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Die historische Entwicklung zum Vielperspektivischen Sachunt

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Michael Götz

on 16 January 2015

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Transcript of Die historische Entwicklung zum Vielperspektivischen Sachunt

Die historische Entwicklung zum Vielperspektivischen SU
2.1. Der fachorientierte Ansatz
1. Mal: Wissenschaftsorientierung im Sachunterricht
Lehrplan/Richtlinien: Einteilung des Sachunterrichts in "fachliche Bereiche"
Legitimierung: 3 Grundannahmen
1. Dynamischer Begabungsbegriff
2. Fachpropädeutische Funktion des Sachunterrichts
3. stoffliche Entlastung in der Sekundarstufe => mehr Zeit für neue Inhalte
2.3. Das verfahrensorientierte Curriculum
ging auf us-amerikanische Curricula als Lehr-Lern-Systeme zurück

seit Sommer 1962:
Entwicklung des Curriculums Science – A Process Approach
Inhalt des Curriculums: naturwissenschaftliches Arbeiten

Festlegung naturwissenschaftl. Verfahren (Gagné)
Grundlegende Fertigkeiten:
1. Beobachten
2. Klassifizieren
3. Gebrauch von Zahlen
4. Messen
5. Gebrauch von Raum-Zeit-Beziehungen
6. Kommunizieren
7. Voraussagen
8. Schlussfolgern

Als komplexe Fertigkeiten

9. Operational definieren
10. Formulieren von Hypothesen
11. Interpretieren
12. Variablenkontrolle
13. Experimentieren




- Götz, Margarethe: Zur Geschichte des Sachunterrichts

- Thomas, Bernd: Die konzeptionelle Entwicklung des Sachunterrichts - eine systematisch-analytische Untersuchung
Gliederung
1. Einflüsse auf den Sachunterricht
1.1. Realienunterricht
1.2. Heimatkundlicher Unterricht
1.3. Entwicklung zum Sachunterricht
1.4. Zusammenfassung
2. Geschichte des Sachunterrichts
2.1. Fachorientierte Sachunterricht
2.2. Das struktur- bzw. konzeptorientierte Curriculum
2.3. Das verfahrensorientierte Curriculum
2.4. Ansatz Science 5/13
2.5. Das situationsorientierte Curriculum
2.2. Das struktur- bzw. konzeptorientierte Curriculum
Quellen:
2.5. Das situationsorientierte Curriculum
2.4. Der Ansatz Science 5/13
1.1. Anschauungsgebundener Realienunterricht
1.2. Heimatkundlicher Unterricht
1.3. Vom heimatkundlichen Unterricht zum Sachunterricht
1.4. Zusammenfassung
- 1. Vorläufer des modernen Sachunterrichts
- Voraussetzung der Entstehung liefert aufkommendes empirisch-induktives Wissenschaftsverständnis

- Comenius: "orbis sensualium pictus"
=> erster Entwurf eines Realienunterrichts (RU)
=> Vermittlung eines geordneten Weltwissens über "Weltdinge" und "Lebensverrichtungen"

- Reyher (1642): Gothaer Schulordnung: RU erstmals im Lehrplan
Realienunterricht und heimatkundlicher Unterricht
Heutiger Sachunterricht: originale Sachbegegnung, handelnder Umgang mit Sachen oder experimentelle Auseinandersetzung mit Sachen & selbstständiges Lernen
Wissenschaftsorientierter Sachunterricht
neue Sicht auf das Kind
Wissenschaft als Referenzrahmen des Sachunterrichts
2.1.1 Zum Wissenschaftsverständnis des fachorientierten Ansatzes
Orientierung an Sekundarstufe I und II
"Zeitalter der Wissenschaft" => Ausrichtung an Realienfächern
methodische und inhaltliche Fachorientierung
Fächer: universitäre Bezugswissenschaft
=> Ansicht problematisch
Bsp.: Schulfach Biologie
Mini-Fachunterricht => zusammenhangloses Einzelwissen
2.1.2 Fachorientierung und anthropologisch- entwicklungspsychologische Voraussetzungen
2.1.3 Fachorientierung im gesellschaftlichen Kontext und pädagogisch-curriculare Aspekte
2.1.4 Fachorientierung und grundlegende Bildung
- soll niederen Bevölkerungsschichten nützliches und lebenspraktisch verwertbares Wissen vermitteln
- Aufteilung in 4 Themenbereiche:
1) "natürliche Dinge"
2) "etliche und nützliche Wissenschaften"
3) "Geist- und Weltliche Land-Sachen"
4) "etliche Haus-Regeln"
- A.H. Francke: bedeutsame Aufwertung der Realien
=> Franckesche Anstalten: Mustervorlage für Gründung der ersten Realschule
- Orientierung an US-amerikanischer Diskussion
=> "Struktur der Disziplin" verfügbar machen (structure of discipline)
=> "Prozesse als Inhalte" didaktisch sinnvoll umsetzen (process as content)
- Vorbild SCIS
- Grundlegende, aufschließende und weiterführende Funktion
- Ermöglicht Lernen in Zusammenhängen
- Vorteilhafter, Strukturen statt schnell veraltendes Einzelwissen zu erwerben
-
Ziele:

- Verständnis naturwissenschaftlicher Prinzipien (Strukturen) aufbauen
- Fertigkeiten für den Erwerb von Wissen entwickeln
- positive Einstellung gegenüber den Naturwissenschaften erzeugen
Ablauf bei Lektionen:
1. Lernziele werden angegeben
2. Bedeutung der Lektion in der Unterrichtseinheit wird erläutert
3. Der zu lernende Wortschatz wird benannt (Fachsprache)
4. Aufführung benötigter Lehrmittel
5. Flussdiagramm zum Aufbau der Lektion
6. Sehr genauer Stundenverlauf
7. Angaben zu Sachtexten, Tafelzeichnungen oder Hausaufgaben
Kritik:
Entwicklung eines geschlossenen Curriculums, das Lehrer und Schüler unnötig festlege und ihnen keinen Gestaltungsfreiraum lässt

Curriculum – Forschungsgruppe des Max Plancks-Instituts
Dreischritt
Ziel : Handlungsfähigkeiten für konkrete Lebenssituationen an Kinder weiter geben
- „Situationen ihres gegenwärtigen und zukünftigen Lebens bewältigen“
- Autonome Selbstständigkeit
- Autonom und kompetent handeln
Didaktisch problematisch: Identifikationen geeigneter Situationen
Situative Anlässe

Curricula zum „sozialen Lernen“
Kinder sollen selbstständig, emanzipiert und solidarisch mit Kompetenz und Autonomie handeln
28 offene Curricula (von Zimmer und Mitarbeiter)
Materialien: Tonkassetten, Poster, Sachtexte, Kollagen etc.
Themen: Kinder im Krankenhaus, Verlaufen in der Stadt, Junge und Mädchen etc.
COLFS Arbeitsgruppe versucht diesen Situationsansatz für der SU fruchtbar zu machen


2.3.1 zum Wissenschaftsverständnis des verfahrensorientierten Curriculum
2.5.1 Zum Wissenschaftsverständnis des situationsorientierten Ansatzes
Einfluss: formal und behavioristisch
nur für Grundschulbereich naturwissenschaftliche Ausprägung
fachwissenschaftlich rückgebunden

us-amerikanischer Vorlage:
biologisch, geologisch, mathematisch und empirisch fassbare sozialwissenschaftliche Sachverhalte
Deutsche Auflage:
verfahrensorientierte Vorgehensweisen auf sozialwissenschaftliche Problembereiche bezogen
wenig praktische Erfolge
Inhaltsfragen zum Material:
eher geringe Bedeutung

In scharfer Abgrenzung zu naturwissenschaftlichen Curricula formuliert
Grundsätzliche Zweifel; tragbarer Unterricht?
UR und seine wissenschaftlichen Strukturen erzeugt Hilflosigkeit bei Kindern
SuS lernen an Lebensproblemen etc. vorbei
--> Situationsorientierter Ansatz ist sehr wissenschaftsskeptisch
Situationsansatz: Induktion + Deduktion miteinander verknüpfen (Lösungsweg)
„In der Durchführung situationsbezogener Lernprozesse wird ein Stück Curriculumsentwicklung geleistet.“

2.5.2 Fachorientierung und anthropologisch-entwicklungspsychologische Voraussetzungen
Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie zielen nur auf die kognitive Genese ab!
- Intelligenztrainingsprogranne etc.
- Völlig ohne Bezug zur Lebenswelt
Kinder brauchen konkrete lebenssituationsbezogene Qualifikationen (v.a. im Übergang)
„Spiel“ als geeignetes Mittel zur Gestaltung des Überganges von KIGA zur GS
- Freie, ungebundene Aktionsformen
- Verhältnis von Spielen und Lernen als eine allmähliche Zunahme des regelhaften Verhaltens
Neue Kindorientierung
Kinder sollen situationsbezogen konkrete Handlungskompetenzen erwerben und zunehmend Autonomie erlangen

2.3.2 Verfahrensorientierung und anthropologisch- entwicklungs-psychologische Voraussetzungen
2.5.3 Situationsorientierung und Grundlegende Bildung
Situationsbezug lässt Trennung zw. Kompetenzen, die Autonomie befördern und technisch-instrumentelle Kompetenzen nicht mehr zu
Kluft zwischen humanistischer Bildung und realistisch-utilitärer Ausbildung, bzw. zwischen Autonomie und Kompetenz soll durch den Bezug auf Lebenssituationen aufgehoben werden
Situationsorientierung verknüpft Sachwissen mit sozialem Leben
SuS sollen
- soziale und instrumentelle Handlungskompetenzen aufbauen
- über Handlungsalternativen verfügen
- und diese souverän und selbstbestimmt einsetzen können

Gagné und Mitstreiter: US- idealistischen Erziehungsoptimismus
plakativ gewordene 90 / 90 – Formel
Feststellung: 95 % aller Lernenden mit geeigneten Angebote und Zeit könnten gesetzte Lernziele


90/90-Formel der S-APA- Ansatzes:
- 90 % der Kinder können 90% der Lernziele erreichen
- L. präsentiert kleine Experimente und SuS nehmen dazu Stellung

Später:
Kritik in bundesdeutschen Pädagogik

Krebs
spricht z.B von Gefahr der „Ökonomisierung“ des UR, der Kinderwünsche vernachlässigt

Kaiser, Kritik:
seien lehrerbestimmt und eng begrenzt
Lauterbach:
geht von Vorstellung der absoluten Autonomie der Person aus
Weitere Kritik:
Mangelnder Umweltbezug

• 19. Jahrhundert
• Ein auf den
Nahraum
konzentrierter Sachunterricht
• Hierzu wird vor allem
Pestalozzis
Pädagogik beansprucht („näheste Verhältnisse“)
• Prominente Verfechter des heimatkundlichen Unterrichts:
Hanisch und Disterweg
- Erwarten von ihren Konzepten eine Verbesserung des Volkschulunterrichts
- Schulartspezifische Begrenzung der Heimatkunde
• Aufgliederung des Realienunterrichts in Einzelfächer
• Heimatkunde weist intern eine
vierstufige Unterteilung

- Kunde der Schule
- Kunde des Heimatortes
- Kunde des Heimatkreises
- Kunde des Staates
--> Raumprinzip (Vom Nahen zum Entfernten)




2.3.3 Verfahrensorientierung im gesellschaftlichen Kontext und päg.-curriculare Aspekte
Disterweg
fordert einen Anschauungsunterricht für die Schulanfänger
- Kindorientiert
- Intensive Schulung der Sinne
- Innerhalb und außerhalb des Schulhauses

Heimatkundlicher Unterricht als ein Fach, das dem Schüler durch Anschauung und Selbstätigkeit einen unabhängigen Erkenntnisgewinn ermöglicht
Harnisch und Diesterweg setzen ihr Konzept durch
--> Verbannung des preußischen heimatkundlichen Anschauungsunterricht

F. A .Finger: Vater der Heimatkunde
- „Anweisung zum Unterricht in der Heimatskunde“
- Am Beispiel der Gegend von Weinheim an der Bergstraße (1844)
- Modellfall für eine erfolgreiche unterrichtliche Realisierung
- Heimatkunde als ein eigenes Fach in den ersten 4 Schuljahren
- Anschauung gegründete Bekanntmachung der HeimatUnterrichtsstoffe entstammen der heimatlichen Gegend
- Vom Nahen zum Fernen
- Direkte Anschauung und Schülertätigkeit
- Förderung des Sinneswahrnehumung
- Fachpropädeutisches Sachwissen
- Kontinuirliches Merkmal: Übergewicht an erdkundlichen Themen



American Association
: Veranlassung einer Einsetzung entsprechender Fachkommissionen

In deutscher Adaption
: Liberalisierung
Unterricht wollte Chancengleichheit und Bildungskompensation leisten

Rück- und vorrausschauende curriculare Aspekte: dreischrittiges Schema (Gagné)
1. Welches sind die Voraussetzungen der vorliegenden Einheit
2. Was soll das Kind durch diese Einheit lernen
3. Wie bereitet diese Einheit das Kind auf spätere Lernschritte vor

Durch diese ständige Absicherung wird curriculares Netz eng und fest verknüpft
regelmäßige Tests
dient Vorbereitung auf spätere naturwissenschaftliche Arbeit

Ende des 19.Jahrhunderts in Preußen und Bayern
- Volksschulen auf dem Land
- Nur ein- oder zweiklassig
- Unterricht: Erwerb von Kulturtechniken und religiöse vaterländische Gesinnungsbildung
- Auswirkungen bis in das 20. Jahrhundert

Zeit des ersten Weltkriegs
- Wandlung der Heimatkunde von einem Sachfach zu einem Gesinnungsfach
- Spranger: „Der Bildungswert der Heimatkunde“
- Erziehung der Heimatliebe und Heimattreue
- Keine Qualifikationsfunktion eher eine Sozialisationsfunktion

Nach 1945: zweigeteiltes deutsches Schulsystem
2.3.4 Verfahrensorentierung und grundlegende Bildung

Verständnis
: Beitrag zur Allgemeinbildung
Erwerbung der „Variablenkontrolle“ (von einem naturwissenschaftlichen Gebiet auf ein anderes übertragbar)

Ziel:
Befähigung der Kinder die Welt verstehen zu können, wie Naturwissenschaftler
Doch Lebensweltbezug mit verfahrensorientiertem Ansatz schwierig

festgelegten naturwissenschaftlichen Verfahren:
fachlich hohe Relevanz und Eröffnung von Handlungsmöglichkeiten

Inhalte:
curricular gesehen, überdauernde Relevanz
Ausbau des Experimentierens, eines elaborierten Problemlösens:
als „vierte Kulturtechnik“ hilfreich
Hans Tütken wollte ein neues Curriculum vorlegen
- doch ein neues Verständnis von Kind-Lebensweltorientierung



Kritikpunkt an letzten naturwissenschaftlichen Konzeptionen des SU war deren curriculare Engführung
Hans Tütken:
Versuch, dem entgegen zu wirken, aber bekam kaum Beachtung
In historisch-systematischen Aufarbeitung:
Neuerung zustimmend zur Kenntnis genommen
Im Zusammenhang steht Ansatz Science 5 / 13
Entwicklung im Rahmen der englischen Nuffield Junior Science Project
Ziel:
Verbesserung naturwissenschaftlichen Unterrichts für Kinder
Veröffentlichungen dokumentierten erprobten Unterrichts
Vielfältiges Angebot sollte individuelle Auswahl gestatten
Ermöglichung innerer Differenzierung durch Leistung und nach Neigung

Entstehungszusammenhang
In England:
offenes Curriculum in bewusster Kritik zu den geschlossenen
„Curricula Science Curriculum Improvement Study“
und
„Science – A Process Approach“
entwickelt
im Bezug auf Bildungsreformdebatte Förderung ausgleichende Erziehung und Chancengleichheit

Ziele und Prinzipien:
Entwicklung des forschenden Geistes
Fähigkeit mit naturwissenschaftlichen Methoden an Probleme heranzugehen
Ziel 1:
Durchführung praktischer Problemlöseverhalten in biologischen , physikalischen, chemischen und technischen Zusammenhängen (mit Reflexionen)
Ziel 2:
offener Unterricht, in dem innere Differenzierung ermöglicht wird
Vorhanden sein eines Lebenswelt- und Situationsbezugs
Bezug der Kind- und Wissenschaftsorientierung

Themenbereiche
1. Unbelebte Umwelt
2. Reichtum und die Natur pflanzlichen und tierischen Lebens
3. Der Mensch und seine Stellung in der Natur
4. Unterschiede, Ähnlichkeiten und Muster
5. Wechselwirkungen und Veränderungen
6. Energieumwandlungen
7. Organisationsformen (zahlreiche Unterrichtsvorschläge)
Skelett des Menschen, Zeit und Zeitmessung, Zentralheizung oder Holz und Bäume

2.2.1 Wissenschaftsverständnis
Verfahren und Methoden

prozessorientierte Entdecken
SuS sollen explorieren und experimentieren
Lernen:
selbstgesteuert, selbstorganisiert- individualisiert
- Entdeckendes Lernen
- Innere Differenzierung
- Lehrer als Beobachter und Anreger
anregungsreiche Lernumgebung


1) = Fachwissenschaftlich:
- Naturwissenschaften vorhanden (Biologie, Physik, Chemie)
- eigens für Grundschule entworfen
2) = Formal:
- Inhalte der Curricula werden nicht begründet
- Kritik, nicht geklärt, ob sich Physik/Chemie in Basiskonzepten abbilden lassen

3) Funktional:
- Inhalte werden funktional für die Basiskonzepte in den Dienst genommen
- Gefahr, dass neuere wissenschaftliche Entwicklungen evtl. gar nicht in den Blick geraten
4) Direkt:
- der jeweilige Fachwissenschaftlersei am besten dazu geeignet über Curriculumsfragen mitzuentscheiden
- Deduktionsproblem
2.2.2 Fachorientierung und anthropologisch -entwicklungspsychologische Voraussetzungen
- Erziehungsoptimismus (Bruner)
=> besonders Naturwissenschaften geeignet, kindliche Neugier, Kreativität, Originalität hervorzurufen
- Spreckelsen: GS-Kind hat sehr große Lernbereitschaft
Kritik:
- Ausklammerung der Schülerbedürfnisse; Überforderungstendenz wegen "Abstraktionshöhe von Begriffen" (Krebs)
- Abkehr von der Lebenswelt der Kinder; strukturorientierte SU unterfordert Kinder, da er nur kleine Häppchen eines festgezurrten "Erkenntnispotpourris" offeriere und die Kinder aus dem Denken entlasse (Kaiser)
=> Altersangemessenheit von Spreckelsen nicht bedacht
=> Ansatz versuchte trotz konzeptioneller Strenge die Interessen der Kinder zu berücksichtigen
2.2.3 Strukturorientierung im gesellschaftlicher Kontext und pädagogisch-curriculare Aspekte
1920er Jahre: Heimatkundlicher Unterricht als Schulfach
Nutzen: regimetreue Erziehung
ab 1960er Jahre: Kritik
1970er Jahre: Sachunterricht
neue Sicht auf das Kind
Blick- bzw. Paradigmenwechsel: "Kindgemäßheit" reicht nicht mehr aus
Problem: starker Fachbezug => Ausblendung der kindlichen Belange und Lebenswelt
trotz Kritik auch Berechtigung (nicht aber der historisch gewordene fachorientierte Ansatz)
Politisierung der Gesellschaft, Sputnik-Schock,...
=> Wende in der Bildung
Deutscher Bildungsrat 1970: Strukturplan für das Bildungswesen
Sachunterricht von Sekundarbereich "nach unten" ausgebaut: Missverständnis (Süß)
=>einseitige Ausrichtung auf Propädeutik
Begrifflichkeit der "grundlegenden Bildung" schon in Weimarer "Richtlinien zur Aufstellung von Lehrplänen"
Grundlegende Bildung als Anfang der Allgemeinbildung mit Inhalten, die:
aus der Lebenswelt der Kinder stammen
fachlich relevant sind
oder überdauernde Bedeutung haben
einseitige Fachorientierung kann diese grundlegende Bildung nicht realisieren (Ausklammerung des Lebensweltbezuges)
Ordnet in Gruppenarbeit die vorliegenden Begriffe nach chronologischer Reihenfolge.
- ähnlich zu fachorientiertem Ansatz
- als Antwort auf Sputnik (1957): intensive Ankurbelung der Bildungsanstrengungen auf naturwissenschaftlich-technischem Gebiet (USA)
- 1959: Konferenz von Woods Hole: Grundstein für Naturwissenschaften im Lehrplan
- Spreckelsen: in einer von Naturwissenschaften und Technik bestimmten Umwelt fehlen diese Inhalte im Curriculum der Schule
=> sollte im Ansatz behoben werden
=> will Kinder zum freien Gebrauch von Realien befähigen und folgt somit Aufklärungsimpuls

- schulpädagogisch-curricularer Zusammenhang: Aufbau des Curriculums von unten nach oben (kein bloßes "Pushing-down" wie beim fachorientierten Ansatz), sondern fundamentierter naturwissenschaftlicher Unterricht in der Grundschule

=> Wirkungsmächtiger Impuls für die Entwicklung des wissenschaftsorientierten Sachunterrichts
2.2.4 Grundlegende Bildung
- folgt Paradigmenwechsel (von volkstümlichen zur grundlegenden Bildung)

- Basis einer naturwissenschaftlichen Allgemeinbildung

- zielt auf Weiterlernen ab

- naturwissenschaftliche Inhalte unverzichtbarer Teil der grundlegenden Bildung

- mittlerweile Biologie Leitfach im SU, Ablösung von Erdkunde
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!!!
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