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SCC-Schulung Vorgesetzte

SCC-Schulung für Vorgesetzte der operativen Ebene
by

Lexa Framsi

on 12 August 2013

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Transcript of SCC-Schulung Vorgesetzte

Vor Beginn der Aushubarbeiten prüfen, ob erdverlegte Leitungen vorhanden sind.

Bei Aushubarbeiten sind alle Einflüsse zu berücksichtigen, die die Standsicherheit der Grabenwände beeinträchtigen können. Das sind z. B.:
Störungen des Bodengefüges (Klüfte, Verwerfungen)
Aufschüttungen
Grundwasserabsenkungen
Zufluss von Schichtenwasser
starke Erschütterungen (Verkehr, Rammarbeiten)

Gräben dürfen ohne Verbau mit senkrechten Wänden bis 1,25 m Tiefe hergestellt werden, wenn
Fahrzeuge und Baugeräte die zulässigen Abstände einhalten,
keine besonderen Einflüsse die Standsicherheit gefährden,
keine baulichen Anlagen gefährdet werden,
die Neigung des Geländes bei nichtbindigen Böden ≤ 1:10, bei bindigen Böden ≤ 1:2 beträgt,
beidseitig ein unbelasteter Schutzstreifen von ≥ 0,60 m freigehalten wird .

Bei Grabentiefen bis 0,80 m kann auf einer Seite auf den Schutzstreifen verzichtet werden.

Gräben dürfen ohne Verbau in mindestens steifen, bindigen Böden bis 1,75 m Tiefe hergestellt werden, wenn
die Neigung des Geländes ≤ 1:10 beträgt,
beidseitig ein unbelasteter Schutzstreifen von ≥ 0,60 m freigehalten wird,
die Grabenwände abgeböscht werden oder der mehr als 1,25 m über der Sohle liegende Bereich der Grabenwand entweder unter ≤ 45° abgeböscht oder gemäß Abb. gesichert wird.
Organisatorisch
Technisch
Security Certifikate Contraktors
SCC-Schulung
Einführung SCC-Schulung
Danke für Ihre Aufmerksamkeit
Industrie setzt Dienstleister für technische Aufgaben ein, sog. Kontraktoren für Dienst- oder Werkleistungen.
Erste Hilfe im Betrieb
Alkohol, Medikamente und Drogen
Risikoanalyse in der letzten Minute
LMRA Last Minute Risk Analysis
Viel Erfolg bei der Prüfung
Kontraktorenpersonal übersteigt häufig die Zahl des Eigenpersonals.
Kontraktoren wirken maßgeblich auf die Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzstandards des Auftraggebers ein und damit direkt auf die Qualitätsstandards.
1994 Einführung eines Qualitätsstandarts für Kontraktoren durch die Mineralölindustrie in den Niederlanden.
- SCC ( Sicherheits-Certifikat-Contraktoren)
1995 Übernahme der Verfahrensweise in Deutschland durch die "Trägergemeinschaft Akreditierung" (TGA GmbH) mit Sitz in Hamburg.
Schulung und Prüfung für Mitarbeiter, Abschlußprüfung mit 40 oder 70 Fragen (Multiple-Choice).
Bei erfolgreichem Abschluß erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat, das 10 Jahre gültig ist.
Themenübersicht
1. Gesetzgebung und Überwachung im Arbeitsschutz
2. Gefährdungs- und Risikobeurteilung
3. Unfallursachen, Unfallverhütung, Meldepflicht, Erste Hilfe
4. Sicherheitsgerechtes Verhalten
5. Betriebliche Organisation
6. Notfallmaßnahmen
7. Umgang mit Gefahrstoffen
8. Brand- und Explosionsschutz
9. Arbeitsmittel und Arbeitsverfahren
10. Elektrizität und Strahlung
11. Arbeitsplatzgestaltung
12. Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Prüfung
1839 Verbot der Kinderarbeit unter 9 Jahren
1869 Die Gewerbeordnung verpflichtet Unternehmer zum Arbeitsschutz
1885 Das erste Unfallversicherungsgesetz tritt in Kraft
1911 Die Reichsversicherungsordnung tritt in Kraft
1989 Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz 89/351/EWG
1996 Siebentes Buch Sozialgesetzbuch ( SGB VII) löst die alten Gesetze ab
Verpflichtung der Unfallversicherung für alle Arbeitnehmer
Ermächtigung der Berufsgenossenschaften zum Erlass von Verordnungen
Rechtliche Grundlage für die Arbeit der BG
2008 Berufsgenossenschaftsmodernisierungsgesetz
2011 Nach Fusionen noch 9 BGen
Gesetze und Verordnungen von damals bis heute
Die Gesetzgebung im Arbeitsschutz teilt sich auf in
Staatliches Regelwerk
Berufsgenossenschaftliches Regelwerk
Arbeitsschutzgesetz
Arbeitssicherheitsgesetz
Arbeitszeitgesetz
Mutterschutzgesetz
Jugendarbeitsschutzgesetz
Chemikaliengesetz
Gerätesicherheitsgesetz
Strahlenschutzgesetz
...
Vorschirften der Unfallvers. (DGUV-V)
Berufsgen. Vorschrift (BGV)
Berufsgen. Regeln (BGR)
Berufsgen. Grundsätze (BGG)
Berufsgen. Informationen (BGI)
Jedes Gesetz hat nachgeordnete Verordnungen,
Beispiel Arbeitsschutzgesetz:
Arbeitsstättenverordnung
Baustellenverordnung
Betriebssicherheitsverordnung
Bildschirmarbeitsverordnung
Lärm- und Vibrationsarbeitsschutzverordnung
...
Für wen gelten die Regeln der BG?
Für alle Arbeitnehmer in Deutschland und für Arbeitnehmer aus
dem Ausland, die in deutschen Unternehmen tätig werden.
Ein Verstoß gegen das Regelwerk kann zu einem Bußgeld oder den Verlust des Versicherungsschutzes führen.
Dieses System nennt man auch
"Dualismus im Arbeitsschutz."
Ersthelfer leistet die Erste Hilfe bis Arzt oder Sanitäter kommt
Herz-Lungen-Wiederbelebung, Beatmung
Stillen starker Blutungen
Wunden verbinden oder versorgen
Stabil lagern, Vitalfunktionen kontrollieren
Rettungswagen oder Notarzt übernehmen die weitere Behandlung oder den Transport ins Krankenhaus.
Maßnahmen im Notfall
Sofortmaßnahmen durchführen
Verunfallten sichern oder Bergen (wenn möglich)
Verletzten zudecken und beruhigen
Verletzten ggf. richtig lagern (hinsetzen oder hinlegen)
Notruf absetzen, Hilfe holen, Ersthelfer hinzuholen
Beim Notruf die 5 W beachten:
Wo ist es passiert
Was ist passiert
Wie viele Verletzte oder Betroffene
Welche Verletzungen oder Beschwerden
Warten auf weitere Fragen
Maßnahmen im Notfall
Jeder leistet Soforthilfe!
Jeder setzt Notruf ab!
Ersthelfer leistet Erste Hilfe!
Ersthelfer oder Sanitäter legt Transportmittel oder weitere Maßnahmen fest.
Bei kleineren Verletzungen oder Unwohlsein auch Transport mit Taxi
oder PKW möglich.
Arzt übernimmt Behandlung
Wer hilft wie?
besondere Rettungsmittel unterweisen
diese regelmäßig auf Funktionsfähigkeit überprüfen
fachliche Organisation klären
Organisation im Betrieb
zentral und für jeden schnell erreichbar die Erste-Hilfe-Materialien und Rettungsgeräte bereit halten
Flucht- und Rettungswege freihalten
Zugänglichkeit
ausreichende Menge
sachgemäße Aufbewahrung
Schutz vor Schmutz und Nässe
Inhalt regelmäßig kontrollieren und Auffüllen oder Ergänzen
Erste-Hilfe-Material
Folgen zeigen sich manchmal erst später
deshalb wichtig:
jede Erste-Hilfe-Leistung ins Verbandbuch eintragen!
Nachweis Führen
Auch durch kleinste Verletzungen können durch Verschmutzungen Wundinfektionen entstehen

deshalb:
kleinste Wunden auch versorgen


Nur Erstversorgung durchführen!
weitere Versorgung durch Ärzte und Sanitäter
Kleinere Hilfen
Jeder muss schnell erkennen, wie er:
Ersthelfer
Rettungsleitstelle
Betriebsarzt
D-Arzt
Krankenhaus
erreichen kann
Aktuelle und vollständige Unterstützung im Betrieb
fachgerechte Hilfe kann man nicht von allein
Ersthelfer Grundausbildung in 8 Doppelstunden

"Sofortmaßnahmen am Unfallort" nur als Auffrischung!
Erlernen der Ersten Hilfe
Arbeitsplatz oder Freizeit
 viele Unfallrisiken
 es kommt unweigerlich zu Unfällen

Aufgabe der Ersten Hilfe:
Die Folgen so gering wie möglich halten
Je schneller desto besser!
Aufgabe der Ersten Hilfe
Erste Hilfe im Betrieb
Überwachung der Einhaltung des Regelwerkes
Zuständig für die Überwachung sind die jeweiligen
Arbeitsschutzbehörden
Staatliches Regelwerk
Landesämter
(LaGetSi, LafA)
Berufsgenosenschftliches Regelwerk
Technische Aufsichtspersonen
der Berufsgenossenschaften
(TAB)
Rechte und Pflichten
Der Arbeitgeber
Der Arbeitnehmer
Muss die erforderlichen Maßnahmen zum Arbeitsschutz treffen, die die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter betreffen.
Muss die Arbeit so gestalten, dass Gefahren für die Gesundheit der Mitarbeiter vermieden werden.
Muss Gefährdungsbeurteilungen für die Tätigkeiten seiner Mitarbeiter erstellen und die darin festgelegten Maßnahmen umsetzen und überprüfen.
Muss die Kosten für die geforderten Schutzmaßnahmen tragen (PSA, Arbeitsmittel usw.)
Muss die arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen für seine MA durchführen lassen.
Muss Arbeitsunfälle, Schwangerschaften, Sonn- und Feiertagsarbeit usw. den jeweiligen Stellen melden.
Muss seine Mitarbeiter regelmäßig Unterweisen und auf die Gefahren bei ihren Tätigkeiten hinweisen (Dokumentation)
Bei Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen einen Koordinator beauftragen, der die Arbeiten aufeinander abstimmt
Bildet einen Arbeitsschutzausschuss (ab 20 MA)
Dabei helfen ihm Sicherheitsingenieur, Betriebsarzt und weitere
Muss aktiv an allen Arbeitsschutzmaßnahmen mitwirken.
Muss entsprechend seiner Möglichkeiten für seine Sicherheit und Gesundheit selber mitsorgen.
Defekte an Arbeitsmitteln oder Schutzeinrichtungen sofort melden.
Sich immer aufmerksam und sicherheitsbewusst verhalten.
Muss die Weisungen des Arbeitgebers zum Arbeitsschutz befolgen.
Ist verpflichtet an Unterweisungen teilzunehmen.
Muss den AG auf Mängel beim Arbeits- und Gesundheitsschutz hinweisen.
Darf sich an die zuständige Stelle oder Behörde wenden, wenn trotz Meldung und Mahnung Mängel nicht beseitigt werden.
Ist verpflichtet Beinaheunfälle und kritische Situationen dem Vorgesetzten melden

Jeder hat die Pflicht bei unmittelbarer Gefahr im Verzug
geeignete Sofortmaßnahmen zu ergreifen.
Und wenn doch mal was passiert ...
Anmerkung:
1. Weltkrieg
1914 bis 1918
Dipl.-Ing. A. Isler, Büro für Arbeitssicherheit und Brandschutz, www.sifa-berlin.de
Tödliche Arbeitsunfälle
Entwicklung 1886 bis 2008 (Quelle DGUV)
Ein Unfall ist ein von außen auf den menschlichen Körper einwirkendes, unfreiwilliges Ereignis, das zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führt.

Ein Arbeitsunfall ist dann gegeben, wenn der Arbeitnehmer im Rahmen seiner versicherungspflichtigen Tätigkeit einen Unfall erleidet.
(§ 8 Absatz 1 SGB VII)

Meldepflichtig ist jeder Arbeitsunfall, der zu einer Arbeitsunfähigkeit von drei oder mehr Tagen führt,
der Unfalltag zählt nicht mit
Wochenende und Feiertage zählen mit
und Unfälle mit Todesfolge.
Was ist ein Arbeitsunfall?
Zur Versicherten Tätigkeit zählen auch die Wege von der Wohnung zum Arbeitsplatz und zurück, sowie davon Abweichend Wege um:
Kinder zur Betreuung zu bringen oder davon abzuholen
Fahrgemeinschaften mit Kollegen zu bilden
Verpflegung zum alsbaldigen Verzehr zu kaufen (z.B. Frühstück)
Der Weg beginnt an der Tür, die das Wohnhaus des Mitarbeiters von der Straße trennt.

Als Gesundheitsschaden gilt auch die Beschädigung oder der Verlust eines Hilfsmittels
(z.B. Brille, Holzbein oder Gebiss)

Nicht versichert sind Abweichungen vom Arbeitsweg aus privatem Interesse, wie z.B. Einkaufen, Sport, Hobbys usw.
Was ist ein Wegeunfall?
Unfälle werden gemeldet durch:
Formular (Papier oder PFD/Word, Vorlagen gibt es bei der BG)
Sofortmeldung per Anruf
Elektronisch im Extranet der BG
Je ein Exemplar für BG, Unternehmer (Dokumentation), SiFa, Betriebsarzt, Betriebsrat.
Auf den Datenschutz achten!
Unfallmeldung
Enthält Vorgaben zur Sicherung und Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit.
Aufgaben und Leistungen der Berufsgenossenschaften
Die BGen sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (ebenso die Unfallkassen des Bundes und der Länder).
Bei ihnen sind alle Arbeitnehmer in Deutschland pflichtversichert.
Auch bei Arbeiten weltweit, wenn zeitlich befristet und das Arbeitsverhältnis in Deutschland besteht (Beispiel: Montage)
Die BG übernimmt sämtliche Kosten für die Heilbehandlung bis zur Wiederherstellung der Gesundheit oder eine Rentenzahlung bei bleibenden Schäden.
Arbeitgeber leistet nach Unfall oder Krankheit normal die Lohnfortzahlung für 6 Wochen
Aufgaben des Sicherheitsingenieurs im Betrieb
Berät den Unternehmer in allen Fragen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb und bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen.

Hat im Rahmen einer speziellen Ausbildung das notwendige Fachwissen erworben und muss dieses regelmäßig durch Fortbildungen erhalten.

Berät alle Beteiligten bei der Beschaffung von Maschinen und Anlagen sowie anderen Arbeitsmitteln im Hinblick auf Sicherheitsrelevante Fragen.
Aufgaben des Betriebsarztes
Untersucht die Mitarbeiter gemäß den arbeitsmedizinischen Grundsätzen und bewertet entsprechend den Gesundheitszustand und die Tauglichkeit.
(G25 "Tauglichkeit für Fahr-, Leit- und Steuertätigkeiten")

Berät den Unternehmer und die Mitarbeiter in Fragen des Gesundheitsschutzes.

Unterliegt (natürlich!) der ärztlichen Schweigepflicht!
Europäisches Recht und Nationales Recht
Europäische Union
EG Staatsvertrag
EG Richtlinien
Staatliches Recht
Gesetze,
Verordnungen,
Vorschriften
"Allgemein anerkannte Regeln" (Normen, Technische Regeln)
EG Verordnungen
Das GS-Zeichen
Geprüfte Sicherheit
Die GS-Kennzeichnung ist im Gegensatz zur CE-Kennzeichnung freiwillig.

Um das GS-Zeichen anbringen zu dürfen und ein produktbezogenes Zertifikat zu erhalten, muss der Hersteller sein Produkt von einer zugelassenen Prüfstelle (GS-Stelle) einer Baumusterprüfung unterziehen.

Liste zugelassener Prüfstellen bei dem BAuA zu finden.
Die CE-Kennzeichnung ist ein Zeichen, das den freien Warenverkehr in Europa regelt und vom Hersteller in Eigenverantwortung angebracht wird.
Hersteller sind zur Anbringung eines CE-Zeichens verpflichtet und bestätigen damit, dass ihre Produkte konform zu geltenden EG-Richtlinien sind.
Sie sind damit auch die Verantwortlichen für diese Produkte.
Besonders gefährliche Arbeiten
Heiß- und Feuerarbeiten in explosionsgefährdeten Bereichen
Schweißarbeiten in engen Räumen
Alle Arbeiten in Behältern
Arbeiten mit erhöhter Absturzgefahr
Besonders gefährliche Arbeiten sind solche Arbeiten, bei denen eine erhöhte Gefährdung aus dem Arbeitsverfahren, der Art der Tätigkeit, den verwendeten Stoffen oder aus der Umgebung gegeben sind.
Gesetzliche Bestimmungen
Gefährdungs-
und Risikobeurteilung
Die LMRA ist ein letzter Check für sicheres Arbeiten unmittelbar vor Arbeitsbeginn.
Beurteilen Sie die Risiken! Liegen außergewöhnliche Risiken vor? STOP!
Im Zweifelsfall nicht mit den Arbeiten beginnen, beraten Sie Sich mit Ihrem Vorgesetzten.
Treffen Sie Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, können Sie etwas tun um die Risiken zu reduzieren?
Stellen Sie Sich die folgenden Fragen:
Weiß ich, was mir zustoßen kann und wie ich das verhindern kann?
Weiß ich genau, welche Risiken mit der Arbeit verbunden sind und kann ich diese Risiken beherrschen?
Weiß ich genau was ich tun muss und kann ich es auch genau so ausführen?
Habe ich alles, was ich für die sichere Ausführung der Arbeit benötige (Werkzeug, PSA usw.)?
Nach Pausen oder Arbeitsunterbrechungen:
Sind die Umstände unverändert?
5 Mal Ja? Na dann: Los!
Die LMRA-Fragen gibt es als App für's Handy
Rangfolge
der Maßnahmen
zur Unfallverhütung
Oberstes Ziel ist immer die Beseitigung der Gefahr!
Kann die Gefahr nicht direkt beseitigt werden muss das Zusammentreffen von Mensch und Gefahr verhindert werden.
Wenn die vorgenannten Methoden nicht ausreichen muss man die Menschen direkt schützen (PSA)
Persönlich
Rangfolge bei Arbeitsschutzmaßnahmen
Technisch
Organisatorisch
Persönlich
Unfallursachen, Unfallverhütung
und Unfallmeldung
Auch kleinste Verletzungen, bei denen Erste Hilfe geleistet wird
müssen dokumentiert werden.
Eintrag ins Verbandbuch!
Sicherheitsgerechtes Verhalten
S
O
S
+
=
auberkeit
rdnung
icherheit
Sauberkeit und Ordnung sind eine Grundvorraussetzung für sicheres Arbeiten (nicht nur auf Bau- und Montagestellen)
Freie Zufahrtswege
Zugewiesene Lagerplätze
Sichere Verkehrswege
=
Unfallgefahr deutlich minimiert!
Stolpern, Rutschen, Stürzen
- zählen zu den häufigsten Unfallursachen
- ausgelaufene Flüssigkeiten sofort aufnhemen
- Stolperstellen vermeiden
- Verkehrswege immer freihalten
5 % aller Beschäftigten gelten als alkoholsüchtig, weitere 10 % als stark gefährdet.
Erhebungen zufolge trinken 11 % der Beschäftigten täglich Alkohol am Arbeitsplatz, 41 % gelegentlich.
Alkoholkranke fallen durch 16 mal häufigere Fehlzeiten, 3,5 mal häufigere Arbeitsunfälle und um 25 % reduzierte Arbeitsleistung gegenüber nichtabhängigen Kollegen auf.
In einem Betrieb mit 1.000 Beschäftigten entstehen durch Alkohol und Drogen jährliche Einbußen von rund 325.000 Euro.
74.000 Männer und Frauen sterben in Deutschland jährlich vorzeitig an alkoholbedingten Erkrankungen.
Es entstehen ca. 24 Mrd. Euro an volkswirtschaftlichen Kosten für alkoholbezogene Krankheiten.

(Quellen: DHS Jahrbuch Sucht 2009, http://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst.de
(24.02.09;11:30 MEZ), Vgl. auch Hessische Landesstelle für Suchtfragen e. V.: Daten und Fakten zum Thema Alkohol 2009)
Alkohol am Arbeitsplatz, die Fakten
Blutalkoholkonzentration (BAK) in Promille =
Alkoholgehalt verschiedener alkoholischer Getränke in Gramm
Nur ein Gläschen …
Der Körper baut Alkohol nur sehr langsam ab
Männer: 0,1 bis 0,15 Promille pro Stunde
Frauen: 0,085 bis 0,1 Promille pro Stunde
Häufig hat man bei Arbeitsantritt noch so viel Restalkohol im Blut, dass man weiterhin beeinträchtigt ist.
Eine kalte Dusche oder eine Tasse Kaffee ist in dem Fall
wirkungslos.
Am nächsten Morgen
Ein kleines Glas alkoholischer Getränke enthält ungefähr 10 g reinen Alkohol. Das entspricht einem kleinen Bier (0,25 l), einem Glas Wein (0,125 l) bzw. Sekt oder 0,04 l Spirituosen (33 Vol. %).
Erwachsene sollten täglich nicht mehr als 24 g (Männer) und 12 g (Frauen) reinen Alkohol zu sich nehmen.
Doch auch diese risikoarme Trinkmenge darf nicht täglich konsumiert werden.
Ergänzend gilt deshalb die Empfehlung, wenigstens an ein oder zwei Tagen pro Woche keinen Alkohol zu trinken bzw. einmal im Jahr für mehrere Wochen alkoholfrei zu leben.
Die Dosis macht das Gift

Gefährdung des Arbeitsverhältnisses (verhaltens- oder personenbedingte Kündigung)
Schadensersatz gegenüber Arbeitgeber (für grob fahrlässig verursachte Schäden an Fahrzeugen, Ladung, Maschinen usw.)
Verlust des Entgeltfortzahlungsanspruchs (bei allein auf Alkoholmissbrauch beruhenden Unfällen im beruflichen und privaten Umfeld!)
Die Konsequenzen: Arbeitsrecht
Bei Arbeits- und Wegeunfällen: Verlust des Versicherungsschutzes in der gesetzlichen Unfallversicherung
(wenn Alkohol „die allein wesentliche Ursache“ war)
Bei Verletzung eines anderen Mitarbeiters: bei grob fahrlässigem Verhalten: Regressforderung der Berufs-genossenschaft für angefallene Kosten
Die Konsequenzen: Sozialversicherungsrecht
Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1)

§ 7 Der Unternehmer darf Versicherte, die erkennbar nicht in der Lage sind, eine Arbeit ohne Gefahr für sich oder andere auszuführen, mit dieser Arbeit nicht beschäftigen.

§ 15 Beschäftigte dürfen sich durch den Konsum von Alkohol, Drogen, anderen berauschenden Mitteln oder Einnahme von Medikamenten nicht in einen Zustand versetzen, durch den sie sich selbst oder andere gefährden.
Regelwerk der Unfallversicherung
Unerwünschte Nebenwirkungen
Beeinträchtigungen, Fahrtauglichkeit, Kombinationswirkung

Doping am Arbeitsplatz: Jeder 20. Arbeitnehmer nimmt Mittel gegen Stress, Depression, Angst, Nervosität, Unruhe, Müdigkeit oder zur Konzentrationssteigerung

Risiko Abhängigkeit und Sucht:
Körperliche oder Psychische Abhängigkeit
„Nicht-mehr-aufhören-können“ oder „ohne geht es nicht“
Problem Medikamente
Achten Sie auf Sich und Ihre Kollegen
Sprechen Sie Kollegen an, wenn Sie glauben dass diese mit Medikamenten, Alkohol oder Drogen ein Problem haben könnten.
Bieten Sie Hilfe an!
Meiden Sie Streitgespräche mit offensichtlich betrunkenen oder unter Drogen stehenden Menschen, das führt zu nichts.
Fazit
Weiche Drogen?
Auch nach über 24 Stunden nach dem Konsum von Marihuana können Koordinationsstörungen auftreten!
Verletzte Körperteile bei Arbeitsunfällen
Hände 46%
Füße 28%
Kopf 13%
Rumpf und Organe 5%
Rücken und Wirbelsäule 3%
andere oder nicht definiert 5%
Sicherheitsgerechtes
Verhalten
Mängel an Arbeitsmitteln, Maschinen oder andere, sicherheitsrelevante Probleme unverzüglich melden.
Betriebsanweisungen und Weisungen der Vorgesetzten bezüglich Arbeitssicherheit beachten und befolgen
Geforderte oder Vorgeschriebene PSA benutzen
Wenn Informationen, geeignete Werkzeuge oder Materialen zum sicheren Arbeiten fehlen, Vorgesetzten informieren und nicht mit der Arbeit beginnen.
Kreativität bei der Arbeit zu Lasten der Arbeitssicherheit ist unerwünscht, gefährlich und gesetzeswiedrig.
Betriebliche Organisation
-Rechte und Pflichten
-Betriebsanweisungen
Der Betriebsrat hat in Sachen Arbeitssicherheit auch ein Mitspracherecht.

Er ist Mitbestimmngsberechtigt bei der Auswahl des Sicherheitsingenieurs

Er ist Teilnehmer an Arbeitsschutzsitzungen
Der Betriebsrat
Betriebsanweisungen
Richten sich direkt an einzelne Mitarbeiter oder Mitarbeitergruppen, die mit bestimmten Tätigkeiten beauftragt sind.
Sind innerbetriebliche Anweisungen, die unbedingt zu befolgen sind.
Sind gut sichtbar und zugänglich auszulegen oder auszuhängen, damit sich die Mitarbeiter jederzeit dadurch informieren können.
Dienen als Grundlage für die Unterweisungen im Arbeitsschutz
Immer vor Aufnahme der Tätigkeit
danach mindestens einmal jährlich
bei Änderungen im Arbeitsablauf oder
bei Einführung neuer Verfahren
Für Führungskräfte der operativen Ebene
Steckscheiben zur Sicherung von Anlagen
Werden verwendet um Zuleitungen zu Tanks oder Anlagen abzuschließen
Pflicht bei Arbeiten in abgeschlossenen Räumen (Tanks) mit nicht sicher trennbaren Zuleitungen
Enthalten Angaben zu Abmessungen und weitere Eigenschaften auf dem Stiel, dieser steht nach Einbau seitlich aus dem Flansch sichtbar heraus.
Muss den auftretenden Drücken (beidseitig) und Temperaturen standhalten und beständig gegenüber den vorhandenen Medien oder Stoffen sein
Sicherung von Anlagen und Arbeitsplätzen
Sicherungsmaßnahmen sind immer dann erforderlich, wenn durch die Umgebung Gefahren bestehen oder Gefährdungen entstehen können.
Beispiele:
- Verkleidungen oder Umzäunungen bei Antrieben
- Hinweise auf bewegte Arbeitsmittel (Roboter,
Transporteinrichtungen usw.)
- Absturzsicherung an Absturzkanten > 2m
Keine besonderen Maßnhamen sind notwendig bei Montagearbeiten in ausgewiesenen Werkstätten
(Beispiel: Zusammenbau von Anlagenteilen auf dem Kontraktorenplatz)
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung
Gefahrstoffkennzeichnung
Rettungszeichen
Gebotszeichen
Verbotszeichen
Warnhinweise
Brandschutzzeichen
Das Erlaubnisscheinverfahren
Heißarbeiten, Feuerarbeiten, Tätigkeiten mit erhöhter Brandgefahr
Arbeiten in Behältern, Engen Räumen, Anlagen
Arbeiten an Elektrischen Anlagen > 1000 Volt
Einsatz von Gefahrstoffen bei Bau- und Montage
Das Verfahren dient dazu, die Arbeiten gut vorzubereiten und sicher auszuführen.
Der Schein enthält Angaben zu
freigegebenem Zeitraum, in dem die Arbeiten durchgeführt werden dürfen
Arbeitsbereich, in dem gearbeitet werden darf
Verantwortliche und durchführende Mitarbeiter, bei Heißarbeiten zusätzlich Brandwache
Besondere Massnahmen zur Sicherheit
Notfallmaßnahmen
Notfallmaßnahmen
Wofür? Womit? Wie?
Wofür?
Unternehmen müssen Maßnahmen planen, treffen und überwachen für den Fall dass
Brände entstehen oder sich Explosionen ereignen
Stoffe (gefährlich für Mensch oder Umwelt) unkontrolliert austreten
Der Betriebsablauf in gefährlicher Weise gestört wird
Mitarbeiter oder andere Personen verletzt werden oder medizinische Hilfe brauchen
Weitere Notfälle müssen betriebsspezifisch eingeplant werden um geeignete Maßnahmen zu ergreifen
Womit?
Unternehmen müssen die folgende Ausstattung vorhalten und regelmäßig auf Funktion, Aktualität und Vollständigkeit überprüfen
Erste-Hilfe-Kasten oder weitere Ausstattung zur Hilfeleistung
Feuerlöscher, Mittel zur Brandbekämpfung
Alarmplan, Flucht- und Rettungspläne, Feuerwehrplan
Wie?
Vorgehensweisen und Verhalten in Notsituationen
Ruhe bewahren! Auf Selbstsicherung achten!
Gefahrenstellen absichern, damit keine weiteren Personen zu Schaden kommen
Verletzungen (auch kleinere) dem Vorgesetzten melden
Ärztliche Versorgung nach Unfällen
Augenarzt bei Augenverletzungen
D-Arzt bei Arbeitsunfällen mit längerem Ausfall
Notruf absetzen, Ersthelfer alarmieren
Im Brandfall sofort Gebäude verlassen, ggf. Kollegen helfen
Löschversuch nur bei Entstehungsbrand
Gefahrstoffe
Was sind Gefahrstoffe?
Stoffe, die die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen können.
Giftig
Brandfördernd oder explosionsgefährlich
Ätzend oder Hautschädigend
Sauerstoffverdrängend
Gesundheitsschädlich für Organe
Sensibilisierend (Allergieauslösend)
Aufnahme über Mund (Magen, Darm), Haut, Atemwege oder Schleimhäute
Brennbare Flüssigkeiten oder Gase
Explosive Stoffe
Im Normalfall 21% Sauerstoff in der Luft

Bei 18% Sauerstoff Konzentrationsstörungen und Veränderung der Wahrnehmung

Unter 15% besteht Erstickungsgefahr

Bei 10% akute Gefahr, bleibende Gehirnschäden und Tod nach wenigen Minuten

Wird der Sauerstoffanteil über 21% erhöht besteht erhöhte Brandgefahr
Bei Vorsorgeuntersuchung werden die Biologischen Grenzwerte gemessen (Schadstoffe in Körperflüssigkeiten)
Z. B.
- Blei (Nierenschäden)
- Asbest (Lungenschäden, Asbestose, Lungenkrebs)
- Toluol (Schädigung des Innenohrs, besonders in Verbindung mit Lärm)
Transport von Gefahrstoffen
Nur gesichert!
Anforderungen und Vorgaben zu Sicherung in der GGVSEB
Verordnung über die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, mit Eisenbahnen und auf Binnengewässern
Umgang mit Gefahrstoffen
Maßnahmenfolge:
Kontakt mit Körper vermeiden
Einwirkzeit verringern
Sicheres Einhalten der AGW (Arbeitsplatz Grenzwerte)
Substitution (Austausch)
Technische Lösung
Organisatorische Maßnhamen
Persönliche Schutzausrüstung (oder Verhalten)
Säuren oder Laugen können die Haut verätzen (direkte Verletzung durch Zellauflösung)
Lösemittel können die Haut entfetten und dadurch langfristig schädigen
Lösemittel könne durch die Haut eindringen und Krankheiten verursachen (z.B. Blutkrebs)
In jedem Fall: Bei Arbeiten mit Gefahrstoffen muss eine Betriebsanweisung erstellt werden!
Unterweisung!
Spezielle Gefahrstoffe oder Gefahren
Organische Lösemittel
Reinigungsmittel (auch Haushalt!)
Biologische Gefahrstoffe (Taubenkot)
Flüssige Stoffe in Rohrleitungen
Technische und brennbare Gase
Entfetten die Haut
Bilden gefährliche Gase
Können durch die Haut in den Körper gelangen und Blutkrankheiten auslösen
Infektionskrankheiten durch Erreger
Pilzbefall durch Sporen
Auslösung von Allergien
Kann stark ätzen
Entstehung gefährlicher Gase
Auslösung von Allergien
Kontakt bei Lekagen oder Undichtigkeiten
Schwer einzuschätzende Gefahren bei mangelnder Beschriftung von Rohrleitungen
Die Schulterfarbe der Flaschen gibt Auskunft über die primäre Eigenschaft des Gases oder Gasgemisches
Rote Farbkennzeichnung weist auf entzündbares Gas hin
Beim Transport MUSS die
Schutzkappe immer montiert sein!
Brand- und Explosionsschutz
Faktoren für Brandentstehung
Brennbarer Stoff
Sauerstoff
Zündquelle
Leicht entzündliche, brandfördernde oder selbstentzündliche Stoffe nur in einer Menge lagern, die für den Fortgang der Arbeiten erforderlich ist. Gilt auch für Papier!
Feuerlöscheinrichtungen bereithalten.
Feuerlöscher mindestens alle zwei Jahre prüfen lassen.
Hinweisschilder für Feuerlöscheinrichtungen anbringen und beachten.
Alle Mitarbeiter in der Bedienung der Feuerlöscher unterweisen. Diese Unterweisung regelmäßig wiederholen.
Für den Brandfall Alarmplan aufstellen und beachten.
Fluchtwege kennzeichnen und freihalten. Flucht- und Rettungsplan aktuell halten.
Zufahrten für die Feuerwehr freihalten.
Vorbeugender Brandschutz
Brand mit genauen Angaben über die Brandstelle der Feuerwehr melden (Adresse, Zufahrt, Etage, Anzahl eingeschlossener Personen).
Sofern Menschen in Gefahr sind, diesen helfen oder Hilfe herbeiholen.
Menschen mit brennenden Kleidern dürfen nicht laufen, werden aber wegrennen! Flammen mit Feuerlöscher bekämpfen. Löschdecken eher ungeeignet.
Entstehungsbrand sofort mit Feuerlöscheinrichtungen bekämpfen.
Türen bzw. Fenster schließen, um Zugluft zu vermeiden.
Gebäude auf dem schnellsten Weg verlassen, nicht zurück ins Gebäude gehen! Direkt zum Sammelplatz gehen, Vollzähligkeit feststellen.
Beim Einsatz von Feuerlöschern Sicherheitsabstände zu elektrischen Anlagen bis 1000 Volt einhalten: - Wasserlöscher (Vollstrahl) 3,0 m - Schaumlöscher 3,0 m - Wasserlöscher (Sprühstrahl) 1,0 m - Pulverlöscher 1,0 m - Kohlendioxidlöscher 1,0 m
Im Falle eines Brandes
Arten von Feuerlöschern
Richtiger Einsatz von Feuerlöschern
sowie an der Kennzeichnung mit R 10.
Brennbare Flüssigkeiten
Die häufigste Ursache für die Entstehung von Bränden sind defekte Elektrogeräte.
Am häufigsten dabei:
Kaffeemaschinen und Heizplatten
Heizgeräte, Heizlüfter, Radiatoren
Bürogeräte (Kopierer, Drucker, PC-Netzteile, Steckdosenleisten)
Elektrogeräte regelmäßig Prüfen lassen, mindestens alle 2 Jahre
Elektroanlage alle 5 Jahre prüfen lassen.
Defekte Geräte sofort abschalten und aussondern oder vom Fachmann reparieren lassen.
Defekte an elektrischen Geräten
"Es entspricht der Lebenserfahrung, daß mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muß.
Der Umstand, daß in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, daß keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muß!„

Zitat: OVG Münster 10A 363/86
Brennbare Flüssigkeiten erkennt man wahlweise an folgenden Kennzeichen
Brennbare Flüssigkeiten werden wie folgt klassifiziert:

Hochentzündlich: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt kleiner als 0 °C und einem Siedepunkt von höchstens 35 °C

Leichtentzündlich: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt zwischen 0°C und 21 °C

Entzündlich: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt zwischen 21 °C und 55 °C

Brennbar: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt über 55°C
Begriffe
Flammpunkt
Temperatur, bei der bei brennbaren Flüssigkeiten brennbare Gase entstehen
Zündquelle
Zündtemperatur
Unterste notwendige Temperatur einer Zündquelle zur Entzündung von brennbaren Gasen
offene Flammen, elektrische Geräte, elektrostatische Entladungen, heiße Oberflächen
Explosionsgrenzen
Höchste und niedrigste Konzentration eines Gases in der Luft, bei der eine Explosion möglich ist
Explosionszonen
Räumliche Einteilung von Bereichen, in denen eine Explosionsfähige Atmosphäre entstehen kann
Arbeitsmittel und Arbeitsverfahren
Grundsätze
für Arbeiten mit
Maschinen oder Anlagen
Vor Arbeitsbeginn Betriebssicheren Zustand kontrollieren (Not-Aus, allg. Zustand, Sicherheitseinrichtungen usw.)
Die Kenndaten für den sicheren Betrieb der Maschine beachten (z.B. Drehzahlen, Materialien)
Bei neuen Maschinen Unterweisung anhand der Betriebsanleitung des Herstellers
Geeignete Schutzkleidung und PSA benutzen (Betriebsanweisung beachten!)
Spezielle Gefahren
Arbeitsmittel
Baustellenkreissäge
Sicherheitseinrichtungen:
Spaltkeil
Not-Aus-Schalter
Sägeblattabdeckung
Schiebestock verwenden
PSA Lärmschutz, keine Handschuhe!
Nur für Holz und einige Kunststoffe geeignet, keine Metalle
Kraftbetriebene Handwerkzeuge
Wegfliegende Teile (Werkstück, Trennscheibe oder Bohrer)
Regelmäßige Prüfung (BGV A3) mindestens alle 6 Monate
Vor Arbeitsbeginn auf sicheren Zustand überprüfen
Hebezeuge, Lastaufnahmemittel
Lastaufnahmemittel nach spätestens einem Jahr von Sachkundigem prüfen lassen

Lasten nur in der jeweils zugelassenen Art anschlagen oder einhängen (Fahne am Gurt)
Der Anschläger ist für das richtige Anschlagen von Lasten verantwortlich

Neigungswinkel beachten, max. 60°
(zwischen Strang des Anschlagmittels und gedachter Senkrechten)

Kommunikation zwischen Anschläger und Kranführer sicherstellen (Zeichen vereinbaren)
Nur Lasthaken mit Hakensicherung verwenden

Belastungsangaben am Kran beachten

Kranführer müssen unterwiesen sein und schriftlich vom Arbeitgeber beauftragt werden. Die Befähigung muss dem Arbeitgeber nachgewiesen werden.
Faserseile dürfen nicht mit aggressiven Stoffen in Berührung kommen
Feuchtigkeit kann zu Verrottung führen, UV-Strahlung lässt sie verspröden.

Anschlagmittel jährlich durch Sachkundigen prüfen lassen.

Beim Einsatz von Schäkeln immer Bolzensicherung anbringen

Bei Stahlseilen Seilschutz verwenden wenn über Kanten geführt wird und immer
Handschuhe benutzen (Verletzung durch gebrochene Drähte)
Gabelstapler
Fahren nur mit schriftlicher Beauftragung vom Unternehmer

An Toren und Türen langsam fahren (Schrittgeschwindigkeit)

Personen nur mit geeigneter Arbeitsbühne, die Formschlüssig mit dem Stapler verbunden ist, und nach entsprechender Ausbildung anheben
Hubwagen
Prüffrist gemäß Gefährdungsbeurteilung, mindestens jedoch jährlich von einer befähigten Person prüfen lassen

Vor Einsatzbeginn vom Bediener auf erkennbare Mängel prüfen

Bei Austritt von Flüssigkeiten (Hydrauliköl) sofort abstellen und abmelden
Baumaschinen
Einweiser muss min. 18 Jahre alt, zuverlässig, körperlich geeignet und vorher in die Tätigkeit eingewiesen sein.

Baumaschinen nur mit gültiger Fahrerlaubnis für die jeweilige Maschine bewegen. Fahrer müssen schriftlich vom Unternehmer beauftragt werden.

Wenn die Gefahr besteht, dass gefährliche Teile auf das Dach der Fahrerkabine fallen können muss ein Fahrerhausschutz (sog. FOPS) montiert sein.
Beispiel: Abrissarbeiten mit dem Löffelbagger über Kabinenhöhe
Flüssigkeitsstrahler
Müssen jährlich durch Sachkundigen geprüft werden, die Prüfung ist zu dokumentieren

Die Betätigungseinrichtung (Drücker am Handstück) darf in der Einschaltstellung nicht festgesetzt werden.

Der Rückstoß bei Betätigung ist durch die Größe der Düsen in Relation zum Betriebsdruck vom Hersteller eingestellt. Es dürfen keine Manipulationen vorgenommen werden!
Spezielle Gefahren
Arbietsverfahren
Autogenschweißen und Brennschneiden
Brand- und Explosionsgefahr
Gefahr durch gefährliche Gase und Dämpfe (auch in Zelten)
Sicherheitseinrichtungen jährlich durch Sachkundigen prüfen lassen
(z.B. Einzelflaschensicherung)
Schläuche mit Alterungserscheinungen oder Rissen sofort austauschen
Bei Arbeiten in brandgefährdeten Bereichen nur mit schriftlicher Schweißerlaubnis arbeiten, geforderte Maßnahmen umsetzen.
Elektroschweißen
Gefahren durch elektrischen Strom (besonders in elektrisch gefährdeten Bereichen)
Gefahren durch Strahlung (UV, IR, Licht -> Sonnenbrand oder Augenschäden)
Gefahr durch gesundheitsschädliche Gase und Dämpfe (von der Umhüllung, Lacke usw.)
Abbrucharbeiten und
Arbeiten in kontaminierten Bereichen
Absturz / herabfallendes Material
Stäube / unbekannte Baustoffe (Asbest, Teeröl)
Kontakt mit Gefahrstoffen vermeiden
Geeignete PSA benutzen
Vorsorgeuntersuchung vor Aufnahme der Tätigkeiten (BGR 128)
Arbeiten im Umfeld von
Wand- und Bodenöffnungen
Ab 2 Meter Absturzhöhe 3-teiligen Seitenschutz anbringen

Dachkuppeln, Lichtbänder oder andere Aufbauten nicht betreten!

Bei Öffnungen ≤ 9 m² und Kantenlängen ≤ 3 m und Vertiefungen kann auf Seitenschutz an der Absturzkante verzichtet werden, wenn diese mit begehbaren und unverschiebbar angebrachten Abdeckungen versehen sind.

Wenn Seitenschutz oder Abdeckung nicht möglich ist muss PSA gegen Absturz benutzt werden.
Der Arbeitsverantwortliche legt die Anschlagpunkte fest.
Bodenaushub, Gruben und Gräben
Bei Gräben mit einer Breite von > 0,80 m sind Übergänge erforderlich; die Übergänge müssen mindestens 0,50 m breit sein.

Bei einer Grabentiefe von > 2,00 m müssen die Übergänge beidseitig mit dreiteiligem Seitenschutz versehen sein.

Bei Grabentiefen > 1,25 m sind als Zugänge Bautreppen oder Bauleitern zu benutzen.
Der Arbeitsraum in abgeböschten Gruben und Gräben muss immer mindestens 50cm breit sein!
Arbeiten in Höhe
ab 1 m Höhe -> ständige Absturzsicherungen an Verkehrswegen, Bedienständen und ähnlichen Arbeitsplätzen

ab 2 m Höhe -> wirksame Absturzsicherung an allen Arbeitsplätzen und Verkehrswegen

Rangfolge der Maßnahmen beachten (TOP)
1. Technisch -> Dreiteiliger Seitenschutz, Abdeckung, feste Absperrung (2m Abstand)
2. Organisatorisch -> Betriebsanweisung, Zutrittsverbote usw.
3. Persönlich -> PSA
Fassadengerüste
Arbeitsbühnen
Hebebühnen und Arbeitskörbe
Leitern und Tritte
Allgemeines
Unterschieden werden:

Systemgerüste aus vorgefertigten Bauteilen (Regelausführung nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung), Abweichungen von der Regelausführung sind zu beurteilen und ggf. zu berechnen.
Stahlrohrkupplungsgerüste (Regelausführung nach DIN 4420-3)

Abhängig von den durchzuführenden Arbeiten Lastklasse und Breitenklasse wählen sowie Ständer- und Riegelabstände und Belagstärke festlegen.
Belagstärke bei Holzbohlen min. 40mm
Zugänge

Alle Arbeitsplätze müssen über sichere Zugänge erreichbar sein.
Als Zugänge eignen sich Aufzüge, Transportbühnen, Treppen oder Leitern.

Treppen als Zugänge einbauen, wenn
über den Zugang umfangreiche Materialien transportiert werden
oder
die Aufstiegshöhe im Gerüst mehr als 10 m beträgt
oder
umfangreiche Arbeiten ausgeführt werden.

Sind Aufzüge, Transportbühnen oder Treppen aufgrund der baulichen Gegebenheiten oder aufgrund der Gerüstkonstruktion nicht einsetzbar, können Leitern verwendet werden.

Leitern als Zugänge nur innenliegend einbauen.

Klappen in Durchstiegsbelägen unmittelbar nach dem Durchstieg schließen!
Belag

Jede benutzte Gerüstlage muss voll ausgelegt und über einen sicheren Zugang, z. B. Treppe oder inneren Leitergang, erreichbar sein.

Bei umlaufender Einrüstung einer Bauwerksecke den Gerüstbelag in voller Breite um die Ecke herumführen.

Bei Bohlenbelägen genügend große Überdeckungen im Bereich der Riegel vorsehen.
Der Belag darf nicht wippen oder ausweichen.

An der Innenseite des Gerüstes darf der Abstand zwischen Belag und Bauwerk höchstens 0,30 m betragen.
Seitenschutz

An der Außenseite des Gerüstes Seitenschutz aus Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett an jeder benutzten Gerüstlage montieren.
Vertikaler Abstand zwischen den Teilen höchstens 47cm.

An der Innenseite des Gerüstes Seitenschutz montieren, wenn zwischen Belag und Bauwerk der Abstand mehr als 0,30 m beträgt.

An der Innenseite darf auf das Bordbrett verzichtet werden, wenn Arbeiten an der Fassade ausgeführt werden.

Bei innen liegenden Leitergängen muss im Bereich des Verkehrsweges auch in nicht benutzten Gerüstlagen der Seitenschutz vorhanden sein.
Prüfung

Prüfung des Gerüstes durch eine "befähigte Person" des Gerüsterstellers nach Fertigstellung und vor Übergabe an den Benutzer, um den ordnungsgemäßen Zustand festzustellen.

Prüfung des Gerüstes durch eine "befähigte Person" des jeweiligen Benutzers vor Arbeitsaufnahme, um die sichere Funktion festzustellen.
Benutzung

Für die betriebssichere Herstellung und den Abbau ist der Unternehmer der Gerüstbauarbeiten, für die Erhaltung und sichere Verwendung ist der Benutzer verantwortlich.

Keine konstruktiven Änderungen am Gerüst vornehmen
(z. B. Entfernen von Seitenschutz, Verankerungen, Diagonalen).
Gerüste nur nach dem Plan für die Benutzung (Kennzeichnung) belasten.

Innerhalb eines Gerüstfeldes darf nur eine Gerüstlage mit der zulässigen Last belastet werden.
Überlastung durch Anhäufung von z. B. Mörtelkübel, Steine, Geräte vermeiden.
Einen ausreichend breiten freien Durchgang belassen, in der Praxis hat sich eine Mindestbreite von 20 cm bewährt.

Für das Absetzen von Lasten mit Hebezeugen ist ein Gerüst ab Lastklasse 4 erforderlich.

Montage von zusätzlichen Einrichtungen, wie z. B. Schuttrutschen, Aufzügen, nur in Absprache mit dem Gerüstersteller.

Klappen in Duchstiegsbelägen geschlossen halten.
Weitere Gerüstformen

Hängegerüst, Dachfanggerüst, Leiterngerüst, Bockgerüst
Fahrbahre Arbeitsbühnen
Maximale Höhe von Arbeitsbühnen
im Freien 8 m
in Räumen 12 m

Aufbau nur gemäß Herstellervorgaben
Nur zugelassenes Material verwenden (kein Systemmix)
Benutzung nur nach Unterweisung, Einwiesung in das Gerät und schriftlicher Beauftragung (wie Flurförderzeuge)

Hubarbeitsbühnen immer Standsicher aufstellen,
notwendige Abstützungen verwenden

Nicht über den Arbeitsbereich hinauslehnen, nicht übersteigen!
Aussteigen auf hochgelegenen Plätzen nur mit PSA gegen Absturz!
70% der Unfälle mit Leitern passieren auf den untersten 3 Stufen!
Ursachen für Leiterunfälle:
Nicht tragfähiger Untergrund
Falscher Anstellwinkel
Stehleiter als Anlegeleiter genutzt
Abrutschen durch ungeeignetes Schuhwerk
Zu weites Überbeugen
Aufstellort im Verkehrsweg
Falsche Leiterwahl
Benutzung schadhafter Leitern
Konstruktions- oder Materialfehler
Gefahren bei der Benutzung von Leitern und Tritten
Anlegeleitern:
Schadhafte Leitern nicht benutzen, z. B. angebrochene Holme und Sprossen von Holzleitern, verbogene und angeknickte Metallleitern.
Angebrochene Holme und Sprossen von Holzleitern nicht flicken.
Holzleitern gegen Witterungs- und Temperatureinflüsse geschützt lagern.

Richtigen Anlegewinkel einhalten (1).
Er beträgt bei Sprossenanlegeleitern 65°–75°,
Stufenanlegeleitern 60–70°
Leitern nur an sichere Stützpunkte anlehnen.
Mindestens 1 m über die Austrittsstelle
hinausragen lassen
Leitern im Verkehrsbereich durch
Absperrungen sichern
Leitern auf Baustellen
Zusätzliche Hinweise für Arbeitsplätze auf Anlegeleitern:
Bei Bauarbeiten darf kein höherer Standplatz als 7,00 m eingenommen werden,
bei einer Standhöhe von mehr als 2,00 m nicht länger als 2 Stunden gearbeitet werden,
das Gewicht des mitzuführenden Werkzeuges und Materials 10 kg nicht überschreiten,
die Windangriffsfläche von mitgeführten Gegenständen nicht mehr als 1,00 m² betragen.

Von Anlegeleitern darf nicht gearbeitet werden, wenn von vorhandenen oder benutzten Stoffen und Arbeitsverfahren zusätzliche Gefahren ausgehen, z. B. Arbeiten mit Säuren, Laugen, Heißbitumen,
Maschinen und Geräte mit beiden Händen bedient werden müssen, z. B. Handmaschinen, Hochdruckreinigungsgeräte.

Der Beschäftigte muss mit beiden Füßen auf einer Sprosse stehen.

Zusätzliche Hinweise für Leitern als Verkehrswege:
Leitern als Aufstiege nur einsetzen
bei einem zu überbrückenden Höhenunterschied ≤ 5,00 m,
für kurzzeitige Bauarbeiten,
als Gerüstinnenleiter zum Verbinden von max. zwei Gerüstlagen,
als Gerüstaußenleiter bei Belaghöhen ≤ 5,00 m.
Leitern auf Baustellen
Stehleitern:
Nur Stehleitern verwenden, die fest angebrachte Spreizsicherungen haben.
Zum Anstrich von Holzleitern keine deckenden Anstrichfarben verwenden.
Schadhafte Leitern nicht benutzen, z. B. angebrochene Holme und Sprossen von Holzleitern, verbogene oder angeknickte Metallleitern.
Angebrochene Holme, Wangen und Sprossen von Holzleitern nicht flicken.
Holzleitern gegen Witterungs- und Temperatureinflüsse geschützt lagern.
Ausreichend hohe Leitern bereitstellen.
Stehleitern standsicher aufstellen, gegen Einsinken und Umfallen sichern.
Auf wirksame Spreizsicherung achten.
Stehleitern nicht wie Anlegeleitern benutzen!
Auf Treppen und schiefen Ebenen nur Stehleitern mit Holmverlängerungen einsetzen.
Jede Holmverlängerung mit mindestens 2 Leiterklammern bzw. Klemmlaschen befestigen. Befestigungsabstand gemäß Montageanleitung.
Von Stehleitern nicht auf andere Arbeitsplätze und Verkehrswege übersteigen!
Oberste Sprosse bzw. Stufe nicht besteigen; nur bei Leitern mit Sicherheitsbrücke und Haltevorrichtung ist das Betreten der obersten Stufe zulässig
Leitern im Verkehrsbereich durch Absperrungen sichern.
Leitern auf Baustellen
Arbeiten in engen Räumen
und Behältern
Betreten, Befahren, Einfahren, Einsteigen, Hineinbeugen
Nur mit schriftlicher Arbeitsanweisung (Arbeitserlaubnis) des Vorgesetzten oder Anlagenbetreibers,
bei Gefahr durch giftige oder betäubende Gase durch Betriebsleiter

Nur mit Sicherungsposten, der mit den zu sichernden in ständiger Verbindung steht

Nur nach vorheriger Unterweisung und Einweisung

Für Belüftung sorgen oder PSA umluftunabhängiger Atemschutz benutzen

Für den Notfall geeignete Rettungsmittel zur Verfügung stellen, ggf. Notfallübung durchführen

Bei Gefahrstoffen: Messungen durchführen, Ergebnisse auf dem Erlaubnisschein dokumentieren

Einsatz von elektrischen Geräten nur mit Trenntrafo oder Geräte mit Kleinspannung bis 50 Volt
Schweißen nur mit Gleichstrom, max. 113 Volt
Gefahren: Sauerstoffmangel, Gase, Stäube, Lärm, elektrischer Strom
Personentransport
Sicherheitsgurte in Kraftfahrzeugen sind immer anzulegen
(außer bei Fahrten in Schrittgeschwindigkeit und beim Rangieren)

Personentransport mit der Last, dem Lastaufnahmemittel oder dem anschlagmittel sind generell verboten

Personentransport auf der Ladefläche von LKW nur wenn der LKW dafür zugelassen und die Ladefläche entsprechend ausgerüstet ist.
Arbeiten am Wasser
Absturzsicherung an oder über Stoffen in denen man versinken kann bereit ab 0 m!

Rettungswesten benutzen,

Rettungswesten jährlich prüfen
Elektrizität und Strahlung
Gefahren des elektrischen Stromes
Elektrische Durchströmung
Lichtbogen
Sekundärunfall
3 Arten von Elektrounfällen
Strom (Spannung, Widerstand)
Stromflußdauer
Frequenz
Stromweg
Einflußgrößen auf die Schwere der Durchströmung
Gefährdungsgrad in Abhängigkeit der Frequenz
Gefährdungsgrad in Abhängigkeit des Stromweges
Der Stromweg ist von Bedeutung für:
Größe des Körperwiderstandes
Anteil des Stromes über das Herz
Physiologische Folgen:
Muskelverkrampfungen
Atemstillstand
Bewusstlosigkeit
Herzkammerflimmern
Herzstillstand

Neurologische Folgen:
Lähmungen durch Nervenschäden
Unfallfolgen der Durchströmung
Verbrennungen:
Innere elektrothermische Verbrennungen
Vergiftungen durch Abbauprodukte
Nierenschädigung
Nierenversagen
Unfallfolgen der Durchströmung
Untere Grenze Herzkammerflimmern
30 – 50mA
Loslassgrenze (Muskelverkrampfung)
Etwa 10 – 15mA
Untere Grenze der Wahrnehmbarkeit
Etwa 1,0 – 1,5mA
Ungefährlicher Bereich, nicht spürbar
Etwa 0,5mA
Stromstärken und ihre Auswirkungen
Herzkammerflimmern möglich ab
30 – 50 mA - lange Einwirkdauer
75 mA - bei weniger als 1s
200 mA - bei weniger als 0,5s
500 mA - sofort!
Herzkammerflimmern
Lichtbogenleistung
Einwirkzeit – Brenndauer
Größe der betroffenen Körperfläche
Einwirkung des Lichtbogens
Einflußgrößen auf die Schwere der Verbrennungen
Lichtbögen sind jederzeit möglich!
Bei Arbeiten an Verteilungen
Beim Ziehen von NH-Sicherungen
PSA bei Möglichkeit eines Lichtbogens
PSA bei Möglichkeit eines Lichtbogens
Helm mit Gesichtsschutz (Visier) oder Schutzhaube
Handschuhe (Leder mit Stulpen)
Baumwollkleidung (min. 220g/m²) geschlossen, keine Kunstfasern!
Gummimatte als Unterlage
Die 5 Sicherheitsregeln für Arbeiten an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln:

Freischalten
(Stecker ziehen, Sicherung entfernen oder abschalten)

Wirkungsvoll gegen Wiedereinschalten sichern
(Schild anbringen und Verschließen, Sicherungsblocker aufsetzen, Sicherungseinsätze mitnehmen)

Spannungsfreiheit feststellen
(Zweipoliger Spannungsprüfer mit Berührungsschutz und zwei Prüftasten)
Schutzvorkehrungen gegen Elektrounfälle
Für Arbeiten in Schaltanlagen und bei Anlagen mit Absicherung > 63A weiter vorgeschrieben:
Erden und Kurzschließen
Benachbarte, unter Spannung stehende Teile Abdecken oder Abschranken
Die 5 Sicherheitsregeln für Arbeiten an elektrischen Anlagen
Arbeiten an Elektroanlagen: Nur Elektrofachkräfte!
Gefahren durch ionisierende Strahlung
(Radioaktivität)
Kontamination
Verschmutzung mit radioaktiven Stäuben oder Stoffen
Dekontamination durch Reinigung
Schutz vor Aufnahme in den Körper!
Anreichern oder Aktivieren durch Bestrahlung
Stoffe werden selber radioaktiv
Kann beim Menschen nicht passieren
Organisation im Strahlenschutz
Bei Einsatz von radioaktiven Strahlern oder Gefahren durch Radioaktivität:
Unternehmer beruft Strahlenschutzbeauftragten mit Weisungsrecht in seinem Aufgabenbereich
Jährliche Strahlenschutzunterweisung für alle Mitarbeiter im betroffenen Bereich
Bei Umgang mit ionisierender Strahlung gelten folgende Grundregeln
Abstand halten
Aufenthaltszeit begrenzen
Abschirmung verwenden
Aktivität begrenzen
Nicht ionisierende Strahlung
Laserklassen:
1 Die zugängliche Laserstrahlung ist ungefährlich oder der Laser ist in einem geschlossenen Gehäuse
1M Die zugängliche Laserstrahlung ist ungefährlich, solange keine optischen Instrumente, wie Lupen oder
Ferngläser verwendet werden.
2 Die zugängliche Laserstrahlung liegt nur im sichtbaren Spektralbereich (400 nm bis 700 nm).
Sie ist bei kurzzeitiger Bestrahlungsdauer (bis 0,25 s) auch für das Auge ungefährlich.
2M Wie Klasse 2, solange keine optischen Instrumente, wie Lupen oder Ferngläser, verwendet werden.
3R Die zugängliche Laserstrahlung ist gefährlich für das Auge.
3B Die zugängliche Laserstrahlung ist gefährlich für das Auge und in besonderen Fällen auch für die Haut.
Diffuses Streulicht ist in der Regel ungefährlich. (Laser von CD-/DVD-Brennern; Laserstrahlung allerdings nicht direkt zugänglich)
4 Die zugängliche Laserstrahlung ist sehr gefährlich für das Auge und gefährlich für die Haut.
Auch diffus gestreute Strahlung kann gefährlich sein. Beim Einsatz dieser Laserstrahlung besteht
Brand- oder Explosionsgefahr. (Materialbearbeitung, Forschungslaser)
Bei Verwendung von Laserstrahlung jährliche Unterweisung der Mitarbeiter
Arbeitsplatzgestaltung
P S A
Lärmexposition
Lärmmessungen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung veranlassen
Einteilung in Lärmbereiche (Lärmkataster)
Ab 85 dB(A) PSA Lärmschutz anordnen und Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen (oberer Auslösewert)
Lärm-Minderungsprogramm ausarbeiten
Ab 80 dB(A) PSA Lärmschutz zur Verfügung stellen (unterer Auslösewert) und Vorsorgeuntersuchungen anbieten
Schwingungen / Vibrationen
Aufbruch-, Bohr und Meißelhammer:
Verschleiß der Hand-Arm-Knochen und Gelenke bei langjähriger Tätigkeit
Bohr- Fräs- und Schleifmaschinen, Motorkettensäge:
Durchblutungs- und Nervenstörungen in den Händen (Weißfingerkrankheit)
Weitere Themen
Witterungseinflüsse, Sonnenstrahlung,
Kälte und Klima
Beleuchtung
Bildschirmarbeit
Physische Belastungen
Kräfte beim Fallen in das Sicherheitsgeschirr
PSA gegen Absturz
Anschlagpunkt festlegen
Fallhöhe berücksichtigen

Sicherheitsabstand
+
Freie Länge
+
Länge Falldämpfer
PSA gegen Absturz
Kategorien von Fußschutz
EU-Konformitätsbewertungsverfahren
PSA gegen Absturz
Falldämpfer sind
immer Pflicht!
PSA gegen Absturz
Farben der Brillengläser und Farbwahrnehmung
Gesichts- und Augenschutz
Anforderungen für
besondere Verwendungen
Formen von Sicherheitsschuhen
Fußschutz
Anforderungen an Sachkundige zur Prüfung von PSA

Anforderungen zum Einsatz von PSA im Betrieb gemäß BGV A1

§29 Bereitstellung
PSABenutzV, Anhörung der Versicherten, ausreichende Anzahl

§30 Benutzung
bestimmungsgemäße Benutzung, Gebrauchsdauer

§31 Besondere Unterweisungen
Benutzungsinformation bei tödlichen Gefahren, bleibenden Gesundheitsschäden
Grundsätze der Prävention
Begrenzung des Arbeitsbereiches
PSA gegen Absturz
Höhensicherungsgerät
PSA gegen Absturz
Mitläufer
PSA gegen Absturz
Fallhöhe ermitteln
PSA gegen Absturz
Bei Absturzgefahren, wenn keine anderen Mittel möglich sind
Wenn andere Maßnahmen zeitlich nicht gerechtfertigt sind
PSA gegen Absturz
Helm mit Visir
Baumwollkleidung, schwer entflammbar
PSA für Arbeit unter Spannung
PSA für Arbeit an Elektroanlagen
Aufbau von Sicherheitsschuhen
Fußschutz
Herstellerinformation
CE-Kennzeichnung
Kennzeichnung / Information
Rechtliche Grundlagen
Grundlegende
Anforderungen
an PSA
Rechtliche Grundlagen
Rettungskette sicherstellen
Rettung von abgestürzten Personen vorher planen
Dauer bis zur Bergung max. 10 Minuten,
danach Hängetrauma = Lebensgefahr!!
PSA gegen Absturz
Persönliche Schutzausrüstung
Geeignete Festpunkte wählen
PSA gegen Absturz
Nur geeignete Anschlagmittel nutzen (CE-Kennzeichnung)
Doppelte, zwangsweise Verriegelung
PSA gegen Absturz
PSA gegen Absturz
Kälteschutzkleidung
Regenschutzkleidung
Warnkleidung
Maschinen-Schutz
Schutz des Rumpfes
Fußschutz
Schutzhandschuhe
Sicherheits-Haarnetz
rotierende Maschinen
Anstoßkappen DIN EN 812 / Haarnetze
Schutz des Kopfes
Schweißerschutzkleidung
Chemikalienschutzkleidung
Schutzkleidung für Umgang mit Kettensägen
Schutz des Rumpfes
duroplastisch
thermoplastisch
Bergsteiger- und Industrieschutzhelm
Innenausstattung
CE-Kennzeichnung
Industrieschutzhelme nach DIN EN 397
Schutz des Kopfes
Schutz vor Gefährdungen:
Mechanische Gefährdungen
Optische Gefährdungen
Ultraviolette Strahlung
Licht
Infrarote Strahlung
Chemische Gefährdungen
Thermische Gefährdungen
Störlichtbögen

Korrektionsschutzbrillen
Gesichts- und Augenschutz
Isolierende Schutzhandschuhe für Arbeiten unter
Spannung an Elektroanlagen
Schutzhandschuhe für
Benutzer handgeführter
Kettensägen
Schutz vor statischer Elektrizität
Schutzhandschuhe
für den Umgang mit
Handmessern
Schutzhandschuhe
gegen thermische Risiken
(Hitze und/oder Feuer)
Schutzhandschuhe
gegen ionisierende Strahlung
Schutzhandschuhe gegen bakteriologische Risiken
Schutzhandschuhe
gegen chemische Risiken
VOLLWERTIG
Schutzhandschuhe
gegen radioaktive Kontamination
Schutzhandschuhe
gegen Kälte
Schutzhandschuhe
gegen chemische Risiken
EINFACH
Schutzhandschuhe
gegen mechanische Risiken
Kennzeichnung von Schutzhandschuhen
Hauptziel: Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes durch Mithilfe von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten in den Unternehmen.
DGUV-V2
Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit"
Inhalt der DGUV-V2:
z.B. Grundlage für zeitlichen Umfang der sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Betreuung im Unternehmen
Verbindliche Rechtsnormen
(vergl. Strassenverkehrsordnung)
Technische Regeln
(vergl. DIN-Normen)
§ 4 Allgemeine Grundsätze
Der Arbeitgeber hat bei Maßnahmen des Arbeitsschutzes von folgenden allgemeinen
Grundsätzen auszugehen:
1. Die Arbeit ist so zu gestalten, daß eine Gefährdung für Leben und Gesundheit
möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird;

2. Gefahren sind an ihrer Quelle zu bekämpfen;

3. bei den Maßnahmen sind der Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie
sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen;

4. Maßnahmen sind mit dem Ziel zu planen, Technik, Arbeitsorganisation, sonstige
Arbeitsbedingungen, soziale Beziehungen und Einfluß der Umwelt auf den Arbeitsplatz
sachgerecht zu verknüpfen;

5. individuelle Schutzmaßnahmen sind nachrangig zu anderen Maßnahmen;

6. spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen sind zu
berücksichtigen;

7. den Beschäftigten sind geeignete Anweisungen zu erteilen;

8. mittelbar oder unmittelbar geschlechtsspezifisch wirkende Regelungen sind nur
zulässig, wenn dies aus biologischen Gründen zwingend geboten ist.
§ 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen

(1) Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer
Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes
erforderlich sind.

(2) Der Arbeitgeber hat die Beurteilung je nach Art der Tätigkeiten vorzunehmen. Bei
gleichartigen Arbeitsbedingungen ist die Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder einer
Tätigkeit ausreichend.

(3) Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch
1. die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes,

2. physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,

3. die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von
Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie den Umgang damit,

4. die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und
Arbeitszeit und deren Zusammenwirken,

5. unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten.
§ 6 Dokumentation

(1) Der Arbeitgeber muß über die je nach Art der Tätigkeiten und der Zahl der
Beschäftigten erforderlichen Unterlagen verfügen, aus denen das Ergebnis der
Gefährdungsbeurteilung, die von ihm festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes und das
Ergebnis ihrer Überprüfung ersichtlich sind.
Bei gleichartiger Gefährdungssituation ist es ausreichend, wenn die Unterlagen zusammengefaßte Angaben enthalten. Soweit in sonstigen Rechtsvorschriften nichts anderes bestimmt ist, gilt Satz 1 nicht für Arbeitgeber mit zehn oder weniger Beschäftigten; ...

(2) Unfälle in seinem Betrieb, bei denen ein Beschäftigter getötet oder so verletzt
wird, daß er stirbt oder für mehr als drei Tage völlig oder teilweise arbeits- oder
dienstunfähig wird, hat der Arbeitgeber zu erfassen.
Gefährdungsbeurteilung
Berufsgenossenschaften
Öffentlichrechtliche Körperschaften mit Selbstverwaltung
Die Selbstverwaltungsorgane werden alle 6 Jahre im Zuge der Sozialwahl durch Arbeitgeber und Versicherte gewählt.
Fahrlässig handelt
Wer die erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen und seinen persönlichen Fähigkeiten verpflichtet und im Stande ist.
Grob fahrlässig handelt
Wer die erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße missachtet und schon einfachste und ganz nahe liegende Überlegungen nicht anstellt
Vorsätzlich handelt
Wer bewusst und gewollt ein Ereignis herbeiführt, z.B. eine Verletzung
Eine Richtlinie ist ein im EU-Vertrag vorgesehener Rechtsakt. Richtlinien sind in allen ihren Teilen verbindlich und verpflichten die Mitgliedstaaten, sie innerhalb einer festgelegten Frist in einzelstaatliches Recht umzusetzen. Eine Richtlinie tritt mit ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Artikel 153 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (ex-Artikel 137 EG-Vertrag) erlaubt es der Europäischen Union, entsprechende Richtlinien zu Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu erlassen, und bildet somit die Grundlage für die EU-Richtlinien in diesem Bereich.
EU-Richtlinien enthalten Mindestanforderungen für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von Arbeitnehmern festgelegt sind. Den Mitgliedstaaten steht es frei, bei der Umsetzung der EU-Richtlinien in einzelstaatliches Recht strengere Vorschriften für den Schutz der Arbeitnehmer einzuführen.
Aus diesem Grund können die Rechtsvorschriften der einzelnen Mitgliedstaaten im Bereich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit voneinander abweichen.
Artikel 114 des Vertrages über die Arbeitsweise der EU (vormals Artikel 95 EG-Vertrag)
Beseitigung von Handelshemmnissen infolge unterschiedlicher nationaler Sicherheitsvorschriften durch Harmonisierung
Umweltschutzgesetze in Deutschland
Gesetze im Zuständigkeitsbereich von Bund UND Ländern
Abfallentsorgung ,
Luftreinhaltung,
Lärmbekämpfung,
Kernkraftwerke und Strahlenschutz ,
Straßen- und Schienenverkehr ,
Energiewirtschaft,
Schiffsverkehr ,
Fischerei , Land- und Forstwirtschaft ,
Tier- und Pflanzenschutz,
Seuchenbekämpfung und Arzneimittelrecht.
Gesetze im Zuständigkeitsbereich des Bundes
Bundesimmissionsschutzgesetz (1974),
Abwasserabgabengesetz (1976),
Chemikaliengesetz (1980),
Abfallgesetz (1986) jetzt Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz,
Wasserhaushaltsgesetz (1986)
Bundesnaturschutzgesetz (1986).
Definition des Begriffes Abfall

Unterscheidung in
Abfall zur Beseitigung
Abfall zur Verwertung

Vorgabe bei der Behandlung von Abfällen
Vermeiden - Verwerten - Nutzung zur Energiegewinnung
Nachgeordnet die Verwaltungsvorschrift Wassergefährdende Stoffe
(Unterscheidung in 3 Gefährdungsklassen WGK 1 bis 3)
Arbeitszeitgesetz
Zweck des Gesetzes ist es,

1. die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer bei der
Arbeitszeitgestaltung zu gewährleisten und die Rahmenbedingungen für
flexible Arbeitszeiten zu verbessern sowie

2. den Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage als Tage der
Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung der Arbeitnehmer zu schützen.
Das ArbZG legt Grundnormen dafür fest, wann und wie lange die Mitarbeiter genehmigungsfrei höchstens arbeiten dürfen.
ArbZG § 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer
Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten.
Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs
Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich
nicht überschritten werden.
ArbZG § 4 Ruhepausen
Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei
einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer
Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. Die Ruhepausen nach
Satz 1 können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.
Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause
beschäftigt werden.
Arbeitnehmerüberlassung oder Leiharbeit
(AÜG)
Für Leiharbeitnehmer gelten die gleichen Arbeitsschutzvorschriften wie für die eigenen Mitarbeiter
Der Vertrag zwischen dem Verleiher und dem Entleiher bedarf immer der Schriftform
Leiharbeitnehmer dürfen sich an die Arbeitnehmervertretung des Entleihers wenden
Der Entleiher muss sich über die notwendige Qualifikation und die Eignung des Leiharbeitnehmers vergewissern
Der Betriebsrat ist gemäß Betriebsverfassungsgesetz bei der Übernahme von Leiharbeitnehmern zu beteiligen
Besonderheiten bei Werkverträgen (auch Dienstvertrag oder Fremdfirmeneinsatz)
Der Auftragnehmer führt die Arbeiten selbstständig und Weisungsfrei aus. Rahmenbedingungen müssen vorher geklärt werden. Der Vorgesetzte der Fremdfirma ist als einziger weisungsbefugt für seine Mitarbeiter
Vorsorgeuntersuchungen (ArbMedVV)
1. Pflichtuntersuchungen
2. Angebotsuntersuchungen
3. Wunschuntersuchungen
Pflichtuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die bei bestimmten besonders gefährdenden Tätigkeiten zu veranlassen sind.
Erstuntersuchung und regelmäßig Nachfolgeuntersuchungen
Vorsorgekartei mit Angaben zu Anlass (Tätigkeit), Datum und Ergebniss der Untersuchung
Dokumentation bis zum Ende der Beschäftigung oder bei besonderen Gefahren auch wesentlich länger aufbewahren.
Angebotsuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten anzubieten sind.
Eintragung in die Vorsorgekartei
Erstuntersuchung und Nachfolgeuntersuchungen anbieten. Auch, wenn eine Untersuchung abgelehnt wird.
Erfährt der Arbeitgeber von einer Erkrankung, die im Zusammenhang mit der Arbeit stehen kann, hat er unverzüglich eine Untersuchung anzubieten.
Wunschuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die der Arbeitgeber den
Beschäftigten nach § 11 des Arbeitsschutzgesetzes zu ermöglichen hat.
§ 11 Arbeitsmedizinische Vorsorge
Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten auf ihren Wunsch unbeschadet der Pflichten aus anderen Rechtsvorschriften zu ermöglichen, sich je nach den Gefahren für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit regelmäßig arbeitsmedizinisch untersuchen zu lassen, es sei denn, auf Grund der Beurteilung der Arbeitsbedingungen und der getroffenen Schutzmaßnahmen ist nicht mit einem Gesundheitsschaden zu rechnen.
Beispiel: Arbeiten mit Gefahrstoffen, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert nicht eingehalten wird oder der Stoff hautresorptiv ist.
Beispiel: Bildschirmarbeit (§6 BildschirmarbVO), Umgang mit Gefahrstoffen bei eingehaltenen Arbeitsplatzgrenzwerten, Arbeiten mit Lärmexposition zwischen 80 und 85 dB(A)
Gefährdungsbeurteilung
Arbeitsplatz oder Tätigkeit abgrenzen
Gefährdungen ermitteln
(Checklisten, Gefährdungskatalog)
Risiken beurteilen
(Risikomatrix)
Schutzmaßnahmen betriebsspeziefisch, aufgabenbezogen und praxisgerecht festlegen
Regelwerk der BG, TRGS, Herstellerangaben (Geräte & Stoffe)
Schutzmaßnahmen umsetzen
Wirkasmkeit überprüfen
Gefährdung = Zeitliches und räumliches Zuasammentreffen von Mensch und Gefahr
Dokumentation 5 Jahre aufbewahren!
Unfallpyramide
Beinaheunfälle
Alle Arbeitnehmer haben die Pflicht, einen Beinaheunfall oder eine kritische Situation zu melden um Schaden für sich und Andere durch Wiederholung abzuwenden.
4 Phasen nach einem Beinaheunfall
1. Melden des Beinaheunfalls oder der kritischen Situation
2. Untersuchen des Beinaheunfalls
3. Wirksame Maßnahmen festlegen und umsetzen
4. Wirksamkeitskontrolle
Unfalluntersuchung
Befragen von Betroffenen, Zeugen, Situationskundigen so früh wie möglich nach dem Unfall.
Sammeln und überprüfen von Fakten zum Hergang
Arbeitsplatz und Arbeitsablauf analysieren
Wichtig ist die Erlangung von Kenntnissen über die Unfallursachen, um diese in Zukunft zu vermeiden
1. Rekonstruktion des Unfallherganges
2. Beschreibung des rekonstruierten Unfallherganges
3. Klärung des kausalen Zusammenhanges
Die Schritte bei der Unfalluntersuchung
Der Faktor Mensch
Das Verhalten der meisten Menschen bei der Arbeit ist das Ergebnis von Lernprozessen und läuft meist gewohnheitsmäßig ab.
Sicherheitswidrige Einstellungen oder Gewohnheiten können nur mit Geduld und durch Überzeugung nachhaltig verändert werden.
Vorgesetzte sind immer auch Vorbild und können durch das eigene Verhalten auch die Gewohnheiten von Mitarbeitern beeinflussen.
Motivation: Summe der Beweggründe, die das menschliche Verhalten beeinflussen.
Mediation: freiwilliges Verfahren zur Lösung von Konflikten durch Hinzuziehen einer neutralen Person. Die Problemlösung wird durch die betroffenen Parteien selbst herbeigeführt.
Toolbox-Meeting
Sicherheits-Kurzgespräch
Ein Thema auswählen und etwas vertiefen
Dient dem Informationsaustausch, es werden
in der Regel keine Maßnahmen festgelegt
Werden in Kurzform Dokumentiert
SCC
Sicherheits Certifikat Contraktoren
SCP
Sicherheits Certifikat Personaldienstleister
Werden durch den Arbeitgeber oder seine Beauftragten erstellt, wenn es durch Rechtsnormen oder durch Gefährdungsbeurteilungen gefordert wird
Freigabescheinverfahren
Wird ein Arbeitserlaubnisschein durch einen Auftragnehmer beantragt, müssen alle vorgesehenen Arbeitsverfahren vollständig und richtig durch den Auftragnehmer aufgestellt werden.
Der Freigabeschein (Arbeitserlaubnisschein) wird durch einen dazu schriftlich benannten Vertreter des Auftraggebers ausgegeben.
Zum Befahren oder Begehen von Behältern, in denen sich giftige oder betäubende Gase oder Dämpfe ansammeln können ist eine schriftliche Erlaubnis des Betriebsleiters oder seinen direkten Vertreters notwendig.
Explosionsschutz
Kann die Entstehung einer gefährlichen, explosiven Atmosphäre nicht dauerhaft sicher verhindert werden:
- Feststellen der Wahrscheinlichkeit und Dauer einer g. e. A
- Einteilung des Bereiches in Zonen gemäß Wahrscheinlichkeit und Dauer
Zone 0 ist ein Bereich, in dem gefährliche explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln ständig, über lange Zeiträume oder häufig vorhanden ist. Der Begriff „häufig“ ist im Sinne von „zeitlich überwiegend“ zu verwenden.
Zone 1 ist ein Bereich, in dem sich bei Normalbetrieb gelegentlich eine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln bilden kann.
Mehr als 30 Minuten im Jahr.
Zone 2 ist ein Bereich, in dem bei Normalbetrieb eine gefährlich explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln normalerweise nicht oder aber nur kurzzeitig auftritt. Weniger als 30 Minuten im Jahr.
Äquivalent zu den Zonen 0, 1 und 2 sind die
Zonen 20, 21 und 22 für brennbare Stäube!
- Explosionsschutzdokument erstellen
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