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WiSe 2014/15 Gedenkkulturen. Geschichtspolitik und Gedächtnis im 20. Jahrhundert

WiSe 2014/15
by

Heiner Stahl

on 3 December 2014

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Transcript of WiSe 2014/15 Gedenkkulturen. Geschichtspolitik und Gedächtnis im 20. Jahrhundert

17.04.2012
Kommunikationsort Museum.
In welchem Museum waren Sie
in den letzten 6 Monaten?

Warum ?
Würden Sie dort wieder hingehen ?
Welche Erwartungen haben Sie an ein Museum ?
Was bringen Museen zum Ausdruck ?
Welchen Mehrwert haben Sie erhalten, wenn Sie in einem Museum waren ?
Wie kann man Museen messen ?
Bewertung
Umsetzung
Darstellungsweisen
Erzählweisen
Hat eine Ausstellung eine Handlung, wie im Film oder wie in einem Theaterstück ?
Wie lassen Sie Aussagen über gute und schlechte Museen und Ausstellungen treffen ?
Mit Ihnen will ich solche Kategorien
und Messpunkte erarbeiten.
Und zudem anhand von Grundlagentexten sowie praktischen Beispielen veranschaulichen, was zu bedenken ist, wenn "Museum gemacht" wird.
Erinnerungsort
Kulturelles Gedächtnis
master narrative
24.04.2012
Individuelle und kollektive
Erinnerungskultur

Maurice Halbwachs: mémoire collective (Erll 2005: 14-18)
Aby Warburg: Bildgedächtnis
soziale Bedingtheit individueller Erinnerung
Formen und Funktion des zwischen den Generationen gebildeten Gedächtnisses
www.geschichte-und-kommunikation.de
http://www.mobile-geschichte.de/
Ausdehnung des mémoire collective (mündlich) auf kulturelle Überlieferung und Traditionsbildung (mündlich, schriftlich, rituell medial)
soziale Bezugsrahmen: "Menschen, die uns umgeben." (Erll 2005: 15)
Zwei Konzepte des kollektiven Gedächtnisses
als organisches Gedächtnis
durch Interaktion, Kommunikation, Medien und Institutionen herausgebildetes kollektives Gedächtnis
Familie erzeugt intergenerationelles Gedächtnis (Erll 2005: 16)
Pathosformeln
Affektgehalt von Symbolen sichert deren Überlebenskraft (Erll 2005:19)
kulturelle Engramme: "Das Symbol ist eine kulturelle Energiereserve. Kultur berucht auf dem Gedächtnis der Symbole." (Erll 2005: 19)
Pierre Nora: lieux de mémoire
Es gibt Erinnerungsorte, weil es keine sozialen Milieus der Erinnerung mehr gibt." (Erll 2005: 23)
Pluralisierung der Erinnerungsorte "lässt keine Hierarchisierung, keine Anordnung zu einer kohärenten Erzählung oder einem Sinngefüge zu." (Erll 2005: 23-24)
kulturelle, funktionale und
symbolische Dimension
Warum ist für Erll Nora's Trennung von Geschichte und Gedächtnis problematisch?
(Erll 2005: 25)
Aleida und Jan Assmann: Zwei-Gedächtnis-Rahmen
kommunikatives Gedächtnis:
Alltagsinteraktion, Geschichtserfahrungen der Zeitgenossen. Erzählte Erinnerung / Oral History
kulturelles Gedächtnis:
Zeremonien, Rituale, spezialisierte Interpretationen
Zwischen dem kommunikativen und dem kulturellen Gedächtnis ist ein FLOATING GAP, eine mitwandernde Lücke. (Erll 2005: 28
Funktionsgedächtnis: bewohnte Gedächtnis (Erll 2005: 31)
Speichergedächtnis besteht aus bedeutungsneutralen Elementen, "die keinen vitalen Bezug zur Gegenwart aufweisen." (Erll 2005: 31)
Das ist alles ziemlich holzschnittartig, oder ?
Die DDR erinnern. (Sabrow 2009)
Wie macht man das?
Traditionsgedächtnis (Sabrow 2009: 16)
Empörungsgedächtnis (Sabrow 2009: 17)
Aktzeptanzgedächtnis (Sabrow 2009: 17)
Diktaturgedächtnis
Arrangementgedächtnis
Fortschrittsgedächtnis
(Sabrow 2009: 18-20)
"Über Jahre liefen die drei Bauformen der DDR-Erinnerung weitgehend ungestört und gleichgültig nebeneinander her, wenngleich sich nach einer anfänglichen Dominanz des Diktaturgedächtnisses [...] das Arrangementgedächtnis immerselbstbewusster Gehör verschaffen konnte." (Sabrow 2009: 20)
„Anders als in den Termini „memoria“ oder „Gedächtnis“ [...]
schwingt im Wort „Erinnerung“ schon immer eine sprachliche Parteinahme für die Vergangenheitsvergegenwärtigung und gegen die Vergangenheitsabkehr mit.“ (Sabrow 2009: 24)
Welche Gedächtnisschublade
passt für Joachim Gauck ?
master narrative
Gedächtnisorte
kollektives Gedächtnis
"wir stehen zu diesem Land, nicht weil es so vollkommen ist, sondern weil wir nie zuvor ein besseres gesehen haben." (Gauck 2012: 5)
Parteien und aktive Bürgergesellschaft als zwei Stützen der Demokratie (Gauck 2012: 5)
Teilhabe und Verantwortung (Gauck 2012: 6)
"Euer Hass ist unser Ansporn" (Gauck 2012: 5)
08.05.2012
Der Tag der Befreiung als Erinnerungsort
Welche Lesarten gibt es
Francois/ Schulze 2009
Übersättigung einer Zeit an Historie
gegenwärtigte Vergangenheit (A & M. Mitscherlich
(Francois/ Schulze 2009: 10)
Auschwitz ist die nationale Katastrophe, die das kulturelle Gedächtnis gesprengt hat und sprengt." (vgl. Aleida Assmann)
"Wir haben nicht die Wahl, diese Erinnerung auszuschlagen und müssen uns doch frei für sie entscheiden." (Francois/ Schulze 2009: 10)
Geschichte-als-Wissenschaft
Geschichte-als-Gedächtnis
nation-building
memory building
(Francois/ Schulze 2009: 19)
15.05.2012 Erinnerungskonzepte.
Die feinen Unterschiede des Erinnerns und Gedenkens.
http://www.hdg.de/leipzig/ausstellungen/
http://www.pointalpha.com/gedenkstaette
Woran machen Sie die Unterschiede zwischen „Geschichte als Wissenschaft“
und Geschichte als „Gedächtnis“ fest und wie wirken sich diese jeweils aus?
Inwiefern braucht die Geschichtsschreibung und die museale Kommunikation Meistererzählungen (master narratives). Sind diese identisch?
Warum erscheint das Familiengedächtnis resistent gegenüber gesellschaftshistorischen und vergangenheitspolitischen Debatten?

Und vor welchen Herausforderungen stehen dann gesellschaftliche/politische Akteure bei der Erstellung und Umsetzung von Erinnerungskonzepten für Museen und Gedenkstätten?
http://www.mdr.de/damals/artikel7862.html
Anforderungen und Ansprüche an
"negative Erinnerung" (KNIGGE 2005: 23)
Ablauf der Sitzung
1. Einteilung in vier Gruppen
Zeitgeschichtliches Forum / Point Alpha
Familiengedächtnis
Geschichte als Wissenschaft / Geschichte als Gedächtnis
Wozu Meistererzählungen

10 Minuten Zeit zur Sammlung von Pro/ Kontra-Argumenten in Gruppen

2. Erstes TV-Duell: Zeitgeschichtliches Forum / Point Alpha (15 Min.)

3. "Negative Erinnerung" (KNIGGE 2005: 23) - Plenumsdiskussion (10 Min.)
Anforderungen und Anspruch

4. Zweites TV-Duell: Meistererzählungen. Wozu? (10 Min.)
5 Drittes TV-Duell: Geschichte als "Wissenschaft" vs. Geschichte als "Gedächtnis" (10 Min.)
6. Viertes TV-Duell: Familiengedächtnis (10 Min.)

7. DDR-Geschichte in der Schule - Plenumsdisskussion (10 Min.)
Wie komponieren Sie Ihre Erinnerung? Aus welchen Medien ziehen Sie die Informationen?
8. Abschluss: Erinnerungskonzepte und ihre Herausforderungen.
Was haben Sie aus der Sitzung mitgenommen!
22.05.2012 Staatliche Erinnerungspolitik: Institutionen, Konzepte, Strategien
Leitlinien und konzeptionelle Überlegungen
der Sabrow-Kommission (2005)

„Herrschaft – Gewalt – Widerstand“ - "Forum Aufarbeitung"

„Überwachung und Verfolgung“ - Forschungszentrum "Diktatur und Geheimpolizei“

„Teilung und Grenze“- Gedenkstätte Berliner Mauer
Was heißt Professionalität und Professionalisierung der DDR-Aufarbeitung?
Sondervotum von Freya Klier (2006)
http://www.havemann-gesellschaft.de/index.php?id=283
CDU-Gedenkstättenpolitik 2000-2004 (RUDNIK 2011: 91-102)
Bernd Neumann war von 1998 bis 2005 Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Kultur und Medien.

kultur- und medienpolitischer Sprecher der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Kultur und Medien.
Günther Nooke (2002-2005)
Orte „doppelter Diktaturerfahrung“
(1)Zentrale Orte der Repression und des Widerstandes der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

(2)Orte „doppelter Diktaturerfahrung“
(3)Orte der Repression und des Widerstands in der SED-Diktatur, sowie Stätten von Opposition und Widerstand, Flucht und Vertreibung.
(4) Orte der deutschen Teilung als Bestandteile der Nationalgeschichte umfassen

Zentrum für Vertreibung
Mahnmal für die Bombenopfer des alliierten Luftkrieges
Denkmal für Freiheit und Einheit
angebliche Verharmlosung der DDR-Geschichte
SBZ/DDR als das erinnerungswürdigere und größere Übel dem NS gegenüberzustellen. (Rudnick 2011: 93)
http://www.chronik-der-mauer.de/
„Angesichts des Übergewichtes der SBZ/DDR-Aufarbeitung und aufgrund des Verzichts auf begriffliche Differenzierungen zwischen dem Nationalsozialismus und der SBZ/DDR, fiel das Konzept daher v.a. geschichtspolitisch hinter den Ergebnissen der zweiten Enquete-Kommission zurück und vollzog offenkundig ein konservativen 'Rechtsruck' in der Gedenkstättenpolitik des Bundes, getragen aber von der Großen Koalition.“ (Rudnick 2011: 102)
Ließe sich in Bezug auf Gedenkstätten- und orte von einer widerstrebenden Medialisierung sprechen?
Bedeuten "neue Medien" Kontrollverlust über die normativen Grundzüge der Erinnerungskommunikation?
Wozu braucht es Einheitsdenkmäler ?
Engagement
Friedlicher Verlauf
Selbstvergewisserung
Freiheit kommt vor Einheit
Enthusiasmus der Wende-Zeit
Erinnerungstransport
als Orte der Begegnung in Berlin und Leipzig
Wilhelm Leuschner-Platz in Sichtachse zum Völkerschlachtsdenkmal
wie europäisch ist das?
29.05.2012 Wie wir erinnern
http://www.myvideo.de/watch/7262692/Heidi_Bruehl_1966_Hundert_Mann_und_ein_Befehl
http://www.flickr.com/photos/daniel_bos/5142124621/lightbox/
http://www.landtag.brandenburg.de/de/parlament/ausschuesse_und_gremien/enquete-kommission_aufarbeitung_der_geschichte_und_bewaeltigung_von_folgen_der_sed-diktatur_und_des_uebergangs_in_einen_demokratischen_rechtsstaat_im_land_brandenburg/396500?_referer=396501
Überwältigungsverbot
Kontroversitätsgebot
Ineressenlage der Schüler
Beutelsbacher Konsens 1976
Medien Mash-Up
Pop als Geschichtsmaschine
Brückenfunktion von
Heimatmuseen
Wolle-Gutachten 2012
Beteiligung
Aneignung
Vermittlung
Erschließung
(Lange 2009)
denkende Erfahrungsverarbeitung
John Dewey (Lange 2009: 84)

zirkulärer, linearer und punktueller
Lerntypus (Lange 2009: 90)
22.10.2013
master narrative
Erinnerungspolitik
Gedächtnisorte
kollektives Gedächtnis
Überwältigungsverbot
Institutionen und Akteure
Erinnerung ausstellen. Museen, Gedenkstätten und Erinnerungsorte (MA), Di. 18-20 Uhr, HC 3303
Inszenierung
Infrastruktur
Intention
Interaktion
Immersion
Involvement
4.12.2012 Ideenwerkstatt
Inszenierung
Interaktion
Infrastruktur
pädagogisches Konzept
größtmögliche Verständlichkeit
der Ausstellungstexte und Inhalte
materielle Objekte zeigen, die die
Alltagswelt zeigen.
Herrschaftsapparat veranschaulichen
begehbare Objekte
typische Wohnzimmer
Gegenstände, mit denen man etwas anstellen kann.
Freiwilligkeit !
Zugänglichkeit der Räume
Motivation des Museumsbesuches
einzeln oder in Gruppe
Alter (Senioren, Schüler oder Studierende)
unterschiedliche Wissenbestände
gruppenspezifische Führungen
Kommunikation?
Vier Menschen mit Audioguide reden nicht miteinander.
wer sind die BesucherInnen und
wo kommen diese her?
Sehen und hören einer Ausstellung
durch Mitarbeiter.
Verbale Erläuterung.
Dadurch tritt man in einen Kommunikationsprozess ein.
Mediale Vermittlung
Filme, Videos, Audiodateien
Stationen, auch gerne interaktiv.
Vielfalt an Medien ausschlaggebend.
jeweils in Kontext eingebettet.
Wegführung macht mit Besuchern einen
Prozess durch. Logische Abfolge.
Historischer und symbolischer Ort
Architektur soll Inhalt des Museum unterstreichen.
Unterstützung des Raumempfindens
Veranstaltungsraum bietet
Chance andere, potenzielle Besucher
zu erreichen.
Bibliotheken sind Ergänzungen zu Museum
Raumerleben.
Man läuft auf einen hellen Raum zu.
Leid der Shoah + Staatsgründung Israel
Räume zur Entspannung
innerhalb des Museums.
Serviceeinrichtungen.
MA: Erinnerung ausstellen. Museen, Gedenkstätten und Erinnerungsorte
Dienstag 18-20 Uhr, Raum: H-C 3303

22.10.13 Einführung
Museum, Erinnerungsort, Gedenkstätte Begriffsklärungen Garnisonkirche Potsdam

Was bedeutet Erinnern?
Was bedeutet Vergessen?
29.10.13 Erinnerung. Geschichtspolitik Langewiesche (2008), Jureit (2010)
05.11.13 Ortstermin: Aktives Museum Südwestfalen Oberstrasse 10, 57072 Siegen
Treffpunkt 18.00 Uhr

12.11.13 Kollektives Gedächtnis Halbwachs (1966), Assmann (2006), Jureit (2010)
19.11.13 Erinnerungsorte Nora (1988) François/Schulze (2005)
26.11.13 Erinnern konkret.

Beispiel DDR und NS (Referat)
Sabrow (2009)
03.12.13 Wehrmachtsausstellung. Geschichtspolitik in Deutschland in vor 1989 (Referat)
Weizäcker (1985)
Heer (2004)
10.12.13 Geschichts- und Erinnerungspolitik nach 1989/1990 (Referat)
Rudnik (2011)
17.12.13 Vorschläge zur Modernisierung der Erinnerungskultur (Referat) [Gruppendiskussion]
Knigge (2005)
Welzer (2012)
07.01.13 Was können Museen? (Schäfer 2005)
Gruppendiskussion
EXKURSION 10.-12.01.14 oder 17-19.1.2014
21.01.13 Public History Bösch (2009), Nolte (2008)
28.01.13 Audiovisuelles Gedächtnis. Von den Schwierigkeiten des Aufbewahrens in Archiven und dem Ausstellen in Museen. (Referat)
Classen/ Großmann/Kramp (2011)
medien & zeit 3/2005
04.02.13 Das Museum als Medium – Medien im Museum Gruppendiskussion

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&dig=2012%2F10%2F13%2Fa0028&cHash=6ea6321954da690a67595c0bdb81d54f
29.10.2013 Erinnerung und Geschichtspolitik
Langewiesche 2008
Konkurrenzen der Erinnerungskulturen
Deutungsangebote
keine Expertengeschichte
Auswahl + Konsens
Erinnerung als
gesellschaftliches Erzeugnis
generationelle Erfahrung
überzeitliche, lebensweltliche Prägung
zeitübergreifende kollektive Wissensbestände
Past vs. History
Aufschreiben
Fortschreiben
Umschreiben
Koselleck
Plumb
Jureit/ Schneider 2012
Erinnerungspolitik
Täter/Opfer-Konstellation
Entschädigungsleistung
Strafverfolgung
öffentliche Erinnerung
Holocaust-Mahnmal
Wahl des Ortes
19.11.2013 Gedächtnis/ Erinnerungsorte
Geschichte
Gedächtnis
Deutsche Erinnerungsorte
Francois/Schulze

Pierre Nora (1990)
26.11.2013 Erinnerungsorte konkret. DDR und NS
realer vs. vorgestellter Ort
Mythen und Erzählwissen
Traditionsgedächtnis
Empörungsgedächtnis
(Kollektives) Gedächtnis
Akzeptanzgedächtnis
Diktaturgedächtnis S. 18
Arrangementgedächtnis (S. 19)
Fortschrittsgedächtnis S. 19
Welche Erinnerungsorte würden für NS stehen?
Erinnerungsstätte Erinnerungsort
Erinnerung
Ein Milieu versichert sich seiner Vergangenheit (Sabrow 2009, S. 22
Ausdrucksform
Aufführung
Inszenierung
öffentlich vs. privat
Trabant
Auschwitz
Autobahn
Fahne
saubere Wehrmacht
Anpassung
ist konkret
und greifbar

man/frau kann reingehen
Worthülse
Zone
3.12.2014 Wehrmacht im 2. Weltkrieg
Mitschuld der Nachgeborenen, S. 2.
Weizäcker 1985
Probleme
Hitler als das "Böse"
Ablehnung einer Kollektivschuld
Das Positive dieser Rede
Alte Gegner einander näher gebracht
Sicherheit in der BRD zu leben
DDR ist nicht existent
Spaltung Europas ist das Resultat des Hitler Krieges
Benennung von Opfergruppen
Wo ist die Wehrmacht in Weizäckers Rede?
Opfer der NS-Herrschaft
Erste Wehrmachtsausstellung 1995-1999
Vernichtungskrieg der Wehrmacht 1941-1944
Überfall auf Polen/Weissrussland
Rußlandfeldzug/Ukraine
Balkan
"saubere Wehrmacht"
wenige Frontabschnitte
konkrete, quellenbasierte Darstellung
Komplize in der Endlösung
auch private Fotos ehemaliger Soldaten
SS hat Schuld
Brutale Kriegsführung durch Stalin
unzumutbare Ehrabsprechung der Soldaten als konservativer Vorwurf
Durch Polarisierung tritt die Ausstellung etwas "neues" los.
Kritik an der visuellen Darstellung
Von 1433 Fotos sind 20 Bilder "falsch", bzw.
falsch zugeordnet.
Emotionalisierung
Beschweigen und Umdeutung
der Spuren der NS-Vergangenheit
weil TABU-Thema
Der "normale" Landser ist Teil der Vernichtungsmaschinerie
Besetzung von Frankreich funktioniert anders,
als der Einmarsch in der SU
Fotoamateure
10.12.2013 Staatliche Geschichtspolitik nach 1989
Totalitarismus
BStU
Stiftung Aufarbeitung der
SED-Diktatur
Rudniks Phasen
1990-1992
Bürgerrechtler sichern Akten
zivilgesellschatliche Akteure treten auf
BRDisierung
Gedenktage abschaffen
Neue Gründungsmythen braucht das Land
Wir sind das Volk wird zu Wir sind ein Volk
Arbeiteraufstand als Beginn des "Untergangs auf Raten"
1992-1998/99
Mauerschützenprozesse
Wie geht man mit Gendenkstätten um, welche Neuen kommen hinzu bzw. werden von Ländern finanziert.
Forschungsinstitute werden gegründet
2 Enquete-Kommissionen des Bundestages
BStU
2000-2004
2008
CDU-Gedenkstättenkonzept
Sabrow-Expertenkommission berufen
Zugang
Persönlicher Antrag stellen
Wissenschaft und Journalismus
Eigene Forschung und Popularisierung
4.2.2014 Das Museum als Motor kultureller Entwicklung
Stimmt das überhaupt?
Das Museum und dessen Dimensionen
Erinnerungsorte
Gedenkstätten
Braucht es dazu "Neue" Medien?
"technology [...] as an additional form
of education and interpretation." (Spencer 2005: 4)
Haptik des Gegenstandes
vs. Medienwissen der Besucher
Inhalt vs. medientechnische Aufbereitung und Darstellung
Muss ein Museum "ernst" sein?
oder die spielerische Aneignung
unterschiedl. Medienkompetenzen stehen
in Austauschbeziehungen
Kann man/frau dort hingehen?
unterschiedliche Vorstellungen bzgl. Ereignisse
sind an Ort erlebbar
Demutsstätten
22.10.2014 Erinnerung und Gedenken.
Der Erste Weltkrieg 1914-2014

„Es geht weder um Wiederauferstehung noch um Rekonstruktion, nicht einmal um Darstellung, sondern um Wiedererinnerung, wobei Erinnerung nicht einen einfachen Rückruf der Vergangenheit, sondern deren Einfügung in die Gegenwart meint. Es geht um die Geschichte Frankreichs, aber eine zweiten Grades.“ (Nora 2013: 16)
Pierre Nora (2013): 16.
15.10.2014 Gedenkkulturen - Einführung
Lehrer sind Übersetzer
Gegenwartsverantwortliche
Position
"ungewisse Geschichte eines ungewissen Frankreichs" (Nora 2013: 16)
strukturelle Diskontinuität
besteht darin, „der subjektiven Erlebniszeit des individuellen und kollektiven Bewußtseins die unwiderlegbarer Wahrheit der lang- oder mittelfristigen Determinierungen entgegenzusetzen, von denen bereits die Durchschnittswerte dem Leben der Gesellschaften und Individuen einen Rahmen gaben und ihre Erneuerungsrhythmen […] bestimmten.“ (Nora 2013: 17)
Vertiefungsprozess der historischen Bewegung
ethnologische Diskontinuität
"das Wissen und das Bewußtsein von einer
inneren Entfremdung in uns selbst und einer Diskontinuität unserer Identität mit der uns umgebenden Zeit." (Nora 2013: 17)
vertikale Verbindungen gekappt
horizontale Solidaritäten entstehen ließen
Welche Diskontinuitäten sind Ansicht Noras
unbedingt hervorzuheben und bei der Bewertung von Gedenken, Gedächtnis und Erinnerung in Betracht zu ziehen?
historiographische Diskontinuität (Nora 2013: 18)
Geschichtsschreibung durch Experten
Geschichtsdeutung durch Laien
Erinnerungsgeschichte
Frankreich à la carte, „ein Frankreich der Speise- und Michelin-Karten.“

„Das Nationalgefühl war bisher im höchsten Maße staatsbürgerlich,
nun ist es weitgehend affektiv und fast sentimental. Es war universalistisch, nun vertritt es zunehmend Partikularinteressen.“ (Nora 2013: 21)
(Langewiesche 2008: 23)
Was ist "Past"?
Und wie grenzt man das von "History" ab?
Gesellschaft
Lebenswelt
Generation
3-stufige Architektur
Langewiesche 2008: 28
Gesellschaft
Lebenswelten
Generationelle Lagerung
sub-culture
parent culture
subordinate culture
hegemony, S. 38ff
"Denkverbote" - Was man
nicht sagen darf,
weil "politisch inkorrekt"
5.11.2014 Die DDR erinnern
Hauptlinien der Erinnerung an die DDR
Freiheit
Unfreiheit in der DDR
bürgerschaftliches Engagement
Antifaschismus
Opfererzählung
MfS Überwachung
Die "Normalen"
kollektives Gedächtnis

Familiengedächtnis
Gedächtnis rotiert um künstliche und
erworbene Anteile.
Kommunikationsrahmen
Individuum

familiärer Rahmen
kollektive Gedächtnis
Nachbarschaften/Milieus
Befehlsnotstand
"dreckige" Zivilgesellschaft
Partisanenbekämpfung
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