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Romeo und Julia auf dem Dorfe

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by

Louisa Schmacke

on 24 April 2015

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Transcript of Romeo und Julia auf dem Dorfe

Manz und Marti auf den Feldern, Vrenchen und Sali als Kinder am Spielen
Zu Beginn:

Die beiden Bauern essen immer zusammen zu Mittag, und die Kinder spielen immer zusammen auf dem Feld.

Ursache des Streites:

- brachliegender Acker wird versteigert, beide hatten sich jahrelang Teile des Landes angeeignet
-> Marti weigert sich, diese Teile wieder abzutreten

Auswirkungen des Streites:

- Gerichtsverhandlungen führen zur Verarmung beider Familien, Umgangsverbot für die Kinder
- Manz eröffnet in Seldwyla eine schlecht laufende Gaststätte
- beide sehen in der Fischerei ihren letzten Ausweg

Die Begegnung am Fluss:

- Streit und Handgreiflichkeiten
- letztes Treffen der Väter
- Stimmung durch heftiges Gewitter unterstützt
- Kinder sehen sich seit langer Zeit wieder
-> Wolkenriss (bessere Zeiten)
- Väter reißen sie auseinander, Kinder geben sich die Hände



Inhalt
Verwendte Symbolik
Acker in der Mitte
-> Konflikt zwischen Manz und Marti
-› wild, viele Steine, Unkraut: es kann nichts Gutes daraus kommen, zu böse, Aussichtslosigkeit der Zukunft
-› Symbol der moralischen Verwahrlosung, die sie in den finanziellen Ruin und zum Verlust der familiären Bindung führt
= Leitmotiv

Natur
-› Gewitter: Kampf zwischen Manz und Marti, unterstreicht den Konflikt
-› rote Blumen: Liebe

Geiger
-› Ankündigung der Zukunft
-› erscheint unheimlich, böse (nur auf Manz + Marti),
-› Außenseiter, kein perfekter Bürger (hat keinen Besitz, kein Geld, keine Heimat)
-› Symbol für den Tod
= Leitmotiv
poetischer Realismus
Inhalt
Die Zeit nach dem Streit:

- Väter noch verbitterter und ungepflegter
- Kinder treffen sich heimlich
- ein Treffen wird von Marti entdeckt
-> will auf Vrenchen einschlagen
- Sali wirft ihm einen Stein an den Kopf
-> Marti verliert das Bewusstsein

Das Ende der Familien:

- Marti wird ins Sanatorium eingeliefert
- Manz betreibt illegale Geschäfte
- Vrenchen verliert Elternhaus und gesamten Besitz
- Vrenchen und Sali verbringen einen gemeinsamen Tag
- bekommen ein Leben bei den Outlaws angeboten
-> lehnen ab und ertränken sich im Fluss
Gottfried Keller
Romeo und Julia auf dem Dorfe
Gliederung
allgemeine Informationen zum Roman
Informationen zum Autor Gottfried Keller
Charakteristik und Personenkonstellation
Inhalt
Deutung der verwendeten Symbolik
Realismus
Vergleich Shakespeare
Aktualität des Werkes
Quellen
Romeo und Julia auf dem Dorfe
- Autor: Gottfried Keller
- Seiten: ca. 80 Seiten
- Gattung: Novelle (Die Leute von Seldwyla)
- lange Entstehungszeit:
1848 konzipiert,
1855/56 ausgearbeitet und veröffentlicht
1875 Endfassung
- Epoche des poetischen Realismus
- auktorial erzählt
- umfasst Zeitraum von 12 Jahren
- zwei Handlungsabschnitte
Geschichte der Eltern
Geschichte der Kinder

Gottfried Keller
- geboren 9. 7. 1919 in Zürich
- Sohn eines Drechslermeisters
- Ausbildung zum Landschaftsmaler
-> erfolglos
- Rückkehr nach Zürich (1842)
-> politischer Lyriker
- Studium von Geschichte, Literatur und Philosophie in Heidelberg
- 1850-1855: freier Schriftsteller in Berlin
- erneute Rückkehr nach Zürich
- verstorben 1890 in Zürich



- berühmt als Meister poetischer Naturschilderungen von beeindruckender, oft bizarrer Schönheit
- einer der größten Vertreter der realistischen Dichtung
Vrenchen
Sali
Personenkonstellation und Charakteristik
Marti
Mutter
Manz
Mutter
der schwarze Geiger
Marti:
langer, knochiger Mann, ca. 40 Jahre alt, wirkt wie ein sicherer und gutbesorgter Bauer (S. 3, Z. 20-23)
später: rau, unfreundlich, grob (S. 15, Z. 6-8), besessen von Habgier und Sturheit
Mutter von Vrenchen:
wird kaum erwähnt, besorgte Mutter und Hausfrau,
verstirbt über den Streit
Manz:
langer, knochiger Mann, ca. 40 Jahre alt, bedachter, zufriedener Bauer (S. 3 Z. 20-23)
später: aggressiv, unzufrieden, grob, wird kriminell
Mutter von Sali:
übereifrig, auf den äußeren Eindruck bedacht, dominant und autoritär, schlechte Selbstwahrnehmung
der schwarze Geiger:
Outlaw, von der Gesellschaft verstoßen und benachteiligt, lebt mit einer Gruppe ebenfalls Verstoßener in den Bergen,
gruselige Gestalt (Assoziation des Teufels)
Vrenchen:
gut erzogenes Mädchen, bräunliche Gesichtsfarbe, krause, dunkle Haare (S. 5 Z. 10), 17 Jahre alt, muss nach dem Tod ihrer Mutter die gesamte Hausarbeit übernehmen, kennt Sali seit ihrer Kindheit, unsterblich in ihn verliebt
Sali:
(eigentlich Salomon), 19 Jahre alt, hübscher und kräftiger Bursche (S.21 / Z.13-15), liebt Vrenchen, ist mit dem Verhalten seines Vaters nicht

einverstanden
3. 9. 1847

"Im Dorfe Altsellerhausen bei Leipzig liebten sich ein Jüngling von neunzehn Jahren und ein Mädchen von siebzehn Jahren, beide Kinder armer Leute, die aber in einer tödlichen Feindschaft lebten und nicht in eine Vereinigung des Paares willigen wollten. Am 15. August begaben sich die Verliebten in eine Wirtschaft, wo sich arme Leute vergnügen, tanzten da selbst bis nachts ein Uhr und entfernten sich hierauf. Am Morgen fand man die Leichen beider Liebenden auf dem Felde liegen; sie hatten sich durch den Kopf geschossen."
Kleidung
-› Vrenchen: arm, aber sauber
-› Manz + Marti: schmutzig
-> Symbol für ihre Moral

Steine
->
Unfruchtbarkeit, Wildnis, Tod und die Zerstörung der Harmonie zwischen den beiden Familien -> Wendepunkt: Stein = Symbol für neues Leben
Symbol der Puppe
- Seite 8/9, Z. 36-30

-> Abwerfen = Vorrausblick auf Steinwurf auf Marti
-> Zerstückeln = Auseinandergang der Familien
-> Begraben der lebenden Fliege = Einlieferung ins Sanatorium wird als "lebendiges Begräbnis" beschrieben
1848-1890
- realistische Züge schon im 15./16. Jahrhundert zu erkennen (Shakespeare) -> erst ab 19. Jahrhundert wirklich anerkannt

- gegen Klassik und Romantik
- Darstellung des Erfahr- und Überprüfbaren (keine Fantasie)
- Gefühle und Meinung des Dichters bleibt außen vor

- Handlung meist in kleinen Orten oder Dörfern auf dem Land
- Figuren: häufig Handwerker, Kaufleute oder Bauern
- kleine Welt des Privaten, statt große Politik
- Erzählung soll wie Bericht über reales Vergangenes wirken
- bevorzugte Gattungsform: Novelle


Der Fluss
-> erste und letzte Symbol = Elend, Tod
-> spiegelt Stimmung
ohne Streit = schön, ruhig
im Streit = tosend, reißend, gegenanschreien
Sali wartet auf Vrenchen: glänzt in der Sonne, fließt ruhig vor sich hin
-> S. 79, "bald" = "Ausschleichen" der Geschehnisse und des Lebens der Verliebten
Vergleich Shakespeare
statt zwei Adelsfamilien, zwei schweizer Bauernfamilien - Mittelalter -> Gegenwart

Vergleich der Werke anhand von bestimmten Situationen:

Gemeinsamkeiten:

-› Feindseligkeit der Väter = Grund für die Tragik des Gesehens (bei beiden ca. 1/3 der Dichtung für den Streit)
-› Romeo und Sali werden unter Zwang der Verhältnisse schuldig: Tötung Tybalts, Steinwurf

-› Romeo und Julia / Sali und Vrenchen sind sich der Tragik ihres Liebesbundes bewusst und fürchten sein nahendes Ende

Unterschied:

-> Tod Romeo und Julia auf Grund eines Irrtums
-> Sali und Vrenchen = bewusste, gemeinsame Entscheidung (Realismus!!)

Aktualität des Werkes
http://referaty.hledas.cz/referat/16017/11/romeo-und-julia-auf-dem-dorfe--interpretation
Quellen
http://www.schreiben10.com/referate/Literatur/38/Romeo-und-Julia-auf-dem-Dorfe-reon.php
http://bodendertatsachen.com/poetischer-realismus/
- Motiv der Liebe -> immer aktuell
- unmögliche Liebe -> auch heute vergleichbare Situationen
- besonders in unserem Alter gute Identifikation mit den Hauptfiguren
- Schriftstil gut verständlich
- mehrere Verfilmungen/ Theateraufführungen (besonders 2013/14)

http://www.unidog.de/dokument-ansehen/1829
Reclam-Verlag, Romeo und Julia auf dem Dorfe, Keller, Text und Kontext
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