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Journalismus Intro

LVA FH OÖ Hagenberg WS 16/17
by

Herbert Mayrhofer

on 13 October 2016

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Transcript of Journalismus Intro

Journalismus
-über Öffentlichkeit und öffentliche Meinung

Überblick

o Aktuelle Entwicklung:
Manning, Assange,
Snowden & Co
o Historischer Blick:
Geschichte von Medien
und Kommunikation
o Medien, Macher, Leser:
Die Rollen in der
Gesellschaft
o Storytelling:
Grundlagen des
Erzählens
Wer ist Lektor?
Herbert Mayrhofer

geb.1955 in Linz
Studium Publizistik/Politikwissenschaft / Wien
12 Jahre Redakteur im ORF / Akt. Dienst (Wien)
GF eines Zeitschriftenverlages (Wien)
Medienmanagement in D & NL
Vorstand der lion.cc Libro Online AG
2001 Gründung "viennaspeakers" (Wien)
seit 2002 Lektor FH OÖ, Uni Wien
2006 Gründung "eBIZ enterprise (OÖ)
Unser medialer Alltag:

Erste Aufgabe:
Führen Sie über 3 aufeinander folgende Tage ein Medientagebuch und versuchen Sie so präzise wie möglich die Nutzung von Medien zu dokumentieren.

(Smartphones, Internet, mobiles Internet,
TV, Radio, Zeitung, Zeitschriften, etc.)
Wer sitzt hier im Hörsaal?
Vorstellrunde 2:
Die StudentInnen und die Erwartungen an die LVA
EILTmeldungen:
#refugeeswelcome
Wer hat veranstaltet?
Wo gab`s das Event?
Wann war klar wieso?
Wie kam das Ereignis zustande?
Warum ist es so bedeutsam?
Was ist jetzt spannend?
Woher haben wir unsere Infos?
Wieviele waren da?
Formen des Journalismus
Die Formen des Journalismus lassen sich grob in folgende Kategorien untergliedern:

Interpretativer Journalismus: Fakten plus Hintergrund, Zusammenhang, Analyse
Boulevardjournalismus: Thematisierte sensationsträchtige Themen
Neuer Journalismus oder New Journalism: Persönlich gefärbter Journalismus mit
literarischem Anspruch
Informationsjournalismus: Objektive Berichterstattung
Enthüllungsjournalismus: Investigativer, detektivischer Journalismus


Edward Joseph Snowden
Julian Assange
Bradley Manning
http://deutschsprachige-literatur.blogspot.co.at/2012/01/inhaltsangabe-1984-von-george-orwell.html
Hörbuch
Apple Ad. 1984
Mehr über George Orwell: http://www.george-orwell.org/l_biography.html
Formen des Journalismus
Die Formen des Journalismus lassen sich auch je nach Spezialisierung untergliedern:


Kulturjournalismus
Sportjournalismus
Wirtschaftsjournalismus
Nutzwert- oder Ratgeberjournalismus
Modejournalismus
Wissenschaftlicher Journalismus
Technikjournalismus
Lokaljournalismus

Das Trennungsprinzip
Journalistischer Grundsatz:
Tatsachenorientierter Journalismus


Meldung:
Es ist die elementarste Form der Information und auch die knappste Form
der Mitteilung über ein Ereignis (wer, was, wann, wo).

Nachricht:
Der erste Satz beinhaltet meistens die Meldung (lead). Eine Nachricht ist
zumeist eine Erweiterung der Meldung um Hintergrundinformationen

Bericht:
Die Inhalte der Nachricht werden um weitere interessante Hintergründe
erweitert. Der Bericht ist die Langform einer Nachricht.

Reportage:
Eine Reportage ist eine subjektiv geprägte, anschauliche Berichtsform

Feature:
Enthält Merkmale einer Reportage und eines Berichtes

Interview:
Befragung, um persönliche Informationen zu einem Sachverhalt darzu-
stellen

Meinungsorientierter
Journalismus


Kommentar:
Informative, subjektive Stellungnahme in meinungs-
betonter, appellativer Form

Glosse:
witzig-ironischer kurzer Kommentar

Kolumne:
kurzer Meinungsbeitrag

Essay:
geistreiche Abhandlung zu wissenschaftlichen, kulturellen
oder gesellschaftlichen Themen

Diese Arten des Journalismus sind in allen Medien, d.h. in Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Hörfunk und im Internet anzutreffen. Alle diese Formen des Journalismus haben ihre Existenzberechtigung und den gemeinsamen Anspruch des Qualitätsjournalismus. Denn es herrschen klare Unterschiede bei den Rezipienten: Manch einer möchte gern kurz und übersichtlich informiert werden. Ein anderer möchte sehr umfangreiche, detaillierte Informationen, wieder ein anderer sucht
Unterhaltung oder Orientierung. All diesen Wünschen tragen die unterschiedlichen
Arten des Journalismus Rechnung.
http://wikileaks.org/wiki/Main_Page
Freiheit der Rede
Freedom of Speech; auch im 1. Zusatzartikel zur amerikanischen Verfassung verankert
UNO Menschenrechtskonvention
Artikel 19 - Meinungs- und Informationsfreiheit

Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäusserung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Pressefreiheit in Österreich
Pressefreiheit bedeutet die Möglichkeit, über Ereignisse von öffentlichem Interesse zu berichten. Das hängt mit dem Recht auf Meinungsfreiheit zusammen. Jeder und jede hat das Recht, frei über seine oder ihre Anliegen zu berichten. Es darf also keine Zensur geben.
Gleichzeitig gibt es Einschränkungen dieser Pressefreiheit. Es gilt, die Privatsphäre von Personen zu schützen. So darf nicht behauptet werden, jemand habe eine Straftat begangen, bevor ein Gericht ein entsprechendes Urteil gefällt hat. Oft findet man deshalb Begriffe wie mutmaßlich oder es gilt die Unschuldsvermutung. Selbstverständlich dürfen keine Unwahrheiten verbreitet und es darf auch nicht gegen bestimmte Gruppen gehetzt werden.
Pressefreiheit heißt auch, dass unterschiedliche Meinungen und Standpunkte veröffentlicht werden können. Je mehr unabhängige Medien existieren, desto stärker ist diese Möglichkeit gegeben.
Mit Pressekonzentration (bzw. Medienkonzentration) wird die Anzahl voneinander unabhängiger Zeitungen oder Medienprodukte bezeichnet. Hohe Pressekonzentration heißt, dass es wenige voneinander unabhängige Zeitungen gibt. Je stärker die Pressekonzentration ist, desto weniger Meinungsvielfalt (Meinungspluralismus) gibt es. In Österreich ist die Medienkonzentration relativ hoch, d.h., dass der Großteil der Medien von einigen wenigen Medienkonzernen kontrolliert wird.
Reporter ohne Grenzen ist eine Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Pressefreiheit (Journalismus).
Freiheit der Rede, Pressefreiheit,
Informantenschutz
An Anfang stand die Erklärung der Menschen- und Bürger-rechte als unmittelbares Ergebnis der französischen Revolution:


„La libre communication des pensées et des opinions est un des droits les plus précieux de l’homme : tout citoyen peut donc parler, écrire, imprimer librement, sauf à répondre de l’abus de cette liberté, dans les cas déterminés par la loi.“

Die freie Äußerung von Gedanken und Meinungen ist eines der kostbarsten Menschenrechte: Jeder Bürger kann also frei reden, schreiben und drucken, vorbehaltlich seiner Verantwortlichkeit für den Missbrauch dieser Freiheit in den durch das Gesetz bestimmten Fällen.
1789
Artikel 11
„Der Kongress darf kein Gesetz machen, das die Einführung einer Staatsreligion zum Gegenstand hat, die freie Religionsausübung verbietet, die Rede- oder Pressefreiheit oder das Recht des Volkes einschränkt, sich friedlich zu versammeln und die Regierung um die Beseitigung von Missständen zu ersuchen.“
Speaker`s Corner Hyde Park
http://de.wikipedia.org/wiki/Rangliste_der_Pressefreiheit
Die Zensur wurde in Österreich 1918 abgeschafft, 1933 wieder eingeführt und erst 1945 neuerlich beseitigt
http://www.rog.at/
Exkurs:
J O U R N A L I S M U S
Kurze Mediengeschichte
Entwicklung moderner
Sprachen & Schriften
im Laufe von 2500 Jahren
1452
18.Jh
17. Jh
ca. 3300 BCE
ca 17.000 BCE
1100 BCE - 1500 CE
Ausprägung zahlreicher Schriften und Sprachen rund um das Mittelmeer. Die phönizische Schrift, Hebräisch, Griechisch, Römisch, Arabisch, Kyrillisch, et al.
Johannes Gensfleisch alias Gutenberg

Beginn des maschinellen & industriellen Buchdrucks und der Verbreitung von Büchern in bislang analphabetischen Gesellschafts-schichten. Das Ende der händischen Buchreproduktion.
Zeitung als neues Medium
Schon zu Beginn des 17. Jahrhundert erschienen im deutschsprachigen Raum erste Zeitungen im Sinne von regelmäßiger Periodika (Aviso, ab 1609)
Die Zeit der Enzyklopädie
Der französische Aufklärer Denis Diderot übernahm die Herausgeber- schaft der ersten "wissenschaftlichen" Enzyklopädie. In 35 Bänden wurde der Versuch unternommen das gesamte, speziell natur-wissenschaftliche Wissen der Zeit abzubilden und zu erklären.
17.000 Jahre BCE (ev. noch älter)
Die berühmten Höhlenmalereien von Lascaux (FRA)
ca. 3400 - 3200 BCE entsteht die Schrift
Keilschrift: Die sumerische Keilschrift ist neben den ägyptischen Hieroglyphen die heute älteste bekannte Schrift. Sie entstand etwa um 3300 v. Chr. in Sumer in Mesopotamien und konnte ihre Vormachtstellung bis etwa 1800 v. Chr. halten. Zunächst begann die sumerische Keilschrift als Bilderschrift, bestehend aus rund 900 Piktogrammen und Ideogrammen, die in Ton geritzt wurden.
1950
1990
2003
1995
1908
1877
TV am Weg zum Massenmedium
Anfang der 50er Jahre gab es in den USA bereits 10 Millionen TV Geräte. In Europa begann TV erst Ende der 50er Jahre zu boomen
Neue Freiheit: Mobiltelefonie
Anfang der 90er Jahre wandelten sich unhandliche Geräte (vor allem für den Autoeinbau) in kleine tragbare Gadgets.
Internet @ Office & Home
...von Mosaic, Netscape, IE, Firefox, Safari, Opera & Chrome
Web 2.0 und Social Media
Individuen sind Medienmacher und Medienkonsumenten zugleich
Graham Bell & das Telephon
Das erste Hörfunkprogramm
Das Radio begann seinen Siegeszug. Wohl das "flüchtigste" aller Medien die in unserem Medienkonsum eine Rolle spielen.
Kultur der Oralität
Die mündliche Überlieferung hat die mediale und kommunikative Geschichte der Menschheit über den bisher längsten Zeitraum begleitet.
Von ca. 100.000 BCE bis 5500 - 3400 BCE
Die Jiahu Zeichen (Fundort China) und die Vinca Symbole (Fundorte in Südost-Europa mit Datierung um 6600 BCE und 5500 BCE sind aus vorherrschender wissenschaftlicher Sicht noch nicht als Schriften anzusehen
Hieroglyphen
Nach der altägyptischen Überlieferung hat Thot, der Gott der Weisheit, die Hieroglyphen geschaffen. Die Ägypter nannten sie daher „Schrift der Gottesworte“.

Die Anfänge dieser Schrift lassen sich bis in die prädynastische Zeit zurückverfolgen. Die früher gewöhnlich zugunsten der Keilschrift entschiedene Frage, ob die sumerische Keilschrift oder die ägyptischen Hieroglyphen die früheste menschliche Schrift darstellen, muss wieder als offen gelten, seit die bislang ältesten bekannten Hieroglyphenfunde aus der Zeit um 3500 v. Chr. (Naqada III) in Abydos aus dem prädynastischen Fürstengrab U‑j zum Vorschein gekommen sind.
Stein von Rosette
v.l.n.r:
lateinisch
griechisch
phönizisch
hebräisch
arabisch

Klassische Schriftformen
e
-
1400 - 1468, Mainz
Literalität war eine wesentliche Voraussetzung für die Aufklärung
Bücher als Quelle für Wissen(schaft) und Bildung aller Gesellschaftsschichten. Anstelle von (Aber)glauben und übernatürlichen Mächten, trat zunehmend die Rationalität und der Mut zur Selbstbestimmung. Martin Luther übersetzte die Bibel in die deutsche Sprache, womit eine weitere Barriere (Latein als "Amtssprache") abgebaut wurde.
Luther wandte sich auch gegen den sogenannten Ablasshandel, der durch den Massendruck von Ablassbriefen eine unglaubliche Blüte erfuhr.
Im 18. Jahrhundert erlebte die Zeitung eine weite Verbreitung und bekam gesellschaftspolitische Bedeutung
Stichwort: Pressefreiheit, revolutionäre Bewegungen
...damit begann das enzykolpädische Zeitalter von der Encyclopedia Britannica über Brockhaus bis zu
6 Jahrhunderte im Überblick
http://www.my-miki.de/detail/index/2458
Der Kampf um Ain al Arab / Kobane
Ein Drama vor den Augen der internationalen Gemeinschaft
Kurdische Flüchtlinge strömen
Richtung Türkei
WER / WAS ist der IS?
fb
schlägt TV
Armin Wolf : 4,5 Mio Nutzer
knapp 200k follower
Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft
Altenfelden, 1. Juni 2016
Politik & Wahlverhalten
Grafik: neuwal.com
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