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Kabale und Liebe- Ein Bürgerliches Trauerspiel

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JanPh Schuette

on 16 March 2015

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Transcript of Kabale und Liebe- Ein Bürgerliches Trauerspiel

Kabale und Liebe
Ein Bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller
Bürgerliches Trauerspiel
Kabale und Liebe
Die Utopie der Humanität
Inhaltsverzeichnis Präsentation:
Literarische Strömung: Sturm &Drang
Rahmenhandlung & Dramenkonzeption
Historischer Kontext & Biografie
Ständegesellschaft: Adel & Bürgertum
Klassifikation: Kabale und Liebe
Literarische Klassifikation
Titel:
"Kabale und Liebe"
Autor:
Johann Christoph Friedrich von Schiller
Entstehungszeit:
Juni 1782 - Juli 1783
Publikation:
März 1784, Hofbuchhandlung Mannheim
Uraufführung:
13. April 1784, Schauspiel Frankfurt
Literarische Klassifikation:
Literaturepoche:
Aufklärung/ Epochenumbruch 18./19. Jh.
Propagierung
bürgerlicher Moralvorstellungen
&
Tugendlehre
Strömung:
Strum und Drang
Gattung
Drama (Tragödie)/Bürgerliches Trauerspiel
Bürgerliche Trauerspiel & Moralische Anstalt
Bürgerliche Moralvorstellung
Höfische Moralvorstellung
Epoche der Aufklärung & Emanzipation des Bürgertums
Bürgerlicher Standesstolz
Adeliger Standesdünkel
B
Bruch mit der
literarischen Ständeklausel
(Französisische Klassik) Bürgerliches Schicksal & Handlungsträger
Verlagerung der Geschehens von der
höfische-politischen Kulisse
in den Bereich der
bürgerlichen Privatsphäre
Identifikation mit bürgerlichem Selbstbewusstsein & Schicksal
als Gegenmodell zur

repräsentativen Öffentlichkeit
höfischer Lebensweise
Kritik an bestehenden
soziale & politische Missstände
sowie die
standesunabhängige
Frage nach
Moral & Unmoral
Die Schaubühne als moralische Anstalt
1794: Friedrich Schiller
„Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich bewirken?“
Referent:
Friedrich Schiller
Kurpfälzische Deutsche Gesellschaft
Veröffentlichtung: 26. Juni 1784
Die Schaubühne als
moralische Anstalt
&
Schule praktischer Weisheit
Die Schaubühne als
gesellschaftspolitische Anstalt
&
Instrument der Aufklärung
Die Schaubühne als
ästhetische Anstalt
Erziehungsauftrag: "Katharsis des Zuschauers"
Definition: Katharsis (gr. kátharsis „Reinigung“)
Aristotelische Poetik:
"Durch das Durchleben von Jammer/Rührung und Schrecken/Schauder erfährt der Zuschauer der Tragödie als deren Wirkung eine Läuterung seiner Seele von diesen Erregungszuständen
(Poetik, Kap. 6, 1449b26)"
"Tragödie als Mittel der Theodizee"
Wiederherstellung göttlicher Ordnung und höherer Gerechtigkeit auf der Schaubühne
Weltliche Justiz
Gott als oberste richterliche Instanz
Rahmenhandlung & Dramenkonzeption
Inspiration:
Emilia Galotti
Bürgerliches Trauerspiel
von Gotthold Ephraim Lessing
Uraufführung:
13. März 1772, Opernhaus Braunschweig
Schauplatz Tragödie:
Italien 17. Jahrhundert
Geschlossener
pyramidaler Aufbau
Exposition: 1. Akt
Einführung in den Standeskonflikt & Gesellschaftlichen Konventionen
Bürgerliche Sphäre:
Streitgespräch des Ehepaars Miller über die Liebesbeziehung zwischen der Tochter Luise und dem adeligen Ferdinand von Walter (Standesgegensatz)
Zurückweisung des bürgerlichen
Sekretarius Wurm
in seinen
Heiratsbemühungen
Luises
innerer Konflikt
zwischen
leidenschaftlicher Liebe (Neigung)
und
christlicher Moralvorstellung (Pflicht)
:
Entsagung im Diesseits & Hoffnung im Jenseits
Ferdinands
Absolutheitsanspruch & Besitzanspruch
:
Liebe als Ersatzreligion
Erste Hofintrige: Präsident von Walter veranlasst die
Eheschließung
zwischen der
Mätresse Lady Milford
und seinem Sohn
Ferdinand
(Ziel:
Machterhalt & Einfluss
)
Steigende Handlung & Erregendes Moment: 2.Akt
Selbstoffenbarung der Mätresse Lady Milford
: Verachtung höfischer Lebensweise Innerer Konflikt: Äußerlichem Schein (Mätressenrolle) und innerem Sein (Liebe)
Kammerdienserszene
: Kritik an Soldatenhandel & Absolutistischen Zuständen
Ferdinand kritisiert
Lady Milford
und offenbart ihr gegenüber seine
idealistischen Moralvorstellungen
und
vollkommende Liebe
zu der
bürgerlichen Luise
Luises
Todesahnung
und Ferdinands
anmaßender Liebesschwur
(Richterinstanz & Schöpfergedanke)
Handgreifliche Auseinandersetzung
mit dem
Präsidenten/ Vollzugsbeamten
& Aufbegehren Millers in dem bürgerlichen Haus der Familie Miller
Höhepunkt & Peripetie: 3. Akt
Inszenierung der Hofkabale
Menschenkenntnis Wurm:
Eifersucht Ferdinands & Christliche Moralvorstellungen Luises
Druckmittel:
Gefangennahme
der Eheleute Miller und
Halsprozess
von Miller
Luise wird ein
fingierter Liebesbrief
an den
Hofmarschall von Kalb
diktiert, welcher anschließend in die Hände Ferdinands gespielt wird
Durch die
Ablegung eines Eids
wird Luise zum
Stillschweigen
über die Angelegenheit bewegt
Fallende Handlung & Retardierendes Moment: 4.Akt
Eifersucht
und
Selbsttäuschung
Ferdinands als Reaktion auf den fingierten Liebesbrief
Tragikomische Verblendung
Ferdinands: Versöhnung mit dem Vater
Ferdinand als
Rachegott
und
Richter über das Schicksal
Luises (Zwischen
Absolutheitsanspruch
&
Verlangen nach Selbstzerstörung
)
Inspiriert von der
bürgerlichen Moralvorstellung
&
Pflichtbewusstseins
Luises entsagt die
Mätresse Lady Milford
dem
höfischen Leben
sowie der bevorstehenden
Eheschließung
Katastrophe: 5. Akt
Der Tribunalcharakter der Schlussszene
Luise wird von ihren
Suizidgedanken
durch die
Ermahnung des Vaters
an die
christlichen Wertvorstellungen (Pflicht)
abgebracht (Konflikt:
Pflicht & Neigung: Ausweg: Suizid
)
Mordphantasien & Rachegelüste
Ferdinands: Konfrontation mit Luise
Ferdinands
Rechtfertigungsversuch
(
Bestechungsversuch
) gegenüber Miller
Zunehmende Entfremdung der Liebenden:
Unschuldsbekenntnis Luises & Tod
Abrechnung mit dem absolutistischen System & Schuldzuweisungen
Ferdinand entsagt der Liebe als Ersatzreligion und ordnet sich der traditionelle religiösen Vorstellung Luises unter
Sieg der höheren Gerechtigkeit: Gott als Richter der Welt
Komposition des Dramas
Symmetrie der Schauplätze:
Pyramidaler Aufbau
des Handlungsverlaufes (
Pyramiden-Schema
des klassischen Dramas von Gustav Freytag)
Dialektische Gegenüberstellung:
Alternierende Anordnung
der Szenen:
Sphäre des
Kleinbürgertums
Sphäre des
Hofadels
Entsprechung & Gegensatz als Kompositionsprinzip
Sprachliche Gestaltung:
Individuelle Figurensprache
zur Charakterisierung der
sozialen Ordnung, Gefühlslage & Intelligenz
"Mehrdimensionales Sprachfeld"
Prosaform statt Versform
Geschlossene Bauform:
Darstellung eines einheitlichen &
abgeschlossenen Handlungsverlaufes
Weitgehend
linearer Handlungsverlauf
Szenen
nicht austauschbar
&
feste Anordnung
in
Gesamtkomposition
Zielsetzung der Handlung:
Synthetisches Drama
bzw.
Zieldrama
Drei Aristotelische Einheiten
Einheit des Ortes (Residenzstadt)
Einheit der Zeit (Begr. Zeitrahmen)
Einheit der Handlung (Stringent)
Historischer Kontext
Herzog Carl Eugen von Württemberg
Endphase des Heiligen Römischen Reiches
Zusammenbruch im Zuge der
Französisches Revolution
(1789-1799) &
Napoleonischen Kriege
(1792-1815)
Altes Reich: Kein einheitlicher
Nationalstaat
Zentrale Instanz:
Kaiser
Reichsstände:
Kurfürsten, Grafen & Freiherrn
Absolutismus & Terretorialstaaten
Herzogtum Württemberg
Herzog: Carl Eugen (1745-1793)
Verschwendungssucht am herzoglichen Hof
Soldatenhandel (Kolonialkrieg in Amerika)
Mätressenwesen & Frauen als Sexualobjekte
Intrigen & Willkürherrschaft
Epoche der Aufklärung & Emanzipation des Bürgertums
Immanuel Kant (1724-1804): "Kategorischer Imperativ"
Der Mensch als vernunftbegabtes Wesen:
„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
Prinzip der Ethik: Überprüfung der menschlichen Handlung auf ethische Vertretbarkeit
Zunehmende Selbstbewusstsein des Bürgertums:
"Statt Herkunft und Geblüt sollten geistige, moralische und wirtschaftliche Fähigkeiten den Stellenwert des einzelnen charakterisieren"
Anprangerung
: Lasterhafte & Ritualisierte Hofleben
Garant bürgerlicher Ordnung
: Patriarchalischer Vater
Biografie Friedrich Schiller
Johann Christoph Friedrich von Schiller
Geburt:
10. November 1759, Marbach am Neckar
Herzogtum Württemberg
Vater:
Johann Caspar Schiller (Wundarzt & Verwalter
der herzoglichen Hofsgärtnerei)
Autoritärer Patriarchalvater:

Pflichtbewusstsein, Ordnungssinn & Rechtschaffenheit
Herzogliche Karlsschule: Schloss Solitude
Pflichtstudium
: Jura & Heranbildung einer dem Herzog persönlich
verpflichteten Landeselite
Aufbegehren gegen
Subordination
,
Disziplin
&
Uniformzwang
Verbot der schriftstellerischen Tätigkeit & Flucht ins kurpfälzische Mannheim
Standesschranken & Bindungswünsche
Beziehung: Charlotte von Wolzogen
Literarische Strömung "Sturm & Drang"
Zeitalter der Aufklärung
1765 bis 1785
Das Persönlichkeitsideal der jungen Generation wendet sich gegen Autorität & Tradition der Vätergeneration
Erlernbare Regelpolitik
Selbstständigkeit des Original-Genies
Verstandeskultur "Ratio"
Schrankenlose Freiheit in Gefühl & Leidenschaft"Emotio"
(Subjektivismus)
"Kabale und Liebe"
Radikale Kritik an politische & gesellschaftliche Zustände des Absolutismus
Individuelle Lebensgestaltung & Selbstverwirklichung
Normen & Gesellschaftliche Konventionen
Herz als letzte Beurteilungsinstanz
Prototyp: Ferdinand von Walter
Begründung: Absolutheitsanspruch gegen Gott & Welt
Selbsttäuschung: Wirklichkeit & Schweinwelt
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