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Copy of „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!“

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Robert Lehmann

on 8 November 2013

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Transcript of Copy of „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!“

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!“
DER ÜBERTRITT ALS FAMILIENPROJEKT

Ein paar Gedanken zum Einstieg:
Spannungsfeld in der Erziehung
Eltern wollen, dass es Ihren Kindern gut geht
Sie möchten Sie vor negativen Erfahrungen und Niederlagen schützen.
Aber Niederlagen gehören zum Leben und dennoch können Sie ihre Kinder auch nicht ungeschützt in brenzlige Situationen laufen lassen.

Agenda
Einführung in das Thema: Spannungsfeld in der Erziehung
Projekt und Projektmanagement
Beispiele
Risikomanagement
Stress
Tipps und Ideen
Unser Fazit

Gemeinhin werden die Projekte „"Manhattan Engineering District Project“ (1941) und „Apollo Project“ (1960er) als Anfänge des Projektmanagements gesehen
In diesen Projekten mussten erstmals unter extremen Zeitdruck komplexe Aktivitäten koordiniert werden
Interdisziplinäre Forschung und Logistik mussten zur Erreichung militärischer und politischer Zielsetzungen koordiniert werden
Inzwischen hat sich Projektmanagement als effizientes Führungsinstrument etabliert
Wer wir sind....
Jessica Lehmann
Jahrgang 1975
Diplom - Sozialpädagogin
Verh. 2 Kinder
Monika Jödden
Jahrgang 1975
Diplom- Psychologin
Verh. 2 Kinder
Geschichte von Projektmanagement
Schutz & Behüten
Zutrauen in die Stärke des Kindes
In Watte packen
„Lebenslegastheniker“
Sich selbst überlassen
„Verwahrlosen
Definition des Begriffs „Projekt“
Es ist einmalig.

Es hat einen bestimmten Zweck.

Es ist zeitlich begrenzt.

Es werden spezielle Ressourcen (Zeit, Geld, Menschen, EDV) für dieses Projekt zeitlich begrenzt bereitgestellt.

Es gibt eine spezielle Organisation.

Es existiert ein eindeutiges Ziel mit klar umrissenen Aufgaben und einer Projektverantwortung.

Es ist einmalig.

Es hat einen bestimmten Zweck.

Es ist zeitlich begrenzt.

Es werden spezielle Ressourcen (Zeit, Geld, Menschen, EDV) für dieses Projekt zeitlich begrenzt bereitgestellt.

Es gibt eine spezielle Organisation.

Es existiert ein eindeutiges Ziel mit klar umrissenen Aufgaben und einer Projektverantwortung.
Definition des Begriffs „Schul-Projekt“
Definition des Begriffs „Projektmanagement“
Projektmanagement ist die Planung, Steuerung und
Überwachung von Projekten über die gesamte Laufzeit.

Projektmanagement ist die Anwendung von Wissen, Können, Werkzeugen und Techniken auf Projektmanagementaktivitäten, um Projektanforderungen zu erfüllen.

Eine motivierende Formulierung von Zielen erfolgt nach den SMART-Kriterien
S
pezifisch

M
essbar

A
ttraktiv

R
ealistisch

T
erminiert
Formulieren Sie im Sinne der SMART-Kriterien Teilziele für den Lernstoff Ihres Kindes

Ihr Kind hat Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung:

Versuchen Sie nicht alle Rechtschreibregeln mit ihm für die nächste Klassenarbeit „
durchzupauken“, sondern beschränken Sie sich auf Teile

Dem Kind geht dann anstelle von „"Das schaffe ich nie!“ eher „"Das kann nicht komplett schief gehen!“ durch den Kopf und gibt Sicherheit.
Ein Beispiel
Lara ist sauer.

Einen ganzen Nachmittag lang hat sie für die Englischarbeit gelernt. Zuerst mit ihrem großen Bruder. Dann ganz allein.
Abends um halb 9 hat sie sich noch einmal von ihrem Vater die Vokabeln abhören lassen. Sie hat alles gelernt! Alles!

Am nächsten Tag bei der Arbeit hat sie fast nichts gewusst. Alles vergessen, wirklich alles.

Eine 5 hat sie geschrieben.

Wochenplan
Stoff in kleinen Portionen lernen
Am besten fängt man eine Woche vorher an und lernt jeden Tag ein bisschen
So behält man besser, was man gelernt hat und fühlt sich besser
Man merkt rechtzeitig, was man noch vertiefen muss
Stakeholder
Definition „Stakeholder“

Projekt-Stakeholder sind Personen und Organisationen, die aktiv in das Projekt involviert sind oder deren Interessen positiv oder negativ vom erfolgreichen oder gescheiterten Ausgang des Projektes beeinflusst werden.
Stakeholder-Analyse:

Erkenntnis darüber, wer welchen Einfluss auf das Projekt hat

Wird in Tabellenform oder in der Art eines Mind-Maps dargestellt.

Offenbart potenzielle „Fettnäpfe“.

Eröffnet Möglichkeiten, wohlgesonnene Einflussnehmer für die Sache zu begeistern.

Eröffnet Möglichkeiten, skeptische Stakeholder für das Projekt zu gewinnen.
Risikomanagement
Welche Risiken gibt es?

geringes Selbstwertgefühl
Stress
Pubertät
Erfolgsdruck
...

Gleichwürdigkeit
Wünsche, Anschauungen und Bedürfnisse aller werden gleich ernst genommen

Es geht nicht ums gewinnen, sondern um einen persönlichen Dialog, der Lösungen und Perspektiven zulässt

für sich selbst argumentieren, nicht gegen den anderen

(S. 35 "Was Familien trägt")
Integrität
Selbständigkeit, Grenzen, Unverletzbarkeit, Eigenart, „Ich“, Identität

Treue zu sich selbst, Ausrichtung nach inneren Werten und Maßstäben, psychische und physische Unversehrtheit

Kinder sind am wertvollsten für das Leben ihrer Eltern, wenn die sie am beschwerlichsten finden

Autentizität
Fähigkeit, unverstellt und glaubwürdig zu sein

Authentisch ausdrücken: Worte und Gefühle verbal äußern, die für uns wahr sind

Wenn man authentisch ist, vergewissert man sich nicht nur seiner selbst, sondern auch die anderen wissen, woran sie sind

persönliche Verantwortung
die Fähigkeit und der Wille, über eigene Entscheidungen und Handlungen nachzudenken und ihre Berechtigung zu prüfen

Eigenverantwortung bedeutet Schutz für den Einzelnen und gleichzeitig Stärkung der Gemeinschaft

je weniger Eigenverantwortung wir übernehmen, desto mehr bürden wir unserem Partner auf

(S. 105 "Was Familien trägt", Nein)
Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
Selbstwertgefühl:
Wer bin ich?
innere Säule, Zentrum, kann sich ein Leben lang entwickeln
"Ich bin in Ordnung und wertvoll, ganz allein deshalb, weil ich bin!"
Anerkennung
Sein und Existenz
Selbstvertrauen:
Was ich kann
was wir leisten
äußere, angelernte Qualität
Lob
Können und Leistung
können sich nicht ersetzen, aber wenn man ein gesundes Selbstwertgefühl hat, ist das Selbstvertrauen selten ein Problem (umgekehrt schon)
entwickelt sich durch gesehen werden, so wie ich bin und durch wertvoll sein
seelisches Immunsystem
Lebensfreude und Lebensqualität
nicht anschauen, sondern sehen
nicht zu viel Loben, schlecht für den Selbstwertgefühl

zu viel Lob führt dazu, Angst davor zu haben, etwas falsch zu machen

statt Lob lieber persönliche Rückmeldung
Ein Großvater fragte einmal seinen 5 jährigen Enkel, was er werden wolle, wenn er groß ist. „Der Beste!“ war die Antwort. „Der Beste was?“ fragte der Großvater. „Der beste Ich natürlich!“ antwortete der Junge.
Stress in der Steinzeit
„Bedrohliche Situation“
Körper mobilisiert die „Stresshormone“
Adrenalin, Noradrenalin & Kortisol
Herzschlag wird beschleunigt
Mehr Blut gelangt in die Muskeln
Die Bronchien weiten sich
Zucker- & Fettreserven werden im Körper mobilisiert
Verdauung wird runtergefahren
Stress in der Schule
„Bedrohliche Situation“
Körper mobilisiert die „Stresshormone“
Adrenalin, Noradrenalin & Kortisol
Herzschlag wird beschleunigt
Mehr Blut gelangt in die Muskeln
Die Bronchien weiten sich
Zucker- & Fettreserven werden im Körper mobilisiert
Verdauung wird runtergefahren
Mögliche Auslöser für Stress
Innerhalb der Schule:
Neue Institution
Neue soziale Strukturen
Neue Regeln
Beurteilungen & Noten
Lehrer
….
Außerhalb der Schule:
Pubertät
Streit mit Freunden
Streit in der Familie
Zu wenig Freiraum
Zu wenig gemeinsame Aktivitäten
Zu wenig gemeinsame Mahlzeiten
Beispiel
Ein ganz normaler Morgen bei Familie Schröder.

Gerald: „ Mama, wo ist mein Lieblingspulli?“
Conny: „ Mama, wo ist mein Turnbeutel?“
Mutter: „ Leute, warum setzt ihr euch denn nicht in Ruhe an den Frühstückstisch?“
Vater: „Kinder, los die Nachbarn warten schon auf Euch!

Und schon sind wir mitten im Stress am Morgen!
Tipps und Ideen
Versuchen, am Vorabend alles Notwendige zu regeln (Kleidung rauslegen, Ranzen packen)
Reden Sie mit Ihrem Kind und fragen Sie, was Ihm helfen könnte
Was genau macht Dir Stress? Was genau kann ich tun, um Dir zu helfen?
Beziehen Sie ggf. den Klassenlehrer mit ein und suchen gemeinsam nach Lösungen
Tröstende Worte sind aufbauender als Donnerwetter
Trainieren Sie mit ihrem Kind eigenständiges Lernen und strukturieren Sie mit ihm zusammen die Woche
Erinnern Sie sich an ihre eigene Schulzeit und wie es Ihnen da ging
Geben Sie Ihrem Kind für stressige Situationen einen „Glücksbringer“ / Reminder mit, der ihm Ruhe gibt
Zwischenberichte im Projekt- lessons learned
Im Rahmen ihres Projektes ist es wichtig, nach jedem Schritt ein Fazit zu ziehen
Was habe ich richtig gemacht? Welche Fehler? Was kann ich nun tun?
Feiern Sie Teil-Erfolge mit dem Lieblingsessen , einem Spaziergang oder Kinobesuch
Finanzielle Belohnung hält nicht lange vor
Unser Fazit: Eltern wie Leuchttürme
Sie sind für Ihr Kind ein Vorbild – auch im Hinblick auf die Schule bzw. den Umgang mit Stress
Eltern wollen nur das Beste für Ihr Kind, dies kann bedeuten, dass der Schulstress ihres Kindes auch zu ihrem Stress wird.
Wenn die Eltern selber auf Probleme, Rückschläge und Herausforderungen eher panisch als gelassen reagieren, werden Ihre Kinder selbst große Schwierigkeiten haben, sich ein anderes Verhaltensmuster anzugewöhnen.
Wenn Sie aber mitbekommen, dass Niederlagen dazugehören und nicht jedes Problem zur Katastrophe wird, werden sie gestärkt.
Bekommen Ihre Kinder mit, dass niemand perfekt ist, fällt es Ihnen später leichter, mit eigenen Unzulänglichkeiten umzugehen.
persönliche Sprache:
Nicht nur reden, sondern auch was sagen
Je mehr ich über mich rede, umso mehr weiß ich über mich
wir sprechen nicht über Probleme, sondern über Tatsachen („mein Kind schläft nicht“=Tatsache)
(S. 81 "Aus Erziehung wird Beziehung")
„Kinderspiele sind es, die wir da spielen. An überflüssigen Problemen stumpft sich die Schärfe und Feinheit des Denkens ab; solche Erörterungen helfen uns ja nicht, richtig zu leben, sondern allenfalls, gelehrt zu reden. [...] ja sagen wir’s doch gerade heraus: Es wäre besser, wir könnten unserer gelehrten Schulbildung einen gesunden Menschenverstand abgewinnen. [...]
Lucius Annaeus Seneca, gestorben 65 n. Chr.,
kritisiert die römischen Philosophenschulen seiner Zeit
Non vitae, sed scholae discimus
Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir
"Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge.
Es braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann,
es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann und es braucht Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt."
(Prof. Dr. Hüther)
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