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Taktische Notfallmedizin

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by

Tobias Bohn

on 8 August 2014

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Transcript of Taktische Notfallmedizin

Taktische Notfallmedizin im Rettungsdienst

Inhaltsangabe
Einleitung: Definition Amoklauf, "school shooting"

Problematik für Einsatzkräfte

Hauptteil: Altes Konzept: "Einteilung in drei Kontrollzonen"

Problematik des alten Konzept

Neues Konzept: "Angriffs- und Rettungsteam"

Stellungnahme "DBRD"

Stellungnahme "BAND"

Problematiken des neuen Konzept

Schluss: Vergleich

Quellenangaben
Neues Konzept: "Angriffs- und Rettungsteam"
-> Bildung von Angriffs- und Rettungsteam

-> Angriffsteam (Polizei, SEK) sucht und bekämpft Täter

-> Rettungsteam (Polizei, RD) sucht, rettet und behandelt Verwundete:

1. Rettungsteam bildet "Schildkrötenformation"

2. Suche nach sicherbarem Raum

3. Polizei sichert Raum und sucht Opfer, bringt sie in den Raum

4. Rettungskräfte behandeln Opfer

5. Schneller, sicherer Transport in kalte Zone wird angestrebt


Problematik des neuen Konzepts
-> Spezielle Ausrüstung und Ausbildung nötig

-> Hohe physische, psychische Belastung des RD

-> Keine gesetzliche Bestimmung

-> Hohe Eigengefährdung

-> Hoher Kostenaufwand bei Verletzung/Tötung

-> Spezielle, langwierige Trainings erforderlich
Vergleich
"Einsatzkontrollbereiche"
Quellenangaben
Joint Technical Coordination Group for Munitions Effectiveness: "Wound Data and Munitions Effectiveness Team ( WDMET)"; Defense Technical Information Center, Alexandria, 1970
F.J. Robertz: "School Shottings"; Verlag für Polizeiwissenschaften, 2004
Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein; "Erlass zur Bewältigung von Amok-Lagen", 2004
W. Chapleau : "Emergency first responder",Mosby ,St. Louis, 2004
H. Dilling u. H. Freyberger: "Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen";Verlag: Huber, Hans, 2005
T. Ziehm: "Mit Schildkrötentaktik in die Amoklage: Kooperation von Polizei und Rettungsdienst am Einsatzort."; Zeitschrift Rettungsdienst, 2006
Dr. Wirtz (AGNN): "Betr.: Mit Schildkrötentaktik in die Amoklage: Kooperation von Polizei und Rettungsdienst am Einsatzort"; Zeitschrift Rettungsdienst, 2006
K. Scherer u. F. Metzner: "Vorbild Amerika? Handlungskonzepte bei Amoklagen in den USA und in Deutschland"; Zeitschrift "Rettungsdienst", 2008
A. Jansch: "Taktische Notfallmedizin: Grundlagen, Bedeutungen für den Rettungsdienst und die Anwendung bei Amoklagen"; Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt, 2010
Dr. Neitzel u. K. Ladehof: "Taktische Medizin: Notfallmedizin und Einsatzmedizin"; Springer Verlag, Berlin, 2012
N.: "Präklinisches Traumamanagement: Prehospital Trauma Life Support (PHTLS)" Urban & Fischer Verlag/Elsevier, München, 2012
http://www.stern.de/panorama/erfurter-amoklauf-anzeige-gegen-polizei-521057.html, Artikel vom 4. März 2004, abgerufen am 25.06.2014
M. König (DBRD): "Stellungsnahme Taktische Notfallmedizin, "Schildkrötentaktik"", Email vom 21.06.2014
Stellungnahme vom "DBRD"
"Wir halten das Verbringen des Rettungsdienstes in „heiße Zonen“ für ein
zu hohes Risiko
, da u. a. die Kräfte hierfür
nicht ausreichend geschult
werden können. Zudem beschränken sich die

medizinischen Maßnahmen
zu allererst bei solchen Lagen auf die
Blutstillung sowie das Freihalten der Atemwegen
. Es ist u. E. eher möglich die
Polizeibeamten in diesen med. Maßnahmen zu schulen
, als das Rettungspersonal die taktischen Besonderheiten zu lehren. Wir dürfen bei der ganzen Diskussion auch nicht vergessen,

wie selten (zum Glück) diese Einsatzszenarien
sind. Sehr eindrucksvoll zeigt sich die Misere bereits bei Patienten mit
„einfachen Schussverletzungen“
außerhalb von Gefährdungslagen. Selbst hier sind wir längst
nicht sicher in der Abarbeitung der med. Maßnahmen
und sollten entsprechend „Selbstkritisch“ diese Diskussionen führen."

Zitat Marco K. König, 1. Vorsitzender des DBRD als Antwort auf Anfrage einer Stellungsnahme
Stellungnahme vom "BAND"
Bezug auf Beitrag der Arbeitsgemeinschaft in Norddeutschland tätiger Notärzte e.V. (AGNN):

Nicht einverstanden mit Konzept, weil:

-> Rettungsdienst fehlt es an Ausrüstung und Ausbildung für derartige Einsätze

-> Es gibt keine gesetzliche oder anderweitige Grundlage, Rettungskräfte zu gefährden

-> Der Schutz der Rettungskräfte ist nicht gegeben, trotz sichernder Polizisten

-> Der Transport von Patienten in die "kalte Zone" ist Aufgabe der dafür ausgebildeten Einsatzkräfte (Polizei, Feuerwehr)
Problematik für Einsatzkräfte
-> MANV (meist Schwerstverletzte)

-> Direktes Einwirken auf Täter nötig

-> Selbstgefährdung extrem hoch

-> Hohes gesellschaftliches/mediales Interesse

-> Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte nötig

-> Spezielle Ausrüstung nötig

-> Extrem seltenes, aber folgenschweres Ereignis
"Einsatzkontrollbereiche"
Definitionen
Amoklauf: Willkürliche, scheinbar nicht provozierte, Episode mörderischen u. (selbst-)zerstörischen Verhaltens (WHO)

"school shooting": Amoklauf an Bildungseinrichtung
Konzepte, Meinungen, Schwierigkeiten
Quelle: http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.147781.1358159077/640x360/stiftung-gegen-gewalt-schulen.jpg
Wichtig: Die meisten "school shootings" gab und gibt es in den (1.) USA und (2.) in Deutschland.
Quelle: http://bc01.rp-online.de/polopoly_fs/amoklalbertville-realschule-bawuerttembergischen-winnenehemaligschuelmehrere-menschen-erschossen-1.485827.1315967982!httpImage/1285995388.jpg_gen/derivatives/dx510/1285995388.jpg
Quelle: http://www.rettungsdienst-blog.com/wp-content/uploads/2012/11/activeshooterrescue.jpg
-> Einrichtung dreier Kontrollzonen: Heiß, Warm, Kalt

-> Rettungskräfte bleiben in "kalter Zone"

-> Geeignete Einsatzkräfte agieren in "heißer, warmer Zone"

-> Patienten werden dem RD durch Einsatzkräfte zugeführt

Quelle: NAEMT (2012). Präklinisches Traumamanage-ment: Prehospital Trauma Life Support (PHTLS).
München: Urban & Fischer Verlag/Elsevier.
Quelle: http://www.hendonpub.com/assets/articles/1510/8c38336c-58af-43a6-a4ca-353e4ba03d72.jpg
Problematik des alten Konzepts

-> Sichere Zuführung ist fraglich bzw. nicht möglich



-> Verzögerte Behandlung der Patienten



Höhere Zahl an Opfer, Schwerverletzten
-> WDMET-Studie: Je kürzer das therapiefreie Intervall des Verwundeten, desto besser das Outcome des Patienten.



"Rettungs- u. Angriffsteam"
-> Lange therapiefreies Intervall

-> Wahrscheinlich höhere Anzahl an Opfern und Schwerverletzten

-> Verfahren gegen Einsatzkräfte möglich

-> Sichere Zuführung der Patienten fraglich und risikoreich
-> Hohe Eigengefährdung

-> Höchste psychische u. physische Belastung

-> Spezielle Ausrüstung u. Ausbildung nötig

-> Flächendeckende, langwierige, kostenspielige Trainings vonnöten

-> Hoher Kostenaufwand
-> Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland welches per Erlass das neue Konzept als neue Strategie gewählt hat.
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