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Deutsche Kolonialgeschichte und die Konstruktion des Fremden

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Merve Sentürk

on 24 January 2014

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Transcript of Deutsche Kolonialgeschichte und die Konstruktion des Fremden

Deutsche Kolonialgeschichte und die Konstruktion des Fremden


Fahrplan
Klassifikation des deutschen Kolonialismus
Fallbeispiel: Herero-Aufstand
Phänomen: Kolonialdiskurs
Diskussion

Klassifikation des deutschen Kolonialismus
epochaler Rahmen
Herero-Aufstand
Kolonialdiskurs
Diskussion
Wird die Funktion bzw. der Effekt von Denkmälern generell überbewertet?
Wer oder was trägt bzw. tradiert den Kolonialdiskurs in Deutschland?
Wie verhalten sich das koloniale Erbe und die gegenwärtige (europäische) Flüchtlingspolitik zueinander?
Kolonialdiskurs
15 JH.
1871- 1919
20JH.
europäischer Kolonialismus

deutscher Kolonialismus
Territorialer Rahmen
Ostafrika 31%
Südwestafrika 26%
Deutsches Reich 17 %
Kamerun 15%
Neuguinea 8 %
Togo 3 %
territorialer Rahmen
750 Soldaten
im Krieg
von 80.000 überleben nur 15.000 Hereros
7000 Herero sterben in den Lagern
10.000 sterben während des Aufstandes
Koloniale Motivation
Motivation
Bilanz
12.01.1904
11.08.1904
Überfall auf
deutschen Farmen
Aufhebung des
Vernichtungsbefehls durch
durch Intervention aus Berlin
Lothar von Trothar s
Vernichtungsbefehl
Kriegsende
2.10.1904
31.03.1907
12.1904
Schlacht am Waterberg
1. Wirtschaftswachstum
2. Auswanderungswellen
3. innenpolitische Spannungen
4. kulturelle Legitimation
Koloniale Bilanz
2 % Kapitalinvestitionen in den dt. Kolonien
1 % Export (Alkohol, Textilien, Waffen, etc.)
0,5 % Import (Baumwolle, Kautschuk, Kaffee, kaum Bodenschätze)

staatl. Zuschussgeschäft (Verwaltung, Militär)
keine lokale Infrastruktur / Industrie
Ressourcen über Weltmarkt günstiger
wirtschaftlich
Koloniale Bilanz
kulturell
Völkerschauen
1870er Jahre Kompensation Tierexportgeschäft
Suggestion naturgegebener Hierarchien zwischen Rassen und Völkern
-> gesellschaftliche Ordnung: Klassen- und Geschlechterunterschiede natürlich
-> Augsburger Zoo: Afrikanisches Dorf
Koloniale Bilanz
gegenwärtig
keine besonderen Beziehungen zu den ehemaligen Kolonien
kein sprachliches Erbe
keine Botschaften in Papua Neuguinea, Nauru, Samoa
-> kein postkolonialer Staatenbund wie bspw. Commonwealth, Frankophonie
->Deutschland kooperiert wirtschaftlich und kulturell mit vielen Ländern in Afrika, Asien und im Pazifik unabhängig seiner Kolonialgeschichte



Das Denkmal im Wandel
Wandel von Geschichtsvorstellungen und -interessen

bauliche Veränderungen oder Ergänzungen am Denkmal

Gegendenkmal
Kolonialdenkmäler in Bremen
zwischen 1885 und 1945:
Benennung zahlreicher deutscher Straßen nach kolonialen Erinnerungsorten oder
Akteuren


-> dt. Kolonialbegründer, Gouverneure, Beamte und Krieger in kolonialen Diensten, Forschungsreisende, Kaufleute, Sklavenhalter und Menschenhändler


Koloniale Erinnerungsorte:

Dualaweg, Südweststraße, Windhukstraße

Koloniale Akteure:

Otto-Finsch-Straße, Karl-Petersstraße, Leutweinstraße, Lüderitzstraße
Das Denkmal im Wandel -
Geschichtsbewusstsein in Bremen

Straßennamen
1946: Umbenennung der
Lettow-Vorbeck-Straße
in
Hermann-Böse-Straße

1979: „Aktion Lüderitzstraße“
Das Denkmal im Wandel -
Geschichtsbewusstsein in Bremen
Der Elefant
1931-1990

vom Kolonial-Ehrenmal zum
Anti-Kolonial-Denk-Mal
Otto Finsch
Karl Peters
Adolf Lüderitz
Theodor Leutwein
700 an
Krankheiten
General von Lettow-Vorbeck (1932)

“Ein großes Volk muss Kolonien haben, um leben zu können. Wichtiger als die Frage, wo die Kolonien liegen, ist es, überhaupt Kolonien zu haben. Ein großes Volk treibt Kolonialpolitik [...] in erster Linie seiner selbst willen [...] es gilt eine
nationale Notwendigkeit
. Ohne Kolonien muss ein
blühendes Volk ersticken
. [...] Kolonien sind der Ausdruck der
Kraft einer Nation
[...]”
Bürgermeister Wedemeier (1990)


Respekt und Anerkennung
sind wir dem namibischem Volk [...] schuldig.”
Stimmen der Zeit
Nina Keykan, Nazli Komanovali, Torben Müseler, Merve Sentürk
Epochaler Rahmen
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