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Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt

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Julia Schaad

on 20 January 2015

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Transcript of Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt

Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
Gliederung
1. Biografie
2. Werke von Daniel Kehlmann
3. Die Vermessung der Welt
- Protagonisten
- Inhalt
- Leitmotive
- Besonderheiten
4. Quellen
1. Biografie von Daniel Kehlmann
geboren am 13. Januar 1975 in München
Sohn des TV-Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler
1981 Umzug nach Wien
Schulabschluss am Kollegium Kalksburg, danach Studiumsbeginn in Literaturwissenschaft und Philosophie
1997 erschien sein erster Roman "Beerholms Vorstellung"
Durchbruch aber erst mit "Ich und Kaminski"
2005 erschien "Die Vermessung der Welt", das bei Kritik und Publikum zu einem der größten Erfolge der deutschen Nachkriegsliteratur wurde
neben schriftstellerischer Arbeit auch als Essayist und Kritiker für Magazine und Zeitungen wie "Der Spiegel", die Frankfurter Allgemeine oder die Süddeutsche Zeitung tätig
als Gastdozent für Poetik in Mainz, Wiesbaden und Göttingen tätig
gewann schon zahlreiche Preise :Candide-Preis, Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, Doderer-Preis, Kleist-Preis und zuletzt Thomas Mann- Preis
Kehlmann lebt in Berlin und Wien
2. Werke von Daniel Kehlmann
"Beerholms Vorstellung" (1997)
"Unter der Sonne" (1998)
"Mahlers Zeit" (1999)
"Der fernste Ort" (2001)
"Ich und Kaminski" (2003)
"Die Vermessung der Welt" (2005)
"Wo ist Carlos Montúfar?" (2005)
Diese sehr ernsten Scherze - Poetikvorlesungen" (2007)
"Requiem für einen Hund" (2008)
"Leo Richters Porträt" (2009)
"Ruhm - Ein Roman in neun Geschichten" (2009)
"Lob: Über Literatur" (2010)
"F" (2013)
3. Die Vermessung der Welt: Protagonisten
Alexander von Humboldt:
stammt aus adeligem Hause, er ist Preuße
wendet sich nach dem Tod seiner Mutter der Wissenschaft zu
sehr patriotisch
seine Persönlichkeit zeichnet sich durch seine Humorlosigkeit, Geradlinigkeit und sein zielgerichtetes Verhalten aus, handelt meist respektlos und freundlich
scheut keine Mühen um die Welt zu erforschen, erhofft sich dadurch Ruhm und Anerkennung der Öffentlichkeit
Carl Friedrich Gauß:
stammt aus der Arbeiterschicht Göttingens
als Geodät, Astronom und Professor der Mathematik tätig (hat besondere mathematische Begabung)
fühlt sich Menschen mit geringerer mathematischer Intelligenz schnell überlegen, ausgeprägte Arroganz
befindet sich mit Humboldt zwar auf dem gleichen geistigen Niveau, hat jedoch eine andere Intention als er
möchte Wissen erlangen ohne dafür gerühmt zu werden, zeigt sich desinteressiert an den Belangen der Gesellschaft und verlässt nur ungern seine gewohnte Umgebung
Aimé Bonpland:
Assistent von Alexander von Humboldt
lernten sich in Paris kennen
Johanna:
Frau von Carl Friedrich Gauß, Tochter eines Gerbers
hat drei Kinder mit Gauß, stirbt aber bald darauf
Minna:
beste Freundin von Johanna
Gauß heiratet sie nach Johannas Tod um die Versorgung seiner Kinder und des Haushaltes zu gewährleisten
Andere Personen:
3. Die Vermessung der Welt: Inhaltsangabe
3. Die Vermessung der Welt: Leitmotive
Kapitel 1:
Gauß erhält 1828 eine Einladung von Alexander von Humboldt zur Tagung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte in Berlin, widerwillig macht er sich mit seinem Sohn Eugen auf den Weg

Kapitel 2:
bereitet sich in Salzburg auf eine Expedition vor,diese wird allerdings abgesagt und so reist er mit Aimé Bonpland auf eigene Faust nach Spanien und anschließend weiter nach Lateinamerika
Kapitel 3:
Gauß Talent wird im Alter von 8 Jahren von einem seiner Lehrer entdeckt und gefördert, so bekommt er ein Stipendium für die Universität Göttingen
Kapitel 4:
Humboldt und Bonpland erforschen in Neuandalusien eine Höhle
erste Anzeichen, dass Humboldt homosexuell ist als er eine Prostituierte ablehnt
Weiterreise um den Kanal zwischen Orinoko und Amazonas zu finden
Kapitel 5:
Gauß entdeckt eine Möglichkeit ein gleichmäßiges 17-Eck nur mit Zirkel und Lineal zu konstruieren
legt seine Doktorarbeit in Mathematik mit Bravour ab und beginnt als Landvermesser zu arbeiten
lernt Johanna kennen und macht ihr einen Heiratsantrag, sie lehnt aber zunächst ab
Kapitel 6:
Humboldt und Bonpland setzen ihre Expedition auf dem Orinoko fort
sie treffen auf eine Indianersiedlung in der Curare hergestellt wird, Humboldt stellt fest, dass das Gift nur dann tödlich ist, wenn es in die Blutbahn gelangt
Kapitel 7:
nach der Hochzeit mit Johanna beginnt Gauß eine Sternenwarte in Göttingen zu leiten, verpasst die Geburt seines ersten Sohnes
nach der dritten Schwangerschaft liegen Johanna und das Neugeborene im Sterben
um die Versorgung der Kinder zu gewährleisten heiratet er Johannas beste Freundin Minna
Kapitel 8:
in Ecuador besteigen Humboldt und Bonpland den höchsten Berg der damals bekannten Welt, den Chimborazo
Kapitel 9:
Gauß vermisst das Königreich Hannover, sein Sohn Eugen begleitet ihn als Assistent
er hält seinen Sohn allerdings für dumm und unbegabt
Kapitel 10:
Humboldt und Bonpland reisen weiter nach Mittelamerika, der Journalist Gomez schließt sich ihnen an, dort besichtigt Humboldt die Ruinen von Teotihuacan und erforscht den Vulkan Jorullo
danach fahren sie nach Philadelphia und treffen Thomas Jefferson

Kapitel 11 + 12:
Gauß und Humboldt unterhalten sich auf dem Kongress
nachdem Gauß seinen Sohn zum wiederholten Mal als Nichtsnutz bezeichnet hat, stürmt dieser gekränkt hinaus und schließt sich einer Studentenversammlung an, wird von der Polizei verhaftet
Kapitel 13 + 14:
Humboldt hält auf dem Wirtschaftskongress einen Vortrag, Gauß findet die vielen Leute eher unangenehm und uninteressant, außer den Experimentalphysiker Weber
Gauß erscheint nicht beim König obwohl er erwartet wir, was einen Streit zwischen Humboldt und Gauß auslöst
Humboldt überredet Gauß etwas für die Befreiung seines Sohnes zu tun, der Versuch scheitert aber
Kapitel 15:
Humboldt bricht unter Begleitung der beiden Wissenschaftler Rose und Ehrenbreg zu einer letzten Forschungsreise nach Russland auf, Gauß widmet sich zusammen mit Weber in Göttingen dem Magnetismus
beiden Wissenschaftlern macht allerdings das Altern sehr zu schaffen, da es sie körperlich und geistig bei ihrer Arbeit einschränkt
Kapitel 16:
Eugen muss in Exil, auf der Überfahrt nach Amerika lernt er einen Iren kennen und beschließt mit ihm in den Staaten ein Geschäft zu gründen und dessen Schwester zu heiraten
3. Die Vermessung der Welt: Sprachlich-stilistische Mittel
4. Quellen
1. Leitmotiv: Der Wandel der Wissenschaft
Wissenschaft und Forschung vertreibt Anfang des 19.Jahrhunderts das Mystische und den Aberglaube
zwei gegensätzliche Forschungstheorien treffen aufeinander: Humboldt verflogt das Prinzip des Sehen und Anfassens, Gauß beruft sich auf seine Theorien und Berechnungen um seine Forschungen zu untermauern

2. Leitmotiv: Alter und Tod
beide Wissenschaftler kämpfen mit dem Altern: Humboldt stellt fest, dass seine Methoden veraltet sind und Gauß wird von jüngeren Wissenschaftler geistig überholt
außerdem durchlaufen beide im Laufe der Geschichte verschiedene Reifestadien
Besonderheiten des Romans:
fiktive Doppelbiografie der beiden deutschen Wissenschaftler Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß

Erzähler:
auktorial (beschreibt Humboldt mehr von außen und Gauß mehr von innen)

Erzählton:
eher ironisch, teilweise übertriebene Darstellung der Hauptfiguren

sprachlich-stilistische Besonderheiten:
lakonischer Stil (kurze Sätze), fast ausschließlich indirekte Rede, viele elliptische Überblendungen

Interpretationsmöglichkeit:
ironische Entzauberung deutscher Intelligenzgeschichte
http://www.lesekost.de/deutsch/de2/HHLD91.htm
http://die-vermessung-der-welt.de/seite_006.htmHLD91.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Vermessung_der_Welt
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