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Mythologische Bezüge in Homo Faber

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by

Felix Bok

on 29 June 2016

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Transcript of Mythologische Bezüge in Homo Faber

-> Götterbote
Fabers Schreibmaschine („Hermes Baby“) als Bote zwischen Fabers Außendarstellung und seiner Innenwelt
2.1 Hermes
2.3 Ödipus
-> Ausgesetzter Königssohn
2.4 Agamemnon, Klytaimnestra und Iphigenie
Die Personenkonstellation und ihre Anlegung an Agamemnon, Klytaimnestra und Iphigenie als Ausdruck der Spannung zwischen den Extremen: Liebe, Hass/Schuld und Vergebung
2.2 Erinnyen
-> griech. Rachegöttinnen der Unterwelt
-> bestrafen erbarmungslos alles Unrecht
Präsentation in Deutsch
Mythologische Bezüge in Homo Faber
Gliederung
1. Was ist Mythologie?
2. Mythologische Bezüge
2.1 Hermes
2.2 Erinnyen
2.3 Ödipus
2.4 Agamemnon, Klytaimnestra und Iphigenie
2.5 Demeter, Kore und Hades
2.6 Mittagsstille
2.7 Schlangen
3. Bedeutung der Mythologie
1. Was ist Mythologie?
griech. mytoi "Geschichten", veraltet: Sagenwelt
Gesamtheit aller griechischen Mythen, den Geschichten der Götter und Helden des antiken Griechenlands
Schreibprozess als Mittel zur Bewusstwerdung und zur Ich-Findung (31, 29-35)
Schreibmaschine als Begleiter auf den Reisen durch die Welt und in sein Inneres bzw. seiner Vergangenheit (214, 30-35)
Verbindungsglied zwischen dem nach außen zur schau gestellten rationalen, technischen Weltbild und der irrational scheinenden Wahrheit des Mythos
Erinnyen als Symbol der Vergeltung für ein verfehltes Lebenskonzept.
Erweckung der (schlafenden) Erinnye durch den Inzest zwischen Faber und Sabeth (120, 29-32; 121,3-12)
Inzest als Konsequenz für eine falsche bzw. selbstüberhebliche Lebenseinstellung (Hybris) Fabers
Erinnyen in ihrer Doppelgestalt: als Verfolgerinnen des Schuldigen und als Begleiterinnen (Eumeniden) desjenigen der den Wunsch nach Wandlung und Veränderung hegt -> Beziehung von Sabeth und Faber/ Hundegestalt
-> Prophezeiung eines Orakels: Vater ermorden und Mutter heiraten (Inzest), daraufhin Flucht
Faber als moderner Ödipus
Inzest mit der Tochter
Blindheit gegenüber dem eigenen Schicksal
Wunsch, sich nach der Erkenntnis der bitteren Wahrheit die Augen auszu- stechen (209, 6-9)
Schuld ist die Folge seines einseitigen rationalen Selbstkonzepts, vielleicht aber Faber auch als „schuldloser Schuldiger“?
Fabers Ähnlichkeit mit Agamemnon:
Bereitschaft zur Opferung der Tochter (Abtreibung)
Tod von Johannes
Hannas Ähnlichkeit mit Klytaimnestra:
Angst Fabers: Sie könnte ihn Bad erschlagen (147, 35- 148,4)
Sabeths Ähnlichkeit mit Iphigenie:
jugendliche Unschuld
Todesgefahr durch eigenen Vater
2.5 Dementer, Kore und Hades
-> Demeter = Mutter-/Fruchtbarkeitsgöttin
-> Kore = Tochter
Hinweis auf Fabers Reise in die Tiefschichten seiner Existenz. Faber nimmt die Funktion des Verführers ein. Vergleich mit der Mutter-Tochter Beziehung
Hanna und Sabeth haben Ähnlichkeiten mit Demeter und Kore, Hinweis auf die innige Mutter-Tochter-Beziehung
-> Hades = Gott der Unterwelt
Kore und Sabeth pflückten, bevor sie von Hades/Faber ‚entführt’ wurden Blumen (207, 13)
Hanna als Mutter der ihr Kinder gewaltsam entnommen wird
Sabeth war ein halbes Jahr ohne ihre Mutter unterwegs  Verbindung zu Kore die ein halbes Jahr in der Unterwelt war
Besondere Bedeutung, da Faber in Griechenland dreimal an der Stadt Eleusis vorbeikommt, wo sich das Heiligtum der Göttin Demeter befand (vgl. 140)
2.6 Mittagsstille
-> Zeit in der Macht des Gottes Pan (Gottes der Geschlechterkraft) besonders spürbar wird. Versetzt den Menschen in „panischen“ Schrecken
Sabeths Unfall geschieht in „Mittagsstille“ (170, 13)
Betonung des Schreckens
2.7 Schlangen
-> Tier der geheimnisvollen Erdentiefe und die Dienerin der Erddämonen.
Sabeth wird von einer Schlange gebissen (Aspisviper)
Spiegelt sich der Vater-Tochter-Inzest wieder
3. Bedeutung der Mythologie
Gegengewicht gegen die Sinnlehre/Rationalität, mit der Faber die Erscheinungen wahrnimmt
Äußeres Geschehen wird für den Leser auf eine andere, symbolische Weise erklärbar und veranschaulicht
Mythologische Anspielung ermöglicht es dem Leser zu Faber auf Distanz zu gehen um seine einseitige Fehlorientierung zu erkennen (kritische Perspektive statt Identifikation)
Frisch zeigt die Gegensätze, technologische Weltsicht und mythische Weltsicht, auf
Frisch hat keine Identifikation mit den Mythen beabsichtigt
Inahlt: Grundkonflikte des menschlichen Lebens
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