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Leben in der "Volksgemeinschaft"

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by

Lubi Ry

on 20 November 2014

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Transcript of Leben in der "Volksgemeinschaft"

Leben in der "Volksgemeinschaft"
Integration und Ausgrenzung

Ausgegrenzte
politische Gegner (v.a. Sozialisten & Kommunisten)
"Nicht-Arier": d.h. Juden, alte und kranke Menschen wie körperlich, geistig und seelisch behinderte
"Volksschädlinge" (Menschen ohne festen Wohnsitz)
Homosexuelle
Prostituierte
Kriminelle
Nicht-Angehörige der "nordisch-germanischen Herrenrasse" (Sinti und Roma, slawische Minderheiten)

Motive
Rassenpolitik
Antisemitismus
Sozialdarwinismus
rücksichtsloses Durchsetzen der politischen Ideologie
Machtsicherung
Arbeiter
Frauen
NS-Anspruch:
waren in der NS-Ideologie nicht gleichberechtigt, sondern für die "Volksgemeinschaft" vor allem in Bezug auf ihre Gebärleistung und ihren Einsatz in der Familie wichtig
weinbliche Berufstätigkeit wurde abgelehnt
Die deutsche Bevölkerung ist nach 1933 nicht nur als passives Objekt nationalsozialistischer Gleichschaltungspolitik und Verführung zu sehen. Die Tatsachen einer grundsätzlichen Integrationsbereitschaft breiter Bevölkerungsschichten, die vom Mitläufertum bis zur fanatischen Unterstützung reichte, sowie eines fehlenden umfassenden Widerstands gegen das NS-Regime lassen den Historiker Klaus Bergmann zu dem Schluss kommen, dass es sich beim NS-Staat nicht um eine "Diktatur gegen das Volk", sondern um eine "Diktatur mit dem Volk" handelte.
Methoden
Terror und Verhaftung politischer Gegner
"Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" (14. Juli 1933):
Zwangssterilisationen

ab 1939: "Euthanasie-Programm"
Massenvernichtung Behinderter durch Nahrungsmittelentzug
Vergasung und Vergiftung
Deportationen der Sinti und Roma ab 1941 aus den besetzten gebieten in die Konzentrations- und Vernichtungslager nach Polen

Anspruch:
die traditionell politisch links orientierte Arbeiterschaft sollte für die "Volksgemeinschaft" gewonnen werden

Methoden:
02. Mai 1933: Ausschaltung der freien Gewerkschaften und Zusammenführung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in der Deutschen Arbeiterfront (DAF)

sozialpolitische Maßnahmen:
Einrichtung von Betriebskantinen
Mindestanspruch auf ein bis zwei Wochen Jahresurlaub
Urlaubs- und Freizeitangebot ("Kraft durch Freude")

Wirklichkeit:
Arbeiter blieben in Freizeitangeboten gegenüber den Angestellten eine
unterrepräsentierte Gruppe und verhielten sich den System gegenüber eher distanziert

Methoden:
Kinder wurden materiell durch Kindergeld und Steuererleichterung gefördert

sozialpolitische Maßnahmen:
Propaganda durch Verleihung des "Mutterkreuzes"

Wirklichkeit
trotz steigender Geburtenrate keine abnehmende Frauen-berufstätigkeit
Leistungsfunktionen in NS-Organisationen (BDM, Nationalsozialistische Frauenschaft)
Jugend
NS-Anspruch:
Jugend sollte im "nationalsozialistischen Geist" erzogen werden
Methoden:
Hitler-Jugend und Bund Deutscher Mädel wurden zu Massenorganisationen
Anziehungskraft durch Freizeitangebote
Auflösung aller anderen Jugendorganisationen - außer der katholischen
ab 1939 verpflichtende Mitgliedschaft in HJ
in den letzten Kriegsmonaten Verpflichtung zum Kriegsdienst

Wirklichkeit:
viele Jugendliche übernahmen NS-Ideologie und ihre Leitbilder
aber: sowohl katholische Jugend als auch "wilde Cliquen" wie die "Edelweißpiraten" oder die "Swing-Jugend" entzogen sich dem NS-Einfluss, z.B. in Form einer eigenen Freizeitgestaltung, v.a. in Großstädten
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