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Digitalisierung im sozialen Sektor

Copyright: Andreas Wagner
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Diakonie Deutschland

on 16 April 2015

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Transcript of Digitalisierung im sozialen Sektor

Diakonie Deutschland

Andreas Wagner
Leiter ZKom

Digitalisierung im
sozialen Sektor
Digitalisierung im sozialen Sektor
Strategietreffen

14. April 2015

Ein Trend
Digitalanekdoten
Trade statt Aid
Digitalkampagnen
Direktfeedback
Digitalskalieren
Doc Handy
Karma statt Kohle
Offene Innovationen
Echtzeit
Bildung für alle
Big Data 4 Good
Datenspenden
die einzelnen Trends
und ihre Bedeutung
für die Diakonie

NGOs erzählen die Art von Geschichten, die Unterstützer begeistern und binden. Über kontinuierliche Digitalanekdoten bleibt eine NGO im Bewusstsein ihres Unterstützerkreises und zeigt, dass sie auch nur aus Menschen besteht und schafft so Nähe und Glaubwürdigkeit.

Das ist nicht nur eine Aufgabe der Kommunikationsabteilung. Geschichten werden nur weitererzählt, wenn sie einen Mehrwert haben, also nicht oberflächlich sind.

Beispiele: Charity Water, Urban Survivors, „Das kostet die Welt“

1) Digitalanekdoten
Digitale Kommunikation ist schnelle Kommunikation. Wer Spender oder Unterstützer warten lässt, verliert sie. Zeitnah dran sein, heißt auch, emotional nah dran sein. Das bietet aber auch wieder die Chance, Menschen einbinden zu können.

Für einen beweglichen sozialen Sektor, der besser auf tatsächliche Begebenheiten reagiert, lohnt es sich, die Brieftaube durch ein Handy zu ersetzen.

Beispiele: Ushahidi-Software, yellowthunder, eyesofdafour.com

9) Echtzeit
Online-Ideenplattformen zeichnen sich dadurch aus, dass Wissen zu einem Thema/Problem von vielen Akteuren aus verschiedenen Orten an einer Stelle zusammengetragen werden. So finden sich vielfach schneller billigere und passendere Lösungen.

Ideenwettbewerbe sind weder in sozialen Organisationen noch im politischen Gemeinwesen in Deutschland eine geübte Praxis.

Beispiele: openideo.com, Knight Foundation

8) Offene Innovationen
Kein Trend (da zu wenig Fälle), aber eine Prognose: Neben dem politischen Druck können Unternehmen angesprochen werden, ihre Daten zu spenden, da sie aufbereitet und visualisiert die Lebensbedingungen einer Region transparent und verständlich machen. Sie bilden die Basis für Planung.

Daten, die in einem sicheren und vertrauenswürdigen Prozess gespendet werden und in einen Pool für gesellschaftlich und sozial relevante Themen fließen, werden das Vertrauen in die Digitalisierung stärken.

12) Datenspenden
Die Information Communication Technology der WHO ist weltweit in der Gesundheitsversorgung mittlerweile ein Standardinstrument geworden – nicht so in Deutschland. Bisher Unerreichte und Unversorgte werden eingebunden. Kosten für Diagnose und Behandlung konnten reduziert werden.

Die Diakonie hat eine große Expertise, um eine bessere gemeinde- und hausbasierte Gesundheitsversorgung mitzugestalten („partizipative und people-centered Lösungen“)

Beispiele: sproxil.com, wawared.org


6) Doc Handy
Unter Digitalskalierung versteht man (als eine progressive Norm) die Verbreitung neuer Ideen und Wirkungsmechanismen. Sie kann verbessert werden, wenn Unterstützer etc. über Netzwerke eingebunden und koordiniert werden.

Eine nicht-hierarchischen Organisation tut sich damit schwer, besonders wenn vorhandene Plattformen ihre Wirkung nicht entfalten können.

Beispiele: betterplace.org, Rock Your life!, Awesome Foundation

5) Digitalskalieren
Begünstigte geben selbst Auskunft über die Wirkungen von Hilfeleistungen und werden verstärkt in die Erbringung soziale Arbeit einbezogen. Immer Menschen sind inzwischen gewohnt, online ihre Meinung abzugeben.

Geäußerte Bedürfnisse und Kritiken helfen, die Leistungen zu verbessern. Voraussetzung ist, dass das Direkt-Feedback integraler Bestandteil der Organisationskultur ist. Zurzeit ist die Feedback-Schleife in sozialen Organisationen unterbrochen oder ungenutzt.

Beispiele: FrontlineSMS

4) Direktfeedback
Das Internet wird bereits zur breiten Mobilisierung genutzt. Die Agilität neuer, digitaler Organisationen kommt dem Wunsch nach Unverbindlichkeit entgegen. Online-Petitionen und E-Campaigning entfalten hohen Druck.

Viele Menschen wollen sich aber inzwischen als Teil von etwas und nicht als Ressource fühlen. Die Diakonie hat mit ihren Mitmachmöglichkeiten und ihrer Organisationskraft etwas zu bieten.

Beispiele: campact.de (krautbuster), change.org

3) Digitalkampagnen
Über das Internet bieten sich Gelegenheiten, eigenes Geld zu verdienen (meist Micro-Jobs). Es stellt außerdem eine günstig nutzbare Infrastruktur zur Verfügung. So entstehen „Base of Pyramid“-Geschäfte.

In Entwicklungsländern mit hoher Zahl genutzter Mobiltelefone wächst das Bruttoinlandsprodukt. Warum nur dort?

Beispiele: Samasource, Taskrabbit, Kilimo Salama

2) Trade statt Aid
Zahlreiche Beispiel zeigen, dass das Internet den Menschen viele Gestaltungsräume für Partizipation und Teilnahme bietet. Virtuelle Volunteeringangebote erreichen auch solche, die von den Barrieren des klassischen Ehrenamt abgehalten werden.

Soziale Organisationen können das Potenzial nutzen, indem sie sich überlegen, welche Aufgaben mit und über das Internet gelöst werden können, und anbieten. (Aber auch das bedeutet noch Beziehungsarbeit.)

Beispiele: sparked.com, gutetat.de

7) Karma statt Kohle
Der Zugang zu Bildungsangeboten für alle Internetnutzer ist ein zukunftsweisender Schritt, aber innovative Bildungsplattformen sind noch rar (und nicht der einzige Bildungsweg). Es müssen zudem neue, dem Internet angemessene Lehrmethoden entwickelt werden.

Deutschland ist noch nicht weit im Online-Bildungsbereich. Es lohnt sich aber, die digitale Bildungszukunft mitzugestalten. Vielfalt und Multiperspektivität sind für Bildungsthemen einer globalisierten Welt enorm wichtig.

Beispiele: Khan Academy, Hasso-Plattner-Institut mit MOOC,
E-Learning mit edx.org

10) Bildung für alle
Daten haben ein großes Potenzial für das Finden guter Lösungen. Zum Beispiel können sie ausgewertet die Leistungserbringung und die politische Mobilisierung verbessern. Allerdings mangelt es an Datenverstehern.

Soziale Organisationen verstehen ihre eignen Daten nicht, sondern überlassen sie den Konzernen. Warum? Der politische Druck entsteht erst langsam, die nicht zu vermeidenden Datenmengen öffentlich zugänglich zu machen oder „zurückzugeben“.

Beispiele: DC Action for children, globalpulse.org, Data Malaria

11) Big Data 4 Good
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Andreas Wagner
Weltweit ist eine starke Dynamik zu beobachten, überall wird mit neuen Apps, Websites oder digitalen Erzählformen experimentiert. Doch nennenswerte Cases („Fälle“, die betterplace lab sammelt und für Trends auswertet) finden sich in Deutschland wenige.

Warum? Mitarbeitende sind nicht „begeistert“, Leitungen fördern Internetanwendungen nicht , es fehlt an Strategie und einer Förderlandschaft …

Empirie
„Das Internet“ (mit Apps und Google und Tablet…) ist kein weiteres, neues Medium.

Digitalisierung bedeutet eine grundlegende und umfassende gesellschaftliche Veränderung, die neue Wirtschafts- und Erwerbsmodelle hervorbringt und eine digitale Kultur entstehen lässt.

Definition
Das Internet ist eine Teil unserer Wirklichkeit: als eine unsichtbare, aber jederzeit präsente Schicht, die mit der körperlichen Umgebung verflochten ist.

Wir benutzen das Internet nicht, wir leben darin und damit, es ist ein organisches Element unseres Seins.

Das Netz ist ein fortlaufender Prozess, der sich vor unseren Augen beständig verändert, mit uns und durch uns. Wir sind das Netz.

Exkurs:
ein polnischer Dichter über das Digitale Sein (Piotr Czerski)
„Was ist der Mensch, wenn Mikrochips unter der Haut eingepflanzt sind und den Menschen ergänzen“? Wenn das Handy eine Extension unserer Gliedmaßen wird, ändert sich die Anthropologie

… bringt neues Wissen („Wissen ist auch die Macht, Gutes zu tun“)

… Vorbereitung für zivilgesellschaftliche Organisationen, sich auf digitale Zukunft und an digitale Gegebenheiten anzupassen

… Potenziale neuer Technologie verstehen und nutzen

… Unterstützer mobilisieren

… Bedürfnissen und Motivationen hinter einer neuen Anwendung besser verstehen

… Experimente, Innovationen, Projekte bringen eventuell neue Lösungen für Menschen

… lernen (lernende Organisation)

… Klienten sind digital unterwegs

… wer sich nicht mit der neuen Wirklichkeit beschäftigt, kommt möglicherweise in ihr um


Warum damit beschäftigen? Was nutzt es?
betterplace lab sammelt Fälle (Cases), typisiert sie und extrapoliert daraus einen Trend

Quelle: betterplace lab Trendreport 2013; www.trendreport-lab.org (bisher 17.000 Besucher und 450 innovative Ideen)

Arbeitsweise von betterplace lab
Um Digitalisierung als Trend zu zeigen, werden hier die einzelnen Trends und ihr Bedeutung für die Diakonie vorgestellt

Digitalisierung im
sozialen Sektor
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