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Wege aus einer "Kultur der Digitalen Distanz"

Die Bedeutung von Reflexivität für die Entwicklung digitaler Lehrkompetenz im Professional Lifecycle von Pädagoginnen und Pädagogen
by

Johannes Maurek

on 24 January 2015

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Transcript of Wege aus einer "Kultur der Digitalen Distanz"

Aufbruch aus der "Kultur der digitalen Distanz"
Dipl.-Päd. Johannes Maurek, MA MSc
Problemdokumentation
Forschungsstand
In der wissenschaftlichen Literatur werden verschiedene Gründe für die Akzeptanz digitaler Medien in Lehr-/Lernprozessen angeführt:
Die Bedeutung von Reflexivität für die Entwicklung digitaler Lehrkompetenz im Professional Lifecycle von Pädagoginnen und Pädagogen
Leiter des Instituts für Fernstudien und didaktische Entwicklung an der
Kirchlichen Pädagogischen Hochschule - Edith Stein
Studien:
Lehramt für HS/NMS (D/Ph/Ch)
Psychologie (Universität Salzburg)
Educational Technology / eLearning & eTeaching (DUK/Master of Science)
Bildungswissenschaften / eEducation (FUH/Master of Arts)
Forschungsschwerpunkte / Projekte:
Kompetenzentwicklung für digital gestütztes Lehren und Lernen (eModeration, EPICT, Online-Tutoring)
Digital gestützte Lehr-/Lernszenarien in der Hochschuldidaktik / Lehrer- und Lehrerinnenbildung
Distance Learning, Konzeption von Fernstudiengängen
Verschiedene Transferprojekte: z.B. MOSEP (More Self Esteem with my ePortfolio)


Fortbildungen:
Gestaltpädagogik
Psychotherapieausbildung (Gestalttherapie, Jung'sche Analyse & NLP)
Persönlicher Themenbezug
Tätigkeiten in zahlreichen Berufsfeldern und Projekten zur IKT-Basisbildung von Lehrpersonen und der didaktischen Implementierung digitaler Medien in Unterrichtszenarien:
Erfahrungen und Motivation
Dissertationsprojekt
seit 24 Jahren im Rahmen der IKT-Trägerfächer (D/E/M/GZ)
seit 16 Jahren im Bereich der Lehrerfort- und -weiterbildung
seit 8 Jahren in der Lehrerausbildung
seit 6 Jahren in der Konzeption von Programmen zur IKT-Kompetenzentwicklung
Heutige Klassenzimmer unterscheiden sich nur marginal von den Klassenzimmern vor 100 Jahren:
Die Sozialformen sind weitgehend identisch
Es dominiert der Frontalunterricht
Quelle des Wissens sind Lehrperson und Lehrbuch
Wenig Abwechslung in Lehrstil und Lehrmodell
Klassen sind weitgehend "technikfreie" Räume
Klasse vor 100 Jahren
Klasse heute
28 Jahre nach der Verankerung von IKT im Lehrplan der AHS (BM Helmut Zilk) und 23 Jahre nach Einführung des Trägerfächerprinzips kann festgehalten werden:
Digitale Medien sind in der Breite nicht in der didaktischen Konzeption von Lehre (Schule/Hochschule) angekommen (Tulodziecki 2006; Kommer 2010; Brandhofer/Micheuz 2011)
Digitale-Kompetenzen (bzw. Medienkompetenzen) der Lehrenden (Schule/Hochschule) sind überwiegend gering (Hornung-Prähauser/Geser 2010, Maurek 2011)
Obwohl die technische Ausstattung österreichischer Schulen und Hochschulen mit digitalen Endgeräten (6 PC/SchülerIn), Breitbandanschlüssen und Präsentationstechnologie zumindest ausreichend ist, ist die Bereitschaft zur Nutzung enden wollend.

Ausgangslage
ab 2000 - Computermilliarde des Bundes
von 2005 bis 2006
von 2007 bis 2008
von 2009 bis 2012
ab 2012
Technologie Akzeptanz Modell (TAM 2)
Technische Dimension:
Komplexität der Anwendungen - (Kleinmann/Wannemacher/2004; Seufert/Euler 2003,2004
Subjektive Dimension:
Wahrgenommene Einfachheit der Bedienung - perceived easiness of use (Stratmann/Kerres 2007)
Wahrgenommener Nutzen - perceived usefullness (Venkatesh/Davis 2000)


Erfahrung
Freiwilligkeit
Wahrgenommener Nutzen
Nutzungsabsicht
Nutzerverhalten
Einfachheit der
Bedienung
Subjektive Norm
Image
Job Relevanz
Output Qualität
Angemessenheit
angelehnt an Technologie Akpeptanz Modell nach Venkatesh/Davis (2000)
Institutionskultur
Vorstellung
Vorstudien
Biermann (2009) und Kommer (2010) identifizierten in ihren Studien zum Medienverhalten von Lehramtsstudierenden einen spezifischen "medialen Habitus":

Medien- und Technikdistanz
Bewahrpädagogische Grundüberzeugungen
Umdeutung von Bildungsmedien zu Unterhaltungsmedien
Tendenz zur Abwertung medial vermittelter Erfahrungen

Reproduzierte Dispositionen und innere, generativ wirkende Prozesse wirken moderierend auf das Mediennutzungsverhalten und setzen Kompetenzentwicklungsprogrammen ein erhebliches Absorptionspotenzial entgegen.

Annahme
Der von Biermann/Kommer beschriebene "Mediale Habitus" wird bereits durch Berufswahl und Studium inkorporiert und in der Schulkultur verfestigt. Er findet sich nicht nur bei Lehramtsstudierenden, sondern in unterschiedlichen Ausprägungen auch bei PädagogInnen in der Praxis.

Das "Habitat Schule" weist eine latent vorhandene, unreflektierte und damit generative

"Kultur der digitalen Distanz"

auf.
Forschungsfragen I
Der mediale Habitus und seine dysfunktionalen Dispositionen sind nicht deterministisch zu verstehen. Hinderliche Disposi-tionen können durch reflexive Prozesse, Wechsel der Sozialfelder oder biografische Prozesse aufgelöst werden:


1.:
Wie müssen Reflexionsphasen in Lehrveranstaltungen, die sich mit der Vermittlung digitaler Lehrkompetenz befassen, konzipiert, gestaltet, angeleitet und durchgeführt werden, damit für die Entwicklung digitaler Lehrkompetenz hinderliche Dispositionen und habituelle Muster bewusst gemacht und ggf. verändert bzw. aufgelöst werden können?
Forschungsfragen II
2.:
Wie und in welcher Form wird darüber hinaus Reflexivität an den Institutionen der Lehrer- und Lehrerinnenbildung systematisch in ein ganzheitliches Konzept von Pädagogischer Professionalisierung eingebettet?

Schulische Innovationstypen
Early Adopters
Sharp ones
Wooden
Dead Wood
Eraser
Es geht ums Holz
Habituelle Muster / Dispositionen
nach einer Idee von Gerhard Brandhofer
Ziel
Entwicklung eines Modells zur systematischen Ausformung von Reflexivität an allen Punkten des Professional Lifecycle (Aus-, Fort- u. Weiterbildung) als institutionalisierte Eigenschaft von Einrichtungen der Lehrerbildung einerseits (systemische Perspektive) und als Merkmal pädagogischer Professionalität (individuelle Perspektive) andererseits.
Annahme 2
"Lehrende, die sich nie mit der (Weiter-)Entwicklung ihrer digitalen Kompetenz beschäftigt haben oder bei denen Maßnahmen zur persönlichen Kompetenzentwicklung nicht oder nur unzureichend durch Reflexionsphasen begleitet wurden, in denen die eigene Medienbiografie, die eigene Mediensozialisation sowie das eigene Medienhandeln konstrastierend zu dem der heutigen Kinder und Jugendlichen thematisiert wurde, bringen dem Einsatz neuer Medien in Lehr-/Lernkontexten mehr Vorbehalte entgegen, als jene PädagogInnen, die im Rahmen ihres Kompetenzerwerbs diese Möglichkeiten in ausreichender Form vorgefunden und genutzt haben."
Forschungsdesign / Methodik
Fallstudien:

Der Umgang mit Reflexionsphasen (individuelle Perspektive) und der Stellenwert von Reflexivität (systemische Perspektive) sollen exemplarisch an einer "School of Education" (Universität Salzburg), sowie an einer privaten (PPH Linz) und öffentlichen Pädagogischen Hochschule (PH Salzburg) untersucht werden. Die Fallstudien bestehen aus drei Teilen:
Dokumentenanalyse (Curricula, Richt-/Leitlinien, Modulbeschreibungen, Rahmenvorgaben und Zielvereinbarungen)
ExpertInneninterviews (Leitfaden-Interviews mit (konzeptiv tätigen) Lehrenden, n=4-6/Institution, Auswertung nach Mayring)
Inhaltsanalyse von studentischen Reflexionsprodukten (Texte, Portfolios, Lernplattformen

Flickr CC BY ND FuturePresent
Especially for educators
Bisherige Forschungsansätze
digital gestützte Lehr-/Lernszenarien
Schulische Innovationsforschung
(Altrichter/Wiesinger)
Soziale Praktiken
Wissen
Einstellungen
materielle Aspekte
Diffusionsforschung
(z.B. Friemel)
Adoptionsbereitschaft und -geschwindigkeit
abhängig von:

Passung von Werten, Normen, Alltagspraxis
Wahrnehmung der Vorteile
Möglichkeit der Erprobung und Adaption
Komplexitätsgrad

Akzeptanzforschung
(z.B. Bürg/Mandl/Flindt)
Beschäftigt sich seit etwa 1970 mit der Annahme oder der Ablehnung von Innovationen. Hauptfaktoren:

Einschätzung des Nutzens (Gewinn/Aufwand-Relation) (Bürg/Mandl 2004)
Interesse, instruktionale Unterstützung, soziale Situierung (Flindt 2007)

Habitusforschung
(z.B. Biermann/Kommer/ Bourdieu)
Habituelle Muster und (dysfunktionale) Dispositionen als Filter bzw. Moderatoren von Normen, Werten, Entscheidungsprozessen. Sie nehmen Einfluss auf:

Die Art der Nutzung digitaler Medien (modus operandi)
Innere Prozesse, die Strukturen reproduzieren und generativ wirken (modus operatum)
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