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Sommerfeuchte Tropen - Die Savannenzone

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by

Leonie Stein

on 6 April 2014

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Transcript of Sommerfeuchte Tropen - Die Savannenzone

Sommerfeuchte Tropen - Die Savannenzone
Allgemein
'Savanne' bezeichnet
die Vegetationsformationen im wechselfeuchten Tropenbereich beidseitig
des Äquators (um ca. 25,5° n.Br. bzw. s.Br.)
das Übergangsgebiet zwischen ariden Passatwindzonen (Steppe)
und tropischem Regenwaldklima (trop. Regenwald)
13-18% der gesamten Landfläche der Erde

- drei Arten von Savannen:
Feuchtsavanne
Trockensavanne
Dornsavanne

- ganzjährig tropische Temperaturen (extreme tägliche
Temperaturschwankungen (Tag: 40-50°C, Nacht: 10°C))
-> Tageszeitenklima
- Temperaturschwankungen von Tag zu Nacht und von Sommer zu
Winter werden nach Norden zu Süden hin größer
- ausgeprägte Trocken- und Niederschlagszeit
-> 500-1500mm Jahresniederschlag
-> üppiges und schnelles Wachstum
der Vegetation (Regenzeit)
Vertrocknen (/Wachstumspause)
der Vegetation (Trockenzeit)





Sommerfeuchte Tropen-
die am meisten genutzte Zone innerhalb der Tropen
Sommerfeuchte Tropen haben bessere Voraussetzungen für landwirtschaftliche Nutzung wegen zunehmender Austauschkapazität der Savannenböden und leicht zu handhabender Brandrodung
Nutzpflanzen werden im Regenfeldbau angebaut
Rainwater Harvesting System um Niederschlag aufzufangen
agrarische Nutzung in feuchten Gebieten; viehwirtschaftliche Nutzung in trockenen Gebieten
Nomadismus wird durch mobile und stationäre Tierhaltung verdrängt
Dauer der Brache spielt eine Rolle:
(Zunahme der Bevölkerung - Abnahme der Anbaufläche -> maximale Erträge erzielen)
Desertifikation - Verwüstung von Land
Betroffen: 25% der Erde; 1 Mrd. Menschen
Viele müssen Heimat verlassen (wg. Ernteverlusten & Gefährdung der Lebensgrundlage)
Verlust von Wiesen, Weideland, Wäldern & Anbauflächen (Auswirkung auf biologische & wirtschaftliche Produktivität und Artenvielfalt)
betroffene Staaten führen Aktionen durch und beschließen Maßnahmen zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit (Sicherung der Lebensgrundlage)
Raumbeispiel: Benin (Sahelzone)
eines der kleinsten & ärmsten Ländern Afrikas
produziert genug damit das Land sich selbst versorgen kann, jedoch ist das Bruttonationaleinkommen nur 33%
Fulben (Nomaden), seit 1970 sesshaft, produzieren für Eigenverbrauch und Markt
durch zunehmende Weidewanderung und Wasserverbrauch traten in friedliches Zusammenleben zwischen Nomaden und Sesshaften gewaltsame Konflikte
Klima, Vegetation und Verbreitung der Arten von Savannen
Feuchtsavanne
Übergangsbereich zwischen ariden Passatwindzonen und tropischem Regenwaldklima
meist Afrika & Südostasien,
auch Australien & Südamerika

7-9,5 humdie Monate
1000-1500 mm Ø / Jahr

Trocken- und Regenzeit angepasst
überwiegend Gräser (bis 6m hoch), vertrocknen in
Trockenzeit (keinen Verdunstungsschutz)
Holzgewächse in Feuchtsavannenwald (Wurzelsysteme speichern Wasser für Trockenzeit und
sichern überleben, Bäume werfen Blätter ab um Wasser zu speichern)

Böden sind nährstoffarm, hoher Säuregehalt
Trockensavanne
zwischen Feucht- und Dornsavannne
stark ausgeprägt in Afrika, Indien und Nordaustralien, aber auch in Mittel- und Südamerika

5-7 humide Monate
500-1000mm Ø / Jahr

Trockenzeit angepasst (Vegetation speichert große Mengen an Wasser)
einzelne Bäume, überwiegend Gräser

Böden sehr nährstoffreich (wenig Niederschlag -> wenig Auswaschung)
Dornsavanne
Übergangsbereich zwischen ariden Passatwindzonen und tropischem Regenwaldklima
meist Afrika, auch Australien und Südamerika

arides /semiarides Klima -> Verdunstungsdefizit (potentielle Verdunstung höher als Niederschlag)

Vegetation angepasst an klimatischen Bedingungen
Aufgrund langer Trockenzeit nur vereinzelt Bäume
Dornwälder (Dornsträucher können viel Wasser speichern)

steiniger Boden, wenige Mineralien (geringe Erosion)
Saisonalität, Grasbedeckung und Feuer
Verbreitung nicht konkret definiert:
-äquatorwärtige Grenze: Regenwald
-polwärtige Grenze: hygrische/ thermische Kriterien
zwischen äquatorialem Regenwald & subtropischem Hochdruckgürtel
Keine Jahreszeiten, ausgeprägte Regenzeit (hohe Niederschlags-
variabilität) & Trockenzeit
alle Arten umfassen (vereinzelt) Gras-/Krautschicht mit Baum- und
Strauchgruppen
Typische Merkmale
Im Winter

-Temperaturzunahme durch Inversionsschicht
(Absinkvorgänge innerhalb der Passate. Randtropen: ca. 1000m Höhe, Äquatornähe: ca. 2000m Höhe)
-Inversionsschicht verhindert Aufsteigen und Kondensation -> regenarme/-lose Trockenzeit (400-1000mm durchschnittlicher Niederschlag pro Jahr)


Im Sommer

-Passate schwächer
-konvektive, thermische Luftbewegungen mit Kondensation
-> Regenzeit
(äquatornah: zweimal /Jahr; äquatorfern: einmal /Jahr )
Grund zur Herausbildung einzelner Savannenarten
Polwärtige Abnahme d. Niederschlags (Vielfalt der Vegetation & Böden)
Ungleichgewicht durch Eingriff des Menschen: Verwandlung in anthropogene Wüsten (vgl. Desertifikation)
-Auswirkungen auf Artenvielfalt & Ausdehnung (z.B. durch Feuer):
neues Terrain für Agrarwirtschaft, reduziert Artenreichtum; Wälder zu Grasfluren
meist in Feucht- und Trockensavanne (genug brennbare Biomasse)
Mineraldünger macht Brachensysteme überflüssig (führt zu marktorientiertem Regenfeldanbau)
Bewässerungsfeldbau konnte Produktivität d. Landwirtschaft verbessern (führt wichtige Nährstoffe mit)
Grüne Revolution - 'mehr von der Fläche anstelle von mehr Flächen'
dichst besiedelte & agrarisch intensivst genutzte Teil der Tropen
Ausbreitung d. Nutzfläche reicht dennoch nicht um steigende Weltbevölkerung zu versorgen
Lösung des Ernährungsproblems:
- Intensivierung der Agrarwirtschaft pro Flächeneinheit
Bsp. Grüne Revolution
dank Agrarforschung


Wissenschaftler verfolgen das Ziel höherer Erträge seit 1940
Norman Borlaugh 'Vater des mexikanischen Wunderweizens' erfolgreich: 'maximale Erträge werden nur in Abhängigkeit von Bewässerung, Düngung, Pflanzenschutzmitteln und Energie gewonnen.'
Grüne Revolution steht also für 'Technologiepaket' aus Saatgut, Dünger & Wasser, zusätzlich Boden & Arbeit
Differenzierte Effizienz der Grünen Revolution
erfolgreichst in Asien (unterstützt von Staat: Kleinbauern werden in Markthandel mit einbezogen)
Indien erzielt bis zu 7 Tonnen Reis, Mais & Weizen bei einem Durchschnitt von 3,9 Tonnen
wenigst erfolgreich in Afrika
-mangelnder Support
-wenig Investition
-mangelnde Infrastruktur
-kein nationaler Markt
-> falsche Agrarpolitik (Staaten kaufen Agrarprodukte aus OECD-Staaten auf dem Weltmarkt)
Pros
ermöglicht hohe Bevölkerungsdichte in ländlichen Gebieten
sichert Versorgung der Welt
Effizient (weniger Kosten im Vergleich zur Quantität)
Cons
Belastung der Böden
hohe Pestizid- und Düngergaben
Einsatz von Hybridsorten (Hochleistungsarten)
steigende Abhängigkeit von Energie (teuren fossilen Brennstoffen) und externer Vorleistung (Produktion von Saatgut,..)
nur Wohlhabende können die neue Technik fördern, zur Folge sind Unruhen in der Gesellschaft
Sommerfeuchte Tropen - ein empfindliches Ökosystem
Reaktion des Landwirtschaft auf starke Zunahme der Bevölkerung und gleichzeitige Landverknap
Feldbausysteme
starke Intensivierung ohne nachhaltigen Bodenschutz, wie z.B. Erosionsschutz
deutlicher Anstieg des Viehbestandes
- Tragfähigkeit des Bodens wird überschritten (Überweidung, Vegetation wird zurückgedrängt)
Übernutzung der Böden durch Ackerbau und Viehzucht führt zu Degradation bzw. Desertifikati
Bsp. Sahel-Syndrom


Quellen
Wolfgang Latz: Diercke Geographie. Braunschweig: Westermann, 2011., 07.01.2014
Wikipedia.de, 07.01.2014
-Anton Fischer: Forstliche Vegetationskunde. Blackwell, Berlin, Wien v.a. 1995.
-lv-twk.oekosys.tu-berlin.de
frustfreilernen.de, 07.01.2014
lerntippsammlung.de, 11.01.2014
inwent.org/v-ez/lis/benin/seite3.htm, 27.11.2006, 19.01.2014
Norden
Trockensavanne
einmal Regenzeit
pro Jahr
Süden
Feuchtsavanne
zwei Regenzeiten
pro Jahr
Hälfte der Bevölker-
ung Benins leben
hier auf 10% Land-
fläche
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