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Malinche und ihre Perzeption

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by

Janek Cordes

on 3 July 2016

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Transcript of Malinche und ihre Perzeption

Malinche und ihre Perzeption
Referent: Janek Cordes
Die symbolische Aufladung der Malinche
Malinches Lebensweg
Geburt: Angaben variieren
zwischen 1496 - 1505
Verkauf an Maya Sklavenhändler
Weiterverkauf in die Hauptstadt Tabascos
Schlacht um Tabasco am
25. März 1519
Cortés Startpunkt
und gleichzeitiger Treffpunkt mit Géronimo de Aguilar
Malinche wird mit 19 weiteren Frauen an die Spanier "verschenkt"
In Cholula wird Malinche vor einem Hinterhalt gewarnt. Nachdem sie Cortés informiert, greifen die Spanier in einem Präventivschlag die Azteken an. (Oktober 1519) . Plündern innerhalb der Stadt
-> Rolle der Verräterin
August 1521: Schlacht um Tenochitlan
Geburt von Martin Cortés 1522
Malinche reist mit Cortés nach Hibueras (Honduras) zwischen 1524-1526
Heirat mit Juan Jaramillo in Orizaba
Angenommener Tod zwischen 1529-155
Etappen der Auseinandersetzung mit der Rolle Malinches in Mexiko
mehr als 200 Jahre lang wird Malinche nicht / kaum thematisiert.
19. Jahrhundert: Nationalismus (Malinche als
Verräterin
der Nation) Bezug auf den Ursprungmythos der Mestizaje
1970er : feministische Bewegung (Malinche als
Opfer
)
1980-90er: Poststrukturalismus & Postkolonialismus (Fokussierung auf Sie als
selbstbestimmte Akteurin
mit eigenen Handlungsoptionen)
Bis heute herrscht die Narration der Verräterin im mexikanischen Erinnerungsdiskurs vor.
Die Rollen der Malinche
"She [Malinche] represents more than any one moment of history can hold"
Haniel Long
"El laberinto de la soledad"
Octavio Paz (1950)
"Doña Marina se ha convertido en una figura que representa a las indias, fascinadas, violadas o seducidas por los españoles. Y del mismo modo que el niño no perdona a su madre que lo abandone para ir en busca de su padre, el pueblo mexicano no perdona su traición a la Malinche."
"La Chingada es aún más pasiva. Su pasividad es abyecta: no orece resistencia a la violencia es un montón inerte de sangre, huesos y polvo. [...] Esta pasividad abierta al exterior la lleva a perder su identidad: es la Chingada [...] El símbolo de la entrega es la Malinche, la amante de Cortés."
"Heute ist kaum noch umstritten, dass Doña Marina einen großen Teil zum Gelingen der Eroberung von Mexiko beigetragen hat."
Carmen Wurm
Camilla Townsend (2006)
Malintzin´s Choices. An Indian Woman in the Conquest of Mexico
Diskussionsfragen:
1. Welche Vor-und Nachteile bietet der Ansatz von Camilla Townsend?

2. Wie viel Handlungsfreiheiten besaß Malinche wirklich?

Quelle: "Lienzo de Tlaxcala"
Monumento al Mestizaje
"Tatsächlich können wir über die historische Person, die wir Malinche nennen, kaum mehr sagen, als dass sie Cortés 1519 in Tabasco übereignet wurde, christlich auf den Namen Marina getauft wurde, mit ihm einen Sohn hatte, ihn bis maximal 1526 begleitet hat, für ihn übersetzte und dann wieder aus der Geschichte verschwandt."
Barbara Dröscher
Tvetan Todorov
(1988)
Die Eroberung Amerikas.
Die Probelem der Anderen
"Sie ist zunächst einmal das erste Beispiel und damit auch das Symbol für die Vermischung der Kulturen: sie deutet damit bereits auf den modernen mexikanischen Staaat hin und, darüber hinaus, auf den Zustand, in dem wir alle uns heute befinden, denn auch wenn wir nicht immer zweisprachig sind, so sind wir doch unweigerlich bi- oder trikulturell. Die Malinche stellt das Gemisch über die aztekische oder spanische Reinheit und würdigt die Rolle des Vermittlers. Sie unterwirft sich nicht einfach dem anderen, ... sondern übernimmt seine Ideologie und bedient sich ihrer, im ihre eigene Kultur besser zu Verstehen, wie die Wirksamkeit ihres Verhaltens bezeugt (wenngleich das Verstehen hier dem Zerstören dient.
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