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Die subpolare Zone

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by

susanne lenz

on 7 July 2015

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Transcript of Die subpolare Zone

Die kalten Zonen
Die subpolare Zone
• Regionen zwischen den Polen und den zugehörigen Polarkreisen ( 66,5° nördlicher/südlicher Breite)
• Begriff subpolar: Übergangsbereiche zwischen den Rändern der Polargebiete und den Mittelbreiten
• Nordhalbkugel ca. zwischen 60° und 80° nördlicher Breite
• Südhalbkugel ca. zwischen 55° und 70° südlicher Breite

Lage
• Kühle, niederschlagsarme Sommer ( 5 – 12°C)
• Kalte, trockene Winter (geringe Wasserdampfspeicherfähigkeit) mit Monatsmitteln unter – 8°C
• Jahresniederschlagssummen in der Regel unter 400 mm, dennoch generell humid
• Halbjähriger Wechsel von sommerlichen Westwinden und winterlichen polaren Ostwinden
• Fehlende deutliche Jahreszeitenwechsel
• Durchschnittliche Temperaturen unter dem Gefrierpunkt
• Geringe winterliche Schneebedeckung (20 – 30 cm)
• Weite Verbreitung von Permafrostböden

Allgemeine
klimatische Merkmale
• durch geringen Sonneneinfallswinkel ganzjährig niedrige Temperaturen
• nur in den Sommermonaten über dem Gefrierpunkt steigen
• Niederschläge - das gesamte Jahr gering

Im Winter:
• Beeinflussung durch die Polaren Ostwinde
• Niederschlag sehr gering

Im Sommer:
• durch die Außertropischen Westwinde
• höhere Niederschläge



Klima
• subpolare Böden generell nährstoffarm
• wegen völligem Fehlen chemischer Verwitterung (geringe Temperaturen, geringes Wasserangebot, eingeschränkte Umwandlung organischer Substanzen in Humus)
• mechanische Verwitterung ( vorwiegend Frostsprengung)
• Verbreitungsgebiete des Permafrostbodens

Klimadiagramm von Murmansk/ Russland
Klimadiagramm von Alert/ Kanada
Der boreale Nadelwald
• im europäischen Bereich als Taiga bezeichnet (jakutisch: Wald)
• grenzt im Norden an die Waldtundra, im Süden an
Laubwald- und Steppenzonen
• Vegetationszeit: 3 bis 6 Monate (Wachstum von Laubbäumen kaum möglich)
• oberflächig auftauende Böden: Wachstum flachwurzelnder Bäume - meist Fichten, Lärchen und Zwergsträucher
• generelle Versauerung der Böden
• Entstehung saurer Podsolböden auf meist sandig-steinigem Untergrund

Der Podsol (auch Bleicherde)

• saurer, nährstoffarmer Bodentyp, der durch eine abwärts gerichtete Verlagerung von Huminstoffen, Eisen- und Aluminiumhydroxiden entsteht
• auf Granit oder Sandstein; von einer dünnen Humusschicht bedeckt
• schwache Tätigkeit der Bodenlebewelt und geringen Tonmineralgehalt (Nährstoffarmut
• wasserstauende Ortssteinschicht schränkt Wurzelwachstum ein

Tundra (samisch: baumlos) ist die polwärtigste Vegetationszone der subpolaren Zone.
Unterschieden wird hier in Abhängigkeit von der geographischen Breite:

• Wald- und Wiesentundra, Flechtentundra, Flachmoortundra und Rasentundra
• Richtung Pol: Vegetationsflächendeckung von etwa 80% auf 10%
• Vegetationsperiode: Sommermonate (Juni bis September, auf den meist durch das Permafrostphänomen stark vernässten Böden
• schlechten Klima- und Bodenbedingungen -> arme Pflanzengesellschaft in der Tundra
• Chamaephyten (Pflanzen, deren Knospen sich in der Regel unterhalb der Schneebedeckungshöhe befinden und deshalb die winterliche Kälte so überdauern)
• Hemikryptophyten (Knopsen an der Erdoberfläche), Moose, Flechten und Zwergstraucharten

Frostschuttböden

• im Übergangsbereich zwischen subpolarer und polarer Zone auf
• Frostsprengung bewirkt Zersetzung oberen Bodenbereichs in groben Gesteinsschutt
• keine Böden im eigentlichen Sinn

Raumnutzung

• Nutzung: lediglich weidewirtschaftlich
• z.B. in Lappland, Nordamerika und Nordasien bis heute die Rentierhaltung und –zucht
• subpolare Inseln: Schafhaltung wirtschaftlich bedeutend
• historische Entwicklung des bevölkerungsarmen subpolaren Nordkanadas:
Inuit und andere indigene ethnische Gruppen
• früher vor allem Jagd auf Wale und Robben, sowie im Landesinneren auf
Karibus, Elche, Biber und Enten
• heutzutage Jagd (moderne Geräte: Gewehre und Schneemobile)
• ökologische Überlastungserscheinungen wie Überjagung oder regionale
Ausrottung von Karibuherden

Ressourcenreichtum in borealer Nadelwaldzone

• gewaltige Torf-, Holz-, Erz-, und Erdölvorkommen sowie Wasserreichtum
• etwa 9/10tel des jährlichen weltweiten Holzbedarfs für die
Papierherstellung
• durch ungenügende Vorsicht bei Abholzung und Aufforstung keine
Nachhaltigkeit garantiert.


Hemmfaktoren
:
• Widrige Temperaturverhältnisse
• Wind-chill-Effekte - durch baumlose Bereiche und daraus resultierende höhere Windgeschwindigkeiten verstärkt
• Kurze Vegetationsperiode, die die Eigenversorgung mit landwirtschaftlichen Produkten weitgehend einschränkt
• Hohe Kosten für Aufbau bzw. Erhalt von Dauersiedlungen infolge der extremen klimatischen Verhältnisse
• Problem der winterlichen Vereisung am Nordpolarmeer, dadurch fehlende oder mangelhafte Verkehrs-/Transportanbindung über die Küsten/Meere
• Weite Verbreitung der Permafrostböden: oberflächiges sommerliches Auftauen und Überschwemmung und Versumpfung
• Problem der extremen Raumgröße (besonders in Nordasien); erhebliche Kosten bei Verkehrserschließung und dem Transport von Gütern (z.B. in Sibirien)
• Wenig dichte Infrastruktur im Vergleich zu mittleren Breiten
Ökologisches Gefährdungspotential
• Veraltete und lecke Erdöl- und Erdgasleitungen
• Umweltbelastungen durch aufgegebene Militärstandorte in Nordsibirien aus der Zeit des „Kalten Kriegs“ mit teilweise stark toxischen Reststoffen
• Belastung der Tier- und Pflanzenwelt durch den Erdöltransport
• Verstärkte UVB-Einstrahlung infolge der Ausdünnung der polaren/subpolaren Ozonschicht (Resultat: gesundheitliche Risiken z.B. Hautkrebs)
• Hohe Luftschadstoffbelastung durch abgelegene, kaum ökologisch kontrollierbare Industriekomplexe, zudem fehlende Gesetzgebung zur Vermeidung ökologischer Schäden
• Generell verlangsamte Abbaumechanismen von Schadstoffen und folglich lange Verweildauer in Atmosphäre, Boden und Gewässer

Verbreitung der subpolaren Zone der Erde
Podsolboden
Die Taiga
Verbreitung des borealen Nadelwalds
Zwergsträucher in der Tundra
Frostschuttböden auf den Medweschji-Inseln - Stonehenge in Sibirien
Rentierhaltung in Nordnorwegen
Inuitfamilie
Mächtigkeit der borealen Nadelwaldzone
Versumpfung
Winterliche Vereisung am Polarmeer
Ehemalige Militärstützpunkte
im "Kalten Krieg"
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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