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Antisemitismus in

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by

Iskandar Abdalla

on 12 November 2016

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Antisemitismus in
Deutschland

kontemporär Erscheinungsbilder
Antisemitismus in
Deutschland
Literatur
: Klaus Holz :”Die Gegenwart des Antisemitismus- Islamistische, demokratische und antizionistische Judenfeindschaft
Demokratischer Antisemitismus
“Ich verstehe im folgenden unter “demokratischem Antisemitismus” die Judenfeindschaft, die in der demokratischen Öffentlichkeit geäußert wird. Der Begriff ist also nicht parallel zu dem des islamistischen Antisemitismus definiert. Denn er bezeichnet nicht demokratisch begründeten Antisemitismus analog zu islamistisch begründetem, sondern judenfeindliche Äußerungen, die als scheinbar legitime Meinungen “in der Mitte der Gesellschaft” veröffentlicht werden.”

Klaus Holz
: Gegenwart des Antisemitismus, S.56
…………………..
Definition der Grenzen
“Eine der wesentlichen Veränderungen, die den gegenwärtigen Antisemitismus charakterisiert, liegt gerade in der Verschiebung der Grenze dessen, was und wie antisemitisch im demokratischen Spektrum kommuniziert werden kann. Der Antisemitismus wird in einem bestimmten Sinne wieder offener vertreten.”

Klaus Holz: Gegenwart des Antisemitismus, S.57

Studien zu antisemitischen Wählern

-1989 war Antisemitismus in Westdeutschland niedrig wie nie, Werner Bergmann und Rainer Erb stellen in empirischer Forschung fest, daß zB. CDU von 16% eindeutig antisemitischen Menschen gewählt wird, die SPD liegt bei 9%, Grüne bei 3,5%, NPD bei 85%
-bedeutet in absoluten Zahlen, daß überwiegende Mehrheit von Antisemiten eine demokratische Partei der Mitte unterstützt.

- 2004 Studie Wilhelm Heitmeyer: ⅔ derer, denen es in Deutschland zu viele Ausländer gibt, ordnen sich selbst der politischen Mitte zu
aus:
Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland, Ergebnisse der empirischen Forschung von 1946-1989, Opladen 1991, S.92
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die theoretische Konzeption und empirische Ergebnisse aus den Jahren 2002, 2003 und 2004, in: Deutsche Zustände, Folge 3, Frankfurt am Main 2005, S.13-3
Täter-Opfer Umkehr als Abwehrmechanismus

“Nach der Shoah kann kaum etwas eindeutiger sein, als das die Juden die Opfer sind. Will man den Antisemitismus fortsetzen, müssen die Juden aus dieser Position verdrängt werden…
In Deutschland aber hat es eine besondere Brisanz, da auch die Täter-Position eindeutig durch die Wir-Gruppe besetzt ist.”

Klaus Holz: Gegenwart des Antisemitismus, S.60
2 Typen der Täter-Opfer-Umkehr


Gemeinsam: Ausmaß der Tat wie der Schuld ist übertrieben

1)
Zeitdimension

- ein Schlußstrich unter die Vergangenheit ist längst angemessen.
-jede Kritik an den Juden respektive Israels werde mit dem Verweis auf den Holocaust unterdrückt.
-Vorwurf an Juden, sie würden illegitimen Nutzen aus Shoah ziehen.

2) “Wir” als Opfer
Wir waren Opfer des Krieges, 3. Millionen tote Soldaten, Flächenbombardements Dresden, Hamburg, Köln
-Das eigene Leiden als Sühne der Schuld
-Beispiel: Pegida, Familien-interviews aus “Opa war kein Nazi”
“Angesichts der Schrecken, welche die Bevölkerung in den späten Kriegsjahren durchmachte, Schrecken, die mit dem von den Nationalsozialisten Verübten zu einem Bild unartikulierbaren Grauens zusammengeronnen sind, ist es offenbar für viele (...) nicht nur nationalistisch und faschistisch Gesonnene, außerordentlich schwierig, den Gedanken nachzuvollziehen, daß sie nun auch noch etwas wiedergutzumachen hätten.”


Adorno, Schuld und Abwehr, S.376


“...erscheinen die Opfer von damals als die Täter von heute, während Deutschland -oder Hitler- zwar damals Schreckliches tat, dies aber heute als Vorwand benutzt wird um “uns” an den Pranger zu stellen. Die Umkehrung des Verhältnisses von Täter und Opfer ist der Kern des Antisemitismus nach Auschwitz. Er ist deshalb ein Antisemitismus nicht trotz, sondern wegen Auschwitz.”
Henryk M.Broder:
Behandlung von Beispielen
Radio-interview
KISS FM: Deutschland- Dein Land?
Shahak Shapira und MakSS Damage

https://www.facebook.com/shapira88/?fref=ts
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