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Interkulturelles Lernen im Sachunterricht

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Mark Domaske

on 2 September 2010

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Transcript of Interkulturelles Lernen im Sachunterricht

Interkulturelles Lernen im Sachunterricht Referatsthema: Dozent: Prof. Dr. Steffen Wittkowske

Referenten: Fabian Rott, Vadim Schulz,
Mark Roger Domaske Universität Vechta SU-1.2 Entwicklung und Probleme der Didaktik des Sachunterrichts Definition von Kultur:



Besonderheit des Interkulturelles Lernes? Ausländerpädagogik entwickelt sich zum interkulturellen Lernen Ausländerpädagogik entwickelt sich zum interkulturellen Lernen 1964 reagierte die Kulturministerkonferenz auf den Zugang von Gastarbeiterkindern
->Eingliederungsmaßnahme eine getrennte
Beschulung von Gastarbeiterkindern und
deutschen Kindern statt
Was ist Kultur? Ziel interkulturellen Lernens ist es Schranken und Begrenzungen zwischen verschiedenen Kulturen zu überwinden. Strategien interkulturellen Lernens (Nieke) : Ansätze interkulturellen Lernens in das integrative Didaktikmodell der GDSU (2002) einzufädeln: Ethnozentrismus Interkulturelles Lernen Enkulturation informieren und aufklären Betroffenheit herstellen in Begegnung lernen und Gemeinsamkeiten erkennen lassen Zivilcourage fördern - einander sinnvoll ergänzen
Definition: Interkulturelles Lernen „Interkulturelles Lernen ist das GEMEINSAME LERNEN von Menschen aus verschiedenen KULTUREN, mit verschiedenen SPRACHEN, RELIGIONEN und WELTANSCHAUUNGEN.“
Das IKL beschränkt sich nicht nur auf die eigene Kultur, sondern beschäftigt sich mit fremden Kulturen. Voraussetzung dafür ist eine gewisse Akzeptanz.
Ziel: Schnelle und reibungslose Anpassung der Gastarbeiterkinder an die Anforderungen deutscher Schulen
Schwerpunkt: Sprachförderung In den 80er Jahren kam Kritik an der Ausländerpädagogik auf
Kritik: Kinder anderer Nationalitäten ausschließlich als förderbedürftige Bevölkerungsgruppe charakterisiert wurden
Forderung: Entwicklung einer multikulturellen Gesellschaft
Die Zugehörigkeit zu einer Kultur wird - auf dem Wege der Enkulturation - unter den Bedingungen der sozialen Gruppe erworben, in der ein Mensch aufwächst. Dies kann ungeplant erfolgen (wie z.B. In der Familie) oder auch im Rahmen institutionalisierten Lernens (so in der Schule) geschehen.
-> Annegret Eickhorst
Zielkatalog nach Wolfgang Nieke (1995,S. 193ff.)

den eigenen, unvermeidlichen Ethnozentrismus erkennen lassen,
mit der Befremdung umgehen lehren,
Toleranz grundlegen,
Ethnizität akzeptieren lassen, (Nach Max Weber ist „Ethnizität“ ein Konzept einer Gruppe von Menschen, welche sich durch den Glauben an gemeinsame Abstammung und Kultur konstituiert und so eine homogene Gruppenidentität bildet.)
gemeinsames Betonen und gemeinsame Aktionen in die Tat umsetzen,
zur Solidarität ermuntern,
in Formen vernünftiger Konfliktbewältigung einüben; zum Umgang mit Kulturkonflikt und Kulturrelativismus befähigen,
auf die Möglichkeiten gegenseitiger kultureller Bereicherung aufmerksam machen,
die globale Verantwortung erkennen lassen und die Wir-Grenze aufheben
sozial- kulturwissenschaftliche Perspektive: gegenseitige Einführung in „fremde“ Feste, Feiern und Bräuche und Verdeutlichung der Bedeutung
kennenlernen von Wohnsituationen, Familienstrukturen und Tagesabläufen
historische Perspektive:
gesellschaftspolitische Hintergründe für die Einwanderung nach Deutschland in den 1960er Jahren
naturbezogene Perspektive:
anlegen eines Schulgartens mit Kulturpflanzen aus den Herkunftsländern der Migranten. -> Anbaumethoden, Zubereitung
raumbezogene Perspektive:
Thema „Europa“ -> „Mental Maps“ zeichnen lassen technische Perspektive:
für den Menschen bedeutsame Erfindungen aus unterschiedlichen Kulturen kennenlernen
«Ethnocentrism is the technical name for this view of things in which one’s own group is the center of everything, and all others are scaled and rated with reference to it.» [ Sumner: Folkways, 1906 ]
Präferenz der eigenen Gruppe/ Kultur, deren Normen, Werte und Verhaltensweisen gegenüber anderen Gruppen/ Kulturen. Die Tendenz die eigene Kultur gegenüber anderen höher zu stellen, wird durch den unreflektierten Kulturerwerb, die Enkulturation gefördert.
Funktionale Bedeutung des Ethnozentrismus für die Majorität besteht vor allem in der Möglichkeit der Rechtfertigung der eigenen Überlegenheit gegenüber Minorätäten. Die dem Ethnozentrismus zugrundeliegende soziale Kategorisierung kann zu einem Risiko/ Konfliktfaktor in Intergruppenbeziehungen werden, in denen unterschiedliche Ethnozentrismen aufeinandertreffen und zu einer möglichen Eskalation führen.
„Kultur wird verstanden als ein einer Gesellschaft gemeinsames System von Kenntnissen, Werten und Haltungen, das die Lebensweise einer Gesellschaft ausmacht“
Eine Kultur ist… …erlernbar …die Quelle des Selbstbewusstseins und Selbstverständnisses …die Basis der Persönlichkeitsentwicklung Hodscha sucht seinen Esel Eines Tages verlor Nasreddin Hodscha seinen Esel. Er suchte ihn überall, in der Stadt, im Wald, am Fluss. Während er suchte murmelte er vor sich hin, lächelte und lobte Gott. Ein Nachbar kam vorbei und fragte: „Mein Hodscha, was ist denn das für eine Geschichte? Du hast deinen Esel verloren, aber du lächelst und dankst Gott!“ Hodscha antwortete: „Mein lieber Nachbar, das ist ganz einfach. Ich muss Gott danken für mein Glück. Stell dir vor, ich wäre auf dem Esel gesessen, dann wäre ich mit meinem Esel verloren gegangen“. Ausgewählte Methoden und Medien
interkulturellen Lernens Ausgewählte Medien interkulturellen
Lernens Bilderbücher Spiele Lieder Reime Bewegungen Märchen Musik Kinderbücher Eine Kultur zeichnet sich aus, dass einzelne gesellschaftliche Gruppen in bestimmten Regionen über sehr ähnliche Sprach-, Ess-, Trink-, Kleidungs-, Verhaltensmerkmale verfügen.
Rollenspiel Mehrperspektivisches Denken Bewusstmachung eigenen Rollenverhaltens Dient der Schulung von: + Dient der Förderung von: Konfliktfähigkeit sprachlicher Kompetenz + + Empathie Gespräche und Gesprächskreise Erkennen von unterschiedlichen... Wahrnehmungen Sichtweisen + Zustand der Normalität Danke für's Zuhören und Mitmachenn! Ausgewählte Methoden interkulturellen Lernens (Ingelhart, R (1995): Kultureller Umbruch. Wertwandel in der westlichen Welt. Frankfurt/M.)
Kahlert J., Fölling-Albers M., Götz M., Hartinger A., v. Reeken D., Wittkowske S.(Hrsg.)(2007): Handbuch Didaktik des Sachunterricht.Bad Heilbrunn.
Ingelhart, R. (1995): Kultureller Umbruch. Wertwandel in der westlichen Welt. Frankfurt/M.
Kahlert J., Fölling-Albers M., Götz M., Hartinger A., v. Reeken D., Wittkowske S.(Hrsg.)(2007): Handbuch Didaktik des Sachunterricht.Bad Heilbrunn.
Glumper E.(1996): Interkulturelles Lernen im Sachunterricht. Bad Heilbrunn.
Jones, E. E. (1997). Prejudice and racism. New York: McGraw-Hill.
LeVine, R. A. & Campbell, D. T. (1972). Ethnocentrism: Theories of conflict, ethnic attitudes, and group behavior. New York. Wiley.
Sumner, W. G, (1906). Folkways.: A study of the sociological importance of usages, manners, customs, mores and morals. Boston: Ginn.
Eickhorst, A. (2007): Interkulturelles Lernen in der Grundschule. Ziele – Konzepte - Materialien, Julius Klinkhardt Verlag, Bad Heilbrunn
Literaturangaben:
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