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Heinrich Heine

Leben und Besonderheiten seiner romantischen Literatur
by

Daniel James

on 16 March 2016

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Transcript of Heinrich Heine

Christian Johann Heinrich Heine
* 13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf
† 17. Februar 1856 in Paris (58 Jahre)

bekannt als bedeutender Dichter der Romantik, aber auch
kritischer politischer Journalist, Essayist, Satiriker und Polemiker des Vormärz
jüdischer Abstammung (häufige Diskriminierungen in Deutschland)
Vater: Samson Heine (Tuchhändler)
Mutter: Betty Heine geb. van Geldern (einflussreiche jüdische Familie)

Dichter der Romantik:
einer der wichtigsten deutschen Dichter der
Romantik
und des
Vormärz
, aber auch Elemente aus Aufklärung, Klassik, Realismus erkennbar

Unterschiede zu anderen romantischen Werken der Zeit:
z.B. oft typisch trauernde / niedergeschlagene / sehnsüchtige Stimmung, schließlich Auflösung durch Wendepunkt (häufig ironisch, spöttelnd, auch zynisch), häufig mit Kritik an Politik oder Gesellschaft
ging damit aus der Epoche der Romantik hervor, überwand diese jedoch später in Stimmung und Thematik

Bekannte Werke sind zum Beispiel:
einige Reiseberichte ("Harzreise", 1826 / "Reisebilder", 1826-1831 in vier Bänden) häufig politisch-kritisch
"Das Buch der Lieder" (1827) mit kurzen Gedichten (volksliedähnlich, in denen Verlassenheit, Einsamkeit eine große Rolle spielen / auch Gegensatz Hoffnung-Verzweiflung, Bitterkeit-Süße der Liebe
"Die Lore-Ley"
"Buch Le Grand" (bis 1831, in dem Heines Napoleon-Verehrung deutlich wird
"Bäder von Lucca" (bis 1831, nach Heines Italienreise
13.12.1797
Harry Heine geboren in Düsseldorf
Vater Samson Heine (Tuchhändler)
Mutter Betty Heine geb. van Geldern (einflussreiche jüdische Familie)
1807-1814
Besuch des Düsseldorfer Lyzeums (heute Görres-Gymnasium), erste lyrische Versuche
Abgang ohne Abschluss, nach 1814 Besuch einer Handelsschule zur Vorbereitung auf einen kaufmännischen Beruf
1811
Düsseldorf als Teil des Rheinbunds unter Einfluss Frankreichs, Einführung des Code Civil, der Juden mit Nicht-Juden gleichstellte
Verehrung Napoleons (auch in folgenden Werken) und französischer Politik
1816-1819
Heine bei seinem Onkel Salomon (Bankier), der ihn bis zu dessen Tod 1844 finanziell unterstützte
kein Verständnis für literarisches Interesse Heines
Veröffentlichung einiger Gedichte in einer Hamburger Zeitschrift
Einrichtung eines Tuchgeschäfts für seinen Neffen durch Salomon Heine, das 1819 Konkurs anmelden musste
Heine verliebt sich in seine Cousine Amalie Heine (Tochter Salomons), leider unerwidert, daraufhin:
Heine zieht aus, weil er die "angespannte Atmosphäre" nicht mehr erträgt
1819-1823
Einschreibung an der Universität Bonn, dort
Vorlesungen
August Wilhelm Schlegels
, der großen Einfluss auf Heine ausübte, damit Hinwendung Heines zur Romantik
1819:
Einschreibung an der Universität Göttingen
Verlassen dieser nach einem Duell mit einem Kommilitonen, der ihn bzgl. seiner Herkunft beleidigt hatte
1820:
Einschreibung an der Universität Berlin, dort
Vorlesungen
Georg Friedrich Wilhelm Hegels
(Idealismus)
tätig als Buchautor
1821-1823:
1824-1830
Rückkehr nach Göttingen, dort
Erscheinen des bekanntesten Werks "Die Lore-Ley" in "Dreiunddreißig Gedichte"
1824:
1825:
Promotion zum Doktor der Rechte, um in Hamburg als Anwalt tätig sein zu können
protestantische Taufe als "Entre Billet in die europäische Kultur"
1826:
Veröffentlichung des ersten größeren Erfolgs "Harzreise"
geschäftliche Beziehung zu Julius Campe, der sein Verleger wurde
1827:
Umzug nach München, dort
Redakteur der "Neuen Allgemeinen Politischen Annalen"
Veröffentlichung "Buch der Lieder" und "Ideen. Das Buch Le Grand", worin Heines Napoleon-Verehrung deutlich wurde
1831:
Veröffentlichung von "Reisebilder", darin u.a. ("Die Bäder von Lucca", etc.)
1829
Streit mit August Graf von Platen, u.a. Beschimpfungen Heines jüdischer Herkunft ("Synagogenstolz", etc.), vielleicht aus Neid oder weil er mit Heines neuer Einstellung zur Romantik nicht einverstanden war
Heine kritisierte von Platens Dichtung daraufhin in "Die Bäder von Lucca" als "steril", macht außerdem dessen Homosexualität öffentlich ("mehr ein Mann von Steiß als ein Mann von Kopf", etc.)
1831
Umzug nach Paris nach Julirevolution dort und zunehmender Zensur seiner Werke in Deutschland
dadurch langsame Bekanntwerdung seiner Werke in ganz Europa
trotzdem bezeichnet Heine Deutschland weiterhin als "Vaterland"
1832
Herausgabe von "Französische Zustände" in der "Augsburger Allgemeinen Zeitung", damit teilweise Begründung des modernen Journalismus (Feuilleton), wird in Deutschland zensiert
Heine wird ab dieser Zeit als "geistiger Vermittler" zwischen Deutschland und Frankreich gesehen
1833-1835
Verbot aller Werke Heines zuerst in Preußen (1833), dann im gesamten Deutschen Bund (1835)
Kennenlernen verschiedener Dichter, Musiker, Wissenschaftler, Philosophen in Paris (Karl Marx, Wilhelm von Humboldt, Frédéric Chopin etc.)
1841
heiratet Schuhverkäuferin Augustine Crescence Mirat (Mathilde) nach 7-jähriger Beziehung
oft als "Kontrastpunkt zu seiner intellektuellen Umgebung" gesehen und von Zeitgenossen kritisiert, lernte aber auf Drängen Heines Lesen und Schreiben
1844
Erbschaftsstreit mit seinem Cousin um das Vermögen Salomon Heines, obwohl Heinrich Heine selbst u.a. durch französische Unterstützung relativ vermögend war
Heine setzte seinen Einfluss ein, um 1847 wieder die Weiterführung der Auszahlung der seit 1838 von seinem Onkel gezahlten jährlichen Rente zu erreichen, wurde aber von seinem Cousin gedrängt, keine Schriften mehr ohne die Zustimmung seiner Familie zu veröffentlichen
1848
unterstützte die Märzrevolution und die Forderung nach einem deutschen Nationalstaat, erkannte jedoch die Gefahr im übersteigerten Nationalismus mancher Deutscher
sympathisierte ebenso mit Ansichten Karl Marx und Friedrich Engels, teilte jedoch nicht jede ihrer Ansichten und Forderungen
1856, 17.02.
Heinrich Heine gestorben in Paris nach achtjähriger Krankheit
schrieb, bzw. ließ noch einige Werke schreiben
Nachleben
einer der wichtigsten und einflussreichsten deutschen Dichter, auch im Ausland
Zensur (bzw. Verbrennung) seiner Werke in der NS-Zeit wegen jüdischer Herkunft
Errichtung von Heinrich Heine-Denkmälern z.B. in Deutschland, Griechenland, USA (ältere Heine-Denkmäler wurden im Ausland aufgestellt, weil sie oft in Deutschland selbst nicht gewollt waren)
Benennung von Straßen nach Heine (z.B. in Israel, wo diese allerdings wegen seiner Konvertierung zum Christentum von radikalen Juden kritisiert wurde)
"Hätt’ er gelernt was Rechtes, müsst er nicht schreiben Bücher."
- Salomon Heine
"Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher

verbrennt, verbrennt man am Ende Menschen."
- zur Verbrennung arabischer Literatur
"Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
Dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar;
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan."
- Die Lore-Ley (Dreiundreißig Gedichte) (1824)
"Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang.
Es rührte sie so sehre
der Sonnenuntergang.
Mein Fräulein! Sein sie munter,
Das ist ein altes Stück;
Hier vorne geht sie unter
Und kehrt von hinten zurück."
"[...] meine Huldigung gilt nicht den Handlungen, sondern nur dem Genius des Mannes. Unbedingt liebe ich ihn nur bis zum achtzehnten Brumaire – da verrieth er die Freyheit."
- Buch Le Grand
"Die Tyroler sind schön, heiter, ehrlich, brav, und von unergründlicher Geistesbeschränktheit. Sie sind eine gesunde Menschenrace, vielleicht weil sie zu dumm sind, um krank seyn zu können."
- "Bäder von Lucca" aus "Reisebilder" (nach Heines Italienreise)
"Die deutschen Censoren —— —— —— ———— —— —— —— —— —— —— —— —— ———— —— —— —— —— —— —— —— —— ———— —— —— —— —— —— —— —— —— ———— —— —— —— —— —— —— —— —— —— —— —— Dummköpfe —— ———— —— —— —— —— —— —— —— —— ———— —— —— —— —— —— —— —— —— ———— "
- "Ideen. Das Buch Le Grand", 1827
"Ich hatte einst ein schönes Vaterland.
Der Eichenbaum
Wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft.
Es war ein Traum.
Das küßte mich auf deutsch und sprach auf deutsch
(Man glaubt es kaum wie gut es klang)
das Wort: „Ich liebe dich!
Es war ein Traum."
- "In der Fremde"
"Deine Nücken, deine Tücken,
Hab ich freylich still ertragen
Andre Leut' an meinem Platze
Hätten längst dich todt geschlagen."
- zu seiner Frau Mathilde
"Mein Mann machte dauernd Gedichte; aber ich glaube nicht, daß dies besonders viel wert war, denn er war nie damit zufrieden."
-
Mathilde Heine
§7 "Ich verlange, daß mein Leichenbegängnis so einfach wie möglich sei und daß die Kosten meiner Beerdigung nicht den gewöhnlichen Betrag derjenigen des geringsten Bürgers übersteigen."
[...]
"Es war die große Aufgabe meines Lebens, an dem herzlichen Einverständnisse zwischen Deutschland und Frankreich zu arbeiten und die Ränke der Feinde der Demokratie zu vereiteln, welche die internationalen Vorurteile und Animositäten zu ihrem Nutzen ausbeuten. Ich glaube mich sowohl um meine Landsleute wie um die Franzosen wohlverdient gemacht zu haben, und die Ansprüche, welche ich auf ihren Dank besitze, sind ohne Zweifel das wertvollste Vermächtnis, das ich meiner Universalerbin zuwenden kann."
- Heines Testament vom 13. November 1851 (fast viereinhalb Jahre vor seinem Tod)
Zitate von Zeitgenossen zu Heine
"Heine sagt sehr bissige Sachen, und seine Witze treffen ins Schwarze. Man hält ihn für von Grund auf böse, aber nichts ist falscher; sein Herz ist so gut wie seine Zunge schlecht ist.
Er ist zärtlich, aufmerksam, aufopfernd, in der Liebe romantisch, ja schwach, und eine Frau kann ihn unbegrenzt beherrschen.“
- George Sand (franz. Schriftstellerin und frühe Feministin)
„Den höchsten Begriff vom Lyriker hat mir Heinrich Heine gegeben. Ich suche umsonst in allen Reichen der Jahrtausende nach einer gleich süßen und leidenschaftlichen Musik. Er besaß eine göttliche Bosheit, ohne die ich mir das Vollkommene nicht zu denken vermag […].
Und wie er das Deutsche handhabt! Man wird einmal sagen, dass Heine und ich bei weitem die ersten Artisten der deutschen Sprache gewesen sind."
- Friedrich Nietzsche
„Heine ist von den meisten anderen Dichtern verschieden, weil er alle Scheinheiligkeit verachtet, er zeigt sich stets als der, welcher er ist, mit allen menschlichen Eigenschaften und allen menschlichen Fehlern.“
- Kaiserin Elisabeth von Österreich
Quellen und verwendete Medien:
Bilder von:
Google Bilder

YouTube-Video "Lyrik für Alle Folge 30 Heinrich Heine 1. Teil" von Lutz Görner:
http:// www.youtube.com/watch?v=HCacN3bAjSc

Andere Quellen:
http:// de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Heine
http:// www.paperboy.de/referatanzeigen-347.html
http:// www.heinrich-heine-denkmal.de/a-z.shtml
"Der Gedanke geht der That voraus, wie der Blitz dem Donner."-
Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland
Better than
Sanem Kütük's!

Hoppla, da hätte ich vielleicht etwas genauer Buch führen sollen
Ich entschuldige mich im Nachhinein für die Ungenauigkeit der Quellenangaben.
Leben und Besonderheiten seiner romantischen Dichtung
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