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Am Eisweiher ( Peter Stamm) - Eine Interpretation

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by

Franziska Habfast

on 28 January 2014

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Transcript of Am Eisweiher ( Peter Stamm) - Eine Interpretation

Peter Stamm
1. Kurze Biographie:
2. Seine Werke
- 1963 in Thurgau geboren
- Sohn eines Buchhalters, hat drei Geschwister
- Lebt in Winterthur
- Arbeitete für verschiedene Zeitungen als Journalist
- Seit 1990 ist er freier Autor:
> Hörspiele für das Radio
> Theaterstücke
> Schreibt Beiträge für unterschiedliche Bücher
> Kurzgeschichten
> Romane

- 1998 "Agnes"
- 1999 "Blitzeis"
- 2001 "Ungefähre Landschaften"
- 2003 "In fremden Gärten"
- 2006 "An einem Tag wie diesem"
- 2008 "Wir fliegen"
- 2009 "Sieben Jahre"
- 2011 "Seerücken"
Peter Stamm: "Am Eisweiher" - Parallelen zu "Agnes"
Sterne /Himmelskörper:
schafft Atmosphäre
Dunkelheit wird erleuchtet durch den aufgehenden Mond

'Licht wird ins Dunkel gebracht', der Betrug wird symbolisch aufgedeckt
große Bedeutung für Agnes
A. kennt sich gut damit aus
Sterne bleiben bestehen

Für sie ist die Realität fehlerhaft, die Sterne und Himmelskörper stellen ein Gegenmotiv dazu dar.
Sie können als Symbole für Wissen und Reflexion angesehen werden evtl auch für Glück (Lichtpunkte)
Schuld:
Betrug
Bei dem vermutlichen Betrug verweist er immer wieder auf Stefanies Initiative
Er sieht keine Schuld am Tod seines Freundes bei sich, spricht dies zumindest nicht aus.
"Wäsche waschen"

Der Erzähler gesteht sich seine Schuld nicht ein und weist sie indirekt von sich
Er betrügt Agnes mit Louise
Agnes verändert sich durch seine Geschichte
Scheitern der Beziehung?
"Schluß2" , der Tod von Agnes

Hat teilweise Schuldgefühle wegen des Selbstmordes von Agnes, rechtfertigt sich aber. Es kommt nicht zu einer Selbsterkenntnis des Erzählers!
Kälte:
Eis
weiher
Die Luft ist kühl
Beim Schwimmen wirbelt kaltes Wasser auf
Stefanie ist kalt
Nach dem Tod von Urs ist dem Erzähler kalt

Gefühlskälte,Distanz, Angst, Verunsicherug.
Die Kälte symbolisiert Einsamkeit und Beziehungslosigkeit und das Verlangen nach Wärme und Geborgenheit

Kind und der Umgang mit Verantwortung:
Kind ist noch nicht geboren
Es ist unklar, ob der Erzähler der Vater ist, aber er zieht es in Betracht
Er will nicht mit Stefanie reden und überprüfen, ob es sein Kind ist
Er übernimmt keine Verantwortung für das kommende Kind
Er übernimmt keine Verantwortung für sein Handeln ( siehe Betrug, weder Polizei noch Urs gegenüber)

Er will keine Verantwortung für sein Handeln und das Kind übernehmen. Er handelt nicht erwachsen, ist nicht fähig sein Verhalten zu reflektieren und ist somit eigentlich selber noch ein Kind.
Rückblick auf frühere Beziehung, Freundin dachte sie sei schwanger, als dies doch nicht der Fall war reagierte er enttäuscht
Agnes sagt sie sei schwanger, er reagiert abstoßend und verhält sich ihr gegenüber distanziert
Kind bedeutet für ihn Einschränkung seiner Freiheit also: Ablehnung des Kindes/der Verantwortung, dadurch auch Ablehnung von Agnes
Wäre erst nach dem Verlust des Kindes bereit gewesen Verantwortung zu übernehmen, er erschafft ein fiktives Kind!

Er übernimmt keine Verantwortung für sein Handeln durch ihn und sein Buch verändert sich Agnes, er treibt sie mit "Schluß2" sogar in den Tod.
Sie lernen einander an einem kalten Tag kennen
Agnes spricht davon, dass Erfrieren ein schöner Tod sei - wie einschlafen
Agnes erzählt von Erfahrungen als kleines Kind, sie barfuß im Schnee
Weihnachten
"Schluß2"

Gefühlskälte, Fremdheit, Distanz.
Agnes versucht immer wieder die "erfrorenen" Gefühle aufzutauen.

Tod und Selbstmord:
Selbstmord von Urs?!
>versehentlicher Tod (Pfähle)
>Suizid (Gründe?Fremdgehen seiner Freundin, Verrat seines Jugendfreundes)

Tod als Begleiter des Lebens, Verzweiflungsakt, Schuld des Erzählers?!
Tod der fremden Frau
Agnes Gedanken an den Tod (zum einen Angst, zum anderen scheint manchmal eine Todessehnsucht da zu sein)
Erfrieren wie einschlafen
Tod des Kindes
Die Figur Agnes stirbt in "Schluß2"
Selbstmord von Agnes?!
>Tot oder nicht? Bleibt dem Leser überlassen, aber: "Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet"

Tod als Flucht vor dem Leben und gleichzeitig als Begleiter des Lebens. Schuld des Erzählers.

Die Rolle der Frau:
Ihr Freund stirbt
Sie wird ein Kind bekommen --> wahrscheinlich alleinerziehend und muss Verantwortung übernehmen
Wird von den Freunden gehasst, ihr wird übel nachgeredet
Sie wird als "Flittchen" dargestellt

Ihr wird die "Opferrolle" zugeschoben. Sie ist die Leidtragende.
Agnes als sein Objekt, als Figur seiner Geschichte
Nachspielen des Geschriebenen
Agnes wird auf Projektion seiner Wünsche bzw. ihre "Rolle" reduziert

Durch seinen Drang Kontrolle auszuüben ("Jetzt war Agnes mein Geschöpf") drängt er sie zu einer Aufgabe ihres Wesens, es kommt zum Verwischen zwischen Realität und Fiktion, Folge: Agnes Tod! Sie ist die Leidtragende!
Betrug und Beziehungsunfähigkeit:
Stefanie und der Erzähler betrügen Urs (in wiefern wird nicht genau erwähnt)
Die vermutliche und kurze Affäre wird verschwiegen
der Erzähler betrügt Agnes mit Louise
Silvesternacht
Kommunikation scheitert immer wieder

Freiheit über Liebe?

Der Erzähler ist sowohl im Roman als auch in der Kurzgeschichte sehr subjektiv! Der Leser ist sich dessen was er liest nicht ganz sicher (entspricht es dem wahren Geschehen?). Es bleiben viele Leerstellen.
Kommunikation:
Lediglich oberflächliche Konversation (trotzdem Affäre)
Verschwiegenheit
Keine offene Kommunikation (weichen einander aus)
Oft Empathielosigkeit des Erzählers
Kommunikationslosigkeit! Fremdheit in den
"Beziehungen". Die Figuren sind einsam.
Erzählweise:
Bootshaus
Pfähle
Hügel 1
Hügel 2
Nachbardorf
Thurgau
Stammlokal
Elternhaus
Eisweiher
Gliederung
1. "Am Eisweiher"
1.1 Sprache, Stil und Aufbau
1.2 Interpretation

2. Peter Stamm
2.1 Kurze Biographie
2.2 Werke
2.3 Filmausschnitt

3. Parallelen zwischen der Kurzgeschichte "Am Eisweiher" und dem Roman "Agnes"
Quellen
Bilder/Internet:
Eisweiher1:
http://media05.myheimat.de/2009/02/24/396546_web.jpg
Eisweiher 2:
http://www.google.de/imgres?sa=X&biw=1277&bih=680&tbm=isch&tbnid=KFjpQsi1fr12EM%3A&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.fotocommunity.de%2Fpc%2Fpc%2Fdisplay%2F25113135&docid=UfBfpOh9yZAuuM&imgurl=http%3A%2F%2Fimages.fotocommunity.de%2Fbilder%2Fbach-fluss-see%2Fsee-teich-tuempel%2Ficking-eisweiher-4de2a23e-a6a3-4b38-ae52-ecd6cbf06efe.jpg&w=999&h=557&ei=-BLiUt-eLsKjtAawwIFI&zoom=1&iact=rc&dur=374&page=1&start=0&ndsp=15&ved=0CF8QrQMwAg
Eisweiher3
: http://media05.myheimat.de/2009/02/24/396546_web.jpg
Bild Peter Stamm:
http://www.peterstamm.ch/index.php?n=13&s=41&p=122
Internet:
http://www.perlentaucher.de/autor/peter-stamm.html
http://www.peterstamm.ch/index.php?n=13&s=41&p=121
http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/literatur-muss-nackt-sein-1.3675255
http://www.fachverband-deutsch.de/project/docs/cms/downloads/LV_Ba_W__/Vergleich_Tabelle_Danton_Homo_faber_Agnes.pdf
Literatur:
Literaturblatt für Baden - Württemberg Mai/Juni 2013
Blitzeis, Peter Stamm,1999
Agnes,Peter Stamm,1998
"Eisweiher"
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und Mitarbeit!
Am Eisweiher
Agnes
Bau/ Aufbau: Kann man in Sinnabschnitte teilen (A)Vor Stefanie (B)Mit Stefanie (C)Nach dem Tod von Urs.
Handlung: steigende Handlung.
Figurenkonstellation: ist kaum zu erkennen, Figuren werden nicht klar gestaltet der Leser muss sich sein Bild von den Personen selber machen anhand von beiläufige Bemerkungen (keine klaren Adjektive die eine Person beschreiben)
Raumgestaltung: Die Handlung spielt sich im Freien ab
Zeitgestaltung: Zeitabschnitt eines Tages wird chronologisch erzählt, teilweise zeitraffend.

Erzähler: Es handelt sich um einen anonymen Ich- Erzähler (auktorial)
Die Erzählform ist distanziert sachlich und ehr emotionslos, trotzdem werdem dem Leser bekannte Bilder vermittelt (kaltes Wasser aufwirbeln usw.).
Die Zuverlässigkeit des Erzählers ist sehr fragwürdig (subjektiv).
Außerdem Spricht der Erzähler kaum über sich und seine Gefühle, er reflektiert nicht und ist ehr verschlossen.
Erzählung:
> Der Satzbau ist schlicht und es ist eine Häufung von Personalpronomen zu erkennen.
> Es sind Wortfelder wie Hell ( Z.36, Z.50 f) und Dunkel ( Z.51,Z.67 usw ) sowie Kälte ( Z.38, Z.40, Z.48, Z.78) zu erkennen.
> Naturbilder (vgl. Sommer Z.8 ff)
> Motive: Todesnähe/sehnsucht, Kälte

Formale Aspekte:
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