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Lerntheorie Teil 1

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Martina Schoppe

on 29 July 2013

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Transcript of Lerntheorie Teil 1

Lerntheorie - wie Hunde lernen
Was
ist Lernen?

Verschiedene Arten des Lernens:
Sensibilisierung ist das Gegenteil von Gewöhnung.
Sensibilisierung:
Motorisches
Lernen

Nachahmung oder
soziale Anregung?
Das Lebewesen
wird die
Verhalten lernen,
durch die es:
Wissenschaftler bezeichnen
eine Lernform mit Nachahmung, wenn ein Tier ohne vorherige eigene Erfahrung, nur durch das Beobachten eines anderen Tieres etwas neues lernt.
Bisher konnte man das bei Hunden nur in wenigen Fällen nachweisen, daher ist nicht klar, wie viel Hunde tatsächlich durch Nachahmung lernen.
Lernen ist die langfristige Veränderung von Verhaltensweisen zur besseren Anpassung an die Umwelt.
an überlebenswichtige Dinge
gelangen kann
Gefahren abwenden kann
Gefahren aus dem Weg gehen kann
sich besser fühlt *
Spaß machen *

* http://www.jonathanbalcombe.com/
Gewöhnung:
... auch Habituation genannt

- "verlernen" der Reaktion auf einen Umweltreiz
- dient dazu, unwichtigen Reizen auszufiltern
- nicht ausfiltern zu können, wäre fatal

Beispiel: fallende sind Blätter für einen Hund unwichtig, daher wird ein Hund, auch wenn er zunächst auf das Fallen der Blätter mit Umorientierung reagiert hat, dieses zukünftig nicht mehr beachten.
Weitere Beispiele: ...
- schnellere, stärkere oder länger anhaltende Reaktion

- meist auf laute Geräusche, schnelle Bewegungen oder Berührungen

- mit Gefahr, Angst, Schmerzen verknüpft

- sorgt für sehr schnelle Verknüpfung neuer Angstauslöser

Beispiel: Trennungsstress setzt nicht erst ein, wenn der Mensch das Haus verlässt, sondern schon, wenn er den Schlüssel in die Hand nimmt.
Motorisches Lernen
ist meist für das
Hundetraining nicht sehr wichtig
- "auswendig lernen" von Bewegungsabläufen

- zum Erlernen sehr präzise auszuführenden Verhalten:

Beispiele Mensch: Schreiben lernen, Musikinstrumente, Akkordarbeit,
Weitere Beispiele:..........................

Beispiele Hund: Obedience, Gangbildschulung nach Verletzungen,
weitere Beispiele: ...........................
Soziale Anregung:
- Junge Hunde orientieren sich an älteren oder erfahreneren
- sie kommen so öfter in Situationen für bestimmte Lernerfahrungen, als ohne Vorbild
- Hund lernt, wo und wann ein bestimmtes Verhalten ausgeführt wird
Beipiel: Wo kann ein Mülleimer geplündert werden. wo steht Wild,
- Hüte- oder Jagdhunde lernen besser und schneller, mit einem Hunde-Lehrer
- "Unfug" wird auch schnell abgeschaut
Prägung?
Lernprozesse mit sehr kurzem Zeitfenster, die ganz bestimmten Lernziele gelten.

Vögel lernen durch Prägung, wer ihre Eltern (K. Lorenz und die Graugänse) und in einer späteren Prägephase, wer ihre Sexualpartner sind.
Fehlprägungen sind kaum bis gar nicht revidierbar.
Sozialisierung
Sozialisation:

- Lernen wer die Sozialpartner sind

Allgemeinen Sprachgebrauch:
- Verknüpfen Reizen mit positiven Konsequenzen
- Alltägliche Dinge werden als ungefährlich oder noch besser als angenehm verknüpft.

ca. von der 3. bis zur 16. Woche.
Lernen durch
Einsicht

Lernen durch Einsicht setzt voraus, dass man aufgrund von logischen Denkprozessen handelt.

Dazu muss ausgeschlossen werden können, dass das Tier solch ein Verhalten zuvor schon einmal gezeigt hat.
Auch darf es kein Ergebnis von operantem Lernen oder ein Zufallsprodukt sein.
sogar Menschen lernen nur selten ausschließlich durch Einsicht, sondern durch Vermischung von logischem Denken und Ausprobieren.
Beispiel Mensch: Erlernen von neuen Comuterprogrammen.

Ausnahmen sind vermutlich relativ einfache Aufgaben, wie "Umwegversuche".
Klassische
Konditionierung
ein neutraler Reiz wird
mit einem unkonditionierten Reiz
(ruft ohne Lernen
eine Reaktion hervor)
verknüpft.
Beispiel:
Der Hund beginnt zu speicheln, wenn er Futter riecht.

Läutet man nun immer eine Glocke, bevor der Hund Futter bekommt, wird er nach einigen Wiederholungen von "Glocke - Futter" schon beim Läuten der Glocke speicheln.

Auch wenn er kein Futter riecht.
Verknüpft werden:
- Reflexe (Speicheln, Blinzeln)
- andere Körperreaktionen
- Emotionen

Möglichkeiten der KK
im Hundetraining:
- Markersignale / Clicker
- konditioniertes Entspannungssignale
- Mensch wird "Superjackpot"


Fallstricke der KK im Hundetraining:
- Bürokleidung als Signal für Alleinebleiben
- Geräuschangst d. Rappeldoseneinsatz
- Jogger wird Signal für "Frauchen
wird gefährlich"
Das ganze in "Fach-Chinesisch:


Glockenläuten -> Futterpräsentation -> Speichelfluß
konditioniert Reiz ->
unkonditionierter Reiz ->
unkonditionierter Reflex


ergibt nach mehrfachen Wiederholungen:

Glocke läuten -> Speichelfluß .
konditionierter Reiz -> unkonditionierter Reflex
Die Auswirkungen, Vorteile aber auch die möglichen ungewünschten Nebenwirkungen der klassischen Konditionierung auf das Training darf man nie vernachlässigen.
klassische Konditionierung findet IMMER statt.
Jede Entscheidung für oder gegen einen bestimmten operanten Trainingsansatz beinhaltet immer auch die Auswirkung der dazugehörigen klassischen Konditionierung.
Mögliche Auswirkung einiger beliebter "Trainingsmethoden auf das Verhalten des Hundes via klassischer Konditionierung:

- Hund bellt aus dem Fenster Passanten an / bekommt Sprühstoß per sprühhalsband - Hund verknüpft?

- Hund zerrt an der Leine, um vor einem entgegenkommenden Hund zu flüchten und bekommt Leinenruck - Hund verknüpft?

- Welpe sieht das erste Mal einen Kinderwagen - bekommt ein beliebtes Leckerchen - Hund verknüpft?
Nennt weitere Beispiele
und die Wahrscheinlich
sich entwickelnde klassisch
konditionierte Reaktion:
operante
Konditionierung
Lernen durch Versuch
und Konsequenz
Jedes Lebewesen muss
sich an seine Umwelt anpassen:
Genetische Anpassung
Lernen
Wurde Lernen durch Nacharmung bei Hunden bisher unterschätzt?

- verschiedene Studien von Claudia Fugazza - "Do as I do"

http://www.dog-ibox.com/market/catalog/product_info.php?products_id=96
- angeborene Verhalten sind alleine zu unflexibel
- brauchen mehrere Generationen der Anpassung
- jedes Mal neu ausprobieren ist ineffizient
Burrus Fredrick Skinner
http://de.wikipedia.org/wiki/B._F._Skinner
Zum Weiterlesen:
"Great Day of Illumination" Skinner' discovery of Shaping:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1285014/pdf/15693526.pdf

http://www.googlesyndicatedsearch.com/u/YorkU?q=skinner&sa=Google+Search&hq=inurl%3Apsychclassics.yorku.ca&domains=yorku.ca&sitesearch=yorku.ca

http://psychclassics.yorku.ca/Breland/misbehavior.htm
Positive Verstärkung:

das Verhalten tritt häufiger, stärker oder länger auf

etwas Angenehmes kommt hinzu z.B. Leckerchen

Gefühl: Freude, Erfolg

Beipiel: man sagt "sitz" -> Hund setzt sich -> er bekommt ein Leckechen

http://de.wikipedia.org/wiki/Verst%C3%A4rkung_(Psychologie)#Positive_Verst.C3.A4rkung
Negative Verstärkung:

das Verhalten tritt häufiger, stärker oder länger auf

etwas unangenehmes wird weggenommen z.B. Zug am Halsband

Gefühl: Erleichterung

Beipiel: man sagt "sitz" und zieht die Leine straff nach oben -> Hund setzt sich -> Zug an der Leine hört auf

http://www.psychology48.com/deu/d/negative-verstaerkung/negative-verstaerkung.htm
Positive Bestrafung:

das Verhalten tritt seltener, kürzer oder schwächer auf oder verschwindet ganz

etwas ungenehmes kommt hinzu z.B. Leinenruck, Schreckreiz

Gefühl: Unbehagen, Angst, Schmerz

Beipiel: man sagt "sitz" -> Mensch bestraft danach alles, was nicht "sitzen" ist

http://www.thecrossovertrainer.com/skinners-quadrants-series-part-i/
Negative Bestrafung:

das Verhalten tritt seltener, kürzer, schwächer oder gar nicht mehr auf

etwas Angenehmes wird weggenommen/vorenthalten

Gefühl: Frust, Enttäuschung

Beipiel: man sagt "sitz" -> Hund bleibt stehen
-> Mensch isst das Leckechen selber

http://www.thecrossovertrainer.com/skinners-quadrants-series-part-iii/
Unterschiede klassische / operante Konditionierung:
Operante Konditionierung:

- Lernen durch ausprobieren

- Lernen von neuen Verhalten

- freiwillig und zielorientiert

- Reihenfolge: Konsequenz kurz nach dem Verhalten
klassische Konditionierung:

- Verknüpfung zweier Reize

- neutraler Reiz bekommt eine Bedeutung

- Reihenfolge: neutraler Reiz kurz vor dem bedeutungsvollen Reiz
Gemeinsamkeiten klassischer
und operanter Konditionierung:
Kontiguität: Zeitlicher Zusammenhang (0,5 - 2 sek max.)

Kontingenz: konsequente Paarung Reiz/Reiz bzw. Verhalten/Konsequenz

Überschattung, Kombinationen, Verkettungen möglich

Extinktion findet statt
Umlernen (Gegenkonditionierung) möglich

je nach Tier manche Reize / Verhalten schwer bist gar nicht konditionierbar
Löschung / Extinktion:
- "Verlernen" einer Reaktion / eines Verhaltens
- Reiz -> Reiz bzw. Verhalten -> Konsequenz wird entkoppelt

- Löschungstrotz / Extinction Burst

- schnell wieder "auffrischbar"

- danach noch schwerer zu löschen
Am Lehrstuhls für Ethologie an der Eötvös Loránd Universität in Budapest wird unter der Leitung von Dr. Ádám Miklósi über Lernen durch Nachahmung geforscht. Es konnte bereits bewiesen werden, dass Hunde neue Tricks erlernen können, indem sie ihre Besitzer oder Trainer nachahmen.
Der Behaviorismus befasst sich mit dem Verhalten von Menschlichen und Tierischen. Strenge "Behavioristen" sehen dabei das Gehirn als “Black Box”, dessen innere Prozesse nicht (von ihnen) untersucht werden. Verhalten wird als Ergebnis von verstärkenden und abschwächenden Faktoren aufgefasst.
Behaviourismus

John B. Watson gilt als Begründer des Behaviorismus. Watson lehrte an der John-Hopkins-Universität in Baltimore und machte den Behaviorismus in den 1920er Jahren zum vorherrschenden Denkansatz in der Lernpsychologie. In seiner Schrift “Psychology as the Behaviorist Views it” grenzt er sich von der auf Introspektion beruhenden Bewusstseinspsychologie ab und fordert, alles Subjektive aus der Psychologie zu verbannen [Wat13]. Das Ziel Watsons und der Behavioristen war die Etablierung der Psychologie als objektive Wissenschaft und damit ihrer Anerkennung als Teil der Naturwissenschaften.
http://reactivechampion.blogspot.de/2011/03/learning-theory-101-classical.html
http://www.coherentdog.org/arc2006/rebpavlov.htm
http://www.teckel-on-tour.de/verknuepfungen.htm
http://www.clickertraining.com/node/164
http://cavecani.de/wissenswertes/klassische-konditionierung-bring-pawlows-hund-zum-sabbern/
http://www.nobelprize.org/educational/medicine/pavlov/pavlov.html
http://de.slideshare.net/CaveCani/erklrhund-in-aktion-klassische-konditionierung
Edward L. Thorndike (1874 -1949)
http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Lee_Thorndike

Gesetz der (Aus-)Wirkung (law of effect): Wird in einer bestimmten Situation eine bestimmte Reaktion von befriedigenden Konsequenzen (Belohnung) gefolgt, dann wird die Assoziation zwischen der Situation (den anwesenden Reizen / Stimuli) und der Reaktion gefestigt bzw. verstärkt. Kommt der Organismus erneut in diese oder eine ähnliche Reizsituation, wird er die Reaktion mit einer größeren Wahrscheinlichkeit als zuvor zeigen.
Motivation
- beschreibt innere Prozesse, aus denen im Zusammenspiel mit äußerlichen Faktoren Verhalten entstehen.
- Bedürfnis, ein physiologisches Gleichgewicht wieder herzustellen.
z.B. bekommt man Hunger, wenn der Körper Nährstoffe benötigt, oder man friert, wenn der Körper seine Temperatur aufgrund niedriger Außentemperaturen nicht anpassen kann.
- ändern sich ständig in Abhängigkeit der inneren Prozesse und der äußeren Einflüsse
- Alter spielt eine Rolle
Wir können andere Lebewesen nur dazu bringen, mit uns zu kooperieren, wenn wir ihre Bedürfnisse kennen und diese befriedigen können.
Bedürfnisse sind individuell und situativ unterschiedlich.
Wir konkurrieren bei der Bedürfnisbefriedigung mit vielen Umweltreizen.
können wir viele Bedürfnisse des Hundes in vielen unterschiedlichen Situationen erfüllen, können wir den Hund motivieren, mit uns zusammen zu arbeiten.
beobachten, was der Hund gerne macht.
primäre Motivation:
befriedigt ein intrinsisches Bedürfnis
dient dem Überleben:
fressen, trinken, Fortpflanzung, Sicherheit
Hund macht es von sich aus gerne
Spaß
http://www.easy-dogs.net/home/blog/training/gastautor/dr_ute_blaschke_berthold/motivation_beduerfnisse_und_verstaerker/motivation_beduerfnisse_und_verstaerker.html
Sekundäre Motivation:
Motivation, die aufgrund von Lernen aus primären Motivationen hervorgegangen ist
verknüpft mit primären Verstärkern
"Meidemotivation":
Bedürfnis, einen aversiven Reiz zu vermeiden
Hund hat gelernt, dass eine Strafe folgt, wenn er ein Verhalten nicht ausführt.
ist also eigentlich eine sekundäre Motivation, die mit der primären Motivation "Sicherheit" verknüpft ist
Quadranten der operanten Konditionierung
Ivan Petrowitch Pawlow (1849 - 1936) entdeckte und erforschte diese Lernform.

Er untersuchte eigentlich die Menge und die Zusammensetzung des Speichels und stellte dabei fest, dass die Versuchstiere - Hunde - nicht erst zu Speicheln begannen, wenn sie Futter bekamen, sondern schon, wenn der Assistent den Raum betrat.
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