Designdarstellung 1 - Einführung

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jens krzywinski

Als Denkmittel ist die Zeichnung dadurch gekennzeichnet, dass sie im Konstruktions- und Designprozess ebenso die Funktion eines “Denkzeuges” besitzt wie die Schrift- und Wortsprache, oder der mathematische Begriffs- und Zei-chenapparat auf anderen Gebieten menschlicher Tätigkeit. 

Bildhafte Skizzen sind im Konstruktions- wie Designpro-zess nicht in erster Linie objektive Darstellungen von Denkprodukten. Sie haben vielmehr die Funktion eines Denkmittels. Die Denkmittel Skizze oder Zeichnung dienen zur Konkretisierung, Präzisierung oder auch Korrektur von Vorstellungen beim Konstrukteur sowie Designer.

Die Skizze ist im Entwurfsprozess eine Art selbsthervorge-brachter und angelegter externer Speicher, welcher den momentanen Bearbeitungszustand der Aufgabe enthält. Dieser Speicher enthält extern die Lösungsgedanken des internen Kurzzeitspeichers im Gehirn. Mit dem Anlegen dieses externen Speichers wird dieser zum Langzeitspei-cher, denn die Skizzen können im Prinzip beliebig lange aufbewahrt werden.

Zugleich werden diese Skizzen damit zu Bestandteilen der Umwelt und sind im Folgenden nonverbal kommunizierbar.
Die Informationen dieses Speichers werden erneut durch die visuelle Wahrnehmung -abgegriffen- und in das Ge-dächtnis eingelesen, sie werden bewertet und der Bear-beitung durch weitere Denkoperationen zugeführt. Es entstehen weitere Skizzen in der Absicht, dem definierten Endzustand der Aufgabe näher zu kommen. Dieser Ent-wicklungsprozess kann wie ein Dialog aufgefasst werden; er ist ein iterativer Prozess der Annäherung von Ziel- und Lösungsvorstellungen an die Lösung.

Die Entwicklung technischer Erzeugnisse verläuft somit als kognitiver Prozess in der Art eines ständigen Dialoges zwi-schen dem Menschen und den hervorgebrachten Skizzen und Zeichnungen, die wahrgenommen (und damit bewer-tet) und weiter in Richtung des erstrebten Endresultates vervollkommnet werden. Jede Skizze kann offenbar nur das Resultat vergleichsweise weniger Denkoperationen sein und bis zur fertigen technischen Zeichnung, die als Herstellungsunterlage für das zu produzierende Erzeugnis dienen kann, sind viele Ergänzungen und Korrekturen und damit viele weitere Sequenzen von Denkoperationen erforderlich.
Die schnelle Herstellbarkeit bildhafter Skizzen ist wichtig:

weil die Lösungsfindung von Konstruktions- und Designaufgaben, vor allem in frühen Phasen, häufig nach Trial-and-error-Prinzip (Lern-prinzip nach der Methode von Versuch und Irrtum) verlaufen muss ;
und eine partielle Lösungsidee häufig schon deshalb schnell (in Skiz-zenform) notiert werden muss , weil sie im Kurzzeitgedächtnis nur kurzfristig verfügbar ist und sich dann wieder verflüchtigt hat.

Das Erfordernis zur Schnelligkeit des Hervorbringens von Skizzen verweist auf eine weitere Notwendigkeit. Die mo-torischen Fertigkeiten des Hand-Arm-Finger-Systems müssen so ausgebildet bzw. trainiert worden sein, da sie den Schnelligkeiten der Gedanken als motorische Voll-zugsorgane folgen können. Es ist eine ausgeprägte Koor-dination zwischen der Abfolge der Gedanken und den feinmotorischer Fertigkeiten zum Anlegen externer Speicher unerlässlich.
DENK- & AKTIVIERUNGSMITTEL
DENK- & ENTWURFSMITTEL
KOMMUNIKATIONSMITTEL
ENTWURFS- & BEURTEILUNGSMITTEL
PRÄSENTATIONSMITTEL
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Im Design werden Veranschaulichungsmittel eingesetzt, de-ren Schwierigkeitsgrad die Anfertigung einfacher Skizzen weit überschreitet.

Nicht alle gebräuchlichen Darstellungstechniken sind im engeren Sinne Denk- und Arbeitsmittel im Problemlösungs-prozess von Designaufgaben.
  
Warum Zeichnen? 

Was ist eine Zeichnung?
5 Funktionen von Zeichnungen

Wie Zeichnen?
7 Schwerpunkte für Zeichnungen
EINFÜHRUNG
Veranschaulichungsmittel besitzen im Entwurfsprozess von Konstruktion und Design folgende Funktionen:

Aktivierungsmittel 

Entwurfs- & Denkmittel

Kommunikationsmittel

Entwurfs- & Beurteilungsmittel

Präsentations- und Repräsentationsmittel
FUNKTION DER ZEICHNUNG
„Wer die Fahrprüfung bestanden hat,           
  der kann auch Zeichnen lernen.“
„Der Stift denkt für mich. 
  Die Zeichnung ist Sprache.“
Manuelle Fertigkeiten sind die Grund-lage jeder nachfolgenden, technisch
unterstützten Handlung.
Als Denkmittel ist die Zeichnung dadurch gekennzeichnet, dass sie im Konstruktions- und Designprozess ebenso die Funktion eines “Denkzeuges” besitzt wie die Schrift- und Wortsprache, oder der mathematische Begriffs- und Zeichenapparat auf anderen Gebieten menschlicher Tätigkeit.

Die Denkmittel Skizze oder Zeichnung dienen zur Aktivierung, Konkretisierung, Präzisierung oder auch Korrektur von Vor-stellungen beim Konstrukteur sowie Designer.
Die schnelle Herstellbarkeit bildhafter Skizzen ist wichtig:

weil die Lösungsfindung von Konstruktions- und Designauf-gaben, vor allem in frühen Phasen, häufig nach dem Trial and Error Prinzip verlaufen muss;

eine partielle Lösungsidee häufig schon deshalb schnell   (in Skizzenform) notiert werden muss , weil sie im Kurzzeit-gedächtnis nur kurzfristig verfügbar ist und sich dann wieder verflüchtigt hat.


Die motorischen Fertigkeiten des Hand-Arm-Finger-Systems müssen so ausgebildet bzw. trainiert worden sein, da sie den Schnelligkeiten der Gedanken als motorische Vollzugsorgane folgen können.
Als Entwurfsmittel ist die Zeichnung dadurch gekennzeichnet, dass spielerisch Problemstellen aufdeckt, entwurfsrelevante Fragestellungen untersucht, exakte Vergleiche zieht und Lö-sungsmöglichkeiten findet.

Die Informationen dieses externen Speichers werden erneut durch die visuelle Wahrnehmung "abgegriffen" und in das Ge-dächtnis eingelesen, sie werden bewertet und der Bearbeitung durch weitere Denkoperationen zugeführt. Es entstehen weitere Skizzen in der Absicht, dem definierten Endzustand näher zu kommen.
Dieser Entwicklungsprozess kann wie ein “Selbstgespräch” mit Rückantwort begriffen werden; er ist ein iterativer Prozess der Annäherung von Ziel- und Lösungsvorstellungen an die Lösung. 

Die Entwicklung technischer Erzeugnisse verläuft somit als kog-nitiver Prozess in der Art eines ständigen Dialoges zwischen dem Menschen und den hervorgebrachten Skizzen und Zeichnungen.
Bei Problemlösungsprozessen in Gruppen ist die Kommunikations-mittelfunktion der Zeichnung Grundvoraussetzung für ihre Denkmittelfunktion.

Skizzen und Zeichnungen dienen also nicht nur der bereits dargestellten Kommunikation mit sich selbst und den eigenen Gedanken, sondern bieten gleichzeitig eine Grundlage für den Problemlösungsprozess im Team.
Als Kommunikationsmittel dienen Zeichnungen zur Verstän-digung für unterschiedliche Sachverhalte und Ziele.

Ein wichtiges Charakteristikum der Kommunikationsmittel-funktion von Zeichnungen ist es, dass die Informations-vermittlung meist andere inhaltliche Ebenen als Sprache nutzt, jedoch ebenso immer vom Gegenüber interpretiert wird.
Die Zeichnung als Entwurfs- und Beurteilungsmittel zeichnet sich durch eine im Entwurfsverlauf zunehmende Konkretheit aus.

Die Interpretationsspielräume werden kleiner, die Geometrie exakter und Detailierung größer.

Dies erfolgt jeweils angemessen an den aktuellen Entwurfsfortschritt und den Beurteilungserfordernissen
Viele Techniken dienen vorwiegend der Repräsentation von Designergebnissen (Renderingdarstellungen, Finish- oder Feinmodelle) oder der Kommunikation mit Fachkollegen bzw. mit anderen Fachgebieten und Professionen.

Die Präsentations- bzw. Repräsentationsmittelfunktion von Zeichnungen, die Vorstellung des Entwurfsresultates nach außen hin, beruht also auf ihrer Kommunikationsmittelfunktion.

Muss dabei aber insbesonder emotional und ästhetisch überzeugen.
Zeichnen ist notwendig um ent-werferisch zu denken.

Zeichnen ist daher keine Kunst sondern vielmehr ein äußerst nützliches Instrumentarium.
Des Zeichnens bedarf es um das Wesen einer Form zu begreifen.

Ebenso notwendig ist es zum Erfin-den einer Form.
„Zeichnen ist sich ein Objekt zu erarbeiten,              sich in ein Objekt hinein versetzen.“ 
Geistige Offenheit und Lockerheit 
sind für das Zeichnen ebenso notwendig wie Präzision und Hartnäckigkeit.

auf das 4. Semester aufbauend, sind die erworbenen Zeichenfertigkeiten in für den Entwurfsprozess typische Handlungs-/Zeichenarten zu überführen. 

Schwerpunkt verlagert sich von der Darstellung vorhandener Geometrie hin zu Erarbeitung imaginärer Geometrie, Ziel ist es sich das Zeichnen als Entwurfsmittel anzueignen

Sensibilisierung für die „Designkriterien“ ist abzuschließen und mit den unterschiedlichen Zeichnungsarten, Zeichnungsfunktionen aufbauend auf grundlegenden Kenntnissen zum Entwurfsprozess zu untersetzen.

Ziele
in mehreren Stunden wird ein Objekt als Entwurf aufgebaut, die Entwurfsleistung wird dabei von der ganzen Gruppe getragen, im ganzen Semester sind so 2 Objekte zu be-arbeiten. 

„Erwärmungen“ wird beibehalten um lockeres, konstruktives Zeichnen fordern und fördern.

Inhalte


Die Objekte werden so gewählt, dass die zeichnerischen Probleme bekannt sind, jedoch ihre Anwendung auf imaginäre und nicht auf vorhandene Objekte erfolgt.

Das wichtigste Zeichenkriterium wird das der Analyse und Synthese sein, die anderen Zeichenkriterien sollten geläufig sein und richtig gehandhabt werden können.

Es werden grundlegende Zeichenfertigkeiten vorausgesetzt, die innerhalb der neuen Anforderungen ausgebaut und angewendet werden. 

Bereits in dieser Studienphase wird dabei auf den Entwurfsprozess orientiert. Denn Zeichnen sollte Spaß bereiten und leicht von der Hand gehen, beim Entwerfen aber nie Selbstzweck sein. 

Anmerkungen
 
Zeichnen als Aktivierungsmittel              3 Wochen
Zeichnen als Denk- und Entwurfsmittel        3 Wochen
Zeichnen als Kommunikationsmittel            2 Wochen
Zeichnen als Entwurfs- & Beurteilungsmittel  2 Wochen
Zeichnen als Präsentationsmittel             2 Wochen

Arbeitsabschnitte Semester
 
Bleistift, Fineliner, Kuli schwarz, 
Marker grau, weißer Buntstift, 
Buntstifte allgemein,
farbiges Papier,


Welche Materialien
 
14-tägig erfolgt die Veranstaltung als 2-Stundenblock
150 Zeichnungen inklusive aller anderer Zeichnungen 
entspricht ca. 10 pro Woche (3-5 Stunden Zeichenzeit)
Zwischenabgabe 50 (6. Woche) & 100 Blatt (11. Woche)

Termine 
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