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VERTREIBUNG

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EngAme EngAme

on 30 May 2018

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VERTREIBUNG
Konzepte der Vertreibung
London
Berlin
Prag
Budapest
Konzepte der Vertreibung
1939-1945
Planung der Umsiedlung
5 Jahre - vertretbare Durchführung
Kontrolle der Umsiedlung: durch Rote Armee: keine Differenzierung der Betroffenen
Absprachen mit polnischen und tschechoslowakischen Exilregierungen-> Harmonisierung der Umsiedlungspläne
Ziel: ethnische Entmischung als Konfliktprävention
Anpassungsbereitschaft von US und GBR an die Ziele von SU
Ziel:
Generalplan Ost
:
ethnische Entmischung als Konfliktsprävention
Erreichbar durch Umsiedlung, Vernichtung -> Germanisierung
Kategorisierung der Volksdeutschen:
Ansiedlung: Heim ins Reich
Rassendoktrin
O-Kategorie: Land und Besitz
A-Kategorie: Hilfsarbeiter
*
Daneben
Vernichtung von
Judentum
Sinti-Roma
Letten
Behinderte
Polen
Russen
Weißrussen
Ukrainer
...
Benes, GBR und USA einig: Vertreibung der Deutschen oder Assimilation
Gemeinsamkeiten mit Ungarn in der Vertreibung
1. Alle beide Regierungen haben selber initiiert Prag 1940, Ungarn Mai 1945
2. Ziel: Ethnische Homogenität
3. Propagandistische Dämonisierung der deutschen Minderheit als fünfte Kolonne
4. Folge der Diskriminierung Kollektivschuld: Verlust der Rechte und der Staatszugehörigkeit
5. Wirksamstes Motor der Vertreibung: Umverteilung des deutschen Vermögens
6. Legitimation der Enteignung und Umverteilung
7. Vertreibung gebilligt durch einen breiten Grundkonsens in der Gesellschaft
8. Vertreibung als Mittel zum Erreichen politischer Ziele für Parteien
Unterschiede
In der Tschechoslowakei und in Polen: wilde Vertreibung mit Gewaltakten verknüpft

In Ungarn fast keine -> außer Bodor-Aktion
Hälfte der UD konnten hier bleiben -> Band mit Ungarn
Zustimmung
Stimmen dagegen
Gründe
Ablauf
Großmächte, ungarische und tschechoslowakische Regierung
200-250 000 Deutsche aussiedeln und Ungarn ansiedeln
Gesetz über die Vertreibung: 12330/1945 22. Dezember

Propaganda:
Rákosi: Siegermächte haben die Entscheidung getroffen -> Potsdam legitimierte die Kollektivschuld
Deutsche Siedler als Sündenböcke: fünfte Kolonne

Wirkliche Gründe:

Boden für ungarische Flüchtlinge und Besitzlose zu schaffen
Boden von VDU-Mitgliedern reichte nicht aus -> Kollektivschuld
großes Vermögen = wahrscheinliche Vertreibung
Nach Februar 1945 Enteignung, Entrechtung und Internierung der Schwaben in die Sammellager
Zwangsaussiedlung innerhalb des Landes
Methode: 'Morgengrauer'
Vier Tätergruppen
István Bibó (1911-1979)
Politiker, Journalist, Historiker

Enteignung ist einfach Raub
Lajos Ordass (1901-1978)
Evangelischer Bischof

Vertreibung: faschistische Maßnahme
Bilanz
ANFANG AMERIKANISCHE ZONE
19. Januar 1946
aus Budaörs in die amerikanische Besatzungszone
STOP
Juni 1946
Vereinbarung: nur mit 500 DM Geld und 50 Kg Gepäck -> weitere Transporte
STOP
Dezember 1946
: Missachtung der Vereinbarung -> 1947: keine UD mehr in die amerikanische Zone

ANFANG SOWJETISCHE ZONE
11. Juli. 1947: 50 000 UD annehmen


Amerikanischer General
Lucius Clay :
besitzlos, ohne Nahrungsmittel
Nach Ágnes Tóth:
166 800
(Baden-Württemberg, Hessen, Bayern)
35 000-50 000
230 000 (blieben zurück)
Wahrnehmung
Folgen
Wirtschafliche:
Missernten 1945-1948
Deutsche verloren 638 337 Katastraljoch Boden
Gesellschaftliche:
Zerstörung der Siedlungsstruktur
Persönliche:
Physische und traumatische Schäden
Zertrennung von Familien
Verlust der UD-Identität
Rede von György Aczél vor dem IV. Kongress des Demokratischen Verbandes der Ungarndeutschen am
3. Dezember 1983
"die Aussiedlung als Unrecht verurteilt" -> Rehabilitierung der UD

Entschädigung von 01.05.1939 bis 08.06.1949
XXIV/1992
Verschleppung
Zeitraum:
Spätherbst 1944 - Wintermonate 1945
in Westungarn bis Frühling
Ausmaß:
60 000-65 000 (1/4-1/3 starben in der SU)
Gesetzliche Rahmen:
sowjetischer Arbeitsbefehl 0060 22. Dezember 1944
Mobilisierung sämtlicher arbeitsfähiger Personen deutscher Abstammung oder mit deutschklingenden Namen für den Arbeitseinsatz:
Ziel:
Wiedergutmachung der Kriegsschäden: Männer zwischen 17-45, Frauen zwischen 18-30 -> nicht eingehalten
Heimgekehrte
Vertreibungsdiskurse im Staatssozialismus
1. Bis 1980er Jahre:
Legitimierung
= Aussiedlung gerechtfertigte Strafe
Potsdam-Legende z.B. Ausstellung des Haus des Terrors 2007
2. Ab den 1980er Jahren:
Opferdiskurs
= im Mittelpunkt das Leiden der UD -> Möglichkeit der Forschung dieser Epoche -> nicht auf die Täter fokussiert (erst Ausstellung vom Haus der Terrors 2008: politische Täter)
Offizielle Entschuldigungen vom ungarischen Staat 1986, 1996, 2006

Beide Diskurse existieren auch nach der Wende
Erinnerungsdenkmäler
Ab 1996
Eigenschaften der Denkmäler

Standort:
Bahnhof, Sammlungslager oder sakrale Orte
Kombinierte Erinnerungsfunktion
(oft): Vertreibung, Verschleppung, Opfer des WKII
Gruppenübergreifender Charakte
r: Zweisprachigkeit und Loyalität zum Ungarn
Motive vom Bibel
(oft): z.B. Leidensgeschichte Jesus
Heimgekehrte
8000-10000 Leute, die sich illegal in Ungarn aufhielten

Gefahr bei Heimkehr
->für den ungarischen Staat waren sie eine sicherheitspolitische Frage ->
Inhaftierung
Razzien
Meldungen der lokalen Behörden
Gründe des Rückkehrs
:
zuhause gebliebene Familienmitglieder
schlechtere Lebensumstände in Deutschland
von der Vertreibung
Budaörs

Kalaznó
Dunabogdány
Stimmen dafür
A svábság egy batyuval jött ide, egy batyuval is menjen (Szabad Szó, 1945. április 10.)
Ki kell telepíteni a hazai svábságot! (Kis Újság, 1945. április 18.)
Ki a volksbundista svábokkal! (Szabd Nép, 1945. május 5.)
Menjenek! (Dunántúli Népszava, 1945. augusztus 12.)
Mi lesz a svábokkal? (Szabad Nép, 1945. május 10.)
Ki vigyáz a svábok itt hagyott vagyonára? (Magyar Nemzet, 1946. február 6.)
Mely volksbundista bányászok mentesülhetnek a kitelepítés alól? (Új Dunántúl, 1946. május 11.)
Fasiszta törvény-e a kitelepítési törvény? (Új Dunántúl, 1947. szeptember 10.)
Sváb hazaárulók (Szabad Nép, 1945. április 18.)
Gyökerestől ki kell irtani az ország testéből a nyilas-volksbundista mételyt (Új Dunántúl, 1945. május 17.)
A magyarországi németek elhurcolása és elűzése. Válogatott szemelvények a korabeli magyar sajtóból 1944-1948 (Országos Német Önkormányzat, Budapest 1996, 172 p.)
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