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Anomietheorie mit Beispiel

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by

Achim Gast

on 26 November 2013

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Transcript of Anomietheorie mit Beispiel

Anomietheorie
Anomietheorie
Anomietheorie
Rebellion
Ablehnung der kulturellen Ziele und auch der Mittel. Eine neue Sozialstruktur wird angestrebt, wobei neue Ziele und Mittel noch nicht deutlich präsent sind. (Veränderung der bestehenden Machtstrukturen, kriminelle Aktivitäten möglich)
Anomietheorie
Anomietheorie
Es entsteht ein Zustand des Ungleichgewicht in der Beziehung zwischen Gesellschaft und dem Einzelnen.

Folge: Andauernden sozialen Unbehagen/Angst sowie Unzufriedenheit, das sich in statistisch messbaren Störungen negativer sozialer Akte (abweichendem Verhalten) ausdrückt.
Anomietheorie

http://www.suz.unizh.ch/volken/vorlesungen/konfliktVL/pdf/Kriminalitaet.pdf

http://www.diskussionsforen.ch/Orientierung/anomie.htm

http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/1998/0001/dissertation.html
Anomietheorie
Literatur:

Myschker, Norbert (2005). Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Stuttgart: Kohlhammer.

http://www.kriminologie.uni-hamburg.de/index.php/Anomie

http://www.uni-heidelberg.de/institute/fak2/krimi/Hermann/Kriminalitaetstheorien1.pdf

http://www.iuscrim.mpg.de/forsch/krim/ortmann1.html
Anomietheorie
Kritik:

Nach Durkheims Theorie müssten alle Personen der Unterschicht kriminell werden, so dass es zu einem Zusammenbruch der Gesellschaft und menschlichen Eintracht kommen würde.

Zudem müsste nach dieser Theorie die derzeitige Selbstmordrate von Frauen aufgrund von höheren Ehescheidungen höher sein. Dies ist jedoch wissenschaftlich widerlegt.
Anomietheorie
Konformität: Ziele und Mittel werden anerkannt. „Man passt sich an“.
Innovation: Ziele werden anerkannt, eigene Mittel werden angewandt.
Ritualismus: Ziele sind nicht erwünscht, jedoch Anwendung der Mittel.
Apathie: Ziele und Mittel werden verworfen. Personen werden apathisch.
Rebellion: Ziele+Mittel werden abgelehnt, neue Ziele und Mittel werden gesucht, um die Machtstruktur zu verändern.
„?“
Der Schüler setzt sich neue Ziele und will diese auch durchsetzten. Im Unterricht stört er den Unterricht, um von eigenen Defiziten abzulenken und Zuwendung oder sogar Anerkennung zu erfahren.
Die sozio-kulturelle Mittel zum Erreichen der Ziele wurden den Schülern in der Familie jedoch nicht beigebracht:
Fähigkeiten und Fertigkeiten, Einstellungen und Handlungsweisen, die von der Gesellschaft in Hinblick auf Manieren, Sprache und Leistungsbereitschaft verlangt werden.
Anomietheorie
Konformität
Kulturelle Ziele und institutionale Mittel zur Erreichung dieser Ziele werden anerkannt. Konformität ist die einzige Anpassungmöglichkeit, die nur in einer stabilen Gesellschaft gegeben ist, in der jeder die Erwartungen, die an ihn gestellt werden, erfüllt.

Innovation
Kulturelle Ziele werden akzeptiert, die legitimen Mittel zu Erreichung werden abgelehnt/neue (illegitime) Mittel angewandt. (Kriminelles Verhalten/Wirtschaftskriminalität/Bandenbildung)
Anomietheorie
Merton untersuchte, wie sich Personen an die normativen Anforderungen (Regeln) anpassen und welche Formen ihre Abweichungen annehmen.
Er leitete fünf verschieden Typen abweichenden Verhaltens (Verhaltensmuster) ab:
Konformität
Innovation
Ritualismus
Apathie
Rebellion
Anomietheorie
Merton:

„Anomie wird als ein Zusammenbruch der kulturellen Struktur verstanden, zu dem es insbesondere dann kommt, wenn zwischen den kulturellen Normen und Zielen und den sozial strukturierten Fähigkeiten der Gruppenmitglieder zu einem normenkonformen Handeln eine scharfe Trennung besteht.“
Anomietheorie
Er verfeinerte den Begriff, indem er die Regeln näher beschreibt, deren Fehlen zu Anomie führen:
kulturelle Ziele/Werte als Wünsche und Erwartungen der Menschen einer Gesellschaft. (Bildung, Wohlstand)

Normen, welche die Mittel vorschreiben, die die Menschen zur Realisierung ihrer Ziele anwenden dürfen. (Fleiß, Intelligenz)

Die Verteilung dieser Mittel
Anomietheorie
Folgen der Anomie:

Kriminalität
ist kein pathologisches (krankhaftes) Phänomen
stellt einen integrierter Bestandteil jedes gesunden Gemeinwesen eine normale (immer zu erwartende) Erscheinung dar.
Anomietheorie
Folgen der Anomie:

Selbstmord
Anomische Selbstmord
(Fehlende normative Gesamtintegration der Gesellschaft)
Anomietheorie
Anomie beschreibt eine gesamtgesellschaftliche Situation, in welche

herrschende Normen ins Wanken geraten

bestehende Werte und Orientierung an Verbindlichkeit verlieren

die Gruppenmoral eine starke Erschütterung erfährt

und die soziale Kontrolle weitgehend beeinträchtigt wird
Durkheim untersuchte das Verhältnis zwischen dem Menschen und seinen Bedürfnissen und Zielen, die durch Normen und Regeln begrenzt sind.
Anomietheorie


„Der Selbstmord“ (1897).
(Ursachen des Suizids als eine Form abweichendes Verhaltens, die gegen soziale Normen verstößt)
Anomietheorie
Durkheim führte den Begriff der Anomie erstmalig in seinem Werk

„Über die Teilung der sozialen Arbeit“ (1893)
(Anomie als ein Zustand der sozialen Desintegration in einer zunehmenden arbeitsteiligen Gesellschaft)

ein und später
Anomietheorie
Indikatoren für Anomie:

Selbstmordrate
Scheidungsrate
Kirchenaustritte
hohe Jugendkriminalitätsrate
hohe Vereinzelungsrate
hohe Bindungslosigkeit
hohe Rate psychischer Erkrankungen
Gewaltzunahme

Diese Indikatoren weisen eine steigende Tendenz auf.
Anomietheorie
Anomietheorie
Aus dem griechischem

a nómos = ohne Gesetz, Ordnung

Gesetzlosigkeit, Gesetzeswidrigkeit

Zustand fehlender oder geringer sozialer Ordnung

Regel- und Normenschwäche sowie

Zusammenbruch kultureller Ordnung bzw. mangelhafter Integration
Nach der Anomietheorie von Merton besteht die Möglichkeit, dass Gewalt als Folge von Anomie in einer Gesellschaft ist, sie ist aber nicht zwangsläufig der Fall.
Wie Merton die abweichenden Typen bei Anomie beschrieben hat, kann sich eine Person auch „konform“ und somit nicht gewalttätig der Situation anpassen.
Gewalt hängt noch von weiteren Faktoren, wie z. B. Alter, Geschlecht und Peer Group sowie Gewaltbereitschaft ab.
Anomietheorie
Konformität: Ziele und Mittel werden anerkannt. „Man passt sich an“.
Innovation: Ziele werden anerkannt, eigene Mittel werden angewandt.
Ritualismus: Ziele sind nicht erwünscht, jedoch Anwendung der Mittel.
Apathie: Ziele und Mittel werden verworfen. Personen werden apathisch.
Rebellion: Ziele+Mittel werden abgelehnt, neue Ziele und Mittel werden gesucht, um die Machtstruktur zu verändern.
„?“
Ein Schüler versucht seine Defizite durch Hilfe von außen (Nachhilfeunterricht, auszugleichen/Defizite zu akzeptieren: Überweisung auf eine Sonderschule) auf einen unteren Leistungslevel einzustellen.
Konformität: Ziele und Mittel werden anerkannt. „Man passt sich an“.
Innovation: Ziele werden anerkannt, eigene Mittel werden angewandt.
Ritualismus: Ziele sind nicht erwünscht, jedoch Anwendung der Mittel.
Apathie: Ziele und Mittel werden verworfen. Personen werden apathisch.
Rebellion: Ziele+Mittel werden abgelehnt, neue Ziele und Mittel werden gesucht, um die Machtstruktur zu verändern.
„?“
Der Schüler ist im Unterricht sehr schweigsam. Schon häufig schwänzte er den Unterricht.
Ritualismus
Kulturelle Ziele sind nicht mehr erwünscht, aber es wird trotzdem zwanghaft an ihnen festgehalten und die institutionalisierten Mittel werden zwanghaft angewandt. (Bürokratismus, Form der Scheinanpassung)

Apathie
Kulturelle Ziele und die angebotenen Wege und Mittel werden verworfen. Die Personen werden apathisch und ziehen sich zurück, werden zu Außenseitern. (Nichtsesshaftes, Landstreicher, Süchtige)
Anomietheorie
Erst wenn die sozialen Regeln keine Beachtung mehr finden, d. h. wenn die Abweichung in der Gesellschaft zur Regel wird (Zerstören/Zerreißen der kollektiven Ordnung), „werden menschliche Triebe übermächtig und laufen in Zustände der Anomie“

Ursache: Zunehmenden Arbeitsteilung durch Industrialisierung.

Durch die Spezialisierung des Einzelnen, sind die Einzelnen zwar voneinander abhängig, entwickeln aber eine eigene Ideologie
(→ Individualismus statt kollektives Bewusstsein)
Anomietheorie
* 15. April 1858
† 15. November 1917
Émile Durkheim

Lehrer für Philosophie an Gymnasien

1887 einen Lehrauftrag für Sozialwissenschaft in Bordeaux

Professor für Pädagogik und Soziologie
Anomietheorie



Émile Durkheim

Robert King Merton
Durkheim:
Arbeitsteilung → Strukturveränderung in der Gesellschaft → Auflösung gemeinsamer traditionaler Verbindlichkeiten und Regeln → Schwächung des Kollektivbewusstseins → Anomie → desintegratives Verhalten (Selbstmord/Kriminalität)

Abweichendes Verhalten vor allem bei Personen, die eine ungünstige Position in der Sozialstruktur haben (Unterschicht)
Anomietheorie
Merton:
Diskrepanz zwischen den kulturellen Zielen und den ihnen dafür zur Verfügung stehenden Mitteln → Anomie → abweichendes Verhalten

Anomie ist in allen gesellschaftlichen Schichten möglich
Konformität: Ziele und Mittel werden anerkannt. „Man passt sich an“.
Innovation: Ziele werden anerkannt, eigene Mittel werden angewandt.
Ritualismus: Ziele sind nicht erwünscht, jedoch Anwendung der Mittel.
Apathie: Ziele und Mittel werden verworfen. Personen werden apathisch.
Rebellion: Ziele+Mittel werden abgelehnt, neue Ziele und Mittel werden gesucht, um die Machtstruktur zu verändern.
„?“
Der Schüler verhält sich in der Schule sozial kompatibel und ordnungsgemäß. Der Unterricht und die Themen findet er nicht spannend. Er braucht keine "Streber"noten und er braucht auch keinen Abschluss.
Konformität: Ziele und Mittel werden anerkannt. „Man passt sich an“.
Innovation: Ziele werden anerkannt, eigene Mittel werden angewandt.
Ritualismus: Ziele sind nicht erwünscht, jedoch Anwendung der Mittel.
Apathie: Ziele und Mittel werden verworfen. Personen werden apathisch.
Rebellion: Ziele+Mittel werden abgelehnt, neue Ziele und Mittel werden gesucht, um die Machtstruktur zu verändern.
„?“
Während einer Klassenarbeit schreibt der Schüler bei seinem Tischnachbarn ab.
Ziele der Schule: Gute Noten in den Klassenarbeiten, Erreichen des Klassenziels, Erreichen eines Schulabschlusses. (Schüler können sich diesen Zielen nicht entziehen)
Mittel: Gute Leistungen, Schulbesuch
Als „sozio-kulturelle Wert-Mittel-Diskrepanz“ lässt sich in Anlehnung an Merton die Situation vieler Schüler bezeichnen. Dies kann Erzeuger für abweichendes Verhalten werden.
Anomietheorie
* 5. Juli 1910
† 23. Februar 2003
Robert King Merton
Der US-amerikanische Soziologe verknüpfte 1938 Durkheims Anomie-Ansatz unter dem Aspekt der Wert-Mittel-Diskrepanz weiter.
Anomietheorie
Rebellion
Innovation
Konformität
Ritualismus
Apathie
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