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GRUNDLAGE für Neubau DE - D - Greiner Compliance - Deutsch

Workshop
by

Michael Sinnhuber [mcprezi.com]

on 20 September 2017

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Transcript of GRUNDLAGE für Neubau DE - D - Greiner Compliance - Deutsch

Compliance
Kartelle
Korruption
Warum Compliance?
Gesetzliche Grundlage?
Verhaltenskodex
Compliance Management
Kartellrecht ist ein Teil des Wirtschaftsrechts.

Kartellrecht umfaßt alle Rechtsnormen, die auf die Erhaltung eines wirksamen und unverfälschten Wettbewerbs gerichtet sind.

Das persönliche Risiko steht in keiner Relation zum vermeintlich erzielten Erfolg für das Unternehmen.
Bekenntnis zum
fairen Wettbewerb
Verbot jeglicher
Bestechung & Korruption
Umgang mit Eigentum
der Greiner Gruppe
und unserer
Geschäftspartner
Umgang im
Geschäftsverkehr
und Trennung von
Interessen
Sicherstellung der Einhaltung
der gesetzlichen Vorschriften
und unternehmensinternen Richtlinien
durch die Mitarbeiter/
Mitarbeiterinnen & das Unternehmen!
Was kann passieren?
Geld- & Haftstrafen
Geld- & Haftstrafen
Bußgelder in Millionenhöhe
Blacklisting bei Ausschreibungen
LKW
€ 2,9 Mrd.
LIBOR
€ 1,7 Mrd.
Bildröhren
€ 1,4 Mrd.
Aufzug
€ 992 Mio.
"Wir haben nur ein paar Regeln hier,
aber die setzen wir vehement durch!"
Greiner
Verhaltenskodex
I.
Wir bekennen uns zur Befolgung
aller gesetzlichen Normen
und zu einem wertegebundenen
unternehmerischen Handeln.
II.
Wir respektieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wesentliche Partner für die Geschäftsentwicklung unserer Unternehmensgruppe.

III.
Wir treten für einen fairen
und freien Wettbewerb ein.
IV.
Wir lehnen jegliche Form von Korruption ab.
V.
Wir bekennen uns zu einem verantwortungsbewußten Umgang mit eigenem und fremdem Eigentum.
VI.
Wir trennen
berufliche und private
Interessen.
VII.
Wir stellen die Nachhaltigkeit unseres unternehmerischen Handelns in ökonomischer, sozialer und ökologischer Hinsicht sicher.
SICHER
arbeiten
&
wirtschaften
Ziel?
Fokus?
Was?
gesetzlichen Vorschriften
unternehmensinternen Richtlinien
Frühere Kavaliersdelikte
werden mittlerweile
verfolgt und bestraft
Spezialisierung der
Justiz erhöht
deren Effektivität
Öffentlicher Druck
durch die Medien
Diktat der
leeren Kassen
Justizbehörden haben weltweit den Druck auf die Wirtschaft erhöht!
KORRUPTION
WETTBEWERB
VS
WARUM?
Gesetz gegen
den unlauteren
Wettbewerb
Strafgesetzbuch
Verbands-
verantwortlickeits-
gesetz
Kartellgesetz
FCPA
Foreign Corrupt
Pratices Act
EU
Wettbewerbs-
regeln
UK Bribery Act
Betreffen uns diese Themen?
Ach was!

Da kommt schon
keiner drauf!
FALSCH!
Kasachstan

Ein Beamter eines Wasser-Versorgungs-betriebes wird mit einer Geldzahlung „motiviert“, dass er die Versorgung der Niederlassung mit Wasser ermöglicht.
Kenia

Beim Export eines Produktes in ein afrikanisches Land bleibt das Gut beim Zoll hängen; um es freizubekommen, werden „Beschleunigungs“-Zahlungen an einen Beamten geleistet.
China

Zahlung an einen Mitarbeiter zur Anbahnung eines Geschäftes mit einem staatlichen chinesischen Unternehmen wird geleistet; das Geschäft kommt in weiterer Folge deswegen zustande.
Systematische Informationssammlung
z.B. durch Botschaften (US)
Anonyme
Anzeige
Wechsel im Management
Betriebsprüfung durch
die Finanzbehörden (red flags)
Änderung der politischen
Verhältnisse im Ausland
Ermittlungen ausländischer Behörden
Kommissar
„Zufall“
Selbstanzeige
eines Beteiligten
Zeitungsartikel
Bei einem Golftunier sind zufälligerweise Kurti, der Geschäftsführer des Schaumstoffherstellers A, und Peter, der Geschäftsführer des Schaumstoffherstellers B, im gleichen Flight eingeteilt. Vor dem Abschlag erinnert Kurti Peter, dass sie trotz der Wirtschaftskrise nicht über ihre Verkaufspreise sprechen können. Peter erwidert, „da stimme ich vollkommen zu” und ergänzt:

„Weisst Du Kurti, ich habe ja keinen Uni-Abschluss oder sonst einen Titel. Ich hebe meine Verkaufspreise immer nur dann um 5% an, wenn wir Vollmond an einem Sonntag haben.”

Kurti murmelt daraufhin: „Das ist ein interessanter Ansatz.“

Bei dem nächsten Vollmond an einem Sonntag erhöht Peter seine Verkaufspreise um 5%. Am nächsten Tag erhöht Kurti ebenfalls seine Preise, um sie an Peters Verkaufspreise anzugleichen.

Gibt es einen Kartellrechtsverstoß?

Kurti ist der Vertriebsleiter des Verpackungsherstellers A. Eines Tages trifft er Peter am Flohmarkt, der neue Vertriebsleiter des Verpackungsherstellers B ist. Kurti lädt Peter als nette Geste zu dem wöchentlichen Pokerspiel mit seinen Kameraden vom Vertrieb ein. Peter liebt Pokern und wird fix in die Pokerrunde aufgenommen. Letzten Freitag wurde der Einsatz erhöht und anstatt um Geld wurde um Kundengruppen und Verkaufsgebiete gespielt. Daraufhin konnte Peter vor lauter schlechtem Gewissen das ganze Wochenende nicht schlafen, da er alles verloren hat, und geht Montag Früh gleich zu seinem Boss Herrn Müller, um alles zu erzählen. Herr Müllers Antwort sollte folgende sein:

1. Peter, das war ja nur ein Spiel! Du musst nicht wegen jeder Kleinigkeit zu mir kommen. Zurück zur Arbeit jetzt!

2. Peter, Du hast eine wunderbare Zukunft im Vertrieb vor dir, aber Du darfst dabei kein Hasenfuß bleiben. Diese Pokerrunden sind eine gute Idee, so kannst Du die anderen gut beobachten und nächsten Freitag alles zurückgewinnen.

3. Peter, da ist ja noch nichts passiert. Aber ich verbiete Dir in Zukunft, an weiteren solchen Pokerrunden teilzunehmen.

4. Jetzt müssen wir schon wieder unsere Anwälte anrufen…
Einer unserer Hauptlieferanten hat die Einkäufer unseres Unternehmens auf eine Geschäftsbesichtigung eingeladen. Auch Einkäufer unserer Konkurrenten sind dazu eingeladen. Beim Abendprogramm ist die Stimmung relativ ausgelassen. Ich bemerke, dass am Nebentisch eine rege Diskussion über derzeitige Einkaufspreise, Preisspannen und Verkaufspreise von bestimmten Produkten stattfindet, wobei auch Zahlen genannt werden. Auch Tipps für Einkaufs- und Verkaufsstrategien werden besprochen. Was soll ich tun?

1. Ich setze mich zu den Kollegen und höre gespannt zu. Hier werden wichtige vertriebsrelevante Informationen ausgetauscht.

2. Ich verlasse die Veranstaltung, da mir die Gespräche seltsam vorkommen und ich damit nicht in Verbindung gebracht werden möchte.

3. Ich sage nichts, da ich nicht am Nebentisch sitze und somit die Situation nicht falsch beurteilen möchte.

4. Ich gehe zum Nebentisch und sage allen, dass sie diese Diskussion nicht führen dürfen und verlasse danach die Veranstaltung.
Kurti (Geschäftsführer) und Peter (Geschäftsführer) sind bei Wettbewerbern in Österreich tätig. Kurti trifft Peter auf einem Parkplatz vor dem Einkaufszentrum. Er erzählt ihm, dass er sich nun der Branche anpasst und in Zukunft wegen der schlechten Zahlungsmoral der Kunden den Skonto ebenfalls auf 30 Tage verkürzen werde. Außerdem wolle er in seinem Unternehmen trotz der hohen Anfrage nach Wasserbehälter für 5 Liter keine zusätzliche Produktionsschicht hierfür aufnehmen. Peter meint: „Verstehe. Wenn wir nur auch Wasserbehälter für 10 Liter herstellen würden.” Beide beginnen zu lachen.

Liegt hier bereits eine Kartellabsprache vor?

1. Ja.
2. Nein.

Kurti und Peter sind Wettbewerber. Die Stadt Linz macht eine Ausschreibung bzgl Polsterungen für Möbelstücke der öffentlichen Einrichtungen (Rathaus, Gericht, Finanzamt, etc.). Kurti ruft Peter an und verabredet ein Treffen auf dem Parkplatz hinter dem Fitnesstudio. Bei dem Treffen fragt Kurti Peter, ob dieser ein Angebot bei dieser Ausschreibung abgeben wird.

Scenario 1: Peter sagt ja und übergibt Kurti eine Kopie des Entwurf für das Angebot.

Scenario 2: Peter sagt ja, sagt er werde das Preisniveau des letzten Jahres halten, aber gibt dann kein Angebot ab.

Scenario 3: Peter sagt nein, gibt dann aber dennoch ein Anbegot ab.

Scenario 4: Es handelt sich um eine private Ausschreibung.

Liegt hier bereits eine Kartellabsprache vor?
Für bestimmte Produkte haben wir nur einen wichtigen Mitbewerber, der seit Jahren sehr gute Beziehungen zu gewissen Kunden hat und diese schon sehr lange beliefert. Umgekehrt pflegen auch wir zu einzelnen Großkunden langjährige Geschäftsbeziehungen. Unlängst wurde ein sehr attraktiver Großauftrag von einem der Kunden unseres Mitbewerbers ausgeschrieben.

1. Da in der Vergangenheit unser Mitbewerber sich auch bei Ausschreibungen von unseren Kunden zurückgehalten hat, überlegen wir, kein Angebot abzugeben. Schließlich ist es unsere freie Entscheidung, wen wir als Kunden gewinnen wollen.

2. Selbstverständlich nutzen wir diese Gelegenheit und werden ein attraktives Angebot zusammenstellen.

3. Ich kontaktiere den Vertriebsleiter des Mitbewerbers, den ich von Messeausstellungen kenne. Ich schlage ihm vor, dass wir an dieser Ausschreibung nicht teilnehmen unter der Voraussetzung, dass auch er bei einer anstehenden Ausschreibung unseres Kunden kein attraktives Angebot legen wird.

4. Wir nehmen an der Ausschreibung teil, wobei wir mit sehr hohen Margen kalkulieren.
Kurti und Peter sind Wettbewerber. Axel dringt in den Markt für Kosmetikverpackungen in Oberösterreich ein und kauft sowohl von Kurti als auch von Peter Eigenprodukte. Axel ist ein besonders netter Typ und beginnt, diese Eigenprodukte unter dem Preis von Kurti und Peter zu verkaufen. Um mit dem „netten Typen”, Axel, Klartext zu reden, beschließen Kurti und Peter, keine Eigenprodukte mehr an Axel zu verkaufen.

Liegt hier bereits eine Kartellabsprache vor?

1. Ja.
2. Nein.


Unternehmen A:
„Die Transportkosten sind schon wieder gestiegen! Da muss man doch etwas machen!“

Unternehmen B:
„Wir werden dies einfach 1:1 bei unserer nächsten Preiserhöhung in Betracht ziehen.“

Unternehmen C:
„Klingt gut. Werden wir auch machen.“ – Unternehmen C hält sich bei der nächsten Preiserhöhung allerdings nicht daran.

Unternehmen D: Nickt nur.

Unternehmen E:
Schweigt. Hersteller E hält sich bei der nächsten Preiserhöhung nicht daran.
Kurti und Peter sind Wettbewerber am Markt für Babyflaschen. Peter liest in der Zeit, dass Kurti vor hat, seine Preise im nächsten Monat um 8% aufgrund der steigenden Inflation zu erhöhen. Peter empfindet ähnlichen Druck, dass seine Gewinnspanne quasi nicht mehr existiert, und entschließt sich, ebenfalls seine Preise um 8% anzuheben.

Liegt hier bereits eine Kartellabsprache vor?

Ja.
Nein.
Unternehmen B, Hersteller für Dämmatten für PKWs, stellt dem Händler A einen Rabatt in Aussicht, wenn am Jahresende ein im Vorhinein festgesetztes Absatzziel von 5000 Stk erreicht wird. Da dieses Ziel knapp verfehlt wird, erhält A am Ende des Jahres keinen Rabatt.

Liegt ein Rechtsverstoß vor?
Herr Müller ist Geschäftsführer des Schaumstoffherstellers A, welcher marktführend am Markt für Stanzteile aus Verbund- und Neuschaum für PKWs ist. Da ein neuer Wettbewerber auf den Markt drängt, beschließt Herr Müller, seine Produkte einen Winter lang zu „Kampfpreisen“ zu verkaufen, um den neuen Wettbewerber „das Leben schwer zu machen“. A hat in den letzten Jahren ohnehin so viel verdient, dass man „diese Strategie einen Winter durchhalten werde“.

Liegt ein Rechtsverstoß vor?

A ist ein ungern gesehener Mitbewerber von B. Den Lieferanten von B wird daher explizit kommuniziert, A nicht zu beliefern; andernfalls drohe der Verlust von (lukrativen) Aufträgen von B.

Liegt hier ein Kartellrechtsverstoß vor?

1. Ja.
2. Nein.


Ich bin Ingenieur in einem Betrieb unseres Unternehmens. Zu einem unserer Lieferanten habe ich ein nahezu freundschaftliches Verhältnis. Kurz vor Weihnachten ruft er mich an und möchte sich für meinen Einsatz besonders bedanken. Er würde mir gerne einen Gutschein für ein Wellness-Wochenende nach Hause schicken. Der Wert des Gutscheins beträgt EUR 199,-. Was soll ich tun?

1. Ich lehne ab, denn der Wert und die Geheimniskrämerei bereiten mir Unbehagen.

2. Ich danke ihm für das Geschenk und spende die Gutscheine für die Weihnachtstombola.

3. Ich frage meinen Vorgesetzten/den Compliance-Helpdesk, ob ich das Geschenk annehmen darf.

4. Ich nehme dankend an und entspanne mich mit meiner Frau, schließlich handelt es sich ja nahezu um einen Freund, dem gegenüber man ein Geschenk nicht einfach ablehnt.
A ist Vertriebsmitarbeiter eines großen Kunden der Greiner-Gruppe. Eines Tages wendet sich A mit folgendem Angebot an Sie: A könne dafür sorgen, dass die Greiner-Gruppe den Auftrag erhält, als Gegenleistung werden jedoch 40% „Vermittlungsprovision“ fällig.

1. Ich nehme das Angebot an, immerhin erhält die Greiner-Gruppe den Auftrag und die Provision kann ich gut in der Abrechnung unterbringen.

2. Ich versuche die Provision herunterzuhandeln, damit das Geschäft für die Greiner- Gruppe noch profitabler wird.

3. Ich einige mich mit A dahingehend, dass er mir die Hälfte der Provision zukommen lässt. Wir sollen ja beide von dem Geschäft profitieren.

4. Ich weise das Angebot zurück und informiere den CO
A ist Vertriebsmitarbeiter eines großen Kunden der Greiner-Gruppe. Eines Tages wendet sich A mit folgendem Angebot an Sie: A könne dafür sorgen, dass die Greiner-Gruppe den Auftrag erhält, als Gegenleistung werden 10% „Vermittlungsprovision“ fällig, welche direkt an das private Unternehmen des A mittels Scheinrechnung zu überweisen sind.

1. Das mit der Scheinrechnung kommt mir schon etwas komisch vor. Ich komme mit A aber dennoch ins Geschäft, schließlich profitiert ja auch die Greiner-Gruppe davon. Wie A das in seiner Buchhaltung unterbringt, hat mich nicht zu kümmern.

2. Ich bestehe auf einer korrekten Abwicklung ohne Scheinrechnung.

3. Ich weise das Angebot zurück und informiere den CO.
Ein Vermittler wendet sich an Sie und bietet seine Dienste an. Er brüstet sich damit, der Greiner-Gruppe den gewünschten Auftrag jedenfalls verschaffen zu können, da er mit dem Vertriebsmitarbeiter des potentiellen Kunden gut befreundet ist. Als Vermittlungsprovision werden 20% der Auftragssumme fällig.

1. Ich nutze die guten Kontakte des Vermittlers und gönne ihm die 20%ige Provision. Solche Freundschaften wollen schließlich auch gepflegt werden.

2. Ich versuche die Provision herunterzuhandeln und willige bei 10% in das Geschäft ein.

3. Ich will mir die 20%-ige Provision sparen und versuche auf direktem Weg mit dem Vertriebsmitarbeiter ins Geschäft zu kommen.

4. Ich verständige den CO.
Sie nehmen die Dienste eines Vermittlers in Anspruch. Das vermittelte Geschäft kommt auch tatsächlich zustande. Bei ihren Recherchen müssen Sie allerdings feststellen, dass es sich beim Unternehmen, für welches der Vermittler tätig geworden sein will, um eine bloße Briefkastenfirma mit Sitz auf den Cayman Islands handelt. Über diese soll nun die Provisionszahlung abgewickelt werden.

1. Der Vermittler hat seine Leistung erbracht, sohin steht ihm auch die vereinbarte Provision zu. Dass er die Zahlung über eine Briefkastenfirma abwickeln will, kümmert mich nicht.

2. Das Ganze spielt sich ohnedies im Ausland ab, die werden mich in Österreich schon nicht erwischen.

3. Ich informiere den CO und kläre mit diesem die weitere Vorgehensweise ab.
Sie nehmen die Dienste eines Vermittlers in Anspruch. Das vermittelte Geschäft kommt auch tatsächlich zustande. Der Vermittler verlangt für seine Dienste schließlich 20% vom Auftragswert ohne die von ihm erbrachten Leistungen näher aufzuschlüsseln. Darüber hinaus soll die Provisionszahlung an eine Bankverbindung in einem anderen Land als dem Geschäftssitz des Vermittlers erfolgen.

1. Das mit dem fehlenden Leistungsnachweis nehme ich nicht so genau, schließlich war der Vermittler ja erfolgreich. Warum der Vermittler eine Bankverbindung in einem anderen Land wählt hinterfrage ich nicht weiter. Das wird wohl steuerliche Gründe haben und geht mich nichts an.

2. Die gesamte Abwicklung kommt mir irgendwie eigenartig vor und ich beschließe die Zahlung vorerst zu stoppen. Schließlich gelingt es dem Vermittler doch mich zur weiteren Abwicklung zu überreden.


Der Obmann des lokalen Fußballvereins, der zugleich Bürgermeister ist, wendet sich an Sie, ob die Greiner-Gruppe nicht bereit wäre die Fußballdressen seiner Spieler zu sponsern. Sie zeigen sich großzügig und sagen einen Betrag in Höhe von EUR 5.000,00 zu.

1. Ich habe keine Bedenken, schließlich erfolgt das Sponsoring für einen guten Zweck und die Greiner-Gruppe hat noch dazu eine entsprechende Werbung über die Dressen. Dass der Bürgermeister hinter dem Verein steht ist nochmals positiv. Vielleicht kann man den ja mal in einer anderen Angelegenheit brauchen.

2. Nein, ich sollte vor einer definitiven Zusage jedenfalls Rücksprache mit dem CO halte.


Der Obmann der örtlichen Musikkapelle, welcher zugleich Geschäftsführer eines wichtigen Kunden der Greiner-Gruppe ist fragt nach, ob Sie nicht neue Musikinstrumente sponsern wollen. Eine Gegenleistung, etwa in Form von Werbung für die Greiner-Gruppe, könne er jedoch nicht anbieten. Sie sagen dennoch zu und versprechen eine Spende in Höhe von EUR 5.000,00.

1. Die Zusage geht aus meiner Sicht in Ordnung. EUR 5.000,00 sind nicht viel und vielleicht bekommt Greiner so den nächsten Auftrag. Dass es keine Gegenleistung gibt, stört mich nicht weiter, schließlich ist es ja auch eine bloße Spende und kein Sponsoring.

2. Bevor ich die Zusage mache, bespreche ich mich mit dem CO.


Als Einkaufsverantwortlicher kann ich wählen, bei welchem Lieferanten ich Produkte beziehe. Bei der Angebotseinholung eines holzverarbeitenden Betriebes bietet man mir an, bei der Abnahme einer bestimmten Menge zum Einkaufspreis von EUR 1.000,- pro Einheit (10% unter dem Konkurrenzpreis) mir persönlich das Holz für meinen Hausbau um EUR 800,- pro Einheit zu verkaufen. Nachdem meine finanzielle Lage auf Grund des Hausbaus ohnehin schon angespannt ist, beginne ich zu überlegen. Wie soll ich mich verhalten?

1. Ich sage zu, da es für alle Beteiligten ein gutes Geschäft ist. Schließlich liegt der von mir erzielte Preis für das Unternehmen ja 10% unter dem Konkurrenzpreis.

2. Ich frage bei den anderen Lieferanten an, ob diese mir ein noch besseres „Entgegenkommen“ bieten können.

3. Ich bitte den Lieferanten, mir ein insgesamt günstigeres Angebot zu machen, auf den privaten Bezug verzichte ich.

4. Ich lehne das Angebot ab und nehme einen anderen Lieferanten.
Ich bin für die Abwicklung unterschiedlichster Großprojekte in unserer Firma zuständig. Unlängst wurde ich von einer unserer Baufirmen, die jedoch in den letzten Ausschreibungen nicht beauftragt wurde, zu einer Firmenbesichtigung nach Hamburg eingeladen. Die Kosten für Flug und Übernachtung werden von der Baufirma übernommen, die Besichtigung ist von Freitag bis Sonntag geplant. Darf ich das Angebot annehmen?

1. Da es sich um eine Firmenbesichtigung handelt, nehme ich das Angebot an. Den Freitag nehme ich mir frei. Deswegen muss ich auch meinen Vorgesetzten nicht informieren.

2. Ich nehme an der Besichtigung teil, möchte aber, dass die Kosten von meiner Firma getragen werden und ich eine offizielle Dienstreise mache.

3. Mir ist nicht ganz wohl bei der Sache. Daher schlage ich einen Kollegen vor, der die Einladung annehmen soll.

4. Ich beschließe, dass es in Ordnung geht, wenn mir der Flug sowie die Kosten für die erste Nächtigung von der Baufirma getragen werden. Die zweite Nächtigung bezahle ich aber lieber selbst.
Sie sind Einkaufsleiter in einer Unit der Greiner-Gruppe. Im Laufe der Jahre hat sich mit einigen Lieferanten ein nahezu freundschaftliches Verhältnis entwickelt und werden diese von Ihnen auch immer wieder mit entsprechenden Aufträgen bedient. Im Gegenzug erhalten Sie ab und zu Karten für die Oper, werden zu Motorsportveranstaltungen eingeladen oder können auf Kosten des Lieferanten ein paar Tage gemeinsam mit ihrer Familie in einer Therme genießen.

1. Ich nehme die Geschenke dankend an, schließlich hat doch keiner einen Schaden. Ich entscheide mich ohnedies stets für das günstigste Angebot.

2. Solange kein Bargeld verschenkt wird, ist das alles strafrechtlich unbedenklich.

3. Ich nehme die Geschenke an und teile sie unter meinen Mitarbeitern auf.

4. Sobald mir ein Geschenk angeboten wird halte ich mit dem CO Rücksprache.


Ihr russischer Geschäftspartner ersucht Sie eine höhere Rechnung auszustellen, um – wie er sagt – in seiner Heimat eine entsprechend höhere Förderung lukrieren zu können. Den zu viel bezahlten Betrag sollen Sie in weiterer Folge auf das private Konto des Geschäftspartners überweisen

1. Ich komme dem Ersuchen des Geschäftspartners natürlich gerne nach, für die Greiner-Gruppe entsteht dabei ja schließlich kein Schaden.

2. Ich habe bei der ganzen Sache zwar ein ungutes Gefühl, letzten Endes macht sich aber ohnedies nur der Geschäftspartner möglicherweise strafbar. Darüber hinaus spielt sich das Ganze ja im Ausland ab.

3. Ich stelle eine Rechnung in Höhe der tatsächlich erbrachten und vereinbarten Leistungen aus und informiere den CO.
Die Greiner-Gruppe beabsichtigt in der Ukraine ein neues Werk zu errichten. Die Betriebsanlagengenehmigung steht noch aus. Der zuständige Beamte teilt Ihnen mit, dass er da etwas machen könne. Die Genehmigung koste $ 30.000,00.

1. Ich nehme das Angebot dankend an, bezahle die $ 30.000,00 und erhalte zwei Wochen später die Genehmigung.

2. Ich habe bei der ganzen Sache zwar ein mulmiges Gefühl, zahle die $ 30.000,00 aber dennoch, schließlich kann mir nichts passieren, das Ganze spielt sich ja im Ausland ab. Darf ich halt in Zukunft nicht mehr in die Ukraine reisen.

3. Ich lehne ab und informiere den CO.


Ich arbeite in einem großen Werk und werde für diverse Reparaturen eingesetzt. Eines Tages fällt mir auf, dass ein Kollege eine Bohrmaschine am Abend in seine Tasche packt. Als er meine misstrauischen Blicke bemerkt, erklärt er mir, dass er gerade sein Haus umbaut und seine Bohrmaschine gestern kaputt gegangen ist. Deswegen borgt er sich diese aus, gibt sie aber natürlich, sobald er fertig ist, wieder zurück. Wie soll ich mich verhalten?

1. Ich tue gar nichts. Schließlich borgt sich der Kollege die Bohrmaschine nur für ein paar Tage aus.

2. Ich nehme mir vor, den Kollegen im Auge zu behalten und darauf zu achten, ob er die Bohrmaschine wieder zurückbringt. Wenn er es nicht macht, werde ich ihn zur Rede stellen.

3. Ich informiere unverzüglich meinen Vorgesetzten.


Meine Frau sucht nach ihrer Babypause eine geeignete Teilzeit-Arbeit. Im Gespräch mit einem unserer wichtigsten Lieferanten kommen wir zufällig auf dieses Thema zu sprechen und er erklärt mir, dass er ohnedies schon länger auf der Suche nach einer verlässlichen Halbtagskraft im Verkaufsbereich wäre. Meine Frau solle zu einem Bewerbungsgespräch vorbeikommen, dann könne man ja weiter entscheiden.

1. Ich lehne das Angebot ab.

2. Ich bedanke mich für das Angebot und vereinbare bereits für den nächsten Tag einen Termin zum Vorstellungs-gespräch für meine Frau.

3. Ich frage zuerst meinen Vorgesetzten/den Compliance-Helpdesk, was zu tun ist.

4. Ich frage den Lieferanten, ob er meine Frau nicht vielleicht in einem anderen seiner Unternehmen anstellen könnte, mit dem ich als Einkäufer nicht laufend geschäftlich zu tun habe.
Jeder Mitarbeiter kann in
Situationen kommen,
wo er entscheiden muss,
wie er sich bezüglich Einladungen,
Geschenken, Beamten, Amtsträgern verhält.

plus strafrechtliche Verfolgung im jeweiligen Land!
Verbands-
verantwortlickeits-
gesetz
Gesetze machen an Grenzen NICHT halt!
Local Compliance Officer
plus lokale Rechtsanwälte
93
Division
Compliance Officers
5
Group
Compliance Officer
1
Prozesse
Fragewesen
Notfall
Management
Schulung
Audit
Frage
Zugriff zu Infos /
System
Global Compliance
Navigator
Kontakt über
greiner@
global-compliance.info
aufnehmen
Anfrage einer
Bearbeitung
zuordnen
Frage beantwortet
und im
System erfasst!
Kopie der
behördlichen Anordnung erstellen
Verständigung der zu Informierenden durch
Greiner-emergency@
global-compliance.info
Anwalt begibt
sich zur Niederlassung

Information über
behördliche Ermittlung
an Anwalt und GCO
Begleitung des behördlichen Verfahrens durch lokalen Anwalt
Termin fixieren
und Vorbereitung des Audits
Durchführung
der
Audits
Auditprotokoll
mit
Maßnahmen erstellen
LCO und/oder
SCO
setzen
Maßnahmen um
Erstellung Gesamtbericht und Info an Vorstand und Aufsichtsrat (GCO)
Autom. bzw.
händischer Aufruf
zur Schulung
Durchführung
der Schulung bzw.
der 3 Module
Ablegen
der Prüfung
(8 Wochen)
Aktualisierung
der
EnTraS-DB
Quartalsweise automatisierter Schulungs-Record erstellen und an Helpdesk senden
Unerwartetes
behördliches
Einschreiten
Jährlichen
Auditplan
erstellen
Auslöser
Schulung
Beantwortung
(im System) &
Rückmeldung
(Email)
Woran
erkennt
man ein
Kartell?
Indizien
für mögliche
Kartelle
Markt mit wenigen
Anbietern und/oder
ähnlichen Produkten
Äußerliche Ähnlichkeiten bei Angeboten, zB gleiche Tipp- oder Kalkulationsfehler
Ein Bieter behauptet mit Nachdruck, der billigste Anbieter zu sein, und ist es auch
Verweis auf „Standardpreise“
Gleiche Endpreise
der „Verlierer“
einer Ausschreibung
Unseriöse Scheinangebote
Wechsel des Bestbieters nach
einem gleichen Schema (A-B-C; A-B-C)
Sprunghaftes Ansteigen von Marktpreisen ohne plausible Erklärung
Whistleblowing
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