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Das Kindsmordmotiv im Sturm und Drang

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by

Markus Sommer

on 31 July 2016

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Transcript of Das Kindsmordmotiv im Sturm und Drang

Das Kindsmordmotiv im Sturm und Drang
Gretchentragödie (1772)
Goethe, inspiriert von Margaretha Brandt, schafft den Faust
Neonatizid
Filizid
Infanatizid
Gliederung
Das Motiv
Warum töten so viele Mütter ihre Kinder in der Zeit des Sturm und Drang?
Luise blickt vom Richtblock aus zurück und sehnt sich zu früheren Zeiten
Typisch im 18. Jh.:
Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern
Lenz: Zerbin (1775)
Wegen seines Berufes kann Zerbin Marie nicht heiraten
H.L.Wagner, 1776: Plagiat?
Goethe wirft Wagner vor, aus dem Faust „Die Kindermörderin“ gestohlen zu haben
Der Fall Susanna Margaretha Brandt
S.M. Brandt wurde als achtes Kind eines Soldaten geboren

Vor Weihnachten 1770 wurde sie von einem Goldschmiedgesellen verführt

Es folgt eine uneheliche Schwangerschaft

Susanna verheimlichte ihre Schwangerschaft und tötete das Kind nach der Geburt sofort

Auf der Flucht wurde sie von der Wache festgehalten, anschließend zum Tode verurteilt
Quellen
- Literatur:
Katja Glaser: Das Kindsmordthema in der Literatur des Sturm und Drang
Urfaust (Goethe)

- Internet:

http://pau-la-vie.blog.de/

www.literaturwelt.com

www.wikipedia.org

Google Bilder
Schiller:
Die Kindsmörderin (1782)
– Kindsmorde
Definition
Motive
Gesellschaft im 18. Jh.
– Susanna Margaretha Brand
– Kindsmord in Werken von Goethe (Faust)
– Heinrich Leopold Wagner: Plagiat?
– Kindsmord bei Schiller
– Kindsmord bei Lenz
– Fazit
Um Ehre und Ruf zu retten

Geld
Im 18. Jh. galt es als größeres Übel ein uneheliches Kind zu haben, als es zu verheimlichen und zu töten.
Der junge Goethe ist während
des Prozesses anwesend
Gretchentragödie
(FAUST)
„In der Hand der Stürmer und
Dränger wurde das Kindsmord-
motiv zu einer literarischen Waffe
in der historischen Auseinander-
setzung zwischen Bürgertum und
Adel.“
–Otto Ulbricht
13. STROPHE:
„Seht! da lag es - lag im warmen Blute,
Das noch kurz im Mutterherzen sprang,
Hingemetzelt mit Erinnysmute,
Wie ein Veilchen unter Sensenklang - -
Schröcklich pocht schon des Gerichtes Bote,
Schröcklicher mein Herz!
Freudig eilt ich in dem kalten Tode
Auszulöschen meinen Flammenschmerz.“

Susanna Margaretha Brandt
Zerbin flieht vor seinem geizigen, unmenschlichen Vater
Marie wird schwanger
Luise rät allen Frauen aus ihrem Unglück zu lernen und sich nicht verführen zu lassen. Es soll nicht passieren, dass man glaubt, die eigene Schönheit würde den Liebhaber binden.
Evchen Humbrecht ist die Tochter eines Straßburger Metzgers
Evchen wird als Kindermörderin verhaftet

Parallele zu S.M. Brandt und der Gretchentragödie?
Sturm und Drang / Kindsmord im 18. Jh.
Moral
Stürmer und Dränger
Todesstrafe für Kindsmörder als Abschreckung
Uneheliche Kinder waren schändlich für die Mütter
Schande über die Familie, Verlust von Ehre, Ruf und Beruf
keine Abtreibung möglich
Das Kindsmordmotiv fand bald Anklang bei Literaten
Mithilfe des Kindsmordmotivs war es einfach Gefühle auszudrücken
Fazit:
Häufige Verwendung von Motiven wie Täuschung, Manipulation, Verführung, gesellschaftliche Einflussnahme und Doppelmoral der Stürmer und Dränger
Heinrich Faust, ein alter Lehrer und Philosoph, verlangt es nach einer Frau
Er versteht sich auf dunkle Magie und so beschwört er Geister hervor
Mithilfe des Mephistopheles verführt Faust Gretchen
Gretchen tötet aus Versehen ihre Mutter, um mit Faust alleine Zeit verbringen zu können
Gretchen wird schwanger, tötet ihr Kind und wird im Gefängnis schließlich verrückt
Eines Nachts wird sie von einem Offizier mit ihrer Mutter zusammen in ein Bordell verführt
Der Offizier schwängert Evchen und verlässt Straßburg
Evchen gebärt ein Kind und tötet es mit einer Nadel
Sie erzählt, dass sie verführt worden sei und ruft immer wieder nach Joseph, der sie verlassen hat
Schließlich gesteht sie, dass sie ihr Kind ermordet habe:
Luise sieht dem Henker ins Gesicht, und sehnt sich den Tod herbei:

15. Strophe:
„Schnell die Binde um mein Angesicht!
Henker, kannst du keine Lilie knicken?
Bleicher Henker, zittre nicht! - - - “
in Leipzig will er Geld verdienen und eine Frau finden

Lernt bei seiner Arbeit an der Universität Frauen kennen, die jedoch keine feste Beziehung wollen

Schließlich beschließt Zerbin, mit seinem Zimmermädel eine Beziehung einzugehen
Marie bringt ihr Kind alleine in einem Heuschuppen auf die Welt
Todgeburt
Marie wird verdächtigt das Kind getötet zu haben und wird hingerichtet
Zerbin hält sich für schuldig an Maries Tod und „geht ins Wasser“
Die Verantwortung liegt meist beim Mann, Frau unschuldig?
Lenz spricht mit der „neue[n] Philosophie“ eine Gesellschaftsform an, die auf viele Stürmer und Dränger zutrifft.

Das Kindsmordmotiv war in der Tat eine „literarische Waffe“
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