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Unterrichtsmethoden

Passung und Erfolgskriterien
by

Björn Nölte

on 24 February 2014

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Transcript of Unterrichtsmethoden

Zur Passung von Unterrichtsmethoden
Methodenvielfalt


Woran kann ich den Erfolg einer eingesetzten Methode erkennen?
Wozu muss die Methode passen?
zu den geplanten
Kompetenzgewinnen

zu den
Anforderungsbereichen
(AFB I-III), die vor allem mit meinen Zielen verbunden sind

zum
didaktischen Schwerpunkt
, z. B.: Multiperspektivität - Podiumsdiskussion

zu meinen persönlichen Erfahrungen und meiner
Lehrerpersönlichkeit

zu den verwendeten
Medien und Materialien


Bereich SCHÜLER
Wie hoch ist der
LERNERTRAG
? (Kompetenzen, Kenntnisse, Fähigkeiten)
Wie viele Schüler waren wie in welcher Tiefe
aktiv
?
Hatten die Schüler ein sinnvolles Maß an
Selbständigkeit
?
Hilft die Methode, das
individuelle
Leistungsvermögen der Schüler zu berücksichtigen?
Wie
konzentriert
waren die Schüler bei der Sache, wo gab es
Ablenkungen
?
Schwierigkeitsgrad: Gab es
Unter- oder Überforderungen
?
Bereich LEHRER
Wie ging es mir mit dieser Methode?
Inwiefern passt die Methode zu meinem bevorzugten FÜHRUNGSSTIL?
Inwiefern passt die Methode zu meiner Vorstellung von gutem Unterricht?
Welche ROLLE habe ich eingenommen?
Bereich STRUKTUR & KONTEXT
"Für den Unterrichtsbesuch brennst du ein Methodenfeuerwerk ab und danach machst du wieder normalen Unterricht."
"Ich unterrichte nicht mit Methoden."
zum Ziel
passend z. B.: In dieser Sportstunde geht es weniger um Leistung als um die Verbes-serung der
Selbstreflexion
der Schüler: deswegen die Methode Eigenvideografien
zum Inhalt
zu den Schülern
STRUKTUR: Muss der Ablauf der Methode überarbeitet werden?
Waren die ARBEITSANWEISUNGEN klar?
(ZIEL-)TRANSPARENZ gewährleistet?
Wie hat sich die Methode auf die ATMOSPHÄRE in der Klasse ausgewirkt?
Waren die ZEITVORGABEN ausreichend bemessen? Wie unterschiedlich war das ZEITMANAGEMENT der Schüler?
für den Papierkorb!
Paradox der Methodenreflexion
Aufgaben
Methoden-
Einführung
Methodenvielfalt darf kein Selbstzweck sein.

Ein überschaubares Repertoire, das sicher von Lehrer und Schülern beherrscht wird, ist wertvoller als "in jeder Stunde eine neue Methode".

Andererseits wird das abwechslungsreiche Einsetzen von Methoden der Heterogenität jeder Lerngruppe eher gerecht...

...und so ist ein vielfältiges Methodenrepertoire, aus dem didaktisch reflektiert geschöpft werden kann, der Ausdruck pädagogischer Flexibilität der Lehrkraft.


Beispiel Partnerbriefing
Vorbereitung:
- 2 Texte von gleicher Länge aussuchen, die unabhängig voneinander bearbeitbar sind
- Kriterium bei Ersteinführung: leicht nachzuerzählen
- Planung des Einstiegs über Inhalt, nicht Methode
- Erklärung der Methode danach

Durchführung:
- zu Beginn: vorgegebene Zeit für Rückfragen zur Methode
- Beobachtung: Regeleinhaltung, Zeitmanagement, Konzentration auf den Inhalt der Texte
- inhaltliche Auswertung
- Feedback zur Methode
Was passiert beim Ersteinsatz auf Schülerseite?
- Man ist stärker mit der Methode als mit dem Inhalt beschäftigt.

- Bei einmaliger Durchführung entsteht oft der Eindruck von Aktionismus.

- Im Feedback melden die Schüler z. B. Lautstärke, mangelnde Partnerleistung o. ä.

- Sie ziehen mit den Schülern aus den Rückmeldungen Schlüsse für die nächste Durchführung.
- Schwierigkeitsgrad und Länge der Texte sollten auf dem gleichen Niveau bleiben wie bei der Einführung.

- eventuell: 2-4 Schüler werden zu Lernbeobachtern gemacht (mit einem Beobachtungsblatt, das aus dem Feedback der Ersteinführung entstand).

- Am Ende geben die Lernbeobachter einzelnen Paaren Feedback.
Zweiter Einsatz
Was passiert beim Zweiteinsatz?
- Wahrscheinlich werden die Störfaktoren minimiert.
- Die Schüler konzentrieren sich stärker auf den Inhalt.

- Schwierigkeitsgrad und Textumfänge können nun leicht erhöht werden.

- Die Regeln des Partnerbriefings werden zu Beginn noch einmal wiederholt. Das muss auch noch bei weiteren Einsätzen der Methode geschehen - zumal dann, wenn längere Zeiträume bis zum Wiedereinsatz vergehen (z. B. durch Schulferien).
Was passiert beim Dritteinsatz?

Die Schüler wissen nun, worauf sie zu achten haben. Die Entfaltung der Sach- und Kommunikationskompetenz beginnt. Bei weiteren Anwendungen tritt das aktionistische Moment völlig in den Hintergrund. Man nutzt die Methode zur Erschließung der Inhalte und denkt ansonsten kaum noch über die Methodik nach.

(nach Wolfgang Mattes: Methoden für den Unterricht, S. 27)
eigene Methode vorstellen
auswählen & aneignen
Praxis-Erfahrungen austauschen
Übersicht "Meine Methoden" erstellen
vorgestellte Meth.
Haben Sie Spaß an Ihren Methoden!
Unabhängig vom messbaren Lernertrag sind Methoden auch ein Ausdruck der Kreativität der Lehrer.
Auch ein Lehrervortrag kann hoch kreativ sein!
Die Schüler werden Ihre Begeisterung beim Methoden-einsatz registrieren, wodurch es gelingen kann, Motivation und Lernfreude zu steigern.
Literatur
Brenner, Gerd und Brenner, Kira: Methoden für alle Fächer: Sekundarstufe I und II. Berlin 2011

Frech, Siegfried / Bäder, Valeska (Hg.): Leitfaden Referendariat im Fach Politik. Schwalbach/Ts. 2013

Handke, Ulrike: Mehr Erfolg im Unterricht. Ausgewählte Methoden, die Schüler motivieren. 2. Auflage. Berlin 2012

Mattes, Wolfgang: Methoden für den Unterricht. Kompakte Übersichten für Lehrende und Lernende. Braunschweig 2011

Meyer, Hilbert: Unterrichtsmethoden. 2 Bände. Berlin 2012

Silver, H. F. / Strong, R. W. / Perini, M. J.: Strategisch unterrichten. So finden Sie für jedes Unterrichtsziel die richtige Methode. Weinheim 2013




Beispiel
Politikunterricht
Methoden nicht
ausprobieren,
sondern
einführen!
Distanz durch Reflexion der eingesetzten Methode
Automatisierung durch Routinebildung
z. B.: Die Schüler sind noch wenig geübt in offenen Diskussionsformen, deswegen wird in dieser Stunde die Form der strukturierten Kontroverse verwendet.
z. B.: Um das Thema
gentri
-
fication
in Geo angemessen beurteilen zu können, benötigt man verschiedene Aspekte:
Six Thinking Hats
Björn Nölte,
Studienseminar Potsdam

Andreas Gruschka:
"Diese brutale Verkürzung der Auseinandersetzung mit einer Sache und die Konzentration auf Methodisches, das nicht mehr zur Sache führen muss, [steigert] die Lernprobleme, statt sie zu lösen."
Heinz Klippert:
"In dem Maße, wie sich [das] Methodenrepertoire [des Schülers] erweitert und festigt, wächst auch seine Selbststeuerungs- und Selbstbestimmungsfähigkeit – und damit seine Mündigkeit.”
SACHE!
METHODE!
Zur Inspiration des methodischen Lernwegs:
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