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Intertextualität

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by

Thomas Trexler

on 28 January 2013

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Transcript of Intertextualität

Intertextualität Definition „I. bezeichnet die Eigenschaft von insb. literar. Texten, auf andere Texte bezogen zu sein.“ --> zwei Formen der Intertextualitätstheorie: universell-ontologisch (rezeptionsästhetisch)
spezifisch-deskriptiv
(produktionsästhetisch) Rezeptionsästhetisch Poststrukturalistisch geprägt durch Julia Kristeva
Auseinandersetzung mit Bachtin
I. als allgemeine Eigenschaft von Texten
entgrenzter Textbegriff
"Vom Werk zum Text"
Autor = Leser (schreibender Leser)
Text statt Subjekt
keine Originalität „Die beiden Grundpositionen der Intertextualitätstheorie verfolgen nicht nur unterschiedliche Interessen, sondern sind nur kompatibel, wenn auf die zugrundeliegende Texttheorie verzichtet wird. In der Aneignung der von Kristeva formulierten Problematik durch die hermeneutische Tradition bleibt von den radikalen text- und gesellschaftstheoretischen Konsequenzen nichts bestehen. Herausgearbeitet wird eine intertextuelle Poetik, die ein Beschreibungsinstrumentarium für intertextuelle Bezüge bereitstellt. Analysierbar ist einzig eine im Text ausgewiesene bzw. markierte intertextuelle Relation und ihr gilt das literaturwissenschaftliche Interesse.“

Bernd Stiegler: „Intertextualität.“ In: Texte zur Literaturtheorie der Gegenwart, S. 331. „Außer der vom Wortkünstler vorgefundenen Wirklichkeit von Erkennen und Handeln wird von ihm auch die Literatur vorgefunden: es gilt, gegen oder für alte literarische Formen zu kämpfen, sie sind zu benutzen und zu kombinieren, ihr Widerstand ist zu überwinden oder in ihnen ist Unterstützung zu suchen. Doch all dieser Bewegung und diesem Kampf im Rahmen des rein literarischen Kontextes liegt der wesentlichere, bestimmende primäre Kampf mit der Wirklichkeit von Erkennen und Handeln [...].“

zit. nach Manfred Pfister: Konzepte der Intertextualität. S. 2. „[J]eder Text baut sich als Mosaik von Zitaten auf, jeder Text ist Absorption und Transformation eines anderen Textes. An die Stelle des Begriffs der Intersubjektivität tritt der Begriff der Intertextualität, und die poetische Sprache lässt sich zumindest als eine doppelte lesen.“

Julia Kristeva: „Bachtin, das Wort, der Dialog und der Roman.“ In: Texte zur Literaturtheorie der Gegenwart. Hg. von Dorothee Kimmich u.a. Stuttgart 2003, S. 334-348, hier: S. 337. „Heute wissen wir, dass ein Text nicht aus einer Reihe von Wörtern besteht, die einen einzigen, irgendwie theologischen Sinn enthüllt (welcher die Botschaft des Autor-Gottes wäre), sondern aus einem vieldimensionalen Raum, in dem sich verschiedene Schreibweisen, von denen keine einzige originell ist, vereinigen und bekämpfen. Der Text ist ein Gewebe von Zitaten aus unzähligen Stätten der Kultur. […] [Der Schreiber kann] nur eine immer schon geschehene, niemals originelle Geste nachahmen. Seine einzige Macht besteht darin, die Schriften zu vermischen und sie miteinander zu konfrontieren, ohne sich jemals auf eine einzelne von ihnen zu stützen. Wollte er sich ausdrücken, sollte er wenigstens wissen, dass das innere ‚Etwas’, das er ‚übersetzen’ möchte, selbst nur ein zusammengesetztes Wörterbuch ist, dessen Wörter sich immer nur durch andere Wörter erklären lassen […].“ „Ein Text ist aus vielfältigen Schriften zusammengesetzt, die verschiedenen Kulturen entstammen und miteinander in Dialog treten, sich parodieren, einander in Frage stellen. Es gibt aber einen Ort, an dem diese Vielfalt zusammentrifft, und dieser Ort ist nicht der Autor (wie man bislang gesagt hat), sondern der Leser. Der Leser ist der Raum, in dem sich alle Zitate, aus denen sich Schrift zusammensetzt, einschreiben, ohne dass ein einziges verloren ginge. Die Einheit eines Textes liegt nicht in seinem Ursprung, sondern in seinem Zielpunkt – wobei dieser Zielpunkt nicht mehr länger als eine Person verstanden werden kann. Der Leser ist ein Mensch ohne Geschichte, ohne Biographie, ohne Psychologie. Er ist nur der Jemand, der in einem einzigen Feld alle Spuren vereinigt, aus denen sich das Geschriebene zusammensetzt.“ Produktionsästhetisch hermeneutisch-strukturalistisch geprägt:
spezifische Eigenschaft von Texten
Subjekt zentriert
von der Autorintention gesteuert
textanalytisch anwendbar
zusätzliche Ebene der Sinnkonstruktion Transtetxtualität nach Genette „alles, was ihn in eine manifeste oder oder geheime Beziehung zu anderen Texten bringt.“ (S. 9)
Intertexttualität: effektive Präsenz eines Textes in einem anderen (Zitat, Plagiat, Anspielung)
Paratextualität: Titel, Vorwort, Nachwort usw. aber auch prätextuelle Skizzen, Entwürfe usw.
Metatextualität: Explizite Auseinandersetzung mit einem Text (z.B. Literaturkritik)
Architextualität: taxonomische Zugehörigkeit eines Textes (teilw. auch paratextuell angeführt) → Aufgabe des Lesers
Hypertextualität: Beziehung zwischen Hypertext (Text B) und Hypotext (Text A) durch einfache Transformation (Inhalt gleich, Stil unterschiedlich) oder Nachahmung/ indirekte Transformation (Stil gleich, Inhalt unterschiedlich) Skalierung der Intertext-
ualität nach Pfister Referentialität: Wie stark wird die Beziehung zum Prätext thematisiert?
Kommunikativität: Wie bewusst sind sich Autor und Rezipient des Bezugs zum Prätext? Wie wird er markiert?
Autoreflexivität: Textimmanente Reflexion der Intertextualität
Strukturalität: Punktueller Bezug oder strukturelle Folie?
Selektivität: Wie pointiert und prägnant ist der Bezug?
Dialogizität: Semantische und ideologische Spannung Beispiel: Bodo Wartke, "König Ödipus". Welche Art von Transtextualität liegt vor?
Welche Prätexte lassen sich herausarbeiten?
Wie werden Bezüge markiert?
Welche Kanäle werden mit welchen Codes dabei bedient?
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