), S. 56ff.
Römisches Theater
Absolute Profanisierung
Theater wird zur
Arena
Vgl.: Faulstich (2006), S. 46f
Der Brief
Der Bote
Der lebende Brief
Lernten die Botschaft auswendig und reproduzierten sie beim Empfänger

Mündliche Übermittlung
Exkurs: Entstehung der Kommunikation
Der Brief
als Gestaltungsmedium
Kultische, geschäftliche oder private Briefe

Erster Schritt zur Institutionalisierung des Briefverkehrs
Exkurs: Entstehung der Kommunikation
"mutatio posita/mansio posita"
-> Verweilstelle
Schreibmedien
Die Rolle
Medienspezifische
Kontinuität/ Einheitlichkeit
Verschriftlichung von Weisheiten
Sokrates' Kritik an der Schrift
Das Lehrbuch
Die Rolle wandelte sich in dieser Periode vom Herrschaftsmedium zum allgemeinen Kulturmedium

Mit zunehmender Zeit gab es einen umfangreichen „Rollenmarkt“

Vervielfältigung von Rollen begann mit dem Aufkommen der Sophisten

"Weisheit- welche dem Volk" zugänglich gemacht wird

Lesen und Schreiben als Voraussetzung von Bildung
Erster Schritt zur Dominanz der Schreibmedien
Der Kodex
http://de.wikipedia.org/wiki/Buch
Wurde vor allem von den Christen bevorzugt
Pergament war dem Papyrus an Dauerhaftigkeit erheblich überlegen

Ließ sich beidseitig beschreiben
In Zeiten der Verfolgung ließ er sich leichter verstecken als die großen unhandlichen Rollen
Korrekturen waren möglich
Kodex die erste Form des Mediums Buch
Die heilige Schrift
Dominanz der Schreibmedien über die Menschmedien
Römisches Reich wird christlich
-> Kodex etabliert sich
FRAU
PROPHET
AOIDE
PRIESTER
Buch übernahm magische Aura der Heiligen, Göttlichen

Bislang die Rolle der Aoiden, Propheten, Priester und dem Medium Frau

Vgl.: Faulstich (2006), S. 83ff.
Auf der Burg
Der Hofnarr
Der Narr etablierte sich als komplexes personalisiertes Vermittlungssystem im Verlauf des Mittelalters

Possenreißer zur Unterhaltung

Einfaltspinsel, aber auch eine Figur des Protests
Zunahme der Bevölkerung im Mittelalter bedeutete einen größeren Bedarf an Kommunikations- und Steuerungsmedien
Fungierte als Kommunikationskanal und als soziales Regulativ
Vermittlungsinstanz zwischen Kirche und Staat
Der Sänger
Zweites Medium war der Minnesänger
Fungierte teils als Konkurrenzmedium, teils in komplementärer Bedeutung zum Hofnarren
Stabilisierung der Normen
Vermittelte das Helden-Epos, das höfliche Epos, das Minnelied und sprach damit verschiedene Zielgruppen im Binnenraum Burg an
Vgl.: Faulstich (2006), S. 83ff.
Auf dem Land
Das Fest
Naturbezogene Feste und Rituale mit häufig heidnischen Charakter (z.B. Fruchtbarkeitstänze, Austreiben des Winters)

Kirchenfeste wie Silvester, Ostern, Pfingsten oder Weihnachten

Feste anlässlich sozialer Ereignisse wie beispielsweise Taufe, Hochzeit, Begräbnis
Für die Alltagskommunikation auf dem Land ist die Forschungslage deutlich schlechter als für den Binnenraum Burg
Das Fest war Trost-, Kompensations- und Unterhaltungsmedium
Der/Die Erzähler/in
Ritualisiert und sozialer Kommunikationsakt

Geschichten für einander und für Kinder: Märchen, Schrecksagen, Tiererzählungen

Erzählerin als Speicher- und Tradierungsmedium
Nicht die Erzählung stand im Vordergrund, sondern der Akt des Erzählens
Vgl.: Faulstich (2006), S. 93ff.
Kloster, Universität und Kirche
Der Magister
„Vorlesung“ der Professoren hatten eine festgelegte Form und wurden ergänzt durch Repetitorien und Übungen

Magister präsentierten die christliche Lehre unter Bezugnahme auf „Autoritäten“ (etwa die Heilige Schrift)

Die „Disputation“ waren als Diskussionsveranstaltungen ebenfalls mit bestimmten Regeln versehen
Ziel des Disputationsspiels war eine umfassende Auseinandersetzung mit allen Argumenten im Für und Wieder
Der Prediger
Herrschafts- und Unterdrückungs- und Ordnungsinstanz

Sonntaglicher Kirchgang mit einer Predigt von der Kanzel herab war Pflicht für jeden
Das Blatt
Konstitutives Speichermedium

Zwei Formen:
Erlass (Titel verliehen, Anspruch legalisiert oder ein Recht zuerkannt)
zweiseitiger Vertrag (Ehevertrag, Zahlungsvertrag)
Steuern, Stiftungen, Zuwendungen, Gebietsbesitz und jede Art von Verträgen wurde zunehmend schriftlich dokumentiert und archiviert
Vgl.: Faulstich (2006), S. 86 f.
Das Buch
„geistlichen Literatur“ (Bibelwerke, Kirchenschriftsteller)
„antike Autoren“ (Klassiker der Antike, Ovid, Ceasar)
„die Schulbücher“ (Dialektik, Rhetorik, Grammatik)
„spezielle Literatur“ (z.B. praxisorientiert zur Medizin oder zum Gartenbau)
In der mittelalterlichen Universität war das Buch kein Kultgegenstand mehr, sondern ein Arbeitsgerät
Vgl.: Faulstich (2006) S. 93-97
Das Kirchenfenster
Glasfenster eine Variation des Mediums Wand
War im Mittelalter das visualisierende Erzähl-, Informations- und Werbemedium des Kirchenraums
Vermittelt wurden Szenen aus dem Alten und Neuen Testament
Appell und Beglaubigungsstrategie der christlichen Lehre
Vgl.: Faulstich (2006), S. 100 ff.
Kirchen- und Marktplatztheater
Das Kirchentheater
Marktplatztheater
Kaufmanns-Theater (Verkaufsgespräche Händler und Marktanbieter)
Handwerker und Zünfte boten ihre Dienste an
Medizinhändler, die ihre Künste lautstark anboten
Bettler, Gauner, Krüppel (tatsächlich oder nur gespielte Kranke)
Prostituierte (boten Verführungsspiele an)
Buffonen und Harlekins (maskierte Bürger die durch die Straßen zogen)
Ausbildung von Tropfen
Osterspiel
Weihnachts- und Krippenspiele
Passionsspiel (Leiden und Kreuzigung des Jesus von Nazareth)
Mirakel- und Legendenspiele
Fronleichnamsspiele (Prozessionen durch den ganzen Ort)
Neben der kirchlichen, eine neue weltliche Öffentlichkeit
Rosetta-Stone
Ägyptische Hieroglyphen
Problemlösung durch Bildanalogien und Metaphern
Mexikanische Schriftbilder
Rudimentär realistisch
Chinesische Schrift
zu viele Abstraktionen in den Piktogrammen
Vgl.: Hörisch, Jochen S.83 ff.


Vgl.: Hörisch, Jochen S.83 ff.


Vgl.: Hörisch, Jochen S.83 ff.


Vgl.: Hörisch, Jochen S.83 ff.


Token
Die Entstehung des ältesten Schriftsystems der sumerischen Keilschrift als Kombinatorik von 22 Basiszeichen
Quellen
Böhn, Andreas / Böhn, Seidler (2008)
: Einführung: Mediengeschichte. Tübingen: Narr

Faulstich, Werner (2006)
: Mediengeschichte von den Anfängen bis 1700. Stuttgart: UTB

Hörisch, Jochen (2004)
: Eine Geschichte der Medien – Vom Urknall zum Internet. Berlin: Suhrkamp Verlag

Schanze, Helmut (2001)
: Handbuch der Mediengeschichte. Stuttgart: Kröner
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit !
Pyramide
Der Prophet
Stabilisierungs- und Steuerungsfunktion
Full transcript