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Lessings Emilia Galotti

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by

Theresa Stadermann

on 19 March 2014

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Transcript of Lessings Emilia Galotti

Aufgabe:

Wendet dieses Schema für Emilia Galotti an.

Aufgabe:
In welchen Akten trifft die höfische Welt auf die bürgerliche?
Lessings Emilia Galotti
"Lessing fordert Charaktere, die nicht stereotyp und polar wirken, sondern die Vielfalt menschlicher Emotionen und Gedanken in sich vereinen, also ihrer gesellschaftlichen Stellung entsprechend nicht nur böse oder nur gut sind. Dadurch werden ihre Motive psychologisch begründbar und für den Zuschauer nachvollziehbar. Anstelle des zuvor im Mittelpunkt stehenden Verhältnisses zwischen Mensch und Gott und zwischen den Ständen wird nun der psychologische Prozess für den Handlungsverlauf ausschlaggebend."
Struktur eines
klassischen Dramas



Der Aufbau eines klassischen Dramas:
1. Akt: Exposition: Einführung in die Situation und Vorstellung der handelnden Figuren (auch Helden genannt)
2. Akt: Erregendes Moment / steigernde Handlung / Auslösung des Konflikts
3. Akt: Umschlagen der Handlung - Scheinhöhepunkt/Wendepunkt
4. Akt: Retardierendes Moment / Verzögerung der Handlung, um weitere Spannung zu erzeugen.
5. Akt: Lösung: Katastrophe (Tragödie) oder gütliche Lösung des Konflikts (Komödie).

"Meisterstück" des bürgerlichen Trauerspiels
Bürgerliches Trauerspiel: von 1750-1850 sehr beliebt.
Andere berühmte Bürgerliche Trauerspiele:
Miss Sara Sampson von Lessing,
Kabale und Liebe von Schiller
Wikipedia:
"Wichtig war Lessing die Emanzipation des bürgerlichen Dramas vom Hoftheater, die in seiner Zeit geschah. Daher stand für ihn die Überwindung der Ständeklausel im Zentrum seines Bemühens, die sich seit der Renaissance als Abgrenzung zwischen „schlechten“ oder „hässlichen“ bürgerlichen und „guten“ oder „schönen“ adligen Theaterfiguren entwickelt hatte."
"Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch, zu allen gesellschaftlichen Tugenden, zu allen Arten der Großmuth der aufgelegteste. Wer uns also mitleidig macht, macht uns besser und tugendhafter [...]."
Lessing
Tugendhaftigkeit des bürgerlichen vs.
Amoralität des Hofes.

Ehe von Odoardo und Claudia:
nicht überschwengliche Liebe, sondern Treue, Zuverlässigkeit und Ernsthaftigkeit.
Lessings Standpunkt überwand die feudalen Literaturtheorien.
Die Überwindung der Ständeklausel von Lessing wurde dadurch ermöglicht, dass der Mensch nicht mehr nach seinem sozialen Status handelt, sondern darüber hinausgeht.
Lessing gab der Literatur eine neue Funktion: Sie sollte das Leserpublikum sittlich läutern. Angst, Furcht und Mitgefühl sollten beim Leser und Zuschauer erweckt werden.
Der Held durfte deswegen keine ideale Figur, sondern er musste ein reale Person darstellen. Lessing schrieb seine Gedanken zur Dramentheorie in der Hamburgischen Dramaturgie (1767/1768) nieder.
Mit der Ablösung der höfischen Dichter folgte auch eine Ablösung der höfischen Dichtung. An ihre Stelle trat eine Literatur, welche die Ideen der Aufklärung vertrat: Vernunft, Humanität und Nützlichkeit. Die aufklärerischen Ideale wurden auf sämtliche literarische Gattungen übertragen.
1729 (Kamenz) - 1781 (Braunschweig)
Literaturtheorien der Aufklärung:
In seiner Literaturtheorie "Versuch einer Critischen Dichtkunst vor die Deutschen" (1730) verurteilte Gottsched die Barockdichtung aus der Sicht der Aufklärer. Er widersetzte sich der Normen- und Regelpoetiken des Barock und trat für eine Verbreitung der aufklärerischen Ideen in der Deutschen Dichtung ein. Kern der Poetik Gottscheds war der aristotelische Grundsatz von der Nachahmung der Natur und eine Forderung von Horaz, dass die Aufgabe der Dichtung die Verbindung von Vergnügen und Nutzen sei. Gottsched vertrat weiterhin die Ständeklausel: Adlige und Fürsten sollten nur in Tragödien und Heldendichtungen auftreten, Bürger und Leute mit geringem sozialen Status nur in Komödien und Romanen. Der Dichter sollte bei Gottsched ein Erzieher der Leserschaft im Sinne der Aufklärung sein.
Höfling Marinelli:
Die Hochzeit ist eine "Zeremonie" (ii,10), die sich leicht verschieben lässt. - Kein Glaube an liebe und Treue.
Aufgabe:

Wer trägt die Schuld am tragischen Ende?
> liegt die Schuld bei Emilia?
Emilia will sich vor "der Schande retten" (V,7)
Doch: Worin besteht diese Schande?

- Für jemanden, für den "sündigen wollen" schon "sündigen" (II,7) ist, für den mag die Furcht, einer Verführung nicht gewachsen zu sein, schon "Verführung" (V,7) sein.


Literarisches Meisterwerk
oder politisches Tendenzdrama?
- erst nach der französischen Revolution versteht
man das Stück in einem politischen Sinn als Angriff
auf Fürstenherrschaft und -willkür!
- vorher las man lediglich eine moralische Mahnung
an die Fürsten heraus, und zwar die Mahnung zur
Affektkontrolle und Bezwingung der Leidenschaft.

"Dieser Welt der Amoralität, der Intrigen und der Galanterie wird die
Welt der ehrlichen, tugendhaften Bürger entgegengesetzt.
Deren einziger Fehler ist, dass sie nicht die Kraft und die Mittel
hat, sich durchzusetzen, dass sie die Opferrolle annimmt und
auf eine ausgleichende Gerechtigkeit des Weltenrichters wartet.
Als Existenzform haben diese bürgerlichen orientierten Untertanen
die Familie für sich entdeckt. Sie meiden die Nähe des Hofes,
ziehen sich aufs Land zurück und suchen sich selbst zu leben."
(Pelster, Theodor, S. 52f.)
Ein Aufruf zur revolution ist jedoch nicht
auszumachen. Die Leitfrage des Stücks
"was soll ich tun?" (III,5) bleibt offen.
Antike Tragödie: tragische Schuld des Helden (vermischt mit Unschuld)
Rezeption-
Revolution?
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