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Vergleich des Bestellpunkt- und Bestellrhytmusverfahrens

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by

Anna Senger

on 14 January 2015

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Transcript of Vergleich des Bestellpunkt- und Bestellrhytmusverfahrens

Das Bestellpunktverfahren
Sicherheitsbestand
Die Stückzahl, die immer im Lager vorrätig sein muss
Dient als Puffer für eventuelle Probleme
> in der Bedarfsermittlung (schlechte Planung, höherer Ausschuss, Produktionsprobleme
> in der Beschaffungszeit (höhere Zeit in der Bestelldisposition wegen Krankheitsausfall,
Meldebestand und Bestellpunkt
Der Punkt, an dem die Bestellung an den Lieferanten gesandt wird
Der restliche Lagerbestand, abzüglich des Sicherheitsbestandes, soll immer noch genügen, um während der Bestelldisposition den täglichen Bedarf abdecken zu können
Höchstbestand
höchster Bestand, der im Lager gelagert wird bzw. gelagert werden kann
Vergleich des Bestellpunkt- und Bestellrhytmusverfahrens
anhand fiktiver Zahlen von Mobotix
( Bestellpunktsystem )
Verfahren, das die Lieferzeiten von Waren ans Lager berücksichtigt, um
> Lieferbereitschaft des Lagers sicherzustellen
> Fehlmengenkosten zu minimieren
Festlegung von
Sicherheitsbestand, Meldebestand
und
Höchstbestand
Wird Meldestand erreicht, geht Bestellung an Lieferant heraus ( Bestellpunkt )
Lager wird nach Beschaffungszeit ( Bestelldisposition ) aufgefüllt
Der Sicherheitsbestand dient als Puffer für
> unregelmäßigen Verbrauch
> Lieferprobleme
Beispiel:
Mobotix lagert unter anderem Linsen, von denen täglich etwa 10.000 Stück in der Produktion verbraucht werden. Um die maximalen Konditionen des Lieferanten zu nutzen und Lagerkosten zu minimieren wird in regelmäßigen Abständen folgende Bestellung aufgegeben:
> Bestellmenge: 100.000
> Beschaffungszeit: 7 Tage
Um bei möglichen Lieferproblemen nicht in Verzug zu gelangen ist ein Sicherheitsbestand von 5 Tagen eingelagert.
Lieferverzögerungen, Qualitätsproblemen)
> in der Lagerhaltung aufgrund von geringerem Bestand als berechnet (wegen
Rechnungsfehlern, Diebstahl, Unfällen)
darf nicht zur Produktionsplanung eingesetzt werden
jedes Unternehmen bestimmt Bestand je nach Erfahrungswerten selbst
Beispiel:
Bestand ist mit „5 Tagen“ angegeben, also dem konstanten Verbrauch in 5 Tagen:

5 Tage * 10.000 Stück/Tag = 50.000 Stück
Beispiel: Die Beschaffungszeit beträgt 7 Tage. Geht man also davon aus, dass am 8. Tag das Lager wieder aufgefüllt wird, benötigt man einen Meldebestand in der Höhe von:
Beschaffungszeit
8 Tage * 10.000 Stück/Tag + 50.000 Stück = 130.000 Stück
*
Tagesbedarf
+
Sicherheitsbestand
= Meldebestand
Sicherheitsbestand + Bestellmenge = Höchstbestand
In unserem Beispiel:
Der Sicherheitsbestand beträgt 50.000 Stück, die Bestellmenge 100.000 Stück. So beträgt der Höchstbestand also 150.000 Stück.
Bestellintervall
das Intervall, welches bei konstantem Verbrauch zwischen den Bestellpunkten liegt
Höchstbestand - Sicherheitsbestand
____________________________
Tagesverbrauch
Bestellmenge
Tagesverbrauch
___________
Bestellintervall
= =
In unserem Beispiel:

150.000 Stück - 50.000 Stück
10.000 Stück
________________________
= =
100.000 Stück
____________
10.000 Stück
10 Tage
Konstanter Verbrauch und Überschreitung der Beschaffungszeit
bei konstantem Verbrauch recht unkompliziert
die meisten Güter werden jedoch unregelmäßig verbraucht
daraus neue Problemfaktoren:

> Meldebestand
-> Tagesverbrauch unregelmäßig, also muss dieser durch andere Werte, z.B.
Spitzenwerte ( Höchstverbrauch = Tagesverbrauch ) ermittelt werden,
wodurch jedoch meist zuviel beschafft wird.
-> kann zu nicht ausreichenden Lagerkapazitäten führen, somit hohe
Kapitalbindung und Lagerkosten

> Bestellintervall
-> kein festes Intervall, somit notwendige Bestandskontrollen

> Sicherheitsbestand
-> durch unregelmäßigen Verbrauch evtl. Aufstockung des Sicherheitsbestandes
nötig ( zur Vermeidung von Fehlmengenkosten )
Zwischenfazit:
Hierbei ist es wieder wichtig, keinen zu großen Sicherheitsbestand zu wählen, da dessen Lagerkosten die möglichen Fehlmengenkosten übersteigen können!
Quellen:
1. Materialwirtschaft: Beschaffung: Arten der Bedarfsdeckung: Vorratsbeschaffung: Bestellpunktverfahren. (18. März 2014). Wikibooks, Die freie Bibliothek. Abgerufen am 3. Januar 2015, 13:42 von http://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Materialwirtschaft:_Beschaffung:_Arten_der_Bedarfsdeckung:_Vorratsbeschaffung:_Bestellpunktverfahren&oldid=695240.
Das Bestellrhytmusverfahren
nahezu identisch mit Bestellpunktverfahren
Bestellintervalle bleiben hier jedoch stets gleich, auch bei unregelm. Verbrauch
> es gibt keinen festgelegten Bestellpunkt
wird angewendet, wenn Beschaffungstermine
> von Lieferanten vorgegeben werden
> von natürlichen Umständen abhängt ( z.B bei der Ernte )
wird vorwiegend im Handel eingesetzt
2. Materialwirtschaft: Beschaffung: Arten der Bedarfsdeckung: Vorratsbeschaffung: Bestellrhythmusverfahren. (9. September 2010). Wikibooks, Die freie Bibliothek. Abgerufen am 5. Januar 2015, 15:36 von http://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Materialwirtschaft:_Beschaffung:_Arten_der_Bedarfsdeckung:_Vorratsbeschaffung:_Bestellrhythmusverfahren&oldid=545108.
Vor- und Nachteile beider Verfahren
Vor- und Nachteile des Bestellpunktverfahrens
Vorteile:
niedriger Sicherheitsbestand möglich
dadurch niedrige Lagerhaltungskosten und Kapitalbindung
Produktionsbereitschaft gewährleistet
Vor- und Nachteile des Bestellrhytmusverfahrens
Vorteile:
geringer Kontrollaufwand
damit einhergehende Kosteneinsparungen
Sammelbestellungen und somit bessere Konditionen mit Lieferanten eher möglich
Nachteile:
hoher Kontrollaufwand
Sammelbestellungen und damit bessere Konditionen mit Lieferanten kaum möglich
Nachteile:
Gefahr von zu hohen bzw. zu niedrigen Beständen
höhere Sicherheitsbestände erforderlich
höhere Lagerhaltunskosten und
Kapitalbindung
Vergleich / Fazit
Ein Unternehmen kann sich frei entscheiden, welches Bestellsystem es wählt, wobei es von betrieblichen Voraussetzungen und der Art der zu bestellenden Waren abhängt, welches das optimale System ist.
Speziell für Mobotix würde ich eher in Richtung Bestellytmusverfahren tendieren, da dies sinnvoll ist, wenn mehrere Materialien von einem Lieferanten bestellt werden, und dies bei Mobotix durchaus der Fall ist. Auch der geringe Kontrollaufwand ist von Vorteil. Bei diesem Verfahren besteht zwar durchaus die Gefahr von zu hohen oder zu niedrigen Beständen, aber das heißt nicht, dass es auch so kommen muss.
Auch könnte Mobotix sich für beide Verfahren bzw. ein Mischverfahren entscheiden, und so z.B. im Bereich der Securitykameras von Tankstellen für das Bestellrhytmusverfahren entscheiden, bei der Produktion von Kameras für Privatpersonen aber für das Bestellpunktverfahren. Denn es werden mehr Kameras an öffentliche Einrichtungen verkauft , und so nimmt man die höheren Kosten eventuell durchaus mal in Kauf.
3. Hensel, Christian, Ventzislavova, Madlen, 2013.
Betriebswirtschaftliche Formelsammlung: betrieblicher Leistungsprozess.
2. Auflage, Norderstedt: Books on Demand GmbH ( S. 59f. )

4. Bestellpolitik. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. April 2013, URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bestellpolitik&oldid=118014989 (Abgerufen: 5. Januar 2015, 17:03 )
Inhalt
Das Bestellpunktverfahren
> Zwischenfazit
Das Bestellrhytmusverfahren
Die Politiken
Vor- und Nachteile beider Verfahren
Vergleich / Fazit
Politiken
Bestellpunktverfahren
Bestellrhytmusverfahren
Losgrößen-Politik
Lagerniveau-Politik
bei konstantem Verbrauch verwendet
Bestellmenge konstant
Bestellintervall konstant
kein Höchstbestand vorhanden
keine Planung notwendig
> zu festem Zeitpunkt wird Bestellung
fester Größe aufgegeben
bei unregelmäßigem Verbrauch verwendet
Bestellintervall konstant
Bestellmenge variiert je nach Lagerbestand und Beschaffungszeit
Höchstbestand vorhanden
Bestellintervalle konstant, Fehlbeständen kann nicht durch frühere Bestellungen entgegengewirkt werden; Sicherheitsbestand notwendig!
Bestellmenge konstant
Bestellintervall variabel
kein Höchstbestand vorhanden


> bei Erreichen des Meldebestands wird fixe Menge bestellt
Bestellmenge variabel
Bestellintervall variabel
Höchstbestand vorhanden


> bei Erreichen des Meldebestands wird zum Höchstbestand aufgefüllt
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